Aus der Amazon.de-Redaktion Wie kommt das Salz ins Meer? Warum fallen wir nicht von der Erde? Was passiert, wenn ein Stern explodiert? Wie misst man den Umfang der Erde? Wer hat den ersten Dinosaurier gefunden? Woraus besteht die "Bettdecke? der Erde? Woher kommt der Mensch? ? Das sind nur einige der Fragen rund ums Weltall, die Erde und das Leben, die Bill Bryson in diesem Buch beantwortet. Das macht er mit jeder Menge Spaß und vielen spannenden Geschichten. Sie handeln von Atomen, Asteroiden und Aliens, aber auch von den Menschen, die sich seit Jahrtausenden bemühen, diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Eine kurze Geschichte von fast allem ist längst ein Weltbestseller, und das hat viele Gründe: Bryson schreibt humorvoll statt nüchtern, persönlich statt abstrakt, charmant statt hölzern, anschaulich statt hochgestochen. Und nicht zufällig beginnt sein Buch mit einem Kindheitserlebnis: Wissenschaftliche Neugier treibt schließlich jedes Kind um, das sich fragt, woher man weiß, dass die Erde innen flüssig ist, und ob es wohl irgendwo im All Außerirdische gibt. Jetzt können endlich auch junge LeserInnen ab zehn Jahren in ihrem eigenen "Bryson? schmökern. Dafür wurde die "Erwachsenenausgabe? zum einen hervorragend gekürzt ? man vermisst kaum Informationen, sogar wenn man beide Ausgaben nebeneinander liest ? und zum anderen herrlich illustriert. Jede Doppelseite bildet nun eine gut strukturierte, übersichtliche inhaltliche Einheit. Brysons Humor wird dabei durch die Illustrationen und Fotos wunderbar unterstützt. Aber vor allem machen die Bilder die Informationen (vor allem die sehr abstrakten) noch anschaulicher und damit verständlicher. Und sie geben zahlreiche "versteckte? Informationen (zum Beispiel zur Epoche, in der ein Forscher gelebt hat), auf die man ansonsten viel Text verwenden müsste. Das klingt nicht nur gut, es ist schlichtweg DIE ideale Lösung für ein populärwissenschaftliches Buch: Text und Bild ergänzen sich, lassen einen staunen, lachen und verstehen. Deshalb sollten nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene, die sich für "fast alles? interessieren, zu dieser Ausgabe des Bestsellers greifen. Denn warum sollte man darauf verzichten, Informationen in der bestmöglichen Form präsentiert zu bekommen, nur weil man kein Kind mehr ist? - Gabi Neumayer
Buch:
Scheiße sagt man nicht!: Die 100 (un)beliebtesten Elternregeln
Autor:
Ralph Caspers, Daniel Westland, Ausgabe vom 1. Dez. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 149001
Scheiße sagt man nicht! Das Wissen macht Ah!-Lexikon Vor gar nicht allzu langer Zeit, berichtet der notorische Klugscheißer Ralph Caspers (Wissen macht Ah!. Klugscheißen leicht gemacht) in seinem Buch Scheiße sagt man nicht!, da saß er mit ein paar seiner Bekannten zusammen und fasste einen Plan. "Wäre es nicht schön", sagte sich Caspers, "diese bösen Elternregeln zu untersuchen, mit denen wir jahrelang gequält worden sind, und sie als das zu entlarven, was sie in Wahrheit sind - aus der Luft gegriffene, haltlose Behauptungen, die nur zum Ziel haben, uns zu gängeln und zu malträtieren, damit das bestehende Machtverhältnis zwischen Eltern und Kindern unangetastet bleibt?" Ja, denkt man sich als (kinderloser) Leser. Das wäre schön. Caspers machte sich ans Werk. Dumm nur, dass sich nicht alle Regeln als derart haltlos erwiesen, wie er es sich erhoffte. Deshalb hat der Moderator und Autor in seinem Buch die Top 100 der Verhaltensregeln seiner (und eigentlich so ziemlich aller) Eltern in drei Kategorien - stimmt, stimmt nicht, stimmt nicht so ganz - aufgeteilt, die er in kurzen Passagen von zumeist nicht mehr als zwei Seiten unter die Lupe nimmt. Darunter finden sich echte Klassiker, etwa der, dass man vom Fernsehen eckige Augen bekommt (stimmt nicht), jeden Tag duschen sollte (stimmt nicht so ganz) oder die lieben Kleinen bei Schluckauf erschrecken müsse (stimmt). Andere hat man vielleicht noch nie gehört, "Zahnpasta hilft gegen Pickel" etwa. Aber es kann ja nicht schaden, als Kind auch gegen so etwas gewappnet zu sein oder es, als Eltern eben, in den aktiven Regelkanon aufzunehmen: zumindest, wenn es zur Kategorie "stimmt" gehört oder doch zumindest pädagogisch wertvoll ist. Das Beste an Scheiße sagt man nicht! ist aber gar nicht, dass man zum Teil Überraschendes über all jene Elternregeln erfährt, mit denen man selbst aufgewachsen ist und die einem immer noch im Kopf herumspuken ("Nicht mit nassen Haaren nach draußen gehen, du erkältest dich!"). Das Beste ist, wie originell und witzig Caspers sein Wissen aufbereitet - so zum Beispiel mit dem Vorurteil, dass Möhrenessen gute Augen macht. Im Gegenteil, lässt uns Caspers wissen: zu viel Vitamin A, wie es in der Leber gespeichert wird, ist sogar gefährlich! "Es sind Fälle von Eskimos bekannt, die nach dem Verzehr von zu viel Eisbärenleber Vergiftungserscheinungen zeigten. Aber ich muss sagen: Als ich ein Kind war, gab es nur ganz, ganz selten, eigentlich nie Eisbärenleber. Und das ist dann ungefährlich solange die Beilage nicht auch noch Karotten sind." So etwas zu lesen macht richtig Spaß. - Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
Buch:
Wissen macht Ah!: Klugscheissen mit Shary und Ralph: Klugscheißen leicht gemacht
Autor:
Ralph Caspers, Ausgabe vom 1. Sept. 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 110085