Batya Gur, Ausgabe vom 1. März 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 534073
Buch:
Sarah und Simon: Bildergeschichten für die Kleinen
Autor:
Riet Wille, Ausgabe vom 5. Aug. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 566083
Buch:
Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen
Autor:
Mirjam Pressler, Ausgabe vom 11. Febr. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 590271
Aus der Amazon.de-Redaktion Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen, davon ist die 12-jährige Halinka ganz fest überzeugt. Allerdings hat sie in ihrem Leben bislang noch nicht allzu oft die Bekanntschaft des Glücks gemacht, geschweige denn, dass es bei ihr geblieben wäre. Halinka lebt in einem Kinderheim und kennt sich ganz gut aus mit den Tricks und Kniffen, mit denen man in solchen Institutionen am besten zurechtkommt, denn es ist nicht ihre erste Heimerfahrung. Am schönsten sind die Sonntage, wenn sie Tante Lou besuchen darf, die Schwester ihrer Mutter. Da Tante Lou aber nicht verheiratet ist und bis vor kurzem auch noch keinen festen Arbeitsplatz hatte, darf sie Halinka leider nicht adoptieren. Ganz versteckt und zwischen den Zeilen erfährt der aufmerksame Leser, warum Halinka nicht mehr bei ihrer Mutter lebt. Gerne spricht sie darüber nicht. Nur ihrer neuen Freundin Rena erzählt sie manchmal abends, wenn sich die beiden Mädchen davonschleichen, um vor dem Einschlafen noch ein bisschen zu quatschen, eine Geschichte aus ihrem früheren Leben. Mirjam Pressler hat in ihrem Jugendbuch Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen in kurzen, knappen Sätzen die Geschichte der polnischen Jüdin Halinka aufgeschrieben. Vor allem der Stil des Buches passt sehr gut zu dem Charakter des stillen, in sich gekehrten Mädchens, das schon eine ganze Menge an herber Lebenserfahrung bis zum Jahre 1952 einstecken musste und nur noch selten aus dem selbstgezimmerten Schneckenhaus auftaucht. Mirjam Pressler ist eine Autorin, die bei Jugendlichen ganz genau hinhört und Zwischentöne erfasst, die oft bei der ersten Lektüre gar nicht alle bemerkt werden. Wie es Halinka trotz aller Widernisse doch noch schafft, das Glück bei sich zu behalten, das ist eine ergreifende Geschichte. -Manuela Haselberger
Buch:
Der Anfang von etwas Schönem: Roman
Autor:
Lizzie Doron, Ausgabe vom 17. Sept. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 650995
Product Description "Ratte mit Brille" nennen sie ihn in der Schule. "Versager" sagt der Vater. Herbert, vierzehn Jahre alt, klein, blaß, kurzsichtig, kann nur in seine Träume flüchten und sich mit Süßigkeiten trösten. Die kauft er im Laden bei der alten Frau Kronawitter. Und ausgerechnet Frau Kronawitter sieht ihn, als er mit seinem neuen Messer Autos zerkratzt. Keiner verdächtigt ihn, und obwohl er gar nicht weiß, warum er das gemacht hat, kann er nicht mehr damit aufhören und tut es wieder und wieder. Frau Kronawitter schweigt. Sie denkt über ihr Leben nach, zum ersten Mal schonungslos und ehrlich,. Daraus entwickelt sie Verständnis für Herbert, erkennt, wie erstickend seine kleine, enge, scheinbar ordentliche und heile Welt ist. Sie möchte ihm helfen, will an ihm gutmachen, was sie an ihrem Sohn versäumt hat. Aber ist Herbert überhaupt noch in der Lage, Hilfe anzunehmen?
Buch:
Ruhige Zeiten: Roman
Autor:
Lizzie Doron, Ausgabe vom 18. Juli 2005, Gebunden, Verkaufsrang 557255
Aus der Amazon.de-Redaktion Peter van Pels ist Der Junge, der Anne Frank liebte, und Ellen Feldmann erzählt in ihrem Roman seine Geschichte. Es ist eine Geschichte, die sich vielleicht so hätte zutragen können, denn das wahre Schicksal von Peter ist nicht dokumentiert. Peter war, wie Anne Frank, Bewohner des Hinterhauses in der Amsterdamer Prinsengracht 263. Nach dem Zweiten Weltkrieg verliert sich seine Spur. Ellen Feldmann nutzt diesen Umstand und erfindet für Peter ein neues Leben in der neuen Welt, so wie er sich tatsächlich neu erfinden wollte. Der Peter des Romans emigriert nach dem Krieg in die USA. Zwar behält er seinen Namen, doch verschweigt er allen, die ihn kennen, einen wichtigen Teil seiner Identität. Peter ist Jude und gibt vor, es nicht zu sein. Trotzdem verliebt er sich in eine jüdische Frau, heiratet sie und bekommt mit ihr drei Kinder. Er versucht, die traumatischen Erlebnisse des Krieges zu verdrängen, indem er seine Vergangenheit völlig ausblendet. Doch eines Tages holt sie ihn ein. Als er das soeben erschienene Tagebuch der Anne Frank auf dem Nachttisch seiner Frau findet, verliert er seine Stimme. Dieser Zusammenhang wird ihm erst bewusst, als er einen Psychiater aufsucht. Peter verstrickt sich in einem Netz voller Halbwahrheiten, verschütteter Erinnerungen und Geschichten anderer Kriegsopfer, die er für seine eigenen hält. Seine Paranoia nimmt ihn völlig gefangen, seine unartikulierte Angst wird schließlich zur Gefahr für seine Familie und ihn selbst. Der Junge, der Anne Frank liebte ist ein Roman über die Tücken der Verdrängung und der Erinnerung, über den amerikanischen Traum vom neuen Leben und nicht zuletzt eine kritische Auseinandersetzung mit der Verbreitung und dem Missbrauch von Anne Franks Tagebuch. In einer gelungenen Mischung aus realen und fiktiven Ereignissen konstruiert die Autorin die Geschichte um die innerlich zerrissene Figur des Peter van Pels, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann schlägt. -Nathalie Schwering 1