Die intellektuelle Biographie eines Philosophen, der wie kaum ein zweiterweit über die akademischen Grenzen hinaus wirksam war und ist - als feinhörigerInterpret der Tradition, Seismograph der Moderne in all Ihren Facetten,entschiedener Rhetoriker und veritabler "Psycholog". Rüdiger Safranskiverfolgt den Denk- und Lebensweg dieses Autors und zieht die Bilanz seinerWirkungen. Bildlegende "Wer überhaupt das Denken für eine Angelegenheitdes Lebens hält - was heutzutage nicht selbstverständlich ist -, wird umNietzsche nicht herumkommen und nicht mit ihm fertig werden können." RüdigerSafranski Rüdiger Safranksi, geboren 1945, lebt als Autor und Privatgelehrterin Berlin. Er wurde mit dem Friedrich-Märker-Preis, dem Ernst-Robert-Curtius-Preisfür Essayistik und dem Friedrich-Nietzsche-Preis ausgezeichnet. Am Anfang der Biografie Friedrich Nietzsches steht der Versuch, dem eigenen Leben auf die Schliche zu kommen. Zwischen 1858 und 1868 entstanden neun autobiografische Skizzen, mit denen der "Abenteurer und Weltumsegler der inneren Welt" die eigene Existenz ergründen wollte. Ein unglückliches Unterfangen, schreibt Rüdiger Safranski in seinem neuen Buch, da "er sich dennoch ein Geheimnis" und terra incognita geblieben sei. In Nietzsche. Biographie seines Denkens nun hat der 55-jährige Essayist, der bereits durch Bücher zu E. T. A. Hoffmann (1984), Schopenhauer (1987) und Heidegger (1994) glänzte, das sprachliche Abenteuer gewagt, dem Lebensweg von Nietzsches Philosophie nachzuspüren. Mit Exkursen etwa auf Wagner, Hegel, Stirner oder Eduard von Hartmann entdeckt er den denkerischen Entwicklungsgang des "Luft-Schifffahrer des Geistes" und erschließt dem Leser so einen Panoramablick auf Nietzsches philosophische Welt. Abgerundet wird die gut lesbare Einführung durch ein Kapitel zur Rezeption des Philosophen, die rechtzeitig zum Nietzsche-Jahr mit Büchern wie Nietzsche und der Faschismus von Bernhard Taureck, Nietzsche in Weimar von Manfred Riedel oder Nietzsche und die Deutschen von Steven E. Aschheim bereits recht unterschiedlich - und zumeist weniger differenziert - aufbereitet wurde. "Das ganze Leben wäre möglich, ohne dass es sich gleichsam im Spiegel sähe", heisst es einmal bei Nietzsche, "wie ja thatsächlich auch jetzt noch bei uns der bei weitem überwiegende Theil dieses Lebens sich ohne diese Spiegelung abspielt." Safranski ist es geglückt, der inneren Welt des Philosophen reflektierend den Spiegel vorzuhalten. Seinem Leser jedenfalls hat er das Gefühl geschenkt, mit dem rätselhaften Philosophen etwas vertrauter geworden zu sein.-Thomas Köster
Buch:
Friedrich Schiller: oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus
Autor:
Rüdiger Safranski, Ausgabe vom 1. Juli 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 84507
Aus der Amazon.de-Redaktion Zum 200. Mal jährt sich 2005 der Todestag Friedrich Schillers. Grund genug für eine ganze Schar von Autoren, sich noch einmal über die Lebens- und Werksgeschichte dieses großen Dichters zu beugen. Manches lesenswerte Buch ist dabei herausgekommen. Doch wenn wir ganz persönlich einem Freund nur eines davon zur Lektüre empfehlen sollten, das wir für ganz besonders gelungen hielten: Es wäre ganz sicher Schiller oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus aus der Werkstatt des großen Biographen Rüdiger Safranski! Bereits durch seine hochgelobten Arbeiten über Heidegger, Schopenhauer und Nietzsche hat Safranski bewiesen, dass er in der Biographie seine literarische Bestimmung gefunden hat. Sein Schiller-Porträt steht den vorgenannten Büchern des Autors in nichts nach. Wer Friedrich Schiller, dem großen deutschen Klassiker und dem von ihm maßgeblich mitgeschriebenen Kapitel der Geistesgeschichte, dem Deutschen Idealismus, auch nur das Geringste abgewinnen kann, sollte sich die erhellende und erbauliche, ja: mitreißende Lektüre auf keinen Fall entgehen lassen. "Mit Schiller", schreibt Safranski an einer Stelle (und wir fügen an: mit dieser schönen Biographie), "gelangt man in das (?) Schattenreich der Vergangenheit: in das unvergeßliche goldene Zeitalter des deutschen Geistes. Es sind Wunderjahre, die einem helfen, den Sinn für die wirklich wichtigen, für die geistvollen Dinge des Lebens zu bewahren." -Andreas Vierecke 1
Buch:
Wieviel Wahrheit braucht der Mensch?: Über das Denkbare und das Lebbare - (Philosophie)
Autor:
Rüdiger Safranski, Ausgabe vom 11. Febr. 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 76848
Product Description "In einem berühmten chinesischen Märchen verschwindet der Maler in seinemeigenen Bild. Das ist die Utopie der Wahrheit. Übereinstimmung mit sichund der Welt. Um dieser Utopie willen haben Rousseau, Kleist und Nietzscheabenteuerliche Wahrheitsexpeditionen unternommen Dreimal die Wahrheitdes Ich gegen den Rest der Welt; dreimal führt die Suche nach Wahrheitin die selbstgemachten Bilder und in die Bereitschaft zur Gewalt gegeneine Wirklichkeit, die sich den Bildern widersetzt."
Buch:
Ein Meister aus Deutschland: Heidegger und seine Zeit
Autor:
Rüdiger Safranski, Ausgabe vom 11. Nov. 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 51977
Product Description "Hier schreibt einer über Heidegger ohne Zorn und ohne schülerhafte Demut,mit einer soliden Distanz die also schweigt, wo es nur Vermutungen gäbe,die kritisiert, ohne zu denunzieren, die ironisiert, ohne zu lästern, undbreitet hin und wieder die Arme aus und sagt So ist es eben." DieZeit
Buch:
Das Böse: Oder Das Drama der Freiheit
Autor:
Rüdiger Safranski, Ausgabe vom 1. Febr. 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 51992
Product Description Wer vom Bösen spricht, muß sich auf die theologische und philosophischeTradition dieses Begriffs einlassen. Wenn das Böse denn als Begriff firmierendarf und nicht viel eher als Deckwort zu gelten hat für die nicht zu sistierendeFrage nach der Natur des Menschen. Denn die Möglichkeit des Bösen verweistauf den Abgrund der menschlichen Freiheit. Safranski zeigt in seinem Buch,daß nicht der Teufel bemüht werden muß, um das Böse als Drama der menschlichenFreiheit zu verstehen. Sein Buch bahnt sich einen Weg durchs Dickicht derAuseinandersetzungen mit dem Bösen Ein Weg, der von den großen biblischenMythen seinen Ausgang nimmt, zentrale Positionen des theologischen, philosophischenund ästhetischen Umgangs mit dem Bösen vor Augen führt und bis zur Konfrontationmit dem Bösen nationalsozialistischer Vernichtungspolitik reicht.
Buch:
Schopenhauer und Die wilden Jahre der Philosophie
Autor:
Rüdiger Safranski, Ausgabe vom 19. Juli 2001, Broschiert, Verkaufsrang 28718
Product Description "Dieses Buch blickt zurück auf eine versunkene Welt, als die Philosophienoch einmal, zum letzten Mal vielleicht, in prächtiger Blüte stand. Die"wilden Jahre der Philosophie" Kant, Fichte, Schelling, die Philosophieder Romantik, Hegel, Feuerbach, der junge Marx. So erregend und erregtwar eigentlich noch nie gedacht worden. Schopenhauer kommt aus den "wildenJahren der Philosophie" und ist doch aufs erbittertste mit ihnen verfeindet.... Er steht quer zu seiner Zeit. Nicht die Kunst des Machens beseeltihn, sondern die Kunst des Nachlassens eine ergreifende Philosophie derHandlungshemmung entwirft dieser "rationalste Philosoph des Irrationalen"Thomas Mann." Rüdiger Safranski
Buch:
E - T - A - Hoffmann: Das Leben eines skeptischen Phantasten
Autor:
Rüdiger Safranski, Ausgabe vom 17. Aug. 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 120965
E.T.A. Hoffmann war Beamter des preussischen Staates, Kapellmeister in Bamberg und Dresden, ehe er in Berlin zum erfolgreichen Schriftsteller und einflussreichen Juristen avancierte. Rüdige Safranski beschränkt sich in seiner Biographie nicht auf Leben und Werk E.T.A. Hoffmanns, sondern er erzählt zugleich von der ganzen Epoche mit ihren literarischen Salons und den politischen Wirren in Preussen.
"Es kann aber auch seyn, sprach der Student Anselmus zu sich selbst, dass der superfeine starke Magenliqueur, den ich bey dem Monsieur Conradi etwas begierig genossen, alle die tollen Phantasmata geschaffen, die mich vor der Hausthüre des Archivarius Lindhorst ängstigten." (Der goldene Topf) In Königsberg wird am 24. Januar 1776 Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann geboren. Jahre später wird er aus Bewunderung für den großen Komponisten seinen dritten Namen durch "Amadeus" ersetzen. Es schließt sich auf wundersame Weise der Kreis, als der französische Komponist Jacques Offenbach die Oper Hoffmanns Erzählungen komponiert, die mehrere Geschichten Hoffmanns als Vorlage nutzt und den Autor selbst als Hauptfigur auf die Bühne bringt. Auch E.T.A. Hoffmann ist Theaterkomponist. Musiklehrer. Zeichner. Kammergerichtsrat. Sein wahres Talent zeigt sich aber in der Dichtung. Er wächst auf in der Blüte der Romantik: "Wir konstruieren die Welt aus den Formen unseres Geistes". Auch Hoffmann kehrt sich ab vom Rationalismus, dem bürgerlichen Alltag, findet Zuflucht in Phantasie und Wunder, irgendwo zwischen märchenhafter "Gothic Novel" (Der goldene Topf, 1814) und bizarren Phantasmata (Die Elixiere des Teufels, 1815). Sie prägen seine Erzählungen, machen ihn zum bis heute bekanntesten und einflussreichsten deutschsprachigen Erzähler des Phantastischen. "Grusel-Romancier" nennen ihn die Kritiker, "Klassiker der Schauerliteratur" die Fans. In seiner wohl unheimlichsten Erzählung, "Der Sandmann" aus Nachtstücke (1817) lässt Hoffmann die schöne, aber mechanische Olympia von einem Uhrwerk getrieben tanzen und singen - es ist eine der ersten Robotergeschichten der SF. Hoffmann selbst weiß schon früh um seine Berufung. So schreibt er 1776 einem Freund: "Noch nie war mein Herz fürs Gute empfänglicher, und höhere Gefühle schwellten noch nie meine Brust mehr empor... Platte Geister haben keinen Sinn für höchste Anspannung und nennen es Abspannung... das Mottengeschmeiß, was mich zuweilen umgibt, hält mich für dumm..., indessen noch nie warf ich meine Perlen vor die Säue, und ich fühle, dass ich einigen Wert habe." Trotzdem: Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes angelangt, von Freunden und Bewunderern als Wunderkind geschätzt, fragt er sich, ob das wirklich alles gewesen sein sollte. Denn Hoffmann bemerkt bald, dass die Bewunderung, "die man ihm zollte, so dünn und kraftlos ist, wie der Tee, der bei diesen Geselligkeiten gereicht zu werden pflegt", schreibt Rüdiger Safranski in seiner eindrucksvollen Biographie, für die er dementsprechend auch den Untertitel Das Leben eines skeptischen Phantasten gewählt hat. Safranski geht mit analytischer Akribie dem wechselvollen Leben und Wirken Hoffmanns auf den Grund. Er schildert die Geburt, die Scheidung der Eltern, die Jugendjahre bei Mutter und Großmutter, das juristische Examen und die Arbeit als Regierungsrat in Posen. Er beschreibt die Hochzeit mit Maria Thekla Michaeline Rorer-Trzcinska, die Strafversetzung nach Plock/Weichsel (wegen Karikaturen "auf die Stützen der städtischen Gesellschaft"), die nachfolgende Arbeitslosigkeit und die Tätigkeit als Kapellmeister, als Kritiker der "Allgemeinen Musikalischen Zeitung", Theaterkomponist und Musiklehrer. Einfühlsam nähert sich Safranski Hoffmanns Liebe zur Gesangsschülerin Julia Mark und der Katastrophe, in der die Leidenschaft beider mündet. Er notiert die ersten Gehversuche Hoffmanns in der Literatur, die Verschärfung des innenpolitischen Klimas und die daraus erwachsenden Schwierigkeiten, die Hoffmann und seine Dichtung bis zum Tod 1822 begleiten. Wem die Lektüre über 534 Seiten zu analytisch ist: die Biographie von Safranski gibt es auch als gekürztes Audiobook mit 2 Kassetten oder 3 CDs. -Marcel Feige
Product Description Eine deutsche Affäre Erscheinungsjahr: 2009 Ungek. Ausg. Einsteiger/Laien Gewicht: 407 gr / Abmessungen: 190 mm x 125 mm Von Safranski, Rüdiger Die Romantik ist eine der zentralen Bewegungen der Geistesgeschichte, besonders der deutschen. Rüdiger Safranski zeichnet ihre Geschichte in seinem hochgelobten Buch nach, analysiert ihre Bedeutung, erzählt von Tieck, Novalis, Fichte, Schelling, Schleiermacher oder Dorothea Veit, und zeigt, wie die Romantik auch heute nichts von ihrer Faszination verloren hat.