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Bücher - Autoren

Oskar Lafontaine

 
Das Herz schlägt links - Oskar Lafontaine
Buch:Das Herz schlägt links
Autor:Oskar Lafontaine, Ausgabe vom 1. Okt. 1999, Gebunden, Verkaufsrang 167326
Aus der Amazon.de-Redaktion
Zugegeben, es sind vor allem Sensationslust und brennende Neugier, ob Oskar Lafontaines Herz nun wirklich links oder doch eher "link" schlägt, wie viele seiner Weggefährten und zwischenzeitlichen Ex-Freunde mutmaßen, die die magische Anziehungskraft dieses Buches ausmachen. Schließlich wurde es vom Springer-Verlag Econ, dem der selbsternannte Advokat der Kleinverdiener - wie inzwischen aus Verlegerkreisen verlautete - in bester Kapitalistenmanier über 800.000 Mark Garantiehonorar abgezockt haben soll, bereits vor der Veröffentlichung publikumswirksam als gnadenlose Generalabrechnung mit dem Erzrivalen Gerhard Schröder samt Entourage und rot-grüner Chaosregierung lanciert.
Doch alles beginnt recht harmlos. Ein ungewohnt nachdenklicher, nach seinem abrupten Abgang aus Amt und Würden offenbar geradezu geläuterter Staatsmann a.D. hält da Rückschau auf ein bewegtes Politikerleben und macht dabei aus seinem Herzen keine Mördergrube. Dazwischen immer wieder Kapitel, in denen der berüchtigte Volkstribun sein politisches Credo darlegt und dabei das Lied des aufrechten Sozialdemokraten intoniert, der angetreten ist, einem ideengeschichtlich im Grunde reaktionären angloamerikanischen Neoliberalismus die Stirn zu bieten, der nun im Zeitalter der Globalisierung im Gewande der "Modernisierung" fröhliche Urstände feiert. Daß es dabei an Seitenhieben auf den "Genossen der Bosse" nicht mangelt, liegt in der Natur der Dinge.
Unter dem Motto "Oskar, das Unschuldslamm" und "Undank ist der Welten Lohn" geht es dann schließlich kräftig zur Sache, wobei so manche pikante Neuigkeit zu erfahren ist. Beispielsweise, daß es hinter der zur Schau gestellten Fassade der Eintracht schon vor der Regierungsbildung kräftig bröckelte. Zum ersten ernsthaften Zerwürfnis mit Gerhard Schröder kam es bereits beim Postenschacher: "Er setzte sich grußlos hin. Nachdem ich das Wort weitergegeben hatte, flüsterte ich ihm zu 'Was ist denn los?' Er antwortete: 'Du willst mir den Schreiner als Fraktionsvorsitzenden unterjubeln.' Ich erwiderte, das sei Quatsch und wir müßten sofort darüber reden. Er fauchte mich an, er habe jetzt keine Lust, mit mir zu reden, und ging wortlos aus dem Raum, wie er es immer tut, wenn er zornig ist oder die Einsamkeit des großen Staatsmanns demonstrieren will. Erst mittags gelang es mir, ihn zur Rede zu stellen. Ich sagte ihm ein zweites Mal würde ich mir eine solche Behandlung nicht gefallen lassen (...). Ich war tief enttäuscht, hatte ich doch, unter Zurückstellung eigener Interessen, ihm den Vortritt bei der Kanzlerkandidatur gelassen und die Partei im Wahlkampf mit großer Geschlossenheit hinter ihm versammelt."
Und so geht es weiter: "Wochen vor meinem Rücktritt war ich fest entschlossen (...) zurückzutreten. Das Maß dessen, was ich mit meiner Selbstachtung vereinbaren konnte war längst überschritten." -Roland Detsch

Politik für alle: Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft - Oskar Lafontaine
Buch:Politik für alle: Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft
Autor:Oskar Lafontaine, Ausgabe vom 8. März 2005, Gebunden, Verkaufsrang 461044
Aus der Amazon.de-Redaktion
Oskar Lafontaine war lange Zeit sehr erfolgreich darin, sich in seiner Partei und darüber hinaus Gehör und Gefolgschaft zu sichern. Er ist von wachem Verstand, analytischer Schärfe, strategischer Finesse und unbändiger Energie. Schade eigentlich, dass er - wohl eben wegen dieser Energie - immer ein wenig über das Ziel hinausschießt. Die beiden ersten Bücher nach seiner Demission als SPD-Vorsitzender und Finanzminister, mit denen er die plötzlich entstandene politische Leerstelle in seinem Leben mit großem Erfolg (und großer Auflage) ausfüllen konnte, haben offenbar seinen Hunger nicht gestillt, der Partei und dem Wahlvolk zu beweisen, dass sie an ihm hätten genesen können. Vielleicht ist Politik für alle auch deshalb thematisch so überladen, weil er dies eben wirklich allen zeigen will. Vielleicht hofft er ja, dass sie ihn doch noch einmal rufen, jetzt, wo sonst niemand mehr ein noch aus zu wissen scheint?
Irgendwie handelt Lafontaine in seiner "Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft" jedes, wirklich jedes politische Gegenwartsthema ab. Doch vor allem ist es ihm um die soziale Gerechtigkeit zu tun. Und, ob man will oder nicht: Seine Bestandsaufnahmen bringen manches bedrückend einfach vielleicht, aber treffend auf den Punkt. Die auch im eigenen Interesse kurzsichtige Zügellosigkeit unserer Wirtschaftsführer etwa, findet man sonst nur selten so schnörkellos in Ursache und Wirkung beschrieben wie hier. Nur den Weg heraus aus der Misere, den weiß auch Lafontaine nicht zu weisen. So einfach nämlich, wie man sich im Wald verirrt, findet man eben in aller Regel nicht heraus. Dies aber scheint der Autor zu glauben. Weshalb also sollte man ihn rufen? Die Lektüre seines Buches aber kann trotzdem bei eigenen Orientierungsüberlegungen nur hilfreich sein. Gleichwohl: Thematische Begrenzung und gedankliche Fokussierung hätten dem Unternehmen nicht geschadet. - Hasso Greb

Eine kurze Geschichte der Demokratie: Von Athen bis zur Europäischen Union - Luciano Canfora
Buch:Eine kurze Geschichte der Demokratie: Von Athen bis zur Europäischen Union
Autor:Luciano Canfora, Ausgabe vom 2006, Gebunden, Verkaufsrang 207680
Preis: 24,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Die Wut wächst: Politik braucht Prinzipien - Oskar Lafontaine
Buch:Die Wut wächst: Politik braucht Prinzipien
Autor:Oskar Lafontaine, Ausgabe vom 1. Aug. 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 887932
Aus der Amazon.de-Redaktion
Wer will schon widersprechen, wenn Oskar Lafontaine sagt: Politik braucht Prinzipien, sonst mäandert sie beliebig und orientierungslos im tagespolitischen Delta dahin, ohne Gestaltungs- und Integrationskraft. Der Vorwurf, die Entwicklung der letzten Jahre mit ihrem jegliche politische Kontur einebnenden Wettlauf zur politischen Mitte habe eben genau zu dieser Prinzipienlosigkeit geführt, durchzieht das ganze Buch. Die Schelte richtet sich zwar an alle Parteien, besonders aber an seine Sozialdemokratie. Noch einmal nach seiner Rechtfertigungsschrift Das Herz schlägt links macht er deutlich, dass er 1999 vor allem aus diesen prinzipiellen Gründen aus der Regierung Schröder ausgetreten war und sämtliche Parteiämter niedergelegt hatte: "Ich konnte mit dem Begriff der 'Mitte' nie etwas anfangen." Vor diesem Hintergrund ist es nur zu verständlich, dass deswegen seine persönliche Wut wächst.
Entsprechend scharf wie scharfsinnig fällt seine Rüge der Politik der SPD wie auch ihrer europäischen Pendants - vor allem von Tony Blairs New Labour - aus. Unter Preisgabe ureigenster sozialdemokratischer Werte wie Solidarität oder sozialer Gerechtigkeit werde der Grundsatz des Schutzes des Schwächeren vor dem Stärkeren aufgeweicht und stattdessen die "Lehrformeln Modernisierung, Flexibilisierung und Deregulierung" auf den Schild gehoben.
Lafontaines Kritik an der Rolle Deutschlands in der internationalen Politik nach dem 11. September 2001 ("Wir sind wieder dabei!"), an der weltpolitischen Dominanz der USA ("Das Recht des Stärkeren") sowie der Schröder'schen Steuer-, Wirtschafts- und Finanzpolitik ist von der Substanz her nicht neu. Dennoch ist dieses Buch wegen seiner argumentativen Dichte und Schlüssigkeit wie seiner verständlichen Sprache bemerkenswert. Auch wird deutlich, dass man dem Autor eines nicht vorwerfen kann: Prinzipienlosigkeit und mangelnde Standpunktfestigkeit. Denn Lafontaine weiß, worüber er schreibt. -Dr. Manfred Schwarzmeier
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Politik für alle: Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft - Oskar Lafontaine
Buch:Politik für alle: Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft
Autor:Oskar Lafontaine, Ausgabe vom 1. Mai 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 334864
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Politik für alle Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft
Oskar Lafontaine war lange Zeit sehr erfolgreich darin, sich in seiner Partei und darüber hinaus Gehör und Gefolgschaft zu sichern. Er ist von wachem Verstand, analytischer Schärfe, strategischer Finesse und unbändiger Energie. Schade eigentlich, dass er - wohl eben wegen dieser Energie - immer ein wenig über das Ziel hinausschießt. Die beiden ersten Bücher nach seiner Demission als SPD-Vorsitzender und Finanzminister, mit denen er die plötzlich entstandene politische Leerstelle in seinem Leben mit großem Erfolg (und großer Auflage) ausfüllen konnte, haben offenbar seinen Hunger nicht gestillt, der Partei und dem Wahlvolk zu beweisen, dass sie an ihm hätten genesen können. Vielleicht ist Politik für alle auch deshalb thematisch so überladen, weil er dies eben wirklich allen zeigen will. Vielleicht hofft er ja, dass sie ihn doch noch einmal rufen, jetzt, wo sonst niemand mehr ein noch aus zu wissen scheint?
Irgendwie handelt Lafontaine in seiner "Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft" jedes, wirklich jedes politische Gegenwartsthema ab. Doch vor allem ist es ihm um die soziale Gerechtigkeit zu tun. Und, ob man will oder nicht: Seine Bestandsaufnahmen bringen manches bedrückend einfach vielleicht, aber treffend auf den Punkt. Die auch im eigenen Interesse kurzsichtige Zügellosigkeit unserer Wirtschaftsführer etwa, findet man sonst nur selten so schnörkellos in Ursache und Wirkung beschrieben wie hier. Nur den Weg heraus aus der Misere, den weiß auch Lafontaine nicht zu weisen. So einfach nämlich, wie man sich im Wald verirrt, findet man eben in aller Regel nicht heraus. Dies aber scheint der Autor zu glauben. Weshalb also sollte man ihn rufen? Die Lektüre seines Buches aber kann trotzdem bei eigenen Orientierungsüberlegungen nur hilfreich sein. Gleichwohl: Thematische Begrenzung und gedankliche Fokussierung hätten dem Unternehmen nicht geschadet. - Hasso Greb

Die Wut wächst - Politik braucht Prinzipien - Oskar Lafontaine
Buch:Die Wut wächst - Politik braucht Prinzipien
Autor:Oskar Lafontaine, Ausgabe vom 1. Mai 2002, Gebunden, Verkaufsrang 200035
Aus der Amazon.de-Redaktion
Wer will schon widersprechen, wenn Oskar Lafontaine sagt: Politik braucht Prinzipien, sonst mäandert sie beliebig und orientierungslos im tagespolitischen Delta dahin, ohne Gestaltungs- und Integrationskraft. Der Vorwurf, die Entwicklung der letzten Jahre mit ihrem jegliche politische Kontur einebnenden Wettlauf zur politischen Mitte habe eben genau zu dieser Prinzipienlosigkeit geführt, durchzieht das ganze Buch. Die Schelte richtet sich zwar an alle Parteien, besonders aber an seine Sozialdemokratie. Noch einmal nach seiner Rechtfertigungsschrift Das Herz schlägt links macht er deutlich, dass er 1999 vor allem aus diesen prinzipiellen Gründen aus der Regierung Schröder ausgetreten war und sämtliche Parteiämter niedergelegt hatte: "Ich konnte mit dem Begriff der 'Mitte' nie etwas anfangen." Vor diesem Hintergrund ist es nur zu verständlich, dass deswegen seine persönliche Wut wächst.
Entsprechend scharf wie scharfsinnig fällt seine Rüge der Politik der SPD wie auch ihrer europäischen Pendants - vor allem von Tony Blairs New Labour - aus. Unter Preisgabe ureigenster sozialdemokratischer Werte wie Solidarität oder sozialer Gerechtigkeit werde der Grundsatz des Schutzes des Schwächeren vor dem Stärkeren aufgeweicht und stattdessen die "Lehrformeln Modernisierung, Flexibilisierung und Deregulierung" auf den Schild gehoben.
Lafontaines Kritik an der Rolle Deutschlands in der internationalen Politik nach dem 11. September 2001 ("Wir sind wieder dabei!"), an der weltpolitischen Dominanz der USA ("Das Recht des Stärkeren") sowie der Schröder'schen Steuer-, Wirtschafts- und Finanzpolitik ist von der Substanz her nicht neu. Dennoch ist dieses Buch wegen seiner argumentativen Dichte und Schlüssigkeit wie seiner verständlichen Sprache bemerkenswert. Auch wird deutlich, dass man dem Autor eines nicht vorwerfen kann: Prinzipienlosigkeit und mangelnde Standpunktfestigkeit. Denn Lafontaine weiß, worüber er schreibt. -Dr. Manfred Schwarzmeier
1

Abschied und Anfang - Ostdeutsche Porträts 1989 - 1990 -
Buch:Abschied und Anfang - Ostdeutsche Porträts 1989 - 1990
 Ausgabe vom 1993, Gebunden, Verkaufsrang 36156

Das Herz schlägt links - Oskar Lafontaine
Buch:Das Herz schlägt links
Autor:Oskar Lafontaine, Ausgabe vom 1999, Gebunden, Verkaufsrang 1084146
Aus der Amazon.de-Redaktion
Zugegeben, es sind vor allem Sensationslust und brennende Neugier, ob Oskar Lafontaines Herz nun wirklich links oder doch eher "link" schlägt, wie viele seiner Weggefährten und zwischenzeitlichen Ex-Freunde mutmaßen, die die magische Anziehungskraft dieses Buches ausmachen. Schließlich wurde es vom Springer-Verlag Econ, dem der selbsternannte Advokat der Kleinverdiener - wie inzwischen aus Verlegerkreisen verlautete - in bester Kapitalistenmanier über 800.000 Mark Garantiehonorar abgezockt haben soll, bereits vor der Veröffentlichung publikumswirksam als gnadenlose Generalabrechnung mit dem Erzrivalen Gerhard Schröder samt Entourage und rot-grüner Chaosregierung lanciert.
Doch alles beginnt recht harmlos. Ein ungewohnt nachdenklicher, nach seinem abrupten Abgang aus Amt und Würden offenbar geradezu geläuterter Staatsmann a.D. hält da Rückschau auf ein bewegtes Politikerleben und macht dabei aus seinem Herzen keine Mördergrube. Dazwischen immer wieder Kapitel, in denen der berüchtigte Volkstribun sein politisches Credo darlegt und dabei das Lied des aufrechten Sozialdemokraten intoniert, der angetreten ist, einem ideengeschichtlich im Grunde reaktionären angloamerikanischen Neoliberalismus die Stirn zu bieten, der nun im Zeitalter der Globalisierung im Gewande der "Modernisierung" fröhliche Urstände feiert. Daß es dabei an Seitenhieben auf den "Genossen der Bosse" nicht mangelt, liegt in der Natur der Dinge.
Unter dem Motto "Oskar, das Unschuldslamm" und "Undank ist der Welten Lohn" geht es dann schließlich kräftig zur Sache, wobei so manche pikante Neuigkeit zu erfahren ist. Beispielsweise, daß es hinter der zur Schau gestellten Fassade der Eintracht schon vor der Regierungsbildung kräftig bröckelte. Zum ersten ernsthaften Zerwürfnis mit Gerhard Schröder kam es bereits beim Postenschacher: "Er setzte sich grußlos hin. Nachdem ich das Wort weitergegeben hatte, flüsterte ich ihm zu 'Was ist denn los?' Er antwortete: 'Du willst mir den Schreiner als Fraktionsvorsitzenden unterjubeln.' Ich erwiderte, das sei Quatsch und wir müßten sofort darüber reden. Er fauchte mich an, er habe jetzt keine Lust, mit mir zu reden, und ging wortlos aus dem Raum, wie er es immer tut, wenn er zornig ist oder die Einsamkeit des großen Staatsmanns demonstrieren will. Erst mittags gelang es mir, ihn zur Rede zu stellen. Ich sagte ihm ein zweites Mal würde ich mir eine solche Behandlung nicht gefallen lassen (...). Ich war tief enttäuscht, hatte ich doch, unter Zurückstellung eigener Interessen, ihm den Vortritt bei der Kanzlerkandidatur gelassen und die Partei im Wahlkampf mit großer Geschlossenheit hinter ihm versammelt."
Und so geht es weiter: "Wochen vor meinem Rücktritt war ich fest entschlossen (...) zurückzutreten. Das Maß dessen, was ich mit meiner Selbstachtung vereinbaren konnte war längst überschritten." -Roland Detsch

Keine Angst vor der Globalisierung - Wohlstand und Arbeit für alle. - Oskar Lafontaine, Christa Müller
Buch:Keine Angst vor der Globalisierung - Wohlstand und Arbeit für alle.
Autor:Oskar Lafontaine, Christa Müller, Ausgabe vom 1998, Broschiert, Verkaufsrang 1187683
Aus der Amazon.de-Redaktion
Globalisierung ist die meist gebrauchte Ausrede für das Versagen der deutschen Wirtschaftspolitik. Ob Massenarbeitslosigkeit, leere öffentliche Kassen oder die Schwäche des Wirtschaftsstandortes Deutschland: Immer ist die zunehmende Globalisierung an allem Schuld. Kein Wunder, daß beim überwiegenden Teil der Bevölkerung der Begriff mittlerweile Unbehagen auslöst.
Um so überraschender mit Keine Angst vor der Globalisierung der Titel eines Buches aus dem renommierten Dietz Verlag. Die beiden Verfasser, Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine und seine Ehefrau Christa Müller, versprechen darin Wohlstand und Arbeit für alle. Leere Politikerworte? Oder hat Lafontaine nebst Gattin den Stein der Weisen gefunden?
Zuerst folgt die Diagnose: Für Lafontaine ist das Grundübel der wirtschaftlichen Misere ein entfesselter internationaler Kostensenkungswettlauf als Folge eines ungeregelten Freihandels. Lohn-, Umwelt- und Sozialdumping gefährden den erreichten Wohlstand in den Industrieländern. Der zerstörerische Wettbewerb droht sogar zu einer Weltwirtschaftskrise zu führen. Das Rezept zur Gesundung: Internationale Zusammenarbeit und Reformen im Inneren, die Vereinbarung sozialer und ökologischer Mindeststandards, ein gemeinsames Währungssystem sowie eine miteinander abgestimmte Wirtschaftspolitik.
Vor den Augen des Lesers entwickeln die Autoren, Seite für Seite, das Erfolgsmodell einer ökologischen Dienstleistungsgesellschaft. Nur mit ihr lassen sich Arbeit und Umwelt versöhnen, ohne daß der Wohlstand eingeschränkt werden muß und es zu Einbußen bei der Lebensqualität kommt. Das ganze Buch ist so schlüssig geschrieben, daß auch hartnäckige politische Gegner sich schwertun werden, die brillant vorgetragenen Thesen zu entkräften.
Insgesamt ein Werk das Mut macht. Nachdem Lafontaine nun an den Schalthebeln der Macht sitzt, hat er die einmalige Chance seinen Worten Taten folgen zu lassen.

Die Gesellschaft der Zukunft - Oskar Lafontaine
Buch:Die Gesellschaft der Zukunft
Autor:Oskar Lafontaine, Ausgabe vom 1988, Gebunden, Verkaufsrang 1248574
Product Description
Die Gesellschaft der Zukunft von Lafontaine, Oskar

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