Mirjam Pressler, Ausgabe vom 8. Febr. 1999, Gebunden, Verkaufsrang 797524
Aus der Amazon.de-Redaktion Kopfüber, kopfunter, wenn es sein muß auch von der Seite, es gibt jede Menge Möglichkeiten, die Bilder von Julian Jusim in seinem Bilderbuch zu betrachten. Da kann es einem richtig schwindlig werden. Die Überraschung dabei: Jedes Bild läßt sich durch diesen Trick der Drehung in ein völlig anderes Bild verwandeln. So hat man eigentlich gleich zwei Bücher in einem, denn jedes Bild läßt sich auf mindestens zwei Arten anschauen. Im Handumdrehen, im wahrsten Sinne des Wortes, verwandeln sich mißgelaunte, miesepetrige Esel ("Manchmal wenn der Morgen graut, ist des Esels Tag versaut"), in romantische Biber ("Der Biber träumt vom Biberkind, der Schmetterling vom Frühlingswind"). Oder der rauchende Tiger im Zirkus ("Der Tiger bläst nur blauen Dunst, das Äffchen in der Luft macht Kunst"), wird zu einem balancierenden Walroß. Das kann nicht sein? Ja, das muß man unbedingt selbst gesehen haben, denn Bilderbücher in dieser Qualität gehören zu den absoluten Raritäten. Wie schnell sich ein Stier in eine badende Ente verwandeln kann, läßt den Betrachter mächtig ins Staunen geraten. Schön sind die Verse, die Mirjam Pressler dazu beigesteuert hat. Sie sind erfreulicherweise in leicht lesbarer Schrift und großen Buchstaben gedruckt, so daß auch Erstleser noch ihr Vergnügen daran finden. Eins läßt sich übrigens sicher garantieren: Die kleinen und großen Betrachter und Leser kommen aus den staunenden Ah!- und Oh!-Rufen gar nicht mehr heraus und werden gemeinsam eine Menge Spaß damit haben. -Manuela Haselberger
Buch:
Mann und Frau
Autor:
Zeruya Shalev, Ausgabe vom 1. Januar 2001, Gebunden, Verkaufsrang 33289
Rosenkrieg in Israel: Zeruya Shalev führt in Mann und Frau atemlos das Sterben einer Ehe vor. Vielleicht ist es ja nur ein einziger Moment, an dem das Leben sich entscheidet, von nun an auf der Stelle zu treten und stillzustehen. An dem es beginnt, sich gegen alle Veränderungen abzuschließen und allmählich bis zum Ende zu verhärten. In solch einem Moment findet Na'ama ihren Mann Udi morgens regungslos im Bett. Erst sind es die Beine, die er nicht mehr spürt, später den Oberkörper bis er schließlich nichts mehr bewegen kann. Noga, die eifersüchtige, um Liebe buhlende Tochter steht daneben und macht ein Gesicht, als hätte sie das schon immer gewusst. Gern würde sie mit ihrem Vater allein sein und seine Liebe für sich haben. Was also tut man in so einem Moment als kluge Ehefrau? Man nimmt sich zurück, sorgt zuerst für das Wohl aller anderen und denkt ganz zuletzt an seine eigenen Wünsche. Oder aber man steht auf und schreit und sagt endlich einmal, dass man so nicht mehr leben kann, und dass die anderen doch auch einmal an einen denken sollen und dass man, auch wenn man Ehefrau und Mutter ist, doch auch ein Recht auf sein Leben hat. Als Leser denkt man sich, dass hier alle Messen gesungen sind und dass auch diese Ehe den Weg alles Irdischen und damit ihrem guten Ende entgegen gehen wird. Alles ist, wo allein die Verletzungen übrig geblieben sind, nur noch eine Frage der Zeit und eigentlich gut bekannt. Zeruya Shalev, die israelische Autorin, die seit ihrem Überraschungserfolg Liebesleben in aller Munde ist, legt ihren zweiten Roman in Deutsch vor, und es ist ein Buch für Frauen. Es ist der nicht enden wollende Klagegesang einer Frau, die glaubt, den Mann geheiratet zu haben, den sie liebt und die zusehen muss, wie der Schwur der lebenslangen Gemeinschaft sich selbst überlebt. Mann und Frau ist ein atemloses und trauriges Buch, ganz wunderbar übersetzt von Mirjam Pressler. -Jana Hensel Udi und Na'ama führen eine Ehe, die von Ereignissen der Vergangenheit belastet ist. Wer trägt die größere Schuld? Udi, der fast den Tod der gemeinsamen Tochter Noga verschuldete? Oder Na'ama, die Udi verletzte, weil sie der Versuchung, mit einem charismatischen Maler fremd zu gehen, nur mit Mühe widerstand? Wo hatte der Reigen der Enttäuschungen und Abhängigkeiten, der sich ausweglos um sich selbst dreht, seinen Ursprung gehabt? Oder musste es so kommen, bei einer Liebe, die schon begann, als beide noch Kinder waren? Die Vorwürfe, das immer gleiche Wechselspiel von Schuldgefühl und Verteidigung, dazwischen die gleichzeitig verhätschelte und doch unglückliche, 10-jährige Tochter Noga; das alles lähmt die Beziehungen untereinander und so wundert es nur auf den ersten Blick, dass Ehemann Udi sich eines Morgens tatsächlich nicht mehr bewegen kann. Er ist gelähmt. Jetzt endlich muss in Bewegung geraten, was über die Jahre erstarrt war. Ein zäher Kampf um Leben und Liebe beginnt, in dem eine Heilerin schließlich die eingefahrenen Zusammenhänge durchbricht. Doch einmal aufgebrochen, setzen sich die Kräfte auf eine Weise frei, die nicht vorauszusehen war. Die israelische Schriftstellerin Zeruya Shalev, bekannt geworden durch den preisgekrönten Bestseller Liebesleben, macht es uns nicht leicht. Minutiös beschreibt sie das Innenleben einer noch jungen, unglücklichen Frau, mit fantasievollen Metaphern und teilweise bedrückender Intensität. Die Schauspielerin Anika Pages liest in dieser Hörfassung mit großer Intimität und Einfühlungsvermögen, zieht uns hinein in die Psyche der schwierigen Heldin und lässt dem Hörer nur die Wahl zwischen Ablehnung und Identifikation. Ein Hörbuch, das vor allem Frauen ansprechen wird, die ähnliche Muster in ihrem Leben wiedererkennen und sich von der eindringlichen und teilweise mystischen Poesie Zeruya Shalevs betören lassen. Das Hörbuch hat eine Länge von ca. 184 Minuten. -Robin Rudolph
Buch:
Auf das Leben!: Übersetzt von Mirjam Pressler
Autor:
Walter Rothschild, Ausgabe vom 27. Okt. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 394386
Product Description Roman. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2009, Kategorie Jugendbuch Erscheinungsjahr: 2009 ab 12 J. Aus d. Niederländ. v. Mirjam Pressler Gewicht: 320 gr / Abmessung: 19 cm Von Gestel, Peter van / Übersetzt v. Pressler, Mirjam " Ich möchte meine Geschichte erzählen die Geschichte von Zwaan und mir und von Bet und mir und von der Kälte und dem Wintereis in Amsterdam und vom Tauwetter, das allem ein Ende machte. Wie fängt man eine Geschichte an? Ich fangeeinfach mal mit etwas an "Februar, 1947. In Amsterdam herrscht großer Frost, die Grachten sind zugefroren. Der 12-jährige Thomas lernt den gleichaltrigen Zwaan und dessen schöne Kusine Bet kennen. Vielleicht bleibt es ewig Winter , sagt Zwaan. Aber es könnte auch jeden Tag tauen. Dasselbe gilt, so kurz nach Kriegsende, auch für die Gefühle. Jeder der drei vermisst jemanden die Mutter, den Vater und Zwaan sogar beide Eltern, die nicht aus dem Osten zurückkamen.Thomas verliebt sich in die zwei Jahre ältere Bet. Und Zwaan vertraut ihm an, dass er Jude ist und während der deutschen Besatzung in einem Versteck gelebt hat. Und so helfen sich die drei Freunde gegenseitig, das "Wintereis" zum Tauen zu bringen.Eine Geschichte, die von schwierigen Zeiten erzählt, von Kindern, die gelernt haben, niemals ihre Gefühle zu zeigen, und die doch so voller Kraft und Hoffnung sind, wie es nur Kinder vermögen. Pressestimmen: "Der geistreiche, anrührende Roman des vielfach preisgekrönten holländischen Autors hat auch zwischen den Zeilen viel zu sagen." (Focus Schule)
Buch:
Das Ding
Autor:
Mirjam Pressler, Jutta Timm, Ausgabe vom 1996, Gebunden, Verkaufsrang 1502183
Buch:
Geschichten aus Tel Ilan
Autor:
Amos Oz, Ausgabe vom 21. Sept. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 88483
Mirjam Pressler, Astrid Krömer, Ausgabe vom 1999, Gebunden, Verkaufsrang 932850
Buch:
Shylocks Tochter: Roman
Autor:
Mirjam Pressler, Ausgabe vom 1. Febr. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 429037
Venedig, 1568 Jessica fühlt sich in der engen Welt des jüdischen Ghettos gefangen. Sie sehnt sich nach prächtigen Kleidern und dem ausschweifenden Lebensstil der Christen. Als sie sich in einen Adeligen verliebt, plündert sie die Schatzkammer ihres Vaters und flieht. Shylock zerbricht am Verlust seiner Tochter, aber auch Jessica leidet Zu groß ist die Kluft zwischen beiden Kulturen ... Das zweite Buch von Mirjam Pressler ist ein waschechter historischer Roman. Shylocks Tochter spielt im Venedig des 16. Jahrhunderts, mitten in den beiden jüdischen Ghettos, und ist eng an Shakespeares Kaufmann von Venedig angelehnt. Doch mit ihrer liebevollen Gestaltung der Details, ihren sorgfältigen Beschreibungen der historischen Gegebenheiten und vor allem der jüdischen Lebensweise, hat Mirjam Pressler einen eigenen, sehr lesenswerten Roman - nicht nur für Jugendliche - geschaffen. Jessica ist sechzehn Jahre alt und lebt mit ihrem Vater im neuen jüdischen Ghetto von Venedig. Für sie ist das Ghetto jedoch weniger Schutz denn Gefängnis. Sie nutzt jede Gelegenheit, um ihre Freundinnen außerhalb zu besuchen, denn die bescheidene, oftmals in ihren Augen geizige Lebensweise ihres Vaters Shylock, einem Pfandleiher, stößt sie ab. "Hätte Gott gewollt, daß wir grau herumlaufen, hätte er uns ein Fell wachsen lassen, wie den Mäusen." Jessica verliebt sich bis über beide Ohren in den Christen Lorenzo, läßt sich taufen und heiratet ihn. Sie weiß, daß sie damit alle Brücken zu ihrem jüdischen Elternhaus abbricht, doch das Glück findet sie an Lorenzos Seite nicht. Tief in ihrem Herzen bleibt sie das jüdische Mädchen aus dem Ghetto, auch wenn die Paläste, in denen sie verkehrt, noch so prunkvoll sind. Shylocks Tochter erweckt das Venedig längst vergangener Jahre noch einmal zum Leben und hält den Leser in der alten Lagunenstadt gefangen. Und mancher wird nach der Lektüre gern den Klassiker von Shakespeare aus dem Regal ziehen. -Manuela Haselberger