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| | Buch: | Der Weg in den neuen Kalten Krieg |
| Autor: | Peter Scholl-Latour, Ausgabe vom 17. Nov. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 28789 |
| Preis: | 24,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Der Mann ist ein echtes Phänomen. Während andere in seinem Alter schon 20 Jahre lang ihren Ruhestand in der Idylle genießen, ist Peter Scholl-Latour nach wie vor unermüdlich als Globetrotter in Sachen Kriege, Krisen, Katastrophen unterwegs. Wie der Altmeister der politischen Publizistik nebenher die Zeit findet, alle Daumen lang in Talkshows aufzutreten, auf Vortragsreisen durch die Republik zu tingeln und alljährlich ein bis zwei Bücher in Bestsellerqualität auf den Markt zu bringen, ist ein absolutes Mirakel. Peter Scholl-Latour ist nicht nur ein aufmerksamer Beobachter. Er verfügt über ein immenses Wissen über ethnisch-religiöse Hintergründe und historische Zusammenhänge, die die jeweiligen Ereignisse und Entwicklungen erst richtig begreiflich machen. Hinzu kommen seine inzwischen schon legendären prophetischen Gaben. Dies wird einmal mehr in Der Weg in den neuen Kalten Krieg deutlich. Auf den Titel sollte man sich nicht allzu sehr kaprizieren. Das Buch entstand während der Georgien-Krise, als die Spannungen zwischen Russland und den USA zu unverhohlener Feindseligkeit eskalierten, die stark an alte Zeiten erinnerten. Eine Episode, der der Autor aber nur ganze zwei Seiten in Form eines Prologs widmet. Ansonsten handelt es sich hier um eine Rückschau auf die wichtigsten Begebenheiten der letzten sieben Jahre im Spiegel von über 100 Beiträgen, Reportagen und Analysen, die er bereits anderweitig publiziert hat. Peter Scholl-Latour ist nämlich auch ein Meister der Mehrfachverwertung. Angereichert ist das Ganze mit einigen eilends ergänzten Statements zu brandaktuellen Themen wie die Finanzkrise und die Wahl Barak Obamas zum US-Präsidenten. Zur Erheiterung tragen launige Interviews bei, in denen sich der passionierte Polemiker und kokettierende Misanthrop ("Der Mensch ist das schlimmste Raubtier") auch einmal über so profane Dinge wie seinen Spitznamen Scholl-Amour oder seinen ärztlich attestierten überdurchschnittlichen Testosteronspiegel auslässt. Aufschlussreich ist diese Chronik allemal. Indem sie tagebuchartig an den 2001 unter dem Eindruck der Terroranschläge des 11. September erschienenen Fluch des 21. Jahrhunderts anknüpft, bilanziert sie zum Ausklang der Ära George W. Bush die unheilvollen Auswirkungen der Politik der Neo-Cons, die Scholl-Latour nachgerade als eine Clique "Halbverrückter" klassifiziert, "nicht weit vom Faschismus entfernt". Ein Buch, das wieder einmal reichlich Munition für Auseinandersetzungen über weltpolitische Fragen liefert. Und, da sind wir sicher, Fortsetzung folgt! Arnold Abstreiter
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 21 Bewertungen)
Leserkommentare:* Ein großartiges Buch mit Sachverstand geschrieben (5 von 5 Punkten) meint R.K. Der große Journalist und Kenner der Teile der Welt, die uns oft genug nur aus Sicht der Vasallen der USA geschildert wird, nimmt wieder einmal kein Blatt vor den Mund.
In seinem flüssigen und fesselnden Schreibstil setzt PSL bewußt Kontrapunkte gegen
den Mainstream und vor allem reißt er allen Polikern die Maske vom Gesicht, die ihrem Volk, dem sie eigentlich verpflichtet sind, mit Schreckensbildern vorgaukeln, daß es einen übergeordneten Sinn ergibt, weltweit Menschen in Kriege zu schicken und dort umkommen zu lassen.
Eine großartige Idee, anhand von tagebuchähnlichen Passagen, uns die vergangenen Jahre und Konflikte aus der objektiven Sicht des PSL noch einmal in Erinnerung zu rufen.
Das Buch liest sich wie ein spannender Roman und am Ende ist man dankbar, dass es noch viel Sachverstand gibt, und entsetzt, dass wir davon in der aktuellen Politik so wenig davon erkennen können.
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| | Buch: | Zwischen den Fronten: Erlebte Weltgeschichte |
| Autor: | Peter Scholl-Latour, Ausgabe vom 1. Nov. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 79312 |
| Preis: | 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Peter Scholl-Latour kennt die Welt wie kein Zweiter. Was ihn auszeichnet und seinen beispiellosen Erfolg begründet, sind die fast sechzigjährige Erfahrung als Chronist des Weltgeschehens, die profunde Kenntnis der Kulturen unserer Erde und die visionäre Kraft, mit der er kommende Entwicklungen heraufzubeschwören vermag. Jüngste Reisen nach China und Russland, in die USA und in den Nahen und Mittleren Osten nimmt Peter Scholl-Latour zum Ausgangspunkt, um die dramatischen Verschiebungen des weltweiten Machtgefüges zu schildern, deren Zeugen wir sind.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 24 Bewertungen)
Leserkommentare:* Einmal um die Welt und zurück bitte! (5 von 5 Punkten) meint n. aus Kurpfälzer Der Nah-, Mittel- und Fernost-Spezialist Scholl-Latour erklärte mal wieder die Welt, spannend und aufschlussreich untermauert mit praxisnahem Sach- und Fachwissen.
Mit scharfem Verstand und fundierten Kenntnissen der Welt- und Zeitgeschichte zeichnete er treffende Sittengemälde der Länder die er besuchte.
Er zeigte auf wo es kriselt, Konflikte schon aktuell sind und wo künftige Spannungen zu erwarten sind.
Was er zu sagen hat ist nicht politisch korrekt und wider der Heilsverkündungen unserer politischen Führer, so wundert es ihn auch nicht wenn er keinesfalls "everybodys Darling" ist, doch unsere Soldat(innen)en, die man zur angeblichen Verteidigung demokratischer Werte, mitlerweile in die entlegensten Winkel der Erde schickt lesen seine Bücher.
Er warnt vor blindwütigem Globalisierungswahn, naiver US-Hörigkeit und romantisch verträumten Multi-Kulti-Ideologien und zeigt auf wo auf der Erde solche Philosophien ein schlimmes Ende nahmen.
Er sitzt zwischen allen Stühlen wenn er von den Welgeschehnissen zwischen den Fronten berichtet, doch einer Mainstream-lastigen Berichterstattung, im Sinne einer pseudomoralischen political correctness zu frönen hat er nicht nötig.
Denn letztendlich galt, bis dato, immer die Aussage dass er wieder mal Recht hatte!
Wer sagt denn dass Politik langweilig sein muss?
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| | Buch: | Rußland im Zangengriff: Putins Imperium zwischen Nato, China und Islam |
| Autor: | Peter Scholl-Latour, Ausgabe vom Nov. 2007, Broschiert, Verkaufsrang 135315 |
| Preis: | 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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'Auf ganz unpolitologische Weise kommen scharfe politische Analysen zustande, die sich so spannend und anregend wie ein Abenteuerbericht lesen.' (Frankfurter Allgemeine Zeitung) 'Klassische Reportagen über seine Reisen in russische Konfliktregionen verbindet der Vollblutjournalist mit treffenden Analysen des Status quo und seiner Auswirkungen auf Mitteleuropa.' (dpa). 'Scholl-Latour versteht es glänzend, unmittelbare Erlebnisse und jahrzehntelange Erfahrungen zu einem eindringlichen Gesamtbild zusammenzufügen und deutlich zu machen, daß die Vorgänge in diesen Konfliktregionen uns unmittelbar betreffen.' (Preußische Allgemeine Zeitung) 'Die Leser machen seine Bücher zu Bestsellern, die Zuschauer des Fernsehens erheben seine Sendungen zum Medienereignis.' (Die Welt)
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 14 Bewertungen)
Leserkommentare:* Peter Scholl-Latour Ein Kenner der Welt (5 von 5 Punkten) meint P.M. aus Clausen Westpfalz Mit Russland im Zangengriff: Putins Imperium zwischen Nato, China und Islam, ist wie seine anderen Bücher, ein Spiegelbild der Spannungen, nicht nur zwischen Ost und West, sondern auch innerhalb der Nato und innerhalb des ehemaligen Ostblocks und zwischen Sunniten und Schiiten in der islamischen Welt. Ein absolutes Meisterwerk
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| | Buch: | Afrikanische Totenklage: Der Ausverkauf des Schwarzen Kontinents |
| Autor: | Peter Scholl-Latour, Ausgabe vom 1. Mai 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 28543 |
| Preis: | 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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"Erschreckend wahrhaftig ... Seine Analysen sind schwer zu widerlegen. Hinzu kommt ein geradezu enzyklopädisches Wissen über die Entwicklung des Schwarzen Kontinents ..." (Frankfurter Allgemeine Zeitung )
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 32 Bewertungen)
Leserkommentare:* Ist Afrika ein Opfer der Clobalisierung ?!? (5 von 5 Punkten) meint F.V. aus Tatooine Beinnahe ein halbes Jahrhundert nach seinem ersten großen Afrikareports Matata am Kongo" kehrt der Autor noch einmal auf den schwarzen Kontinent zurück.
Er hat die Länder des südlichen, des westlichen und Zentralafrika bereist und zeichnet ein bedrückendes Bild von Elend, Mord und Raubtierkapitalismus. Seine Eindrücke kontrastiert er mit Erinnerungen an seine erste Reise, als Afrika noch unter europäischer Kolonialherrschaft stand.
Seine traurige Erkenntnis: Die meisten Länder sind gleichsam auf dem Weg zurück in die Steinzeit. Städte sind zur Kulisse eines Alptraums geworden, Schulen und Krankenhäuser vermodern, Menschen sind entwurzelt.
Völkermord, blutige Staatsstreiche, Hungersnöte biblischen Ausmaßes, Krieg um Rohstoffe oder Kindersoldaten, die ihren Gefangenen Arme und Beine abhacken - das alles wertet Scholl-Latour als Indizien dafür, dass Afrika zu jenem Zustand zurückkehrt, den Joseph Conrad im Herz der Finsternis" beschrieben hat. Die wenigsten Europäer wagen es, sich die erschütternde und beinahe hoffnungslose Tragik dieses Kontinents einzugestehen; doch die Eindrücke, Begegnungen und Geschichten Scholl-Latour prophezeien eindringlich, dass die afrikanische Totenklage bald (oder ist schon?) bis nach Europa herüberklingen wird.
Man kann es kaum Glauben was Industrie-Staaten alles in Bewegung setzen um an die begehrte Rohstoffe zu kommen und wer daran alles verdient! Jedes Mittel ist Recht und wie heißt es im Herz der Finsternis": The horror! The horror"
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| | Buch: | Lügen im Heiligen Land: Machtproben zwischen Euphrat und Nil |
| Autor: | Peter Scholl-Latour, Ausgabe vom 1. Febr. 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 126134 |
| Preis: | 11,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Einer der Altmeister des politischen Sachbuchs in Deutschland, Peter Scholl-Latour, hat sich mit seinem neuesten Werk wieder in Richtung Naher Osten aufgemacht. In gewohnt guter Kombination von exzellent recherchierten Fakten und vor Ort erworbenem Hintergrundwissen hat er ein Buch geschrieben, das wie stets gleichermaßen spannend wie informativ ist. Scholl-Latours Fähigkeit, dem Leser komplexe politische Stoffe verständlich nahezubringen, beweist sich hier einmal mehr. In fließendem Erzählstil vermittelt er seine Kenntnisse dabei gerne auch in Form eigener Erlebnisse und Begegnungen. Diesmal nun hinterfragt Scholl-Latour den gefährdeten Friedensprozeß zwischen Israelis und Palästinensern. Er tut dies nicht ausschließlich mit Blick auf die beiden betroffenen Nationen, sondern erläutert tiefgründig den Zusammenhang mit dem Libanon, Syrien, Kuwait und vor allem dem Irak. Alte Mythen, ohne die man die derzeitige Politik im Spannungsfeld des Nahen Ostens nicht wirklich verstehen kann, bezieht der Autor dabei ebenso in die Analyse ein wie die aktuellen politischen Entwicklungen der letzten Jahre. Besonders die Betrachtung der uralten Geschichte dieser Region - und der Ursprung vieler Mythen liegt dabei im heutigen Irak - macht dieses Buch zu etwas besonderem, das es über die meisten anderen Bücher zum Thema Naher Osten hinaushebt. Ein umfangreicher Kartenteil erleichtert dabei das Verständnis der Materie, deren Schauplätze vielen von uns nicht gleich präsent sein dürften. Ein Buch also, das mit seinen Hintergrundinformationen einen wichtigen Bestandteil zum Verständnis der Politik im Nahen Osten liefert. -Joachim Hohwieler
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 15 Bewertungen)
Leserkommentare:* Superbuch (5 von 5 Punkten) meint J.W. aus Langenhagen wie alles was ich bisher von Peter Scholl-Latour gelesen habe ist auch dieses Buch ein Musterbeispiel an Vermittlung von kompliziertem politisch-religiösem Wissen eines fremden Landes , diesmal im nahen Osten - in einer unachahmlichen Form , so dass es eigentlich jeder versteht ! Er ist und bleibt einer meiner Lieblingsautoren !
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| | Buch: | Kampf dem Terror - Kampf dem Islam?: Chronik eines unbegrenzten Krieges |
| Autor: | Peter Scholl-Latour, Ausgabe vom Okt. 2004, Broschiert, Verkaufsrang 15534 |
| Preis: | 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Oriana Fallaci wurde mit ihrer Anklageschrift Die Wut und der Stolz binnen kurzem zur Chiffre für die wütend-emotionale Bewältigung des 11. Septembers 2001. Peter Scholl-Latours Analyse ist ein gelungenes Beispiel für die erheblich rationalere Auseinandersetzung mit dem Thema. Wesentlich differenzierter in der Darstellung und moderater im Ton lässt der weit gereiste Journalist aber dennoch keinen Zweifel an seiner kritischen Bewertung aufkommen. Denn ihm zufolge waren die Terrorangriffe von Manhattan und Washington nur überraschend, was ihre schreckliche Dimension anbetrifft. Ansonsten seien sie fast zwangsläufig vorherzusehen gewesen. Und: Die USA trugen laut Scholl-Latour mit ihrer Politik im Nahen und Mittleren Osten entscheidend dazu bei, dass es so weit gekommen ist. Scholl-Latour geht in zwei Schritten vor. Im ersten Teil bietet er eine systematische Analyse, die die verschiedenen Argumentationsstränge des Buches zusammenbindet. Dort findet der Leser neben der bei diesem Thema fast schon obligatorischen Entkräftung des Anti-Amerikanismus-Vorwurfs so kluge Sätze wie: "Jede Diplomatie ist zur Ratlosigkeit verurteilt, wenn die Bewältigung politischer Konflikte die Form eines Gottesgerichts annimmt." Aber diese Erkenntnis lässt sich auch auf George Bushs Aufruf zum "Kreuzzug" anwenden. Alle seine Talente spielt der Autor in den Länderstudien (Afghanistan, Irak, Israel, Indien, Pakistan, Usbekistan und China) aus. Auf der Grundlage seiner "Chronistentätigkeit am Ort des Geschehens, die mehr als ein halbes Jahrhundert umspannt", entsteht ein Mosaik aus historisch fundierten, aktuellen Reportagen. Scholl-Latour informiert, indem er erzählt. Dabei gelingt es ihm vielfach, seine persönlichen Eindrücke, Erlebnisse und Gespräche so miteinander zu vernetzen, dass sich immer wieder aufschlussreiche Querverbindungen ergeben. Das Buch - aufwändig ausgestattet mit vielen farbigen Karten und Fotos - ist gespickt mit englischen, französischen und lateinischen Zitaten. Dieses Element der intellektuellen Selbstinszenierung des Autors werden manche Leser als Bereicherung empfinden, andere als störend. Angesichts des überzeugenden Gesamteindrucks des Buches ist dies allerdings eine lässliche Sünde. -Dr. Manfred Schwarzmeier 1
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 41 Bewertungen)
Leserkommentare:* Fakten, Tatsachen und das Fragezeichen! (5 von 5 Punkten) meint n. aus Kurpfälzer Letztendlich, beim stöbern wurde mir bewusst dass doch auch dieses Buch es verdient fair bewertet zu werden.
Dies deshalb weil ich mich beim durchblättern und lesen einzelner Passagen sofort daran erinnerte wie beeindruckt ich schon damals von diesem Buch war.
Mitunter ist mir der Alte unheimlich weil sich doch fast alles bewahrheitet hat was er schrieb und ich mich frage ob Peterchen mediale bzw. seherische Fähigkeiten besitzt.
Auf seinem Gebiet ist er mitlerweile kultig und in so mancher Talkshow stellte er so manchen Politiker und nach dem Main-Stream plappernden Journalisten in die Ecke, was vielleicht gar keine Absicht war.
Das Urgestein Scholl-Latour machte nicht umsonst ein Fragezeichen hinter den Buchtitel!
Wusste er doch selbst als altgedienter französicher Falschirmjäger und Veteran, dass Terror und Terrorismus keine Gegner sind, sondern lediglich Formen der Kriegsführung derer sich der Gegner bedient.
Das blose Erkennen von Terrorismus entbindet nicht der Sorgfaltspflicht sich über den Gegner, dessen Struktur und Philosophie zu informieren.
Den pragmatischen Ratschlag des alten Haudegens hätten auch unsere Politiker überdenken sollen, bevor sie fähnchenschwingend unsere Soldaten in die unwirklichen Gegenden Afghanistans entsandten.
In blinder Hörigkeit folgeten die europäischen Allianzen Uncle Sam unter dem Druck des Nato-Paktes, um am Hindukusch eine demokratische Werte- und Normenordnung zu verteidigen, mit dem aufgrund sozialer und kultureller Prägung das dortige Volk nicht im geringsten etwas Anfangen kann.
Letztendlich hat der Dino Scholl-Latour ein sozialkritisches, politisches Geschichts- oder auch Sachbuch geschrieben das seinesgleichen erst suchen muss.
Er hatte mal wieder Recht!
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| | Buch: | Weltmacht im Treibsand - Bush gegen die Ayatollahs. |
| Autor: | Peter Scholl-Latour, Ausgabe vom Okt. 2005, Broschiert, Verkaufsrang 169858 |
| Preis: | 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Als Treibsand, so kann man in der Brockhaus Enzyklopädie nachlesen, bezeichnet man "schluffreiche Feinsande oder feinsandige Schluffe mit sehr geringem Tonanteil, die sich bei Wassersättigung unter Druck in Richtung einer Druckentlastung bewegen, z. B. in eine Baugrube hinein". Und wenn Peter Scholl-Latour sein Buch über den Kampf "Bush gegen die Ayatollahs" mit Weltmacht im Treibsand überschreibt, dann will er damit sagen, dass Amerika schlimmsten Falls mit in die eine oder andere der zahlreichen Baugruben gerissen werden könnte, die seine Bomben und Panzer (im Irak oder in Afghanistan) und seine diplomatischen (Droh-)Gebärden (etwa im Iran, in Saudi-Arabien oder Syrien) gegraben haben und in die hinein nach seinen Vorstellungen die Fundamente gegossen werden sollen, auf denen neue Demokratien nach westlichen (d. h. bei Bush: amerikanischen) Blaupausen aufgebaut werden sollen. An beinahe jede dieser Baugruben führt uns Scholl-Latour und zeigt uns die Gefahren, die für die westlichen Planer und Möchtegern-Bauherren darin lauern. Der Journalist kennt die Region und die Konflikte des Nahen und Mittleren Ostens vermutlich besser als die meisten seiner Journalistenkollegen, aber auch besser als viele der Experten in den Beraterstäben des Weißen Hauses. Mit deren polit-strategischen Plänen geht er ebenso kritisch ins Gericht wie mit dem militärischen Welterlösungsprogramm der Bush-Regierung. Was aber den Spaß anbelangt (wenn man den bei Büchern wie diesen haben darf), so profitiert das Buch vor allem von der unbändigen Erzählfreude des Autors, mit der er die Aufmerksamkeit seiner Leser seit jeher belohnt. So berichtet er von seinen Hotelbar-Begegnungen mit einem britischen Kollegen selbstverständlich nicht nur, an welchen wichtigen Informationen und Überlegungen der ihn hat teilhaben lassen, sondern eben auch, wie blendend weiß dessen Aufzug immer zu sein pflegte und wie wunderschön sein akkurat gezwirbelter Bart. So etwas mag manchem als überflüssiges Rankwerk erscheinen. Das ist es aber nicht! Diese kleinen Anekdoten nämlich geben dem Leser die Möglichkeit, die vielen, vielen Fakten und Zusammenhänge mit Bildern zu assoziieren. Und so hat auch der Nicht-Fachmann am Ende immer noch den Überblick. Jedenfalls so weit dies bei diesem doch recht komplexen Themenfeld überhaupt möglich ist. Und Spaß beim Lesen hat er trotz des ernsten Themas auch noch gehabt. Was will man mehr? -Andreas Vierecke
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 18 Bewertungen)
Leserkommentare:* Kein Blatt vorm` Mund (5 von 5 Punkten) meint L. aus Münster Peter Scholl-Latour braucht kein Blatt mehr vorm Mund zu nehmen.
Ihm niemmt man seine Einschätzungen voll ab.
Respekt Herr Scholl-Latour und weiter so!
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| | Buch: | Der Tod im Reisfeld - Dreißig Jahre Krieg in Indochina - ( Zeitgeschichte). |
| Autor: | Peter Scholl-Latour, Ausgabe vom Juli 1987, Taschenbuch, Verkaufsrang 107714 |
Direkt bei Amazon nicht vorrätig, andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten). |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Angesichts vieler erfolgreicher Hollywood-Filme über den Vietnam-Krieg ist etwas in Vergessenheit geraten, dass die Auseinandersetzung um das südostasiatische Land weit länger andauerte als nur die zehn Jahre der US-amerikanischen Beteiligung. Zuvor versuchten die Franzosen seit 1941, ihre Kolonie gegen den Kommunismus zu verteidigen, nach dem Kriegsende 1975 führte die chinesische Einmischung zu Konflikten. Alles in allem dauerte dieser Krieg so runde dreißig Jahre. Einer, der garantiert keine der Phasen dieser Auseinandersetzung vergessen wird, ist Peter Scholl-Latour, war er doch immer wieder vor Ort in Vietnam und seinen Nachbarstaaten. Resultat dieser Aufenthalte in Asien war 1979 der Band Tod im Reisfeld, in dem Scholl-Latour seine Eindrücke aus der Zeit zwischen 1945 und 1979 festhielt. Erlebnisse wie die Reise auf einem französischen Truppentransporter oder der Flug mit US-Hubschraubern ins Gefecht spiegeln die Stimmung in einem kriegsgebeutelten Land wider, erfassen aber auch dessen Nachbarstaaten Laos oder Kambodscha. Zugleich vermittelt Scholl-Latour mit seinen Berichten den politischen Fortgang der Dinge. Die oft geäußerte Kritik an den neueren Büchern Scholl-Latours hinsichtlich zu geringer Recherche vor Ort kann man diesem Band wirklich nicht vorwerfen. Scholl-Latour war tatsächlich jahre-, sogar jahrzehntelang immer wieder in Asien, was ihm vielschichtige Einblicke ermöglichte. Genau diese authentischen Augenzeugenberichte sind denn auch die Stärke seines Buches und machten es zu einem Standardwerk in Sachen Indochina. Schön wäre jedoch gewesen, wenn Scholl-Latour der Neuauflage seines Bandes wenigstens ein kleines Kapitel über Vietnams Entwicklung nach 1979 mitgegeben hätte, denn ein winziges Nachwort als einzige Ergänzung ist ein bisschen dürftig.-Joachim Hohwieler
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 12 Bewertungen)
Leserkommentare:* Journalistischer Hardliner im Südostasien-Einsatz (5 von 5 Punkten) meint H.S. aus Ketsch Dass der Tod im Reisfeld weit mehr war, als der manchem sich noch in Erinnerung befindliche Vietnamkrieg, das macht die Dreiteilung des Buches von Peter Scholl-Latour deutlich. In drei Hauptkapiteln eingeteilt, "Der erste Indochina-Krieg", "Der zweite Indochina-Krieg" und "Der dritte Indochina-Krieg", zeigt Scholl-Latour in den Kapiteluntertiteln von "Der Tod im Reisfeld", wer denn die kriegführenden Fremdherren der "Dreißig Jahre Krieg in Indochina" waren: "Die Franzosen", "Die Amerikaner" und "Die Chinesen".
"Anstelle eines Vorworts" bekundet Peter Scholl-Latour zunächst seine "Trauer über Saigon". Es war das "Continental", "das in den langen Jahren des ersten und zweiten Indochina-Krieges den Korrespondenten aus aller Welt", und Scholl-Latour war einer von ihnen, als Quartier diente. Die Terrasse des Hotels war "einst Treffpunkt, Nachrichtenbörse und Liebesmarkt einer lärmenden Journaille." Sich durch die Apparatschiks der neuen Machthabung unter den Nagel gerissen, stand es als Hotel später der Allgemeinheit nicht mehr zur Verfügung. Es war das "Majestic", in Nasenlänge am Saigon River gelegen, in dem der deutsche Reporter jetzt untergebracht war. Es war das "Majestic", wo er seine Trauer über die zwischenzeitliche Entwicklung der Stadt zum Ausdruck brachte. Wir schreiben das Jahr 1976, das Jahr nach dem unsäglichen Fall von Saigon. Saigon, die Stadt, die als Ho-Chi-Minh-Stadt bis heute noch - worin sie sich z.B. von der ehemaligen "Karl-Marx-Stadt" Chemnitz unterscheidet - ihren anbefohlenen personenkultigen Zwangsnamen trägt.
Alles beginnt - zumindest für Peter Scholl-Latour - in Kotschinchina, wohin er Ende 1945 als 21-jähriger junger Journalist an Bord des von den Franzosen ausgeliehenen englischen Truppentransporters "Andus" unterwegs war. Der Erste Indochinakrieg, der allgemein auf den Zeitraum 1946 bis 1954 terminiert wird, sollte gerade erst beginnen. Scholl-Latour lädt ein, nimmt mit zu seinen Erlebnissen und Begegnungen. Er berichtet aus Saigon, Haiphong und anderen wichtigen Stationen politischer und militärischer Entscheidungen. Wir lernen die Protagonisten kennen, ob die französische Generäle Leclerc oder Navarre, oder den der Gegenseite, den legendären Vo Nguyên Giáp von der Viet Minh. Es war die verlustreiche Schlacht von Diên Biên Phù, die dem nicht ganz 70-jährigen französischen Kolonialreich Indochina, der sogenannten Union Indochinoise, ihr unrühmliches Ende bereitete. Die unsägliche Teilung des Landes in Nord- und Südvietnam war eine der Folgen und bildete schon den Keim für den Zweiten Indochina-Krieg - und zu Scholl-Latours nächstem Kapitel.
Die Amerikaner treten auf den Plan. "Der Kriegsstil der Amerikaner ist ein ganz anderer. Auf Befestigungen wird kein Wert gelegt. Die eigene Feuerkraft ist alles. In Härtfällen verlässt man sich auf die Luftwaffe, und wenn es ganz schlimm kommt, stehen die Hubschrauber, die 'Chopper', bereit, um das amerikanische Beraterpersonal auszufliegen."
Wir befinden uns mitten im nun als Vietnam-Krieg bezeichneten zweiten Akt des Dramas: den heißen Dschungelkämpfen im Zeitalter des Kalten Krieges, einem sogenannten Stellvertreterkrieg der Großmächte, im Lande und auf dem Rücken eines kleinen sympathischen Volkes. Peter Scholl-Latour nimmt uns mit auf die Schlachtfeder dieses südostasiatischen Zeitgeschehens, mit Abstechern nach Kâmpuchea, das damals noch schlicht und einfach Kambodscha hieß, und nach Laos. Wir sind bei seiner Festnahme mit dabei, als er im August 1973 - als Reporter wohlbemerkt, nicht als Soldat - in Gefangenschaft der Viet Minh, die sich zwischenzeitlich Vietkong nannte, geriet.
Peter Scholl-Latour war auch Zeitzeuge der letzten Tagen Saigons. "Noch nie ist mir Saigon so asiatisch erschienen wie in diesen Tagen vor dem Fall." Ob es die "Masken der Indifferenz" der Südvietnamesen war, ihre Zerstreuung und Unachtsamkeit im Straßenverkehr - es müssen wohl kollektive depressive Gefühle gewesen sein, die sich auf die Stadt legten, damals im April. So waren denn auch "die Journalisten die letzten Kunden der Mädchen von Saigon, so etwas wie Beichtväter in der Stunde vor der großen Prüfung." Miss Saigon lässt grüßen. "Die eine gibt sich fatalistisch: 'Dann werde ich eben beim Vietkong Reis pflanzen; ich komme ohnehin vom Land.' Die zweite meint, dass sie niemals auf schöne Kleider und das leichte Leben verzichten kann, dass sie die Schmach nicht ertragen wird, und dass das Wasser des Saigon-Flusses tief genug ist, um sie aufzunehmen. Die dritte kehrt Trotz heraus: 'Als es meinem Volk materiell gut ging hier in Saigon und alle Güter zur Verfügung standen, wollte ich daran teilhaben; doch wenn mein Volk hart arbeiten muss und arm sein wird, dann will auch ich arm sein.'"
Vietnam fand auch in Folge keine Ruhe. Es waren Wunden zu lecken, gleichzeitig brachen neue auf. Zeiten der politischen Veränderungen, Zeiten der Umerziehung der Bevölkerung, Zeiten kommunistischer Renovation. Vietnam wurde sozialistische Republik und nennt sich seitdem auch so. All das im Schatten der sowjetischer Beobachtung, Anleitung und Abhängigkeiten. All das im kritischen Auge der übrigen Welt, insbesondere der anderen kommunistischen Großmacht, China, der großen Volksrepublik im Norden. Auch über die in den Vietnamkrieg mit hineingezogenen Nachbarländer Laos und Kambodscha - besonders Kambodscha - kam unsägliches Leid. Ein Völkermord unvorstellbaren Ausmaßes, begangen durch den kommunistischen Machthaber Pol Pot und seinen Schergen (Rote Khmer), in Verbindung mit Hunger und Krankheiten, dezimierte die Bevölkerung um zirka 2 Millionen Menschen. Dies und wiederholte Grenzverletzungen der Roten Khmer in Richtung Vietnam, riefen schließlich die Sozialistische Republik (Vietnam) auf den Plan, gegen die Demokratische Volksrepublik (Kambodscha). Das war Ende 1978.
Hier konnte China nicht länger tatenlos zusehen. Es gab - später als Erziehungskrieg bezeichnete - kriegerische Auseinandersetzungen, mit beidseitig hohen Verlusten, an der vietnamesisch-chinesischen Grenze. Und Peter Scholl-Latour hatte seinen dritten Indochinakrieg. "China packt die vietnamesische Schlange am Schwanz", wie Scholl-Latour so treffend zitiert. Flüchtlingsströme, übers Meer (Boat People) wie über Land, war eine weitere Folge, die ein erneutes Eingreifen der Völkergemeinschaften notwendig machten.
Peter Scholl-Latour fasst zusammen. "Dem amerikanischen Giganten waren in der Auseinandersetzung mit den gelben Zwergen von Hanoi die Grenzen seiner Macht gesetzt worden, und sein Selbstbewusstsein hatte sich von dieser Erkenntnis nicht erholt." Das Buch stammt aus dem Jahre 1979. "Der Zenit amerikanischer Weltgeltung schien nunmehr überschritten. Die Resignation Johnsons, der Watergate-Skandal Richard Nixons, die Paralyse, die sich Washingtons unter Gerald Ford und mehr noch unter Jimmy Carter bemächtigte, ließen sich recht und schlecht auf jene Demütigung zurückführen, die die kleinen grünen Männer des Vietkong dem gewaltigen Onkel Sam zugefügt hatten."
Mit großem Interesse las der hier rezensierende Cineast die Filmkritik Scholl-Latours zu dem vom Rezensenten bisher - in künstlerischer Hinsicht - als Meisterwerk betrachteten "The Deer Hunter" ("Die durch die Hölle gehen", mit Robert de Niro). Peter Scholl-Latour hat diesen Film wohl seinerzeit in Bangkok gesehen und rückte einiges zurecht, insbesondere was die - erfundene - Affinität der Vietnamesen zu Russischem Roulette betrifft. Russisches Roulette: Verständnis für Metaphern ist gefordert.
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| | Buch: | Koloß auf tönernen Füßen: Amerikas Spagat zwischen Nordkorea und Irak |
| Autor: | Peter Scholl-Latour, Ausgabe vom Nov. 2006, Broschiert, Verkaufsrang 116168 |
| Preis: | 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Während alle Welt gebannt auf Amerikas unheilvolle Verstrickung im Nahen und Mittleren Osten blickt, bahnen sich anderswo weltpolitische Konflikte an. Mit der ihm eigenen visionären Kraft richtet Peter Scholl-Latour seinen Blick nach Fernost, wo in naher Zukunft gigantische machtpolitische Kraftproben zu bewältigen sind. Sein Fazit: Der unaufhaltsame Aufstieg Chinas zur Weltmacht weist die USA schon jetzt in die Schranken. Zugleich droht eine gefährliche Überdehnung amerikanischer Macht durch die gleichzeitige Herausforderung durch den Irak und Nordkorea. Erneut gelingt es Scholl-Latour, persönliche Erfahrung, tiefes historisch-kulturelles Verständnis und eindringliche Erzählkraft zu verbinden, um aktuelle Schauplätze der Weltpolitik zu beleuchten.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 6 Bewertungen)
Leserkommentare:* Asymmetrische Kriege können nicht gewonnen werden (5 von 5 Punkten) meint T.R. aus Düsseldorf Wann immer Peter Scholl-Latour sich journalistisch ins Geschehen mischt, kommen scharfe Analysen, überraschende Erkenntnisse und mit humanistischem Bildungsgut unterfütterte, glasklare Argumentationen dabei heraus.
Im vorliegenden Buch steht der amerikanische "overstrech" im Mittelpunkt, der sich aus Amerikas Spagat - so der Untertitel des Buches - zwischen dem Irak und Nordkorea ergibt. Freilich wird hierbei die damalige amerikanische Administration Bushs in einem ersten Kapitel zur Genüge mit ihren Widersprüchen, unsäglichen Verblendungen und schamlosen Lügen angeprangert. Scholl-Latour spricht von einem Land mit imperialem Auftritt ohne imperiale Tugend. In den nächsten Kapiteln sucht der Autor die Orte, die Bush in seiner Achsen des Bösen vereint, zum wiederholten Male auf. Nordkorea wird dabei zwar zum ersten Mal besichtigt, der Autor kann aber auf seine Erfahrungen aus dem Korea Krieg, der immerhin schon über 50 Jahre zurückliegt, zurückgreifen und versteht es - wie immer - aus der historischen Differenz interpretatorisches Potenzial zu schlagen. Dies ist noch aufschlussreicher, als Scholl-Latour im dritten Kapitel erneut von Vietnam berichtet, wo die Schlacht von Dien Bien Phu in den Bergen des Nordens, mit der die Niederlage der Franzosen begann, sich zum 50. Mal jährt. Scholl-Latour erteilt in diesem Kapitel aufgrund der Erfahrungen von Vietnam und Korea eine Absage an jegliches imperiales Eingreifen in Konflikte. Die fernöstliche Erfahrung habe zur Genüge gezeigt, dass asymmetrische Kriege, wie man solche ungleichen Kriege seit Vietnam nennt, nicht gewonnen werden können. Das war in Vietnam so, ebenso in Korea, das war in Algerien so und das wird auch im Irak und in Afghanistan so sein. Afghanistan und der Irak sind bereits verloren. Die Anforderungen nach größeren Truppenkontingenten - so Scholl-Latour - sind bereits das untrügliche Zeichen für die bevorstehende Niederlage.
Nahezu rührend die Szene im Vietnam-Kapitel, als Scholl-Latour den mittlerweile 92-jährigen Heerführer der vietnamesischen Truppen General Vo Nguyen Giap trifft. Scholl-Latour macht aus seiner Bewunderung für den kleinen Mann, der durch seine Hartnäckigkeit, seine Strategie und seine Opferbereitschaft Frankreich in die Knie zwingt und auch gegen den Riesen der USA die bessere Strategie aufweist, auch wenn er parteipolitisch zu anderen Entscheidungen gezwungen wird und noch vor Ende des Krieges der Verantwortung enthoben wird, keinen Hehl. Weder Vo Nguyen Giap noch Scholl-Latour sprechen eine gemeinsame Sprache und so schreibt der Vietnamese sein Alter, 92, auf ein Blatt Papier und Scholl-Latour seines, 80 zu dem Zeitpunkt. Der Asiate subtrahiert dieses und kommt auf 12. Beide reichen sich die Hand und lachen sich an.
Das letzte Kapitel widmet sich dem Irak, dass unser 80-jähriger trotz der weitbekannten Gefahren unerschrocken aufsucht und bereist. Der Leser erfährt interessante Innensichten des biblischen Landes und wie gewohnt historische Aufrisse der Auseinandersetzungen zwischen Irak und Iran in den 80er Jahren, der historisch begründeten Differenz zwischen Sunniten und Schiiten, dem Kurdenproblem und so weiter. Die Krux, dass Amerika bei all seinen "Befriedungsprojekten" weltweit vorher bereits immer die dortigen Kriegsherren herangezüchtet hat, stimmt tatsächlich nachdenklich. Dies war bei Ho Chie Minh so, bei Hussein und auch bei Osama bin Laden. Bei Scholl-Latour heißt es, die US-Diplomatie züchtet im Zeichen von Meinungsfreiheit und Demokratie regelmäßig eine Art Frankenstein-Monster heran". Bushs manichäistische Aufteilung der Welt in Gut und Böse zerfällt vor solcher Dialektik.
Thomas Reuter
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| | Buch: | Allahs Schatten über Atatürk: Die Türkei in der Zerreißprobe: Die Türkei in der Zerreißprobe - Zwischen Kurdistan und Kosovo |
| Autor: | Peter Scholl-Latour, Ausgabe vom 1. Aug. 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 175873 |
| Preis: | 10,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Immer noch bereist das Journalisten-Urgestein Peter Scholl-Latour alle Winkel unserer Erde, um Material für seine Bücher zusammenzustellen. Diesmal war die Türkei sein Reiseziel, und in Allahs Schatten über Atatürk erklärt er die komplexe Situation dieses Landes. Die Türkei, das ist ein Land der Gegensätze: Kaum 10 Kilometer außerhalb der pulsierenden Metropole Ankara finden sich Ortschaften, die aus einer früheren Zeit zu stammen scheinen. Und dies ist nur ein äußerlicher Widerspruch in einem Staat, der auch innerlich stellenweise bis zum Zerreißen angespannt ist. Mehr oder weniger fundamentalistische Islamisten gehen gegen den säkularen Staat vor, gemeinsam ist allen nationalistischen Türken ihr Unverständnis gegenüber der Situation der Kurden - das alles sind Aspekte eines Landes, die sich nicht in einfachen Schwarzweißmustern erläutern lassen, aber dringend erklärungsbedürftig sind. Denn die Türkei strebt in die Europäische Union, und es ist wichtig, ihre innere Situation zu verstehen. Scholl-Latour widmet jedem Problemkreis der Türkei ein Kapitel, namentlich den Islamisten, den Kurden, den in Deutschland lebenden Türken, der Glaubensgemeinschaft der Aleviten und dem Kosovo, der historisch eng mit der Türkei verbunden ist. Sein Buch ist eine wichtige Informationsquelle, die die modernen türkischen Entwicklungslinien wie das neuerwachte Nationalbewußtsein aufzeigt. Scholl-Latour liefert aber keine reine Faktensammlung, sondern vielmehr einen mit Informationen gespickten Reisebericht. Er sprach mit einfachen Bürgern vor Ort ebenso wie mit Politikern. Dadurch entsteht ein lebendiges Bild der heutigen Türkei, das aber auch die zum Verständnis nötigen historischen Tatbestände beinhaltet. Trotz aller Gegensätze und Schwierigkeiten entpuppt sich die Türkei als ein faszinierendes Land an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien, zwischen Orient und Okzident. -Joachim Hohwieler
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 11 Bewertungen)
Leserkommentare:* Superbuch (5 von 5 Punkten) meint J.W. aus Langenhagen wie alles was ich bisher von Peter Scholl-Latour gelesen habe ist auch dieses Buch ein Musterbeispiel an Vermittlung von kompliziertem politisch-religiösem Wissen eines fremden Landes , diesmal der Türkei - in einer unachahmlichen Form , so dass es jeder versteht ! Er ist und bleibt einer meiner Lieblingsautoren !
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