Paulo Coelho, Ausgabe vom 20. Sept. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 40107
Aus der Amazon.de-Redaktion Im August 1983 kommt eine schüchterne junge irische Frau in T-Shirt und Jeans zu einem weisen Mann und bittet ihn, sie in der Kunst der Magie zu unterrichten. "Antworten auf einige Lebensfragen" will sie finden, "okkulte Kräfte" kennen lernen und "vielleicht in die Vergangenheit und in die Zukunft reisen". Der Magier erkennt die herausragenden Fähigkeiten der schönen Irin. Und er ist bereit, sie bei ihrer Reise zu sich selbst und ihrem Lebensziel zu unterstützen. Die junge Sinnsucherin ist Brida, die Titelheldin von Paolo Coelhos Roman. Die Lebensfragen, auf die sie sich eine Antwort erhofft, kulminieren vor allem in der Frage nach der großen, der wahren Liebe. Soll Brida versuchen, mit ihrem Geliebten, dem erotisch anziehenden Physiker Lorens, glücklich zu werden? Oder soll sie statt auf ihren Körper doch eher auf ihre Seele hören? Bei ihrer Suche trifft Brida zwei Menschen, die ihr einen je anderen Weg zum Glück weisen wollen. Was letztlich für sie richtig ist, muss Brida allerdings selbst ergründen... Es gäbe Menschen, die würden bauen, und solche, die würden pflanzen, schreibt Coelho in Brida. Die Architekten hätten irgendwann ihr Lebenswerk geschaffen und vegetierten am Ende eher vor sich hin. Die Gärtner aber trotzten den Gefahren und Unwettern, die sich ihrer Schöpfung entgegenstellen, und wären gerade in der ständigen Herausforderung mit sich und der Welt in Harmonie. Dass es im Leben und in der Liebe ebenso zugeht, und dass wir das Risiko in Kauf nehmen, das heißt: ständig auf der Suche bleiben müssen, um letztendlich das Glück zu finden, ist die zentrale Botschaft von Coelhos Buch. Dies ist in allen Romanen des Autors so. Deshalb ist Brida in gewisser Weise wieder so wie die anderen Bücher Coelhos auch. Langweilig und platt, werden Kritiker sagen - wie immer wunderschön poetisch und wahr, die Fans. - Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
Roman. Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Belletristik 2002 Erscheinungsjahr: 2008 Aus d. Brasilian. v. Cordula Swoboda Herzog Gewicht: 164 gr / Abmessung: 18 cm Von Coelho, Paulo / Übersetzt v. Swoboda Herzog, Cordula Ein Buch voller orientalischer Weisheit, eine Geschichte von wunderbarer Schlichtheit und kristalliner Klarheit, ein warmes, lebensfrohes Buch, das Mut macht, den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen. Wie der Bestseller Die Möwe Jonathan präsentiert Der Alchimist eine schlichte, auf einfachen Wahrheiten beruhende Fabel, gibt ihr aber einen höchst ungewöhnlichen Rahmen. Und obwohl wir hier das Rezept für einen Bestseller wittern mögen - ein neues ist es sicherlich nicht. Schon die Geschichtenerzähler in den alten Stammeskulturen wußten, daß dies der beste Weg war, ein Publikum erfolgreich zu unterhalten, während man gleichzeitig die eine oder andere Lehre mit einfließen ließ. Der brasilianische Geschichtenerzähler Paulo Coelho macht uns mit Santiago bekannt, einem andalusischen Hirtenjungen, der eines Nachts von einem fernen Schatz in den ägyptischen Pyramiden träumt. Und so macht sich Santiago auf den Weg: er verläßt Spanien, um buchstäblich seinem Traum zu folgen. Unterwegs trifft er auf viele spirituelle Boten, die in bescheidenen Formen auftreten - zum Beispiel als Kameltreiber oder als belesener Engländer. In einem der Bücher des Engländers erfährt Santiago zum ersten Mal von den Alchimisten - Männern, die glaubten, daß, wenn man ein Metall jahrelang erhitzt, es sich von all seinen individuellen Eigenschaften befreien würde, und daß das, was übrigbliebe, die "Seele der Welt" sei. Natürlich trifft er irgendwann tatsächlich auf einen Alchimisten, und die daraus entstehende Lehrer-Schüler-Beziehung rückt das irrige Weltbild des Jungen zurecht, während sie ihn gleichzeitig dazu ermutigt, seinen Träumen treu zu bleiben. "Mein Herz fürchtet sich davor, zu leiden", vertraut der Junge dem Alchimisten eines Nachts an, als sie in den mondlosen Himmel schauen. "Sag deinem Herz, daß die Furcht vor dem Leiden schlimmer ist, als das Leiden selbst", antwortet der Alchimist. "Und daß noch nie ein Herz auf der Suche nach seinen Träumen gelitten hat, weil jede Sekunde der Suche eine Sekunde der Begegnung mit Gott und der Ewigkeit ist." -Gail Hudson
Buch:
Herausforderungen - Buch-Kalender 2009
Autor:
Paulo Coelho, Anne Kr. Hagesaether, Ausgabe vom Aug. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 361133
Roman. Erscheinungsjahr: 2000 Aus d. Brasilian. v. Maralde Meyer-Minnemann Gewicht: 193 gr / Abmessung: 18 cm Von Coelho, Paulo / Übersetzt v. Meyer-Minnemann, Maralde Die Geschichte einer unglücklichen jungen Frau, die sterben will und erst angesichts des Todes entdeckt, wie schön das Leben sein kann, wenn man darum kämpft und etwas riskiert. Ein wunderbares Buch über die Prise ''Verrücktheit'', die es braucht, um den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen, und eine große Liebeserklärung an das Glück in jedem von uns. Slowenien? Wo das liegt? Verärgert über die Borniertheit eines ausländischen Zeitungsartikels beginnt die junge Slowenin Veronika, einen geharnischten Antwortbrief an den Verfasser zu entwerfen. Fast hat sie über ihrem Zorn vergessen, dass sie gerade eine Überdosis Schlaftabletten eingenommen hat und eigentlich auf den nahen Tod wartete, als ihr neben dem Bett dieser Artikel ins Auge fiel. So viel Zeit muss sein. Die Wirkung hat noch nicht eingesetzt und Veronika begann sich ohnehin fast ein wenig zu langweilen, also schreibt sie. Dann schläft sie ein. Als sie wieder erwacht, befindet sie sich in Villete, dem berüchtigten Irrenhaus von Ljubljana. Nicht ohne Humor, dieser Einstieg, und ein sehr gelungenes Porträt der an Ereignislosigkeit und Lebensüberdruss leidenden jungen Frau - sofort ist man ihr ganz nahe. Coelho brannte dieses Thema schon lange unter den Nägeln, wurde er in den 60er Jahren von seinen Eltern doch selbst dreimal in die Psychiatrie eingewiesen, die Gründe hierfür sind ihm bis heute unklar. Was ihm hingegen klar wurde war, wie dort Begriffe wie Normalität und Verrücktheit auf den Kopf gestellt wurden. Sehr bald merkt Veronika, dass in diesem Kuckucksnest voll überschäumender, fantasievoller Figuren die verschlossen-mürrischen Wärterinnen die eigentlichen Verrückten sind, stumpf und ohne jeglichen Lebensfunken ihre Arbeit verrichtend. Dr. Igor, der Anstaltsleiter, ständig am Erproben fragwürdiger Therapiemethoden und für den Anstaltsalltag kaum zu erwärmen, steigert das Ganze endgültig ins Absurde. Eine Figur, die für einen skurrilen Stimmungsmix aus Zauberberg und Kottan ermittelt sorgt. Als man Veronika schließlich mitteilt, dass sie eines schweren Herzfehlers wegen nur noch wenige Tage zu leben hat, gewinnt sie wider Erwarten ihren Lebenswillen zurück, überwindet in kurzer Zeit ihr unausgelebtes Dasein und erlebt zudem eine unerwartete Liebe. In diesen Passagen schlägt Coelho Funken, sie machen dieses zarte Buch zu einem absoluten Hochgenuss. -Ravi Unger
Product Description Roman Erscheinungsjahr: 2005 Aus d. Brasilian. v. Maralde Meyer-Minnemann Gewicht: 248 gr / Abmessung: 18 cm Von Coelho, Paulo / Übersetzt v. Meyer-Minnemann, Maralde Wie berührt man die Seele? Durch Liebe oder durch Lust? Kann man die Seele wie einen Körper berühren und umgekehrt? Ein provozierendes modernes Märchen über die Alchimie der Liebe. Pressestimmen: "Coelho erzählt von den elementaren Erfahrungen, und die Leser erkennen sich darin wieder: mit ihren Schwächen und Ängsten ebenso wie mit ihren Sehnsüchten und Träumen." (Rainer Traub/Der Spiegel)
Buch:
Die Hexe von Portobello
Autor:
Paulo Coelho, Ausgabe vom Okt. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 58801
Die Prophetin Athena ist eine moderne Hexe. Das kann man so sagen, obwohl sie gar nicht persönlich auftritt, sondern zu Beginn des Romans Die Hexe von Portobello eigentlich schon verschwunden ist. Denn Athena, deren eigentlicher Name Sherine Khalil ist, ist die Tochter einer Roma, die sie als Baby in einem rumänischen Waisenhaus abgegeben hat - und die von Hermannstadt über Beirut nach England gekommen ist. Sie besitzt magische Fähigkeiten, die sich ihr erst allmählich offenbaren. Modern ist sie, weil sie keineswegs mit einem Raben auf der Schulter in einem windschiefen Waldhäuschen sitzt und seltsame Zaubertränke zusammenbraut. Im Gegenteil: Athena, wie sich Sherine selber nennt, war eine erfolgreiche Immobilienmaklerin, die in London hellseherische Fähigkeiten entwickelt hat, um ihrer Umgebung ihre Bestimmung vorherzusagen. Und sie ist die glückliche Mutter eines kleinen Sohnes, die trotzdem eines Tages beschließt, alles hinter sich zu lassen, um einer neuen Erfüllung entgegenzuwandern - und die damit eine neue Form der Hexenjagd auslöst, bei der "nicht mit glühenden Eisen gefoltert, sondern mit Ironie und Unterdrückung gearbeitet" wird. Retrospektiv aus der Perspektive von 13 (!) mit ihr bekannten und befreundeten Personen (darunter ihr Ehemann, ihre Mutter, ein Journalist, ihr Arbeitgeber und einige Freunde) erzählt Bestseller- und Sinnsucher-Autor Paolo Coelho (Der Alchemist) die wundersame Geschichte einer Frau, die von ihrer Umwelt als "Heilige" verehrt oder als Zauberin gefürchtet wird, und beleuchtet damit ihren schrittweisen Weg hin zur Erkenntnis. Auch, wenn Kritiker sagen, dass das, was Coelho schreibt, nur immer wieder derselbe Aufguss esoterischer Belanglosigkeiten sei, werden Fans von der Story, die ein wenig wie eine Gerichtsverhandlung aus Zeugenaussagen aufgebaut ist, einmal mehr begeistert sein. - Isa Gerck, Literaturanzeiger.de Athena ist ein Adoptivkind. Von ihren Eltern wurde die Tochter einer Zigeunerin aus der rumänischen Ceausescu-Diktatur zunächst nach Beirut gebracht, von wo eine ihrer Visionen die Familie nach London fliehen lässt - und sie so vor dem Bürgerkrieg bewahrt. Doch vor allem ist Athena, die nach der Entdeckung ihrer eigentlichen Bestimmung plötzlich verschwindet, eine Art Heilige, die den Menschen in ihrer Umgebung den Blick auf das Wahre öffnet. Da ist von der "Begegnung mit der höheren Energie" die Rede, davon, dass man auch als Kassiererin im Supermarkt oder als Bankerin wie Athena "die Priesterin durchscheinen" lassen könne. Und davon, dass man "das Göttliche" und "die Kraft der Liebe" im Alltag suchen solle, statt sein Leben mit oberflächlichen Gesprächen über Börsenkurse und Formel 1-Rennen zu verplempern. Aus verschiedenen Stimmen - darunter die Stimmen der Adoptivmutter, eines Journalisten, eines Priesters oder eines Freundes von Athena - komponiert der lateinamerikanische Bestseller-Autor Paolo Coelho (Der Alchimist) seine Mittelpunktsfigur. Der renommierte Sprecher Gert Heidenreich, der unter anderem in der Hörbuch-Trilogie zu J.R.R. Tolkiens Roman Der Herr der Ringe brillierte (Die Gefährten, Die zwei Türme, Die Rückkehr des Königs), liest all diese Stimmen so, als wären sie eine. Das ist im Fall der Hexe von Portobello aber gar nicht schlimm. Denn Coelho hat wieder einmal keine psychologisch ausgefeilten Charaktere geschaffen, sondern seine Botschaft in die Münder verschiedener Figuren gelegt. Wie immer geht es bei ihm um die großen philosophischen Themen, um den Gegensatz von Mythos und Wirklichkeit, von Wissenschaft und Glauben, Lüge und Wahrheit, Hass und Liebe. Und es geht darum, wie man den rechten Weg zu einem spirituell inspirierten Dasein finden kann. Zur Übermittlung dieser Botschaft bedarf es eines spezifischen Tons, keiner verwirrenden Melodie. Gert Heidenreich ist kein Rufus Beck oder Dirk Bach. Die Modulation eines polyphonen Stimmenchores ist seine Stärke nicht. Aber seine sonore, ruhig-besonnene Lesart setzt Coelhos Mystik-Fabel, in die man sich ja quasi "versenken" soll, adäquat in Sprache um. Wer literarisierte Esoterik mag, wird dieses Hörbuch lieben. Da passt es sogar, dass die 5 CDs laut Auskunft des Verlags genau auf 365 Minuten kommen: Für jeden Tag also genau eine Minute Lebensweisheit. - Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
Hörbuch:
Der Alchimist - Hörspiel - 2 CDs
Autor:
Paulo Coelho, Ausgabe vom 1. Januar 1998, Audio CD, Verkaufsrang 19403
Aus der Amazon.de-Redaktion Wie der Bestseller Die Möwe Jonathan präsentiert Der Alchimist eine schlichte, auf einfachen Wahrheiten beruhende Fabel, gibt ihr aber einen höchst ungewöhnlichen Rahmen. Und obwohl wir hier das Rezept für einen Bestseller wittern mögen - ein neues ist es sicherlich nicht. Schon die Geschichtenerzähler in den alten Stammeskulturen wußten, daß dies der beste Weg war, ein Publikum erfolgreich zu unterhalten, während man gleichzeitig die eine oder andere Lehre mit einfließen ließ. Der brasilianische Geschichtenerzähler Paulo Coelho macht uns mit Santiago bekannt, einem andalusischen Hirtenjungen, der eines Nachts von einem fernen Schatz in den ägyptischen Pyramiden träumt. Und so macht sich Santiago auf den Weg: er verläßt Spanien, um buchstäblich seinem Traum zu folgen. Unterwegs trifft er auf viele spirituelle Boten, die in bescheidenen Formen auftreten - zum Beispiel als Kameltreiber oder als belesener Engländer. In einem der Bücher des Engländers erfährt Santiago zum ersten Mal von den Alchimisten - Männern, die glaubten, daß, wenn man ein Metall jahrelang erhitzt, es sich von all seinen individuellen Eigenschaften befreien würde, und daß das, was übrigbliebe, die "Seele der Welt" sei. Natürlich trifft er irgendwann tatsächlich auf einen Alchimisten, und die daraus entstehende Lehrer-Schüler-Beziehung rückt das irrige Weltbild des Jungen zurecht, während sie ihn gleichzeitig dazu ermutigt, seinen Träumen treu zu bleiben. "Mein Herz fürchtet sich davor, zu leiden", vertraut der Junge dem Alchimisten eines Nachts an, als sie in den mondlosen Himmel schauen. "Sag deinem Herz, daß die Furcht vor dem Leiden schlimmer ist, als das Leiden selbst", antwortet der Alchimist. "Und daß noch nie ein Herz auf der Suche nach seinen Träumen gelitten hat, weil jede Sekunde der Suche eine Sekunde der Begegnung mit Gott und der Ewigkeit ist." -Gail Hudson
Roman Erscheinungsjahr: 2006 Aus d. Brasilian. v. Maralde Meyer-Minnemann Gewicht: 292 gr / Abmessung: 18 cm Von Coelho, Paulo / Übersetzt v. Meyer-Minnemann, Maralde ''Der Zahir'' ist die Geschichte einer Suche. Sie handelt von der Beziehung zweier Menschen, die im gleichen Abstand wie Eisenbahnschienen nebeneinanderher leben und einander verlieren. Eine gleichnishafte Erzählung über eine innere und äußere Reise, an deren Ziel jeder sich selbst findet - und vielleicht auch wieder die Liebe. Von manchem Rezensenten nicht nur des deutschen Feuilletons hat Paulo Coelho für seine millionenfach verkauften Bücher schon heftige Hiebe einstecken müssen. Sogar der Langeweile wurde er bereits geziehen - für einen Romancier der vielleicht schlimmste Vorwurf. Die Leser aber zeigten sich bislang von solcher Kritik ebenso unbeeindruckt, wie (nach außen zumindest) Coelho selbst. Im vorliegenden Buch des brasilianischen Bestsellerautors geht es aber immerhin außer um den titelgebenden Zahir, einer bis zur Besessenheit übersteigerten Liebe, auch um das gespannte Verhältnis seines Ich-Erzählers zur Kritik. Erzählt wird Der Zahir aus der Perspektive eines mittlerweile überaus erfolgreichen Autors, der von den Lesern geliebt und der Kritik gehasst wird. Ersteres, weil er - ganz nach dem Erfolgsprinzip Coelhos - seine Leserschaft an seiner Erleuchtung teilhaben lässt, letzteres, weil er sich den angeblich üblichen Regeln des Literaturbetriebs verweigert, den er als ein schmieriges System von Gefälligkeiten und Abhängigkeiten beschreibt. Dass er aber überhaupt zu dem Schriftsteller geworden ist, der er immer hat sein wollen, hat er letztlich allein seiner Frau Esther zu verdanken, ohne deren ebenso kluge wie selbstlose Hilfe er seine inneren Schreibwiderstände niemals überwunden hätte. Und nun ist diese Frau plötzlich fort. Wurde sie entführt, hat sie ihn verlassen? Der Mann, dem ihre Bedeutung für sein Leben und Seelenheil immer deutlicher vor Augen tritt, macht sich auf eine zunächst völlig vergeblich erscheinende Suche - um am Ende, wir ahnen es, zwar auch die Gesuchte, vor allem aber sich selbst zu finden. Was soll man sagen? Der Zahir wird ganz sicher wieder ein Weltbestseller. Und, ganz ehrlich: Wir gönnen es ihm! Das Feuilleton freilich wird sich aller Voraussicht nach auch dieses Mal nur mäßig begeistert zeigen. Und die nicht ganz unberechtigte Kritik, der Autor habe sein immer gleiches Thema nun vielleicht doch einmal erschöpft, wird an Coelho abperlen, wie die Male zuvor. Schade eigentlich, es sollte ihm Ansporn sein. Doch, so wird er sich sagen, Millionen Leser können nicht irren. Er sollte es besser wissen. -Andreas Vierecke
Sie waren Jugendfreunde, ehe sie sich aus den Augen verloren. Elf Jahrespäter treffen sie sich in Madrid wieder, sie, eine angesehene Richterin,die sich nicht von Gefühlen hinreißen lassen will, er, ein Weltenbummlerund angehender Priester. Was beide verbindet, ist der Drang, aus dem sicherenLeben auszubrechen und ihre Träume zu verwirklichen. Der Weg dahin istlang und voller Durststrecken. Er kostet Überwindung und Hingabe, Überwindungvon Schuldgefühlen und Vorteilen und Hingabe an den Glauben und die Spiritualität.Schließlich offenbart sich dem Paar in einem kleinen Pyrenäendorf eineWahrheit, die seine Sehnsucht und Leidenschaft übersteigt. Pilar, die Erzählerin des Romans Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte, hat über die Jahre zu ihrem Jugendfreund nur losen Kontakt. Um so überraschter ist sie, als sie von ihm eine Einladung zu einem seiner Vorträge erhält. Gespannt macht sie sich auf die Reise. Während der kommenden Woche erwartet sie eine intensive Zeit. Einerseits lebt ihre alte Liebe wieder auf, zum anderen weiß sie, daß ihr Freund an seinem Priesterseminar bleiben will und sich ganz seinem Glauben widmen möchte. Paulo Coelho hat nach seinem weltweiten Bestseller Der Alchimist wieder einen Roman voller Weisheit, verpackt in wunderschönen Sätzen, geschrieben, der sich am ehesten mit Susanna Tamaros Buch Geh wohin dein Herz dich trägt vergleichen läßt. Eine große Liebe auf der Suche nach tiefer Einsicht in ein oft undurchsichtiges Schicksal. -Manuela Haselberger