Product Description Postman diagnostiziert einen tief greifenden Wandel der US-amerikanischenKultur von einer inhalts- zu einer unterhaltungsorientierten Gesellschaft.Die Fernsehgesellschaft zeitige einen radikalen Verfall der Schriftkulturund mithin der rationalen Urteilskraft. Durch die Ablösung des wortbestimmtenZeitalters der ErörterungZeitalter des Showbusinesswerde Erkenntnisstreben durch bloße Zerstreuung ersetzt, und zwar in jedemdenkbaren Lebensbereich. Die formalen Unterschiede zwischen Schrift- undBildmedium bestimmten auch die vermittelten Inhalte Die Darstellung vonErfahrungen in allen gesellschaftlichen Bereichen werde statt durch dieRatio nun durch die Emotio bestimmt. Nach Postman nehmen wir die Welt nichtso wahr, wie sie ist, sondern nur in der Vermittlung über die Medien, welcheden Inhalt unserer Kultur erst erschaffen. Schnelligkeit und Kurzlebigkeitder Fernsehbilder verhindern die Reflexion der vermittelten Inhalte, weshalbdie Präsentation selbst entscheidendes Kriterium der Urteilsbildung wird.Alle gesellschaftlich relevanten Bereiche, selbst Religion und Politik,haben sich dem visuellen Diktat des Fernsehmediums unterzuordnen und lernenes sich zu Nutze zu machen, worin Postman eine Gefahr für die Demokratiesieht. Auswege aus der stetig fortschreitenden Ersetzung von Urteilskraftdurch Amüsement vermag Postman nicht aufzuzeigen. Es bleibt lediglich beidem Appell, sich kritisch mit dem Medium Fernsehen auseinander zu setzen.
Buch:
Das Verschwinden der Kindheit
Autor:
Neil Postman, Ausgabe vom 1. April 1987, Taschenbuch, Verkaufsrang 45271
Product Description Dieses Buch bricht den faulen Frieden, den die Erwachsenen mit der Gleichgültigkeitgeschlossen haben, um die Welt bis in die Nischen hinein nach ihrem Bildeeinzurichten. Es handelt von dem vielleicht folgenschwersten kulturellenKolonisierungsunternehmen in der Gegenwart der Zerstörung der Kindheitdurch Mißachtung oder Destabilisierung ihrer Spielräume, ihrer innerenGeschichte und ihrer spezifischen Zeitrechnung. Brisant ist nicht nur PostmansThese, daß in der abendländischen Zivilisation die Idee der Kindheit imVerschwinden begriffen sei, sondern auch seine intelligente Analyse derelektronischen Medien, die er als die machtvollen Beschleuniger dieserEntwicklung bestimmt. Postmans Kritik gilt der Allianz von Kommerz, Ideologieund Gedankenlosigkeit gegen die Ansprüche der Kinder auf eine eigene, freieLebenszeit auf die Kindheit nicht als eine biologische, sondern vielmehrals eine kulturelle Erfahrung. Die Vorstellungs- und Empfindungswelt derKindheit ist endgültig dann abgeschafft, wenn die Kinder und Jugendlichennur noch zu Erwachsenen-Wünschen fähig sind.
Buch:
Die zweite Aufklärung: Vom 18 - ins 21 - Jahrhundert
Autor:
Neil Postman, Ausgabe vom 1. Januar 2005, Broschiert, Verkaufsrang 271632
Die zweite Aufklärung - Vom 18 - ins 21 - Jahrhundert
Autor:
Neil Postman, Ausgabe vom 1. Januar 1999, Gebunden, Verkaufsrang 377679
Aus der Amazon.de-Redaktion Er hat keinen Computer, kein Faxgerät, noch nicht einmal einen Anrufbeantworter und doch, oder gerade deshalb, ist er einer der geistreichsten Medienkritiker unserer Zeit. Die Rede ist von dem amerikanischen Medienökonomen und Soziologen Neil Postman. Bereits 1983 sorgte er mit seinem Buch Wir amüsieren uns zu Tode für Furore. Pünktlich zum Millenniumwechsel ist nun sein neuestes Werk mit dem programmatischen Titel Die zweite Aufklärung. Vom 18. ins 21. Jahrhundert erschienen. Obwohl er aufgrund seiner medienkritischen Haltung von vielen als "Dinosaurier" bezeichnet wird: Postman ist weit weniger ein Technik- und Fortschrittsfeind als ein unablässiger Mahner und Kritiker allzu unreflektierter Fortschrittsgläubigkeit. In Anlehnung an sein Buch über die Unterhaltungsgesellschaft könnte sein neuestes Werk auch "Wir informieren uns zu Tode" heißen. Denn der Gegenstand seiner oft polemischen Betrachtung ist die Informationsgesellschaft auf dem Weg ins 21. Jahrhundert. Zielsicher spürt er in seiner Untersuchung den gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen nach, die durch eine ungezügelte Informationstechnologie herbeigeführt werden. Dabei stellt er die berechtigte Frage, welchen Nutzen die mittlerweile unüberschaubare Informationsflut eigentlich hat, wenn damit zwar unbegrenzt Wissen, nicht aber die geistigen Grundlagen zum Erkenntnisgewinn vermittelt werden. Um dieses Manko zu beheben, plädiert Postman für eine zweite Aufklärung, die sich auf das kritische Potential der großen Denker des 18. Jahrhunderts beruft - mit der Absicht, ein zeitgemäßes pädagogisches Modell zu entwickeln, das den Erfordernissen des digitalen Zeitalters gerecht wird. Neil Postman zeigt sich in Die zweite Aufklärung erneut als scharfsinniger Beobachter unserer Informations- und Mediengesellschaft. Mit geradezu spielerischer Einfachheit und zugleich eindringlich mahnend führt er uns vor Augen, daß ein unreflektiertes Vorantreiben neuer Technologien früher oder später dazu führen muß, daß wir nicht die Maschinen benutzen, sondern von ihnen benutzt werden. -Harald Stucke 1