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Aus der Amazon.de-Redaktion Niccolò Machiavellis 1532 erschienene Schrift "Il Principe" ist unter dem Titel Der Fürst Weltliteratur geworden. In seiner Radikalität, in seiner scharfen Trennung zwischen rein politischem Handeln und den Entscheidungen des Einzelnen, überstrahlt Machiavellis Werk die politiktheoretischen Schriften aller seiner Zeitgenossen. Machiavelli will klären, "was das oberste politischen Amt sei, wie viele Arten es davon gibt, wie und wann man es behält, und wie und wann man es verliert". Es geht ihm dabei um die Herrschaftsbildung und Herrschaftssicherung, um die Bewahrung des principato. Sämtliche Handlungen des Fürsten werden an ihrem politischen Zweck der Erhaltung der Herrschaft gemessen. Entscheidend für den Erfolg ist nicht der moralische Wert sondern allein die Wirkung des Verhaltens. Dieser ausschließlich erfolgsorientierte amoralische Zweckrationalismus war es, der viel seiner Zeitgenossen zutiefs verstörte. Schon vor Jahrhunderten wurde "Machiavellismus" zu einem Synonym für Verschlagenheit und Hinterlist, für Amoral und Rücksichtslosigkeit in der Politik. Man hat sich angewöhnt, jede skrupellose Machtpolitik als "machiavellistisch" zu bezeichnen, jene berühmte oder vielmehr berüchtigte "Realpolitik", die sich auf Machiavellis "Il Principe" berufen zu können glaubt. Jedes Jahrhundert hat Machiavellis Schrift anders ausgelegt. In jüngster Zeit wurde sie, wie viele andere Klassiker der Staats- und Kriegskunst auch, erfolgreich von der Managementlehre adaptiert. Ob unternehmerische Führungsstrategien oder persönliche Karriereplanung, an Machiavellis und Anti-Machiavellis herrscht auf dem Buchmarkt kein Mangel. Dennoch lohnt sich ein Blick ins Original, denn Der Fürst ist eine realistische, und in seiner Art zeitlose Diagnose der Politik, in der die Interessen des Staates stets Vorrang vor allen ethischen Überlegungen hatten. -Stephan Fingerle
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 66 Bewertungen)
Leserkommentare:* So aktuell, als ob es in diesem Jahrzehnt geschrieben worden wäre (5 von 5 Punkten) meint C.M. Das Buch ist, trotz seines Alters, sehr aktuell. Man kann vom Machiavelli noch heute sehr viel lernen!
Weitere Lesermeinungen |
| | Buch: | Der Fürst |
| Autor: | Niccolò Machiavelli, Patrick Horvath, Ausgabe vom 2. Sept. 2007, Broschiert, Verkaufsrang 105752 |
| Preis: | 7,60 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Niccolò Machiavellis 1532 erschienene Schrift "Il Principe" ist unter dem Titel Der Fürst Weltliteratur geworden. In seiner Radikalität, in seiner scharfen Trennung zwischen rein politischem Handeln und den Entscheidungen des Einzelnen, überstrahlt Machiavellis Werk die politiktheoretischen Schriften aller seiner Zeitgenossen. Machiavelli will klären, "was das oberste politischen Amt sei, wie viele Arten es davon gibt, wie und wann man es behält, und wie und wann man es verliert". Es geht ihm dabei um die Herrschaftsbildung und Herrschaftssicherung, um die Bewahrung des principato. Sämtliche Handlungen des Fürsten werden an ihrem politischen Zweck der Erhaltung der Herrschaft gemessen. Entscheidend für den Erfolg ist nicht der moralische Wert sondern allein die Wirkung des Verhaltens. Dieser ausschließlich erfolgsorientierte amoralische Zweckrationalismus war es, der viel seiner Zeitgenossen zutiefs verstörte. Schon vor Jahrhunderten wurde "Machiavellismus" zu einem Synonym für Verschlagenheit und Hinterlist, für Amoral und Rücksichtslosigkeit in der Politik. Man hat sich angewöhnt, jede skrupellose Machtpolitik als "machiavellistisch" zu bezeichnen, jene berühmte oder vielmehr berüchtigte "Realpolitik", die sich auf Machiavellis "Il Principe" berufen zu können glaubt. Jedes Jahrhundert hat Machiavellis Schrift anders ausgelegt. In jüngster Zeit wurde sie, wie viele andere Klassiker der Staats- und Kriegskunst auch, erfolgreich von der Managementlehre adaptiert. Ob unternehmerische Führungsstrategien oder persönliche Karriereplanung, an Machiavellis und Anti-Machiavellis herrscht auf dem Buchmarkt kein Mangel. Dennoch lohnt sich ein Blick ins Original, denn Der Fürst ist eine realistische, und in seiner Art zeitlose Diagnose der Politik, in der die Interessen des Staates stets Vorrang vor allen ethischen Überlegungen hatten. -Stephan Fingerle
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 66 Bewertungen)
Leserkommentare:* So aktuell, als ob es in diesem Jahrzehnt geschrieben worden wäre (5 von 5 Punkten) meint C.M. Das Buch ist, trotz seines Alters, sehr aktuell. Man kann vom Machiavelli noch heute sehr viel lernen!
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| | Buch: | Der Fürst. |
| Autor: | Niccolò Machiavelli, Ausgabe vom 7. April 1990, Taschenbuch, Verkaufsrang 83595 |
| Preis: | 7,50 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Niccolò Machiavellis 1532 erschienene Schrift "Il Principe" ist unter dem Titel Der Fürst Weltliteratur geworden. In seiner Radikalität, in seiner scharfen Trennung zwischen rein politischem Handeln und den Entscheidungen des Einzelnen, überstrahlt Machiavellis Werk die politiktheoretischen Schriften aller seiner Zeitgenossen. Machiavelli will klären, "was das oberste politischen Amt sei, wie viele Arten es davon gibt, wie und wann man es behält, und wie und wann man es verliert". Es geht ihm dabei um die Herrschaftsbildung und Herrschaftssicherung, um die Bewahrung des principato. Sämtliche Handlungen des Fürsten werden an ihrem politischen Zweck der Erhaltung der Herrschaft gemessen. Entscheidend für den Erfolg ist nicht der moralische Wert sondern allein die Wirkung des Verhaltens. Dieser ausschließlich erfolgsorientierte amoralische Zweckrationalismus war es, der viel seiner Zeitgenossen zutiefs verstörte. Schon vor Jahrhunderten wurde "Machiavellismus" zu einem Synonym für Verschlagenheit und Hinterlist, für Amoral und Rücksichtslosigkeit in der Politik. Man hat sich angewöhnt, jede skrupellose Machtpolitik als "machiavellistisch" zu bezeichnen, jene berühmte oder vielmehr berüchtigte "Realpolitik", die sich auf Machiavellis "Il Principe" berufen zu können glaubt. Jedes Jahrhundert hat Machiavellis Schrift anders ausgelegt. In jüngster Zeit wurde sie, wie viele andere Klassiker der Staats- und Kriegskunst auch, erfolgreich von der Managementlehre adaptiert. Ob unternehmerische Führungsstrategien oder persönliche Karriereplanung, an Machiavellis und Anti-Machiavellis herrscht auf dem Buchmarkt kein Mangel. Dennoch lohnt sich ein Blick ins Original, denn Der Fürst ist eine realistische, und in seiner Art zeitlose Diagnose der Politik, in der die Interessen des Staates stets Vorrang vor allen ethischen Überlegungen hatten. -Stephan Fingerle
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 66 Bewertungen)
Leserkommentare:* So aktuell, als ob es in diesem Jahrzehnt geschrieben worden wäre (5 von 5 Punkten) meint C.M. Das Buch ist, trotz seines Alters, sehr aktuell. Man kann vom Machiavelli noch heute sehr viel lernen!
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| | Buch: | Der Fürst / Il Principe: Italienisch/Deutsch |
| Autor: | Niccolo Machiavelli, Ausgabe vom 1986, Taschenbuch, Verkaufsrang 31618 |
| Preis: | 6,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Niccolò Machiavellis 1532 erschienene Schrift "Il Principe" ist unter dem Titel Der Fürst Weltliteratur geworden. In seiner Radikalität, in seiner scharfen Trennung zwischen rein politischem Handeln und den Entscheidungen des Einzelnen, überstrahlt Machiavellis Werk die politiktheoretischen Schriften aller seiner Zeitgenossen. Machiavelli will klären, "was das oberste politischen Amt sei, wie viele Arten es davon gibt, wie und wann man es behält, und wie und wann man es verliert". Es geht ihm dabei um die Herrschaftsbildung und Herrschaftssicherung, um die Bewahrung des principato. Sämtliche Handlungen des Fürsten werden an ihrem politischen Zweck der Erhaltung der Herrschaft gemessen. Entscheidend für den Erfolg ist nicht der moralische Wert sondern allein die Wirkung des Verhaltens. Dieser ausschließlich erfolgsorientierte amoralische Zweckrationalismus war es, der viel seiner Zeitgenossen zutiefs verstörte. Schon vor Jahrhunderten wurde "Machiavellismus" zu einem Synonym für Verschlagenheit und Hinterlist, für Amoral und Rücksichtslosigkeit in der Politik. Man hat sich angewöhnt, jede skrupellose Machtpolitik als "machiavellistisch" zu bezeichnen, jene berühmte oder vielmehr berüchtigte "Realpolitik", die sich auf Machiavellis "Il Principe" berufen zu können glaubt. Jedes Jahrhundert hat Machiavellis Schrift anders ausgelegt. In jüngster Zeit wurde sie, wie viele andere Klassiker der Staats- und Kriegskunst auch, erfolgreich von der Managementlehre adaptiert. Ob unternehmerische Führungsstrategien oder persönliche Karriereplanung, an Machiavellis und Anti-Machiavellis herrscht auf dem Buchmarkt kein Mangel. Dennoch lohnt sich ein Blick ins Original, denn Der Fürst ist eine realistische, und in seiner Art zeitlose Diagnose der Politik, in der die Interessen des Staates stets Vorrang vor allen ethischen Überlegungen hatten. -Stephan Fingerle
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| | Buch: | Discorsi: Staat und Politik (insel taschenbuch) |
| Autor: | Niccolò Machiavelli, Ausgabe vom 19. Juni 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 110136 |
| Preis: | 13,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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In diesem zentralen Werk über die Handhabung und Verwaltung politischer Herrschaft kommt hinter dem als skrupellosen Machtpolitiker verschrieenen Verfasser der verantwortungsbewußte Republikaner zum Vorschein.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)
Leserkommentare:* Zeitloses Werk. (5 von 5 Punkten) meint T. Das Buch ist aufgrund des Layouts etwas schwer zu lesen. Es beinhaltet eine, auch auf die heutige Zeit adaptierbare, klare und schlüssige Sichtweise der Politik. Machiavelli beschreibt keineswegs eine machtbesessene Politik, sondern er geht scharfsinnig auf die Notwendigkeiten zur Führung einer Demokratie (Republik)ein. Unbedingt lesenswert und ein gutes Basiswerk für an Politik interessierte.
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| | Buch: | Der Fürst |
| Autor: | Niccolò Machiavelli, Ausgabe vom 28. Febr. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 348944 |
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 66 Bewertungen)
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| | Buch: | Gesammelte Werke: Vom Staate, Vom Fürsten, Geschichte von Florenz, Die Kunst des Krieges, Kleine Schriften, Komödien, Dialog über die Sprache, Die Belfagor-Novelle |
| Autor: | Niccolò Machiavelli, Ausgabe vom Okt. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 468465 |
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)
Leserkommentare:* Eine schwerwiegende Lücke (4 von 5 Punkten) meint C.S. Leider fehlen in diesem Band Machiavellis Gesandtschaftsberichte, die in der Parkland-Ausgabe vom selben Herausgeber enthalten sind. Zweitausendeins bietet auch Bücher mit mehr Seiten an, sie hätten also noch hineingepaßt. Die Briefe dokumentieren Machiavellis politisches Wirken und bieten einen unschätzbaren Einblick in die damaligen politischen Zustände. Wer sich aus historischem Interesse mit Machiavelli beschäftigt sollte diese andere Ausgabe wählen. Dafür fehlen dort Machiavellis Werke als Geschichtsschreiber und Literat, wie die Komödien und die Geschichte von Florenz. Insgesamt ist das Buch zu diesem Preis empfehlenswert. |
| | Buch: | Der Fürst (insel taschenbuch) |
| Autor: | Niccolò Machiavelli, Ausgabe vom 20. Okt. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 396939 |
| Preis: | 9,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Niccolò Machiavellis 1532 erschienene Schrift "Il Principe" ist unter dem Titel Der Fürst Weltliteratur geworden. In seiner Radikalität, in seiner scharfen Trennung zwischen rein politischem Handeln und den Entscheidungen des Einzelnen, überstrahlt Machiavellis Werk die politiktheoretischen Schriften aller seiner Zeitgenossen. Machiavelli will klären, "was das oberste politischen Amt sei, wie viele Arten es davon gibt, wie und wann man es behält, und wie und wann man es verliert". Es geht ihm dabei um die Herrschaftsbildung und Herrschaftssicherung, um die Bewahrung des principato. Sämtliche Handlungen des Fürsten werden an ihrem politischen Zweck der Erhaltung der Herrschaft gemessen. Entscheidend für den Erfolg ist nicht der moralische Wert sondern allein die Wirkung des Verhaltens. Dieser ausschließlich erfolgsorientierte amoralische Zweckrationalismus war es, der viel seiner Zeitgenossen zutiefs verstörte. Schon vor Jahrhunderten wurde "Machiavellismus" zu einem Synonym für Verschlagenheit und Hinterlist, für Amoral und Rücksichtslosigkeit in der Politik. Man hat sich angewöhnt, jede skrupellose Machtpolitik als "machiavellistisch" zu bezeichnen, jene berühmte oder vielmehr berüchtigte "Realpolitik", die sich auf Machiavellis "Il Principe" berufen zu können glaubt. Jedes Jahrhundert hat Machiavellis Schrift anders ausgelegt. In jüngster Zeit wurde sie, wie viele andere Klassiker der Staats- und Kriegskunst auch, erfolgreich von der Managementlehre adaptiert. Ob unternehmerische Führungsstrategien oder persönliche Karriereplanung, an Machiavellis und Anti-Machiavellis herrscht auf dem Buchmarkt kein Mangel. Dennoch lohnt sich ein Blick ins Original, denn Der Fürst ist eine realistische, und in seiner Art zeitlose Diagnose der Politik, in der die Interessen des Staates stets Vorrang vor allen ethischen Überlegungen hatten. -Stephan Fingerle
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 66 Bewertungen)
Leserkommentare:* So aktuell, als ob es in diesem Jahrzehnt geschrieben worden wäre (5 von 5 Punkten) meint C.M. Das Buch ist, trotz seines Alters, sehr aktuell. Man kann vom Machiavelli noch heute sehr viel lernen!
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| | Buch: | Discorsi: Gedanken über Politik und Staatsführung - Mit einem Geleitwort von Herfried Münkler |
| Autor: | Niccolò Machiavelli, Ausgabe vom Okt. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 55091 |
| Preis: | 16,50 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Das zweite Hauptwerk Machiavellis, die "Discorsi", wird hier in einer vollständigen und ausführlich kommentierten Übersetzung dargeboten. In diesem zentralen Werk über die Handhabung und Verwaltung politischer Herrschaft kommt hinter dem als skrupellosen Machtpolitiker verschrieenen Verfasser der verantwortungsbewußte Republikaner zum Vorschein.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Leserkommentare:* Lob der Republik (5 von 5 Punkten) meint R.D. aus Luzern, Schweiz Machiavelli ist für viele Menschen der Prototyp des korrupten, verschlagenen und kompromisslos machtbewussten Politikers. Dass die Diktatoren des 20. Jahrhunderts unter ihnen Hitler und Mussolini sich seiner Politikempfehlungen bedienten, trug nicht gerade positiv zu seinem Ruf bei. Umso überraschender mutet die Lektüre der Discorsi an, des umfassendsten politischen Werks des Renaissanceautors. Anders als in Der Fürst zeigt sich Machiavelli hier als Anhänger der Republik, die er als langfristig gesehen beste Staatsform präsentiert. Ganz der Tradition der Renaissance entsprechend sucht er Lösungen für aktuelle Probleme in der Antike, insbesondere in der römischen Republik, die er seinen Lesern als nachahmenswertes Modell vorstellt. Nach seiner Verbannung aus allen politischen Ämtern wollte Machiavelli sich rehabilitieren und sich mit den Discorsi als politischer Berater der lokalen Regierung anbieten. So ist das Werk trotz des Blicks zurück in die Antike kein theoretisches Wolkengebilde, sondern es strotzt geradezu von pragmatischen, griffigen Empfehlungen. Nicht alle davon sind moralisch einwandfrei, aber lesenswert ist das Buch allemal besonders vor seinem historischen Hintergrund.
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| | Buch: | Machiavelli für Manager: Sentenzen (insel taschenbuch) |
| Autor: | Niccolò Machiavelli, Ausgabe vom 24. Okt. 1995, Taschenbuch, Verkaufsrang 242432 |
| Preis: | 6,50 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Wer heute in der freien Wirtschaft, in Industrie und Politik Verantwortung übernimmt und Entscheidungen fallen muß, dem bleibt es nicht erspart, sich die ausgeklügelten Machtspiel-Gesetze anzueignen.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Leserkommentare:* Ein lehrreiches Büchlein für Pragmatiker (5 von 5 Punkten) meint H.K. Dieses Büchlein beinhaltet eine Vielzahl kluger Sentenzen aus unterschiedlichen Werken des italienischen Schriftstellers Niccoló Macchiavelli (3.5.1469 - 22.6.1527).
Mich hat der Titel neugierig gemacht. Ich wollte wissen, welche Gedanken Machiavellis man Führungskräften in der Wirtschaft an die Hand geben möchte. Machiavelli ging von einem sehr pessimistischen Weltbild aus. Das machen alle Sätze des Buches klar. Oberstes Gebot bei ihm ist, dass der Zweck stets die Mittel heiligt, wenn es um die Machterhaltung geht.
Machiavelli ist kein Idealist, sondern sieht die Menschen so wie sie offenbar sind: bis zum Exzess vorteilsbezogen. Er geht sogar noch einen Schritt weiter und lässt den Leser wissen:" Die Menschen sind immer schlecht, wenn die Notwendigkeit sie nicht gut macht" (Zitat: Der Fürst, XXIII) und führt an anderer Stelle erklärend aus:" Die Menschen fügen einander Schaden zu entweder aus Furcht oder aus Hass" (Der Fürst XXIII).
Diese beiden Sätze sollte sich nicht nur jede Führungskraft in der Wirtschaft klar machen, solange es eine Wettbewerbsgesellschaft gibt, um gegen Angriffe von Konkurrenten gewappnet zu sein und nicht unnötigen Hass unter den Mitarbeitern zu sähen. Gerechtigkeit mindert Hass, demokratische Strukturen in Firmen vermindern Furcht. Nur ein starkes Team kann sich gegen die Angriffe von außen erfolgreich zur Wehr setzten. Dass es solche Attacken fortwährend gibt - besonders im Turbo-Kapitalismus- wird kein realistisch denkender Mensch bestreiten.
Ich gebe Machiavelli in seiner Betrachtung vollkommen Recht, dass ein Volk oftmals, von einem Trugbild des Guten getäuscht, ins Verderben stürzt, (vgl.: Vom Staat, Erstes Buch, 53.Kapitel). Genau so geht es Firmen, wenn deren Manager zu idealistisch sind. Idealismus und kapitalistische Strukturen sind eine unheilvolle Melange. Wer im Kapitalismus bestehen möchte, ist gut beraten sich mit Machiavelli zu befassen und seinem Rat in vieler Hinsicht zu folgen.
Einen Satz aus der "Geschichte von Florenz", Sechstes Buch, sollten sich alle Manager immer wieder vergegenwärtigen :"Machthungrige können verwandtschaftliche Beziehungen eingehen, Freundschaften kann sie jedoch nicht verbinden." Insofern sollte man sich seine Gegenüber im Berufssektor genau ansehen und ausloten wie machthungrig sie sind. Machthungrige sägen immer am Ast ihres Gegenübers . Man muss ihnen nicht noch das Handwerkszeug schärfen.
Ich stimme Machiavelli auch in der Sentenz zu "Misstrauische Leute sind nicht redlich", (Clizia, III. Akt, 7. Szene). Misstrauen ist keine Frage von Intelligenz, sondern von innerer Schlechtigkeit. Misstrauen beruht auf Projektion. Man ist gut beraten, misstrauischen Menschen aus dem Weg zu gehen. Von ihnen kann man selten etwas Gutes erwarten.
Die Sentenz "Ein Feldherr, zur Flucht oder Schlacht genötigt, wählt immer die Schlacht, da er durch diesen Entschluss, so gefährlich er auch sein mag, auf Sieg hoffen kann, durch den anderen aber von vornherein verloren ist" (Vom Staat, Zweites Buch, 10. Kapitel), halte ich für sehr wichtig im Umgang mit seiner Konkurrenz. Zu glauben einen starken Gegner zu verängstigen und zur Flucht bewegen zu können, ist blauäugig. Durch solche Manöver holt man sich den Krieg ins Haus und der ist auch im Bereich der Wirtschaft teuer und so unnötig wie ein Kropf.
Merken sollte man sich auch als Manager: "Es ist töricht, die Menschen zur Verzweiflung zu bringen. Denn wer auf nichts Gutes mehr hofft, fürchtet nicht das Schlimmste"(Geschichte von Florenz, Zweites Buch) . Wer das Schlimmste nicht fürchtet, möchte ich anfügen, wird unberechenbar, das haben alle Revolutionen gezeigt.
Um eine florierende Wirtschaft möglich zu machen, sollten einzelne Führungskräfte nicht zu viel Macht in die Finger bekommen, denn "Je mehr Macht die Menschen haben, um so mehr missbrauchen sie diese und werden übermütig." (Geschichte von Florenz, Zweites Buch)
Ich habe nur eine kleine Anzahl der im Buch enthaltenen Sentenzen in meine Rezensionen einfließen lassen. Im Grunde könnte man jeden einzelnen Gedanken auf den Prüfstand stellen und hinterfragen, ob sie für Manager zweckdienlich sind. Die meisten sind es und zwar so lange die Menschen in erster Linie vorteilsbezogen denken und handeln.
Vor einigen Wochen habe ich Roger de Weck "Nach der Krise" Nach der Krise: Gibt es einen anderen Kapitalismus? rezensiert. Der Autor sagt zu Recht, dass Skrupellosigkeit, Gleichgültigkeit, Gier, Menschenverachtung und Eigennutz das Gesicht des Turbo-Kapitalismus prägen. Solange es keinen Wertewandel gibt, ist es also- systemimmanent gedacht- klug, Machiavellis Ratschläge zu befolgen, um im Haifischbecken der Vorteilsdenker zu bestehen und erfolgreich Geschäfte machen zu können.
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