Aus der Amazon.de-Redaktion Der Judenmord war nicht das Werk Einzelner. Er wurde von einer hochgradig arbeitsteiligen und bürokratisch organisierten Gesellschaft in die Wege geleitet und verwirklicht; von einer Gesellschaft, die die technischen Mittel dazu hatte und den Willen, sie zu nutzen. Auf dieser Gesellschaftsanalyse basiert das wohl gewichtigste Werk der Schwarzen Reihe: Raul Hilbergs Die Vernichtung der europäischen Juden. In guter bürokratischer Tradition stand am Beginn des Vernichtungsprozesses die amtliche Definition dessen, was vernichtet werden sollte: das Judentum. Nachdem das Reichsinnenministerium dieses Problem zufrieden stellend gelöst hatte, konnte die systematische Entrechtung und Enteignung der Juden beginnen. Weitere Stufen folgten: die Konzentration der Juden in Ghettos, die Operationen der mobilen Tötungseinheiten, die Deportationen aus den besetzten Gebieten und schließlich die Errichtung spezieller Vernichtungszentren. Hinter dieser höchst effizienten Maschinerie verbarg sich ein ganzes Heer von Namenlosen, deren funktionale Hingabe diesen Genozid erst möglich gemacht haben. Es waren "gewöhnliche" Bürokraten, Reichsbahner, Polizisten und Soldaten, die diese Maschinerie in Gang hielten, und ihre Befehle kamen von subalternen Vorgesetzten, die den "Führerwillen" gewissenhaft vollstreckten. "Töten ist nicht mehr so schwer wie in früheren Zeiten." - Es ist dieser Satz Raul Hilbergs, der sich ins Gedächtnis eingräbt. Er ist Fazit und Mahnung zugleich. Der technische Fortschritt machte den Holocaust erst möglich, und es ist dieser Fortschritt, der das Vernichtungspotenzial seitdem immer weiter perfektioniert und ausgebaut hat. Der Verwaltungsbeamte früherer Tage hatte nicht die Werkzeuge, eine ganzes Volks auszulöschen. Der Bürokrat von morgen wird diese Probleme nicht haben, er ist bereits heute besser ausgerüstet als die Nazis jemals waren. -Stephan Fingerle
Buch:
Die Quellen des Holocaust: Entschlüsseln und Interpretieren
Autor:
Raul Hilberg, Ausgabe vom 16. Januar 2009, Broschiert, Verkaufsrang 244723
Die Quellen des Holocaust Das Interesse am Holocaust ist immer noch ungebrochen. Historikern wie Raul Hilberg ist es zu verdanken, dass dieses singuläre Verbrechen längst nicht mehr "unbegreiflich" ist. Man weiß heute sehr genau, wie sich die Verfolgung der Juden in den 30er- und 40er-Jahren bis zum Massenmord radikalisierte, wer die Mörder waren und warum sie ihre Taten begingen. Woher dieses Wissen stammt, zeigt Hilberg in seinem neuen Buch über Die Quellen des Holocaust. Es stellt gleichsam die Krönung eines langen Wissenschaftlerlebens dar. In den letzten Jahrzehnten hat sich Hilberg, einer der Pioniere der Holocaust-Forschung, vor allem mit den Ereignissen selbst befasst - in seinem Standardwerk Die Vernichtung der europäischen Juden etwa oder in dem Buch Täter, Opfer, Zuschauer. Nun unternimmt Hilberg eine Reise zu den Wurzeln unseres Wissens über den Nationalsozialismus. Er präsentiert keine neuen Erkenntnisse, sondern er analysiert, wie sich dieses Wissen ganz grundsätzlich gewinnen lässt: aus Quellen nämlich, dem Rohstoff des Historikers. "Ein Löffel, der einmal von einem Lagerhäftling benutzt wurde, ist ebenso eine Quelle wie ein Schreiben auf amtlichem Papier oder das auf Tonband aufgenommene Zeugnis eines Überlebenden", unterstreicht Hilberg. Er entwirft eine Typologie aller relevanten Quellen, von Gebäuden wie den Überresten der Vernichtungslager bis hin zu den Akten, in denen die Mörder ihr Tun mit deutscher Beamtengründlichkeit festhielten. All diese Dinge verraten etwas über die Vergangenheit. Doch man muss sie erst zum Sprechen bringen. Darin liegt die Kunst des Historikers. Sein Handwerk gleicht einer Detektivarbeit: Welche Akten befassen sich mit den Entscheidungsabläufen? Wo lagern sie heute? Sagt der Verfasser die Wahrheit oder will er etwas vertuschen? Vieles wurde von den Tätern bewusst vernichtet. In anderen Dokumenten gilt es eine Tarnsprache zu knacken, mit deren Hilfe die Verbrechen verschleiert wurden. Und einige zentrale Befehle wurden nur mündlich erteilt. Hilbergs Buch ist ein Werkstatt-Bericht aus einer langen Forschertätigkeit, ein Lehrstück darüber, wie mühsam und zugleich lohnend es ist, den Überresten der Vergangenheit ihr Geheimnis zu entlocken. Zu Recht hat Hilberg für dieses Buch den renommierten Geschwister-Scholl-Preis 2002 erhalten. Dem Urteil der Jury kann man nur zustimmen: "Die Quellen des Holocaust", heißt es da, sei ein "elementar aufklärendes Buch." Es "zeigt Fachleuten wie Laien, wie seriöse historische Forschung zur Judenvernichtung in allen ihren Aspekten heute auszusehen hat". -Christoph Peerenboom
Buch:
Täter, Opfer, Zuschauer: Die Vernichtung der Juden 1933-1945 - (Die Zeit des Nationalsozialismus)
Autor:
Raul Hilberg, Ausgabe vom 1. Okt. 1996, Taschenbuch, Verkaufsrang 243253
Nach seinem Standardwerk Die Vernichtung der europäischen Judenbeschreibtder Autor die Massenvernichtung der Juden nun aus der Sicht der damalshandelnden, leidenden oder scheinbar unbeteiligt danebenstehenden Personen.Im Teil Täterwerden die alten und neuen Eliten dargestellt, die eifrigenKarrieristen in Verwaltung, Armee und Partei, in Verbänden und Organisationen.Sie entstammten allen sozialen Schichten. Der Teil Opferbeschäftigt sichmit den Opfern und deren vielfältigen Geschichten. Hier geht es auch umdie Rolle der Judenräte beim Vernichtungsprozeß und um die Überlebenden.Im Teil Zuschauerbeschreibt der Autor das Verhalten der scheinbar unbeteiligtDanebenstehenden, der kleinen und großen Gewinnler des Judenmordes, diez. B. Wohnungen und Arbeitsplätze übernahmen. Angesprochen wird auch dasfragwürdige Verhalten der Staatenwelt, des Roten Kreuzes und anderer humanitärerOrganisationen, nicht zuletzt das der Kirchen. Der Judenmord war nicht das Werk Einzelner. Er wurde von einer hochgradig arbeitsteiligen und bürokratisch organisierten Gesellschaft in die Wege geleitet und verwirklicht; von einer Gesellschaft, die die technischen Mittel dazu hatte und den Willen, sie zu nutzen. Auf dieser Gesellschaftsanalyse basiert das wohl gewichtigste Werk der Schwarzen Reihe: Raul Hilbergs Die Vernichtung der europäischen Juden. In guter bürokratischer Tradition stand am Beginn des Vernichtungsprozesses die amtliche Definition dessen, was vernichtet werden sollte: das Judentum. Nachdem das Reichsinnenministerium dieses Problem zufrieden stellend gelöst hatte, konnte die systematische Entrechtung und Enteignung der Juden beginnen. Weitere Stufen folgten: die Konzentration der Juden in Ghettos, die Operationen der mobilen Tötungseinheiten, die Deportationen aus den besetzten Gebieten und schließlich die Errichtung spezieller Vernichtungszentren. Hinter dieser höchst effizienten Maschinerie verbarg sich ein ganzes Heer von Namenlosen, deren funktionale Hingabe diesen Genozid erst möglich gemacht haben. Es waren "gewöhnliche" Bürokraten, Reichsbahner, Polizisten und Soldaten, die diese Maschinerie in Gang hielten, und ihre Befehle kamen von subalternen Vorgesetzten, die den "Führerwillen" gewissenhaft vollstreckten. "Töten ist nicht mehr so schwer wie in früheren Zeiten." - Es ist dieser Satz Raul Hilbergs, der sich ins Gedächtnis eingräbt. Er ist Fazit und Mahnung zugleich. Der technische Fortschritt machte den Holocaust erst möglich, und es ist dieser Fortschritt, der das Vernichtungspotenzial seitdem immer weiter perfektioniert und ausgebaut hat. Der Verwaltungsbeamte früherer Tage hatte nicht die Werkzeuge, eine ganzes Volks auszulöschen. Der Bürokrat von morgen wird diese Probleme nicht haben, er ist bereits heute besser ausgerüstet als die Nazis jemals waren. -Stephan Fingerle
Buch:
Die Quellen des Holocaust: Entschlüsseln und Interpretieren
Autor:
Raul Hilberg, Ausgabe vom Sept. 2002, Gebunden, Verkaufsrang 833128
Der Doyen der Holocaust-Forschung zeigt an zahlreichen Beispielen, wieer mit den Quellen umgeht und sie zum Sprechen bringt. Er führt vor, wieaus einem kargen, in interessegeleiteter Tarnsprache formulierten PapierBefehl, Anordnung, Anweisung, Bericht etc. ein Dokument dessen wird,was der jeweilige Urheber eigentlich gemeint hat. Dokumente sprechen ebennie für sich, sondern erst dann, wenn sie sachkundig befragt und mit ausgefeiltenquellenkritische Methoden bearbeitet werden. Das Interesse am Holocaust ist immer noch ungebrochen. Historikern wie Raul Hilberg ist es zu verdanken, dass dieses singuläre Verbrechen längst nicht mehr "unbegreiflich" ist. Man weiß heute sehr genau, wie sich die Verfolgung der Juden in den 30er- und 40er-Jahren bis zum Massenmord radikalisierte, wer die Mörder waren und warum sie ihre Taten begingen. Woher dieses Wissen stammt, zeigt Hilberg in seinem neuen Buch über Die Quellen des Holocaust. Es stellt gleichsam die Krönung eines langen Wissenschaftlerlebens dar. In den letzten Jahrzehnten hat sich Hilberg, einer der Pioniere der Holocaust-Forschung, vor allem mit den Ereignissen selbst befasst - in seinem Standardwerk Die Vernichtung der europäischen Juden etwa oder in dem Buch Täter, Opfer, Zuschauer. Nun unternimmt Hilberg eine Reise zu den Wurzeln unseres Wissens über den Nationalsozialismus. Er präsentiert keine neuen Erkenntnisse, sondern er analysiert, wie sich dieses Wissen ganz grundsätzlich gewinnen lässt: aus Quellen nämlich, dem Rohstoff des Historikers. "Ein Löffel, der einmal von einem Lagerhäftling benutzt wurde, ist ebenso eine Quelle wie ein Schreiben auf amtlichem Papier oder das auf Tonband aufgenommene Zeugnis eines Überlebenden", unterstreicht Hilberg. Er entwirft eine Typologie aller relevanten Quellen, von Gebäuden wie den Überresten der Vernichtungslager bis hin zu den Akten, in denen die Mörder ihr Tun mit deutscher Beamtengründlichkeit festhielten. All diese Dinge verraten etwas über die Vergangenheit. Doch man muss sie erst zum Sprechen bringen. Darin liegt die Kunst des Historikers. Sein Handwerk gleicht einer Detektivarbeit: Welche Akten befassen sich mit den Entscheidungsabläufen? Wo lagern sie heute? Sagt der Verfasser die Wahrheit oder will er etwas vertuschen? Vieles wurde von den Tätern bewusst vernichtet. In anderen Dokumenten gilt es eine Tarnsprache zu knacken, mit deren Hilfe die Verbrechen verschleiert wurden. Und einige zentrale Befehle wurden nur mündlich erteilt. Hilbergs Buch ist ein Werkstatt-Bericht aus einer langen Forschertätigkeit, ein Lehrstück darüber, wie mühsam und zugleich lohnend es ist, den Überresten der Vergangenheit ihr Geheimnis zu entlocken. Zu Recht hat Hilberg für dieses Buch den renommierten Geschwister-Scholl-Preis 2002 erhalten. Dem Urteil der Jury kann man nur zustimmen: "Die Quellen des Holocaust", heißt es da, sei ein "elementar aufklärendes Buch." Es "zeigt Fachleuten wie Laien, wie seriöse historische Forschung zur Judenvernichtung in allen ihren Aspekten heute auszusehen hat". -Christoph Peerenboom
Buch:
Täter, Opfer, Zuschauer: Die Vernichtung der Juden
Autor:
Raul Hilberg, Ausgabe vom 1992, Gebunden, Verkaufsrang 248958
Aus der Amazon.de-Redaktion Der Judenmord war nicht das Werk Einzelner. Er wurde von einer hochgradig arbeitsteiligen und bürokratisch organisierten Gesellschaft in die Wege geleitet und verwirklicht; von einer Gesellschaft, die die technischen Mittel dazu hatte und den Willen, sie zu nutzen. Auf dieser Gesellschaftsanalyse basiert das wohl gewichtigste Werk der Schwarzen Reihe: Raul Hilbergs Die Vernichtung der europäischen Juden. In guter bürokratischer Tradition stand am Beginn des Vernichtungsprozesses die amtliche Definition dessen, was vernichtet werden sollte: das Judentum. Nachdem das Reichsinnenministerium dieses Problem zufrieden stellend gelöst hatte, konnte die systematische Entrechtung und Enteignung der Juden beginnen. Weitere Stufen folgten: die Konzentration der Juden in Ghettos, die Operationen der mobilen Tötungseinheiten, die Deportationen aus den besetzten Gebieten und schließlich die Errichtung spezieller Vernichtungszentren. Hinter dieser höchst effizienten Maschinerie verbarg sich ein ganzes Heer von Namenlosen, deren funktionale Hingabe diesen Genozid erst möglich gemacht haben. Es waren "gewöhnliche" Bürokraten, Reichsbahner, Polizisten und Soldaten, die diese Maschinerie in Gang hielten, und ihre Befehle kamen von subalternen Vorgesetzten, die den "Führerwillen" gewissenhaft vollstreckten. "Töten ist nicht mehr so schwer wie in früheren Zeiten." - Es ist dieser Satz Raul Hilbergs, der sich ins Gedächtnis eingräbt. Er ist Fazit und Mahnung zugleich. Der technische Fortschritt machte den Holocaust erst möglich, und es ist dieser Fortschritt, der das Vernichtungspotenzial seitdem immer weiter perfektioniert und ausgebaut hat. Der Verwaltungsbeamte früherer Tage hatte nicht die Werkzeuge, eine ganzes Volks auszulöschen. Der Bürokrat von morgen wird diese Probleme nicht haben, er ist bereits heute besser ausgerüstet als die Nazis jemals waren. -Stephan Fingerle
Buch:
Unerbetene Erinnerung: Der Weg eines Holocaust-Forschers
Autor:
Raul Hilberg, Ausgabe vom 14. April 2008, Broschiert, Verkaufsrang 636356
Die Vernichtung der europäischen Juden - Die Gesamtgeschichte des Holocaust
Autor:
Raul Hilberg, Ausgabe vom Dez. 1989, Gebunden, Verkaufsrang 1356847
Buch:
Täter, Opfer, Zuschauer - Die Vernichtung der Juden 1933-1945.
Autor:
Raul Hilberg, Ausgabe vom Okt. 1998, Broschiert, Verkaufsrang 1102327
Aus der Amazon.de-Redaktion Der Judenmord war nicht das Werk Einzelner. Er wurde von einer hochgradig arbeitsteiligen und bürokratisch organisierten Gesellschaft in die Wege geleitet und verwirklicht; von einer Gesellschaft, die die technischen Mittel dazu hatte und den Willen, sie zu nutzen. Auf dieser Gesellschaftsanalyse basiert das wohl gewichtigste Werk der Schwarzen Reihe: Raul Hilbergs Die Vernichtung der europäischen Juden. In guter bürokratischer Tradition stand am Beginn des Vernichtungsprozesses die amtliche Definition dessen, was vernichtet werden sollte: das Judentum. Nachdem das Reichsinnenministerium dieses Problem zufrieden stellend gelöst hatte, konnte die systematische Entrechtung und Enteignung der Juden beginnen. Weitere Stufen folgten: die Konzentration der Juden in Ghettos, die Operationen der mobilen Tötungseinheiten, die Deportationen aus den besetzten Gebieten und schließlich die Errichtung spezieller Vernichtungszentren. Hinter dieser höchst effizienten Maschinerie verbarg sich ein ganzes Heer von Namenlosen, deren funktionale Hingabe diesen Genozid erst möglich gemacht haben. Es waren "gewöhnliche" Bürokraten, Reichsbahner, Polizisten und Soldaten, die diese Maschinerie in Gang hielten, und ihre Befehle kamen von subalternen Vorgesetzten, die den "Führerwillen" gewissenhaft vollstreckten. "Töten ist nicht mehr so schwer wie in früheren Zeiten." - Es ist dieser Satz Raul Hilbergs, der sich ins Gedächtnis eingräbt. Er ist Fazit und Mahnung zugleich. Der technische Fortschritt machte den Holocaust erst möglich, und es ist dieser Fortschritt, der das Vernichtungspotenzial seitdem immer weiter perfektioniert und ausgebaut hat. Der Verwaltungsbeamte früherer Tage hatte nicht die Werkzeuge, eine ganzes Volks auszulöschen. Der Bürokrat von morgen wird diese Probleme nicht haben, er ist bereits heute besser ausgerüstet als die Nazis jemals waren. -Stephan Fingerle
Buch:
Die Vernichtung der europäischen Juden, Band 3
Autor:
Raul Hilberg, Ausgabe vom 1993, Taschenbuch, Verkaufsrang 898936
Product Description Hilberg kennt sein Quellenmaterial wie kaum ein anderer Forscher. Mit der Kühle und Präzision, die den großen Chronisten auszeichnen, gelingt es ihm, Schneisen durch die Materialfülle zu schlagen und sauber recherchierte, tragfähige Aussage zu machen. Inhalt dieses Bandes: Nachbetrachtungen, Auswirkungen, Fortentwickungen; Anhang: Personen-, Orts- u. Sachregister