Bürger contra Staat Am 15. September 2008 ging die US-Bank "Lehman Brothers" Pleite. Dadurch spitzte sich die größte Finanzkrise seit dem Schwarzen Freitag 1929 dramatisch zu. Das Vertrauen war dahin, und die Banken liehen sich gegenseitig kein Geld mehr. Folglich erwischte es als nächstes jene Institute, die langfristige Kredite vergeben und diese kurzfristig finanziert hatten. "Wir stecken mitten in der ersten großen Krise des globalen Kapitalismus", resümiert Rainer Hank in seiner aktuellen Analyse zur wirtschaftlichen Lage. Wer glaubt, Hank verteufelt Kapitalismus und Marktwirtschaft in Bausch und Bogen, liegt aber falsch. Vielmehr rechtfertigt nach Überzeugung des Autors selbst die größte Krise nicht, an den Mechanismen und am Erfolg des Marktes zu zweifeln. Seiner Meinung nach gäbe es ohne Kapitalismus mehr Armut, und Spekulation fördere den technischen Fortschritt. Selbst die menschliche Gier verdammt der Wirtschaftsjournalist nicht pauschal, sondern sieht in ihr auch eine Triebfeder im Marktgeschehen. Weltpolitisch wird sich laut Hank durch die voranschreitende Globalisierung die Macht stärker verteilen, wobei Marktwirtschaft nicht automatisch zu demokratischen Strukturen führen müsse. Was die USA betrifft, erklärt Hank, inwiefern Präsident Barack Obama an den New Deal von Franklin D. Roosevelt anknüpft. Zudem warnt der Autor auch davor, der jungen Generation zu viel Schulden aufzubürden. Wo konkret gespart werden kann oder wie Milliarden zurückbezahlt werden sollen, bleibt einmal mehr offen. Hanks Analyse ist gründlich und grundlegend. Schlag auf Schlag beginnt der Frankfurter, gerät dann aber auch ins Plaudern und Philosophieren, sogar Robinson Crusoe wird bemüht. Da Hank Spekulationsblasen für "systemimmanente Unfälle des Kapitalismus" hält, sieht er selbst dem nächsten Crash gelassen entgegen, wobei Hank zufolge "die Krisen von morgen heute noch niemand kennt". So zeigt sich das Buch des wirtschaftsliberalen Autors auch in diesem Punkt durchdrungen vom Glauben an die Kraft des Marktes. Alleine der reißerische Titel und Untertitel seines Werks passen eigentlich gar nicht zu dieser standhaften Einstellung. ? Herwig Slezak
Buch:
Erklär mir die Welt - Was Sie immer schon über Wirtschaft wissen wollten
Autor:
Rainer Hank, Ausgabe vom 1. März 2008, Gebunden, Verkaufsrang 151400
Der Sonntagsökonom: Geschichten aus dem prallen Leben
Ausgabe vom 2. April 2007, Gebunden, Verkaufsrang 605190
Buch:
Bubenstücke - Vom Unsinn in der Wirtschaftspolitik
Autor:
Hans D. Barbier, Rainer Hank, Ausgabe vom 14. Dez. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 1029602
Buch:
Das Ende der Gleichheit
Autor:
Rainer Hank, Ausgabe vom 2000, Gebunden, Verkaufsrang 762055
Aus der Amazon.de-Redaktion "Den hässlichen Amerikaner gibt es immer noch. Aber heute ist er so, wie der Rest der Welt gerne wäre." So brachte es Josef Joffe 1997 in einem Special der New York Times über das Bild der Vereinigten Staaten in der Welt auf den Punkt. Und in Ehrfurcht vor dem transatlantischen Wachstums- und Beschäftigungswunder haben inzwischen selbst die einstigen Sprachrohre des Antiamerikanismus und Linksliberalismus wie Der Spiegel und Die Zeit in ungewohnter Eintracht mit Olaf Henkel und Konsorten ihr Faible für den American way of business entdeckt. Vorbei sind die Zeiten, in denen das Bekenntnis zum "Kapitalismus pur" als unanständig galt. Ein schlagenden Beweis liefert der Wirtschaftsressortleiter des Berliner Tagesspiegel. Unter dem provokanten Titel Das Ende der Gleichheit macht Rainer Hank in schonungslosem Affront gegen die Gralshüter des deutschen Sozialstaates von Oskar Lafontaine bis Heiner Geißler keinen Hehl aus seiner Sympathie für die amerikanische Spielart des Kapitalismus und bricht eine Lanze für den als Perversion der Marktwirtschaft gescholtenen Manchester-Liberalismus - "und zwar aus moralischen und sozialen Gründen". Verglichen nämlich mit der Ungleichheit, die hierzulande aus der längst akzeptierten Teilung der Erwerbsbevölkerung in Beschäftigte und Arbeitslose erwachsen sei, hält er die aus dem radikalen Wettbewerbsmodell resultierende "Spreizung der Einkommen und Lebenslagen" für ungleich humaner. "Dessen Verteilung von Ungleichheit gehorcht den Regeln der Fairness und honoriert Bildung, Fähigkeiten und Wissen." Hank will eingreifen in die aktuelle Kapitalismusdebatte, die mit den Büchern von John Gray: Die falsche Verheißung. Der globale Kapitalismus und seine Folgen, Edward Luttwak: Turbo-Kapitalismus. Gewinner und Verlierer der Globalisierung und Ottfried Höffe: Demokratie im Zeitalter der Globalisierung einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Trotz seiner betont radikalen Attitüde beweist er dabei durchaus analytische Kompetenz: etwa beim Vergleich der verschiedenen kapitalistischen Modelle oder bei der Betrachtung des einst von Konservativen wie Margaret Thatcher und Ronald Reagan eingeleiteten fundamentalen Paradigmenwechsels zu mehr Markt und Wettbewerb, dem nun Sozialdemokraten von Tony Blair bis Gerhard Schröder endgültig zum Durchbruch zu verhelfen trachten.-Roland Detsch 1
Buch:
Kontrakt für die Zukunft - Was mich bewegt
Autor:
Klaus Murmann, Rainer Hank, Rolf Dietrich Schwartz, Ausgabe vom Juli 2000, Gebunden, Verkaufsrang 3306803
Buch:
Studieren in Deutschland - Zulassungsbedingungen, Studiensituation, Karriereaussichten
Autor:
Axel Schnorbus, Rainer Hank, Ausgabe vom Febr. 1996, Broschiert,
Buch:
15 - Sinclair-Haus-Gespräch: Kapitalismus ohne Moral? Ethische Grundlagen einer globalen Wirtschaft
Autor:
Wolfgang R Assmann, Hans von der Goltz, Rainer Hank, Ausgabe vom 1. Febr. 2001, Broschiert, Verkaufsrang 2271965
Product Description Das Buch ist in Ordnung
Buch:
Arbeit - Die Religion des 20 - Jahrhunderts - Auf dem Weg in die Gesellschaft der Selbständigen
Autor:
Rainer Hank, Ausgabe vom Nov. 1996, Taschenbuch, Verkaufsrang 1330560
Buch:
Studieren in Deutschland - Zulassungsbedingungen, Studiensituation, Karriereaussichten
Autor:
Axel Schnorbus, Rainer Hank, Ausgabe vom 1990, Broschiert,