Antisemitismus als politische Waffe Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte Schonungslos und mit einer gehörigen Portion Wut prangert der amerikanische Jude und Nachkomme von Überlebenden des Holocausts ein weiteres Mal die Palästinapolitik Israels und seiner amerikanischen Unterstützer an. Wie bereits in seinem umstrittenen Bestseller Die Holocaust-Industrie beklagt der Autor mit dem ihm eigenen Furor, Israel versuche seine völkerrechtswidrige Politik gegen die Palästinenser mit postwendenden Antisemitismus-Vorwürfen gegen jede Kritik zu immunisieren. "Israels Apologeten reden immer dann von einem 'neuen Antisemitismus'", schreibt Finkelstein in seiner Vorbemerkung zur deutschen Ausgabe, "wenn Israel sich mit einem größeren Public-Relations-Debakel konfrontiert sieht oder wenn der internationale Druck auf Israel wächst, den Konflikt mit den Palästinensern auf diplomatischem Wege zu lösen." Der in den letzten Jahren erhobene Antisemitismusvorwurf falle dabei zeitlich mit einer Politik der brutalen Unterdrückung in den Gebieten im Westjordanland zusammen, die Israel durch seinen völkerrechtswidrigen Mauer-Bau annektiere. Nicht nur gegen Israel richtet sich Finkelsteins Zorn, sondern auch gegen all jene, die sich moralisch einschüchtern lassen. So habe die EU "moralische Feigheit" bewiesen, als sie die Veröffentlichung einer von ihr selbst in Auftrag gegebenen Studie zurückgehalten habe, die zeige, dass "die illegale israelische Mauer jede Hoffnung auf eine Zwei-Staaten-Lösung zunichte macht". Ohne Frage gibt es sowohl in Deutschland als auch anderen europäischen Staaten nach wie vor Antisemitismus. Dies stellt Finkelstein, dem man dies in Reaktion auf dieses Buch aber zweifellos vorwerfen wird, auch keineswegs in Abrede. Das Ausmaß dieses Antisemitismus werde aber bewusst stark übertrieben, um so die Kritik an Israel im Keim zu ersticken. Wie gerechtfertigt diese Kritik (und die Kritik an den USA, die Israel gewähren lässt) tatsächlich ist, versucht Finkelstein im zweiten Teil des Bandes nachzuweisen. Und angesichts der hier ausgebreiteten Fakten tut man sich schwer, ihm zu widersprechen. - Hasso Greb
Buch:
Die Holocaust-Industrie: Wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird
Autor:
Norman G. Finkelstein, Ausgabe vom Juni 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 36843
Die Holocaust-Industrie Wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird. Tb Norman Finkelstein wirft den großen jüdischen Organisationen in den USA vor, den Holocaust für ökonomische, politische und ideologische Zwecke zu missbrauchen. Er kritisiert die "jüdischen Eliten", die seiner Meinung nach ihren "Opferstatus" dazu nutzen, die "verwerfliche Politik des israelischen Staates und die amerikanische Unterstützung für diese Politik zu rechtfertigen". Und schließlich wehrt er sich dagegen, dass der Holocaust als singuläres Ereignis in der Geschichte betrachtet wird, damit aus dem historischen Kontext gelöst und unvergleichbar sei. Dies sei "purer Chauvinismus", der allein israelischen und jüdischen Interessen diene, die Leiden anderer Völker aber ignoriere. Diese moralische und finanzielle Ausbeutung jüdischen Leidens bezeichnet Finkelstein als Grundlage der "Holocaust-Industrie". Neben den jüdischen Organisationen und Interessenverbänden zählt er zu diesem Konglomerat auch renommierte wissenschaftliche Institutionen, "im jüdischen Besitz befindliche" Medien sowie prominente Vertreter der amerikanisch-jüdischen Gemeinde, allen voran den vermeintlichen "Hohepriester" des Holocaust, Elie Wiesel. Er sorge sich um das Vermächnis seiner Eltern und möchte mit seiner Anklage "die Integrität der historischen Überlieferung bewahren", rechtfertigt Finkelstein seine umstrittenen Thesen. Edle Gründe, fürwahr. Doch andere Motive drängen sich beim Lesen des Buches in den Vordergrund: der Ärger über die geringen Entschädigungszahlungen an seine Mutter; die kaum verhüllte Frustration über einen Wissenschaftsbetrieb, der ihn selbst ablehnt und sein vehementer Antizionismus. Finkelsteins Buch ist keine wissenschaftlich fundierte Studie über den öffentlichen Umgang mit der Holocaust-Erinnerung oder den Komplex der Entschädigungszahlungen. Es ist eine wütende, polemische, vor allem aber sehr persönliche Abrechnung mit dem "jüdischen Establishment", die ihm viel Beifall von der falschen Seite einbringen dürfte. Seinem zweifellos berechtigten Anliegen hat Finkelstein damit einen Bärendienst erwiesen. -Stephan Fingerle
Buch:
Die Holocaust-Industrie - Wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird
Autor:
Norman G. Finkelstein, Ausgabe vom 2001, Gebunden, Verkaufsrang 215537
Aus der Amazon.de-Redaktion Norman Finkelstein wirft den großen jüdischen Organisationen in den USA vor, den Holocaust für ökonomische, politische und ideologische Zwecke zu missbrauchen. Er kritisiert die "jüdischen Eliten", die seiner Meinung nach ihren "Opferstatus" dazu nutzen, die "verwerfliche Politik des israelischen Staates und die amerikanische Unterstützung für diese Politik zu rechtfertigen". Und schließlich wehrt er sich dagegen, dass der Holocaust als singuläres Ereignis in der Geschichte betrachtet wird, damit aus dem historischen Kontext gelöst und unvergleichbar sei. Dies sei "purer Chauvinismus", der allein israelischen und jüdischen Interessen diene, die Leiden anderer Völker aber ignoriere. Diese moralische und finanzielle Ausbeutung jüdischen Leidens bezeichnet Finkelstein als Grundlage der "Holocaust-Industrie". Neben den jüdischen Organisationen und Interessenverbänden zählt er zu diesem Konglomerat auch renommierte wissenschaftliche Institutionen, "im jüdischen Besitz befindliche" Medien sowie prominente Vertreter der amerikanisch-jüdischen Gemeinde, allen voran den vermeintlichen "Hohepriester" des Holocaust, Elie Wiesel. Er sorge sich um das Vermächnis seiner Eltern und möchte mit seiner Anklage "die Integrität der historischen Überlieferung bewahren", rechtfertigt Finkelstein seine umstrittenen Thesen. Edle Gründe, fürwahr. Doch andere Motive drängen sich beim Lesen des Buches in den Vordergrund: der Ärger über die geringen Entschädigungszahlungen an seine Mutter; die kaum verhüllte Frustration über einen Wissenschaftsbetrieb, der ihn selbst ablehnt und sein vehementer Antizionismus. Finkelsteins Buch ist keine wissenschaftlich fundierte Studie über den öffentlichen Umgang mit der Holocaust-Erinnerung oder den Komplex der Entschädigungszahlungen. Es ist eine wütende, polemische, vor allem aber sehr persönliche Abrechnung mit dem "jüdischen Establishment", die ihm viel Beifall von der falschen Seite einbringen dürfte. Seinem zweifellos berechtigten Anliegen hat Finkelstein damit einen Bärendienst erwiesen. -Stephan Fingerle
Buch:
Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern - Mythos und Realität
Autor:
Norman Finkelstein, Ausgabe vom 1. Sept. 2002, Gebunden, Verkaufsrang 256972
Aus der Amazon.de-Redaktion Nach seinem international Aufsehen wie Anstoß erregenden Buch Die Holocaust-Industrie packt Norman G. Finkelstein ein weiteres heißes Eisen an: die Entzauberung der Gründungs- und Legitimationsmythen des israelischen Staates. Dass das Buch dabei zur Anklage gegen den Zionismus und gegen die israelische Politik geriet, war wohl unvermeidlich. Mythen übernehmen bei der Entstehung von Nationalstaaten oft die Rolle gleichsam von Geburtshelfern. Indem sie scheinbar objektive Gründe für Taten der Machthaber liefern, legitimieren sie deren Handlungen - und beruhigen das Gewissen. Trojanischen Pferden gleich überwinden sie mit der Zeit die Mauer der Wahrheit und werden Teil des Geschichtsbewusstseins eines Volkes. Am Beispiel des israelisch-palästinensischen Dauerkonflikts demonstriert der umstrittene amerikanische Politologe, warum Mythen in die Welt gesetzt werden und was sie bewirken. Sein Ziel ist aber nicht nur ihre Beschreibung, sondern ihre Entzauberung. Finkelstein wählt hierbei folgenden Weg: Akribisch seziert er zentrale Standardwerke israelischer Geschichtsschreibung, die immer wieder als (pseudo)wissenschaftliche Rechtfertigung für Mythen herangezogen werden. Durch den Nachweis falscher Fakten und Interpretationen zeigt er Fehler in der Geschichtsschreibung klar auf. Beispiel: Joan Peters behauptet, die Juden, die in den 40er-Jahren in Palästina eingewandert waren, fanden ein Land ohne arabische Bevölkerung vor. Finkelstein zeigt hingegen, dass das so nicht stimmt - und resümmiert: "Man wollte das Land, aber nicht die Menschen." Mit seinem Buch gelingt es dem Autor, "die systematische Voreingenommenheit der zionistischen Rechtfertigungsliteratur zum israelisch-palästinensischen Konflikt" deutlich zu machen. Deutlich wird darüber hinaus auch, dass die israelische Seite nicht nur militärisch haushoch überlegen ist, sondern dass sie auch die nahezu uneingeschränkte Deutungshoheit von Gegenwart und Vergangenheit - zumindest innerhalb der westlichen Welt - beansprucht und auch innehat. -Dr. Manfred Schwarzmeier 1
Buch:
Antisemitismus als politische Waffe: Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte
Autor:
Norman G. Finkelstein, Ausgabe vom März 2006, Gebunden, Verkaufsrang 476216
Aus der Amazon.de-Redaktion Schonungslos und mit einer gehörigen Portion Wut prangert der amerikanische Jude und Nachkomme von Überlebenden des Holocausts ein weiteres Mal die Palästinapolitik Israels und seiner amerikanischen Unterstützer an. Wie bereits in seinem umstrittenen Bestseller Die Holocaust-Industrie beklagt der Autor mit dem ihm eigenen Furor, Israel versuche seine völkerrechtswidrige Politik gegen die Palästinenser mit postwendenden Antisemitismus-Vorwürfen gegen jede Kritik zu immunisieren. "Israels Apologeten reden immer dann von einem 'neuen Antisemitismus'", schreibt Finkelstein in seiner Vorbemerkung zur deutschen Ausgabe, "wenn Israel sich mit einem größeren Public-Relations-Debakel konfrontiert sieht oder wenn der internationale Druck auf Israel wächst, den Konflikt mit den Palästinensern auf diplomatischem Wege zu lösen." Der in den letzten Jahren erhobene Antisemitismusvorwurf falle dabei zeitlich mit einer Politik der brutalen Unterdrückung in den Gebieten im Westjordanland zusammen, die Israel durch seinen völkerrechtswidrigen Mauer-Bau annektiere. Nicht nur gegen Israel richtet sich Finkelsteins Zorn, sondern auch gegen all jene, die sich moralisch einschüchtern lassen. So habe die EU "moralische Feigheit" bewiesen, als sie die Veröffentlichung einer von ihr selbst in Auftrag gegebenen Studie zurückgehalten habe, die zeige, dass "die illegale israelische Mauer jede Hoffnung auf eine Zwei-Staaten-Lösung zunichte macht". Ohne Frage gibt es sowohl in Deutschland als auch anderen europäischen Staaten nach wie vor Antisemitismus. Dies stellt Finkelstein, dem man dies in Reaktion auf dieses Buch aber zweifellos vorwerfen wird, auch keineswegs in Abrede. Das Ausmaß dieses Antisemitismus werde aber bewusst stark übertrieben, um so die Kritik an Israel im Keim zu ersticken. Wie gerechtfertigt diese Kritik (und die Kritik an den USA, die Israel gewähren lässt) tatsächlich ist, versucht Finkelstein im zweiten Teil des Bandes nachzuweisen. Und angesichts der hier ausgebreiteten Fakten tut man sich schwer, ihm zu widersprechen. - Hasso Greb 1
Buch:
Palästina - Ein persönlicher Bericht über die Intifada.
Autor:
Norman G. Finkelstein, Ausgabe vom 1. Sept. 2003, Gebunden, Verkaufsrang 818763
Buch:
Eine Nation auf dem Prüfstand - Die Goldhagen-These und die historische Wahrheit
Autor:
Norman G. Finkelstein, Ruth Bettina Birn, Ausgabe vom 1998, Gebunden, Verkaufsrang 399969
Buch:
Zerstörte Hoffnungen
Autor:
Norman G. Finkelstein, Ausgabe vom 2006, Broschiert, Verkaufsrang 4854186