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| | Buch: | Les amants de Byzance |
| Autor: | Mika Waltari, Ausgabe vom 1990, Taschenbuch,
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| | Buch: | Minutus, der Römer |
| Autor: | Mika Waltari, Ausgabe vom 1969, Unbekannter Einband,
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Das abenteuerliche Schicksal des Minutus Lausu Manilianus.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Leserkommentare:* Realistisches, hochkomplexes Sittengemälde der römischen Welt im 1. Jh. n. Chr. (5 von 5 Punkten) meint t. "Minutus, der Römer" ist die Autobiographie des fiktiven römischen Ritters und Politikers Minutus Lausus Manilianus, die im Wesentlichen die Jahre 46-79 n. Chr. umfaßt. Nachdem sein Vater unter Kaiser Caligula in Ungnade fällt, zieht es ihn ins ferne Antiochia, wo Minutus aufwächst und bereits mit dem aufkeimenden Urchristentum in Kontakt kommt, das ihn wie auch das Judentum sein Leben lang begleiten wird - weil er ihre Streitigkeiten schlichten muß, weil sich seine zahlreichen Frauen zum einen oder anderen bekennen und letztendlich auch weil er selbst offenbar mehr von beiden Gruppen hält als von den römischen Kulten, die nur untergeordnet Erwähnung finden. Die Ehre seines Vaters wird unter Kaiser Claudius wiederhergestellt und bringt Minutus nach Rom und dort die Freundschaft des Lucius Domitius, der später als Kaiser Nero den Thron besteigen wird. Unter diesem bekleidet er immer höhere Ämter, vervielfacht er sein zunächst bescheidenes Vermögen, versucht er sein Glück bei den Frauen und kommt in Folge militärischer oder politischer Geschäfte nach Britannien, Korinth, Jerusalem, Alexandria und in die italienische Provinz. Doch der Künstlerfreund Nero entwickelt sich immer mehr zu einem Tyrannen und Minutus aus Feigheit zu seinem Werkzeug. Zwar mag er durch sein besonnenes Eingreifen den ein oder anderen Juden und Christen retten, doch hat er letztendlich keine großen Probleme damit, Tierhetzen zu organisieren und Kreuzigungen beizuwohnen - zwar bejammert er dieses Schicksal, doch ohne jemals auch nur den Gedanken daran zu verschwenden, sich aus Neros Klauen zu befreien, wenn er die Realisierung der kaiserlichen Wünsche schon nicht verhindern kann. Während der Pisonischen Verschwörung verrät er schließlich die Namen vieler Mitverschwörer, um sein eigenes Leben zu schonen, und als man ihn des jüdischen Glaubens zugetan verdächtigt, läßt er sich auf Befehl Neros hin in panischer Angst sofort und unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen beschneiden, nur um nachher vom lachenden Kaiser zu erfahren, daß er doch nur einen Spaß gemacht habe.
Interessant finde ich, wie es Mika Waltari gelingt, eine fiktive Figur bis in die höchsten Kreise und in sämtliche geschichtliche Ereignisse geschickt einzuweben, so daß eine detaillierte Autobiographie entstanden ist, die sich sehr eng an den historischen Begebenheiten (Glaubensauseinandersetzungen zwischen Juden und Urchristen, Brand von Rom und die daraufhin befohlene Christenverfolgung, Münzverschlechterung, Pisonische Verschwörung) und Personen (Neros Mutter Agrippina und sein Stiefbruder Britannicus, die Kaiser Claudius, Vespasian und Titus, der Apostel Kephas (Simon Petrus) und der Missionar Paulus von Tarsus, Neros Ehefrauen Octavia und Poppaea Sabina und die ihn verschmähende Claudia Antonia, sein Erzieher Seneca, der Prätorianerpräfekt Tigellinus etc.) entlangschlängelt, aber dennoch das bewegte Leben des Minutus in seiner eigenen fiktiven Welt erzählt. Ein Fokus Waltaris liegt dabei immer wieder auf den Juden und Urchristen, ihren Streitigkeiten und Spaltungen untereinander, ihrer Verbreitung und Verfolgung und ihren unterschiedlichen religiösen Ansichten, und bis zu ihrem Tod kreuzen immer wieder Petrus und Paulus den Weg des Minutus. Am Ende fällt letzterer, der die Christen - bereits in der Urgemeinde zersplittert und von Neid zerfressen - nur als temporäre Erscheinung ohne Zukunft sieht, das nachdenkenswerte Urteil "Ich warte nur noch darauf, daß eines Tages ein Christ einen anderen Christen in Christi Namen erschlägt" (Weltbild 1995, S. 703).
Waltaris Sprache ist sehr gut, klar, flüssig zu lesen, aber dennoch nicht so einfach wie bei anderen Autoren, für die ein Haupt- mit Nebensatz fast schon zuviel ist; nur manchmal wirkt sie (vielleicht auf Grund der einige Jahrzehnte zurückliegenden Entstehungszeit des Romans) etwas altbacken. Einziger sprachlicher Kritikpunkt sind für mich nur die direkten Reden des jungen Lucius Domitius lange vor seiner Thronbesteigung, die manchmal eher an einen Philosophen als an ein Kind erinnern.
Erzählerisch-inhaltlich negativ wirkt auf mich nur die Distanz des Minutus zum Leser, wobei ich weniger glaube, daß dies (unbewußt) am Stil Waltaris liegt, sondern vielmehr am Charakter des Erzählers (also bewußt von Waltari intendiert wird), der vollkommen gefühllos von Ereignissen wie seinem ersten Erschlagenen in Britannien, vom Tod seines Lehrers und seiner jungen Söhne, von der Hinrichtung seines Vaters und letztendlich auch von seinen Liebschaften berichtet. Das meiste Mitgefühl, wenngleich nicht übermäßig hoch, regt sich in ihm noch während der Tierhetzen und Kreuzigungen, also für nichtmenschliche Wesen und für Gläubige, die er als Außenseiter erkennt, aber irgendwie doch auch immer wieder in Schutz nimmt. Für jeden seiner feigen Opportunismen hat er eine Ausrede, und er sieht sich als weichherzigen Menschenfreund, weil er einen Sklaven freiläßt, empfindet aber nichts beim Töten oder teilt seinem Sohn (an den sich die Autobiographie richtet) frei von der Leber weg mit, daß er eine Weile darüber nachgedacht habe, seine Mutter (die er aber schließlich niemals verlassen wird) umzubringen. Zwar gibt er am Ende zu, daß ihm wohl mehr Fehler als gute Eigenschaften anhaften, aber das Ausmaß dieser Fehler bzw. sein meiner Ansicht nach komplettes menschliches Versagen scheint ihm nie bewußt zu werden.
Insgesamt ein phantastisches, sehr komplexes Sittengemäde der römischen Welt mit ihren verschiedenen Religionen, ihrer Politik, Gesellschaft und Dekadenz und ihrem Alltag sowie gelungene Porträts der beschriebenen Kaiser. Kann mich nicht zwischen vier (wegen der erzählerischen Distanz) und fünf Sternen entscheiden.
Weitere Lesermeinungen |
| | Buch: | Minutus der Römer |
| Autor: | Mika Waltari, Ausgabe vom 1965, Gebunden, Verkaufsrang 1042757 |
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| | Buch: | Sinuhe der Ägypter |
| Autor: | Waltari Mika und Charlotte Lilius:, Ausgabe vom 1975, Gebunden,
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| Autor: | Mika Waltari, Karl Hellwig, Ausgabe vom 1961, Broschiert, Verkaufsrang 1401821 |
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| | Buch: | Michael, der Finne |
| Autor: | Mika Waltari, Ernst Doblhofer, Ausgabe vom 1960, Unbekannter Einband, Verkaufsrang 2644111 |
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Leserkommentare:* Weltliteratur! (5 von 5 Punkten) meint M.A.S. aus Finnland Dieses Buch und fast alle von Mika Waltari sind brillant geschrieben und recherchiert. Er hatte eben auch als Historiker und Theologe eine fundiertes Wissen und hatte mit dem gegebenen Wissensstand seiner Zeit absolut hochwertige und lesenswerte Bücher geschrieben. Vergleicht man die Qualität von Waltari mit anderen Büchern wie, Die Säulen der Erde von Ken Follet, dann steht Waltari mindestens 2 Stufen höher. Absolut lesenswert für jeden der an Qualität und nicht an Quantität interessiert ist.
Als wäre man dabeigewesen (5 von 5 Punkten) meint . Wie seine anderen historischen Romane ist auch dieser Waltari ein pralles Stück Leben mit einem sympathischen, widersprüchlichen Held. Es fällt schwer, dieses Buch nicht in einem Zug zu lesen, so echt und authentisch ist der Stoff, so spannend die Handlung. Wer nach der Lektüre nach mehr verlangt, kann sich auf die Fortsetzung freuen - "Der Renegat des Sultans" steht diesem Buch in nichts nach.
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| | Buch: | Michael der Finne |
| Autor: | Mika Waltari, Ernst Doblhofer, Ausgabe vom 1959, Unbekannter Einband, Verkaufsrang 1390957 |
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Leserkommentare:* Weltliteratur! (5 von 5 Punkten) meint M.A.S. aus Finnland Dieses Buch und fast alle von Mika Waltari sind brillant geschrieben und recherchiert. Er hatte eben auch als Historiker und Theologe eine fundiertes Wissen und hatte mit dem gegebenen Wissensstand seiner Zeit absolut hochwertige und lesenswerte Bücher geschrieben. Vergleicht man die Qualität von Waltari mit anderen Büchern wie, Die Säulen der Erde von Ken Follet, dann steht Waltari mindestens 2 Stufen höher. Absolut lesenswert für jeden der an Qualität und nicht an Quantität interessiert ist.
Als wäre man dabeigewesen (5 von 5 Punkten) meint . Wie seine anderen historischen Romane ist auch dieser Waltari ein pralles Stück Leben mit einem sympathischen, widersprüchlichen Held. Es fällt schwer, dieses Buch nicht in einem Zug zu lesen, so echt und authentisch ist der Stoff, so spannend die Handlung. Wer nach der Lektüre nach mehr verlangt, kann sich auf die Fortsetzung freuen - "Der Renegat des Sultans" steht diesem Buch in nichts nach.
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| Autor: | Mika Waltari, Ausgabe vom 1950, Gebunden,
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| | Ausgabe vom 1. Januar 1944, Unbekannter Einband, Verkaufsrang 1687731 |
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