Der Führerstaat: Nationalsozialistische Herrschaft 1933 bis 1945
Autor:
Norbert Frei, Ausgabe vom 1. Juni 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 160762
In der politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungdes Dritten Reiches von der Machtergreifung bis zum Untergang lassen sichdrei Phasen ausmachen die Formierung des Regimes, die mit dem 'Röhm-Putsch'blutig abgeschlossen wurde, die Konsolidierung im Zeichen des sich entfaltenden'Führer-Mythos' und einer zeitweilig durchaus Realität gewordenen 'Volksgemeinschaft',schließlich die tiefgreifende Radikalisierung nach dem Beginn des ZweitenWeltkrieges. Der Autor hat das Standardwerk zur inneren Geschichte desDritten Reiches von Grund auf aktualisiert, ergänzt und um ein Kapitelzur Verfolgung der Juden erweitert. Studieren Sie einmal das Begleitmaterial einer Universitätsvorlesung zum Thema Nationalsozialismus oder schauen Sie in eine x-beliebige Bibliografie zu diesem Thema: Ein Buch, das Sie garantiert immer finden werden, ist Norbert Freis Der Führerstaat. Mit diesem 1987 erstmals erschienenen Band zur inneren Entwicklung des NS-Systems gelang dem Historiker Frei ein international anerkanntes Grundlagenwerk, auf das gerne und häufig verwiesen wird. Was nicht erstaunt, erfüllt diese Arbeit doch alle Erwartungen an ein gutes Geschichtsbuch: Sie ist inhaltlich umfassend, ohne ausschweifend zu sein; lesbar, ohne populistisch daherzukommen; analytisch genau, wissenschaftlich fundiert und nennt stets ihre Quellen. Dabei sind der NSDAP-Wahlsieg 1933, der Reichstagsbrand, das Ermächtigungsgesetz, die Entmachtung der "gigantischen braunen Parteiarmee" SA, Hitlers daraus resultierende "Omnipotenzstellung als Staatsoberhaupt, Regierungschef, Oberster Parteiführer und Oberbefehlshaber" sowie der weitere Weg Deutschlands in Terror und Weltkrieg bekannte Fakten. Doch Frei setzt diese historischen Ereignisse gewandt miteinander in Beziehung und zeichnet dadurch drei "Phasen nationalsozialistischer Herrschaft: Formierung, Konsolidierung, und Radikalisierung". Er belegt die "in die radikale Realisierung drängende Dynamik der NS-Weltanschauung" wie auch ihre "etatistische Machtentfaltung". Der Buchtitel kündigte es bereits an: Frei widmet sich insbesondere auch der Wirkungsweise des "Mythos Hitler" auf die Deutschen. Die tödlichen Folgen der NS-Rassenideologie auf die jüdische Bevölkerung Europas umreißt Frei in einem eigenen, neuen Abschnitt, der dem Band in dieser (nunmehr sechsten) Auflage hinzugefügt wurde. (Wie es überhaupt erfreulich ist, dass sein Buch durchgängig, das heißt wo nötig, aktualisiert wurde). "Zerstörung stand am Beginn der nationalsozialistischen Ära und Selbstzerstörung an ihrem Ende", so Norbert Frei. Den unheilvollen Weg des NS-Staates dazwischen beschreibt er mit einer bestechenden Präzision, die nur wenige Autoren aufweisen können. -Joachim Hohwieler
Buch:
Hitlers Eliten nach 1945: Das Buch zur ARD-Fernsehserie
Autor:
Norbert Frei, Ausgabe vom 1. Dez. 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 36252
Hitlers Eliten nach 1945. Das Buch zur ARD-Fernsehserie. Als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Albträumen erwachte, die ihm die nationalsozialistische Terrordiktatur bereitet hatte, war das Land ein einziger Trümmerhaufen. Doch auf dessen westlichem Teil blühte bald schon die Demokratie der Bundesrepublik Deutschland. Die Welt war des Lobes voll. Auf die Wiedergeburt der Demokratie folgte das Wirtschaftswachstum, Adenauer verankerte das Land fest in der westlich-demokratischen Werte- und Verteidigungsgemeinschaft und alle waren glücklich. Was aber war aus den ganzen Nazis geworden, die vor 1945 die deutsche Kulturnation in die tiefste Barbarei gestürzt hatten? Alle tot? Oder aus lauter Scham in der Versenkung "verschwunden"? Keineswegs. Viele setzten ihre unter und mit dem Nationalsozialismus begonnene Karriere nach dem Krieg im Dienste der Demokratie fast bruchlos (und nur zu oft ganz ohne Scham) fort. Widerwärtig! In fünf sehr aufschlussreichen Einzeluntersuchungen über Nachkriegskarrieren von Medizinern, Unternehmern, Offizieren, Juristen und Journalisten sowie einer Bilanz des Herausgebers geht der Band der Frage nach, was aus der Elite des "Führers" nach 1945 geworden ist. Eine alles in allem sehr ernüchternde Bilanz, die man heute nur deshalb mit nur mäßigem Grausen lesen kann, weil die verstrichene Zeit dafür gesorgt hat, dass wir diese teils erbärmlichen Gestalten, von denen hier berichtet wird, am Ende doch noch losgeworden sind. Soweit sich dies beurteilen lässt, beruhen die aufschlussreichen Beiträge allesamt auf sorgfältigen Recherchen, sind dabei aber wohltuend ungeschwätzig. Was allerdings leider ausgeblendet bleibt, ist die Frage, was eigentlich aus den Eliten in der anderen Hälfte Deutschlands (oder auch in Österreich) nach dem Krieg geworden ist. Eine sicherlich nicht minder interessante Frage! Further research is necessary. -Andreas Vierecke
Buch:
Das Dritte Reich im Überblick: Chronik, Ereignisse, Zusammenhänge
Autor:
Norbert Frei, Ausgabe vom 1. April 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 622341
Buch:
Karrieren im Zwielicht: Hitlers Eliten nach 1945
Autor:
Norbert Frei, Ausgabe vom 22. Okt. 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 431157
Aus der Amazon.de-Redaktion Dieselbe Person macht Karriere im Terrorregime der Nazis und im rechtsstaatlichen System der Bundesrepublik? Wie das - gab es nach dem Zusammenbruch des NS-Systems nicht umfassende Entnazifizierungsbemühungen? Die historische Realität sah allzu oft anders aus: Viele erfolgreiche Karrieren wurden nahezu nahtlos vom Dritten Reich ins Nachkriegsdeutschland überführt. Dies ging meist einfacher als man es sich heute vorstellt. Der bekannte Historiker Norbert Frei (Der Führerstaat) beschreibt in Karrieren im Zwielicht "die Nachgeschichte des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik". Im Zentrum seiner ernüchternden Studie stehen fünf gesellschaftspolitisch relevante Gruppen und ihre berufliche Situation nach 1945: Mediziner, Offiziere, Juristen, Unternehmer und Publizisten. Sie hatten alle ihre ganz eigenen Wege der "Vergangenheitsbewältigung", selbstkritische Auseinandersetzung blieb dabei die Ausnahme. Die Regel war ein Geflecht aus Vertuschen, Totschweigen, Schönreden und angeblichem Befehlsnotstand. Dies sicherte angesichts einer halbgaren alliierten Entnazifizierungspolitik sowie langwährendem bundesrepublikanischen Justizstillstand Laufbahn inklusive Vermögen, etwa bei den Familien Krupp oder Neckermann. Der Leser kann sich nur angewidert schütteln angesichts von Karrieren wie der eines bis 1960 unbehelligt arbeitenden Universitätsprofessors für Kinderheilkunde, der behinderte Patienten als "Monstren" oder "seelenlose Wesen" ansah. Frei und seine Mitautoren (nur das Schlusswort stammt von Frei selbst) öffnen den Giftschrank der deutschen Geschichte - herausgekommen ist ein Buch, das den "Nachkriegskonsens der Schweigekartelle" endgültig brechen dürfte. Eine große Leistung für einen Band, der "nur" Begleitmaterial einer TV-Dokumentation ist. Die Autoren vermieden jedoch das genretypische Anheften ihrer Erkenntnisse an wenige plakative Einzelschicksale, sie erstellten einen aussagekräftigen Gesamtüberblick. Dessen schieres Erscheinen belegt eine zentrale - und ermutigende - Aussage des Buches: "Trotz kollektiven Beschweigens und Vertuschens erfüllte sich die Hoffnung auf das große Vergessen nicht". -Joachim Hohwieler 1
Buch:
Vergangenheitspolitik: Die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit
Autor:
Norbert Frei, Ausgabe vom 1. April 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 171467
Aus der Amazon.de-Redaktion Bitte genau zu lesen: Nicht die "Bewältigung der Vergangenheit" wird hier untersucht - ein ebenso belasteter wie diffuser Begriff - sondern der offizielle Umgang mit der vor 50 Jahren gerade erst gewesenen Vergangenheit. Es geht um die Politik der allerersten Bonner Jahre. Was, so lautete die Frage, sollte mit den Millionen von Nazis geschehen, den großen und den kleinen, den mitgelaufenen, den Tätern, den Opportunisten? Welche Gesetze sollten gelten? Die Versuche der Sieger, dem Nationalsozialismus per Justiz beizukommen, stießen auf wenig Verständnis; nicht einmal Nazi-Gegner billigten die Ergebnisse. Die öffentliche Meinung war für einen Schlußstrich, und das junge Parlament trug dem Rechnung: bis zum Januar 1951 waren bereits fast achthunderttausend Verfahren eingestellt. Mit dem berühmt-berüchtigten § 131 wurde rund einer Million nazistisch belasteter Staatsdiener Entschädigung dafür zuerkannt, daß sie nach 1945 hinausgeworfen worden waren. Selbst die Wiedereingliederung von Kriegsverbrechern sah man unproblematisch und nur unter dem Gesichtspunkt möglichst zügiger Rückkehr zu normalen Verhältnissen. Frei dokumentiert zum Beispiel den persönlichen Einsatz eines Mannes wie Carlo Schmid von der SPD für einen Massenmörder, der ihm aus Universitätstagen als Jurist bekannt war, und der während des Krieges in Estland ein paar Hundert Leute hatte erschießen lassen. Eine von Freis interessanten Schlußthesen: Der schon las hysterisch zu bezeichnende Wille der Allgemeinheit zur Amnestie für alle und jeden könne verstanden werden "als eine unbewußte Anerkennung - und entsprechend vehemente Abwehr - der Kollektivschuldthese." Freis differenzierte, auf die Quellen zurückgehende Untersuchung ist ein wichtiges, hochaktuelles Buch, das uns zeigt, welch weiten Weg Staat und Gesellschaft in dieser Frage seit 1949 zurückgelegt haben. -Michael Winteroll 1
Buch:
1968: Jugendrevolte und globaler Protest
Autor:
Norbert Frei, Ausgabe vom 1. März 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 38344
Product Description 1968 Jugendrevolte und globaler Protest
Buch:
Journalismus im Dritten Reich
Autor:
Norbert Frei, Johannes Schmitz, Ausgabe vom 20. Sept. 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 664560
Buch:
Der Führerstaat
Autor:
Norbert Frei, Ausgabe vom 1987, Broschiert, Verkaufsrang 454406
Aus der Amazon.de-Redaktion Studieren Sie einmal das Begleitmaterial einer Universitätsvorlesung zum Thema Nationalsozialismus oder schauen Sie in eine x-beliebige Bibliografie zu diesem Thema: Ein Buch, das Sie garantiert immer finden werden, ist Norbert Freis Der Führerstaat. Mit diesem 1987 erstmals erschienenen Band zur inneren Entwicklung des NS-Systems gelang dem Historiker Frei ein international anerkanntes Grundlagenwerk, auf das gerne und häufig verwiesen wird. Was nicht erstaunt, erfüllt diese Arbeit doch alle Erwartungen an ein gutes Geschichtsbuch: Sie ist inhaltlich umfassend, ohne ausschweifend zu sein; lesbar, ohne populistisch daherzukommen; analytisch genau, wissenschaftlich fundiert und nennt stets ihre Quellen. Dabei sind der NSDAP-Wahlsieg 1933, der Reichstagsbrand, das Ermächtigungsgesetz, die Entmachtung der "gigantischen braunen Parteiarmee" SA, Hitlers daraus resultierende "Omnipotenzstellung als Staatsoberhaupt, Regierungschef, Oberster Parteiführer und Oberbefehlshaber" sowie der weitere Weg Deutschlands in Terror und Weltkrieg bekannte Fakten. Doch Frei setzt diese historischen Ereignisse gewandt miteinander in Beziehung und zeichnet dadurch drei "Phasen nationalsozialistischer Herrschaft: Formierung, Konsolidierung, und Radikalisierung". Er belegt die "in die radikale Realisierung drängende Dynamik der NS-Weltanschauung" wie auch ihre "etatistische Machtentfaltung". Der Buchtitel kündigte es bereits an: Frei widmet sich insbesondere auch der Wirkungsweise des "Mythos Hitler" auf die Deutschen. Die tödlichen Folgen der NS-Rassenideologie auf die jüdische Bevölkerung Europas umreißt Frei in einem eigenen, neuen Abschnitt, der dem Band in dieser (nunmehr sechsten) Auflage hinzugefügt wurde. (Wie es überhaupt erfreulich ist, dass sein Buch durchgängig, das heißt wo nötig, aktualisiert wurde). "Zerstörung stand am Beginn der nationalsozialistischen Ära und Selbstzerstörung an ihrem Ende", so Norbert Frei. Den unheilvollen Weg des NS-Staates dazwischen beschreibt er mit einer bestechenden Präzision, die nur wenige Autoren aufweisen können. -Joachim Hohwieler
Buch:
Beschweigen und Bekennen - Die deutsche Nachkriegsgesellschaft und der Holocaust
Ausgabe vom 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 1870810
Buch:
Medialisierung und Demokratie im 20 - Jahrhundert
Autor:
Hg. von Frank Bösch und Norbert Frei, Ausgabe vom 1. Sept. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 1271716