Petra Durst-Benning, Ausgabe vom 1. Febr. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 237805
Aus der Amazon.de-Redaktion Hallo!? Kennen wir die Dame nicht, die da mit ihrer missgelaunten Tochter im Schlepptau an einem kalten Januartag des Jahres 1871 im noblen Baden-Baden auftaucht? Natürlich, Hannah Kerner, Die Samenhändlerin, die im Januar 2005 auf literarisch erfolgsträchtige Verkaufstour ging. Einen passenderen Ort hätte sie sich gar nicht aussuchen können. Nach dem Krieg mit Frankreich sehnt man sich in dem Kurort wieder nach blühenden Parkanlagen. Ganz Geschäftsfrau, will Hannah auf ihrem Verkaufstrip gleich noch Tochter Flora als Nachfolgerin im Samenhandel heranziehen. Doch die ätherisch getönte junge Dame hat anderes im Sinn. Flora, nomen est omen, pflegt eine quasi magische Beziehung zu allem Blühenden. Als die Mutter ihrer Tochter zu allem Überdruss auch noch ein antiquarisches Buch mit dem geheimnisvoll raunenden Titel "Die Sprache der Blumen" vermacht, ist Flora für den Samenhandel endgültig verloren. Lasst Blumen sprechen, lautet die tönende Botschaft des Buches. Neben ihrem schon notorischen Faible für poesieträchtige, ausgestorbene Frauenberufe, huldigt Petra Durst-Benning einer weiteren Obsession: Ihren tief verwurzelten Glauben an die Heilkräfte der Kräuter, den die Autorin in tiermedizinischen Artikeln propagiert, macht sie zum Leitmotiv ihres Romans. Lange nach dem Trip in die Kurstadt trifft bei der Samenhändlerfamily im schwäbischen Gönningen (tatsächlich eine alte Samenhandelsgemeinde, wie das schlaue Internet verrät), ein schicksalhafter Brief ein. Friedrich Sonnenschein, eine Baden-Badener Zufallsbekanntschaft und Flora damals heimlich zugeneigt, lädt die Blütenfrau ein, im Blumengeschäft seines kranken Vaters eine Lehre zu machen. Liebe und Leid, Saus und Braus, Aufstieg und Niedergang, stehen vor der Kulisse der Bäderstadt nun nichts mehr im Wege. Petra Durst-Benning, die ihr jüngstes Werk stilvoll im historischen Kurhaus zu Baden-Baden präsentieren wird, besitzt ganz eindeutig ein Händchen für geistige Fluchtorte in kalten Hartz-Tagen. Selbst stärkeren Tobak gewohnte Gemüter (wie den Rezensenten) verblüfft die Anziehungskraft, die ihre doch eher schlicht gestrickten Romantik-Plots ausüben. Fast schon eskapistisch behaglich aalt man sich in Baden-Badens neu erwachter Blütezeit, durchwandert mit russischen Adligen edle Parkanlagen und orakelt fröhlich in "Floras Blumen-ABC", einem esoterischen Blumenhoroskop, mit dem die Heldin (nicht nur) die Kundschaft der Kurstadt aufmischt. Erstaunlich ätherische Wirkung! ?Ravi Unger 1
Buch:
Die Samenhändlerin
Autor:
Petra Durst-Benning, Ausgabe vom 1. Mai 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 74724
Die Samenhändlerin Die deutsche Autorin Petra Durst-Benning hat sich vor allem mit historischen Frauenbüchern einen Namen gemacht, deren mutige und starke Protagonistinnen in heute antiquiert wirkenden Berufsfeldern ihr Leben bestreiten und dabei nicht selten auf einem tragisch-steinigen Lebenswegen hart für eine glückliche Zukunft kämpfen müssen: Titel von Romanen wie Die Glasbläserin, Die Salzbaronin oder Die Zuckerbäckerin belegen diesen Trend. Die Samenhändlerin fügt sich nahtlos in die Reihe ein. Nach Schwäbisch-Hall und Lauscha hat sich Durst-Benning nun ihrer ursprünglichen Heimat, die Region um Württemberg zugewandt, um vor geschichtlicher Kulisse das von Neid, Hass und Eifersucht geprägte Schicksal zweier Frauen im Dorf Gönningen am Fuß der Schwäbischen Alb um 1850 zu beschreiben. Hierhin verschlägt es die junge Hannah Brettschneider aus Nürnberg auf der Suche nach dem wohlhabenden Händlersohn Helmut, dem Vater ihres ungeborenen Kindes. Gönningen lebt vom Handel mit Blumen- und Gemüsesamen, und die zauberhafte Atmosphäre der Gegend zieht Hannah schnell in ihren Bann. Dann taucht Helmut auf, der inzwischen mit der schönen Seraphine verbandelt ist. Zwischen den beiden Frauen entbrennt ein erbitterter Kampf um ihr vermeintliches Lebensglück. Die Samenhändlerin beweist aufs Schönste, dass man auch nach mehreren Büchern das immer ähnliche Schema mit immer neuen, regional wie zeitgeschichtlich verschiedenen Inhalten füllen kann. Wer spannende Geschichten - und atmosphärisch dichte Geschichte "von unten" - lesen und bei guter Unterhaltung auch noch etwas lernen will, ist mit Die Samenhändlerin bestens bedient. -Isa Gerck
Buch:
Antonias Wille
Autor:
Petra Durst-Benning, Ausgabe vom 1. Febr. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 48186
Product Description In der wildromantischen Landschaft des südlichen Schwarzwalds erfüllt sich auf dramatische Weise das Schicksal zweier ungewöhnlicher Frauen. Die junge Julie erhält von einer entfernten Verwandten einen wunderschönen alten Berghof geschenkt. Doch es gibt eine Bedingung Julie soll herausfinden, warum das Haus - einstmals das einzige Hotel weit und breit - seinen Zauber verlor und in einen Dornröschenschlaf fiel. Julie, die sich auf den ersten Blick in den Berghof verliebt hat, beginnt in alten Tagebüchern zu stöbern und taucht ein in eine Welt aus Leidenschaft, Eifersucht und tödlicher Liebe.
Buch:
Die Salzbaronin
Autor:
Petra Durst-Benning, Ausgabe vom 1. März 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 79414