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| | Buch: | El etrusco: la leyenda de los inmortales |
| Autor: | Mika Waltari, Ausgabe vom 1. Januar 1997, Gebunden,
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| | Buch: | Obras |
| Autor: | Mika Waltari, Ausgabe vom 1. Januar 1969, Gebunden,
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| | Buch: | El etrusco |
| Autor: | Mika Waltari, Ausgabe vom 1. Januar 1958, Gebunden,
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| | Buch: | Obras Completas (2 Volúmenes) Sinué el egipcio - El aventurero - Un forastero llegó a la granja - El etrusco - El ángel sombrío - Juego peligroso. |
| Autor: | Mika Waltari, Ausgabe vom 1. Januar 1958, Gebunden,
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| | Buch: | El etrusco |
| Autor: | Mika Waltari, Ausgabe vom 1. Januar 1975, Taschenbuch,
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| | Buch: | Reina por un día |
| Autor: | Mika Waltari, Ausgabe vom 1. Januar 1959, Taschenbuch,
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| | Buch: | Minutus der Römer |
| Autor: | Mika Waltari, Ausgabe vom 1976, Gebunden, Verkaufsrang 919052 |
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Leserkommentare:* Realistisches, hochkomplexes Sittengemälde der römischen Welt im 1. Jh. n. Chr. (5 von 5 Punkten) meint t. "Minutus, der Römer" ist die Autobiographie des fiktiven römischen Ritters und Politikers Minutus Lausus Manilianus, die im Wesentlichen die Jahre 46-79 n. Chr. umfaßt. Nachdem sein Vater unter Kaiser Caligula in Ungnade fällt, zieht es ihn ins ferne Antiochia, wo Minutus aufwächst und bereits mit dem aufkeimenden Urchristentum in Kontakt kommt, das ihn wie auch das Judentum sein Leben lang begleiten wird - weil er ihre Streitigkeiten schlichten muß, weil sich seine zahlreichen Frauen zum einen oder anderen bekennen und letztendlich auch weil er selbst offenbar mehr von beiden Gruppen hält als von den römischen Kulten, die nur untergeordnet Erwähnung finden. Die Ehre seines Vaters wird unter Kaiser Claudius wiederhergestellt und bringt Minutus nach Rom und dort die Freundschaft des Lucius Domitius, der später als Kaiser Nero den Thron besteigen wird. Unter diesem bekleidet er immer höhere Ämter, vervielfacht er sein zunächst bescheidenes Vermögen, versucht er sein Glück bei den Frauen und kommt in Folge militärischer oder politischer Geschäfte nach Britannien, Korinth, Jerusalem, Alexandria und in die italienische Provinz. Doch der Künstlerfreund Nero entwickelt sich immer mehr zu einem Tyrannen und Minutus aus Feigheit zu seinem Werkzeug. Zwar mag er durch sein besonnenes Eingreifen den ein oder anderen Juden und Christen retten, doch hat er letztendlich keine großen Probleme damit, Tierhetzen zu organisieren und Kreuzigungen beizuwohnen - zwar bejammert er dieses Schicksal, doch ohne jemals auch nur den Gedanken daran zu verschwenden, sich aus Neros Klauen zu befreien, wenn er die Realisierung der kaiserlichen Wünsche schon nicht verhindern kann. Während der Pisonischen Verschwörung verrät er schließlich die Namen vieler Mitverschwörer, um sein eigenes Leben zu schonen, und als man ihn des jüdischen Glaubens zugetan verdächtigt, läßt er sich auf Befehl Neros hin in panischer Angst sofort und unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen beschneiden, nur um nachher vom lachenden Kaiser zu erfahren, daß er doch nur einen Spaß gemacht habe.
Interessant finde ich, wie es Mika Waltari gelingt, eine fiktive Figur bis in die höchsten Kreise und in sämtliche geschichtliche Ereignisse geschickt einzuweben, so daß eine detaillierte Autobiographie entstanden ist, die sich sehr eng an den historischen Begebenheiten (Glaubensauseinandersetzungen zwischen Juden und Urchristen, Brand von Rom und die daraufhin befohlene Christenverfolgung, Münzverschlechterung, Pisonische Verschwörung) und Personen (Neros Mutter Agrippina und sein Stiefbruder Britannicus, die Kaiser Claudius, Vespasian und Titus, der Apostel Kephas (Simon Petrus) und der Missionar Paulus von Tarsus, Neros Ehefrauen Octavia und Poppaea Sabina und die ihn verschmähende Claudia Antonia, sein Erzieher Seneca, der Prätorianerpräfekt Tigellinus etc.) entlangschlängelt, aber dennoch das bewegte Leben des Minutus in seiner eigenen fiktiven Welt erzählt. Ein Fokus Waltaris liegt dabei immer wieder auf den Juden und Urchristen, ihren Streitigkeiten und Spaltungen untereinander, ihrer Verbreitung und Verfolgung und ihren unterschiedlichen religiösen Ansichten, und bis zu ihrem Tod kreuzen immer wieder Petrus und Paulus den Weg des Minutus. Am Ende fällt letzterer, der die Christen - bereits in der Urgemeinde zersplittert und von Neid zerfressen - nur als temporäre Erscheinung ohne Zukunft sieht, das nachdenkenswerte Urteil "Ich warte nur noch darauf, daß eines Tages ein Christ einen anderen Christen in Christi Namen erschlägt" (Weltbild 1995, S. 703).
Waltaris Sprache ist sehr gut, klar, flüssig zu lesen, aber dennoch nicht so einfach wie bei anderen Autoren, für die ein Haupt- mit Nebensatz fast schon zuviel ist; nur manchmal wirkt sie (vielleicht auf Grund der einige Jahrzehnte zurückliegenden Entstehungszeit des Romans) etwas altbacken. Einziger sprachlicher Kritikpunkt sind für mich nur die direkten Reden des jungen Lucius Domitius lange vor seiner Thronbesteigung, die manchmal eher an einen Philosophen als an ein Kind erinnern.
Erzählerisch-inhaltlich negativ wirkt auf mich nur die Distanz des Minutus zum Leser, wobei ich weniger glaube, daß dies (unbewußt) am Stil Waltaris liegt, sondern vielmehr am Charakter des Erzählers (also bewußt von Waltari intendiert wird), der vollkommen gefühllos von Ereignissen wie seinem ersten Erschlagenen in Britannien, vom Tod seines Lehrers und seiner jungen Söhne, von der Hinrichtung seines Vaters und letztendlich auch von seinen Liebschaften berichtet. Das meiste Mitgefühl, wenngleich nicht übermäßig hoch, regt sich in ihm noch während der Tierhetzen und Kreuzigungen, also für nichtmenschliche Wesen und für Gläubige, die er als Außenseiter erkennt, aber irgendwie doch auch immer wieder in Schutz nimmt. Für jeden seiner feigen Opportunismen hat er eine Ausrede, und er sieht sich als weichherzigen Menschenfreund, weil er einen Sklaven freiläßt, empfindet aber nichts beim Töten oder teilt seinem Sohn (an den sich die Autobiographie richtet) frei von der Leber weg mit, daß er eine Weile darüber nachgedacht habe, seine Mutter (die er aber schließlich niemals verlassen wird) umzubringen. Zwar gibt er am Ende zu, daß ihm wohl mehr Fehler als gute Eigenschaften anhaften, aber das Ausmaß dieser Fehler bzw. sein meiner Ansicht nach komplettes menschliches Versagen scheint ihm nie bewußt zu werden.
Insgesamt ein phantastisches, sehr komplexes Sittengemäde der römischen Welt mit ihren verschiedenen Religionen, ihrer Politik, Gesellschaft und Dekadenz und ihrem Alltag sowie gelungene Porträts der beschriebenen Kaiser. Kann mich nicht zwischen vier (wegen der erzählerischen Distanz) und fünf Sternen entscheiden.
Man entdeckt die Römer ganz neu (4 von 5 Punkten) meint . Dieses Buch berichtet über das Leben des Minutus Lausus Manilius, der zur Zeit Neros lebte. Es schildert so auch das Leben von Nero sehr gut. Man erfährt über die Konflikte zwischen den großen Adelsfamilien Rom, über ausgestossene Familienmitglieder und über das alltägliche Leben der Römer. Mika Waltari beschreibt die seltsamen Gefühlswandlungen von Nero, der einmal ein guter Freund sein kann und im nächsten Augenblick der größte Feind ist. Die Römer in dieser Zeit trauen sich gegeseitig nur sehr geringfühgig und Mintus hat es schwer, in seiner Laufbahn zu etwas zu kommen. Am besten hat mir seine und Neros Verbindung zu dem enstehenden Christentum gefallen, daß für die meißten noch neu, geheimnisvoll und gefährlich ist. Minutus ist auf beiden Seiten einer der Handelnden, einerseits unterstützt er die Christen und anderseits bereitet er auch ihr Verderben vor. Das bringt ihn in viele knifflige Situationen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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