"Der beste englische Kriminalroman der neunziger Jahre" Val McDermid Als in der Grafschaft Yorkshire ein siebenjähriges Mädchen entführt wird, reißt bei den Bewohnern des kleinen Ortes Danby eine tiefe Wunde wieder auf Schon einmal, vor fünfzehn Jahren, verschwanden im Nachbarort Dendale drei kleine Mädchen spurlos. Aber auch der Hauptverdächtige, der damals 19jährige Benny Lightfoot, verschwand von einem Tag auf den anderen. Das war in dem Jahr, als die Bewohner ihre Häuser aufgaben, weil das Dorf einem Stausee weichen musste. Nun prangt ein Graffiti an einer Eisenbahnbrücke "Benny ist wieder da!" "Ein meisterhafter Roman über Verlust, Trauer und einen Alptraum, der nicht vergehen will." The New York Times "Spannungsliteratur im besten Wortsinn ... ein Muss" WDR Dendale, eine kleine Ortschaft im englischen Yorkshire. Die Umsiedelung der Bewohner ins nahegelegene Danby steht bevor, denn das Dorf muss einem großen Stausee weichen, der die Gegend mit Trinkwasser versorgen soll. Mitten in den Vorbereitungen verschwinden in kurzen Abständen drei junge Mädchen spurlos. Die kleine Betsy Allgood wird angegriffen, ihr jedoch gelingt die Flucht. Auf ihre Aussage hin wird Benny Lightfoot, ein kauziger junger Außenseiter, der mit seiner Großmutter ein altes Gehöft bewohnt, festgenommen. Nach einem Verhör setzt man ihn mangels Beweisen wieder auf freien Fuß. Fünfzehn Jahre später hat man sich in Danby längst eingelebt - die schreckliche Vergangenheit scheint vergessen. Da kehrt die junge Lorraine Dacre von einem morgendlichen Spaziergang nicht wieder zurück, ihr Hund wird schwer misshandelt aufgefunden. Detective Superintendent Andy Dalziel und seine Mannschaft machen sich mit äußerst gemischten Gefühlen an die Arbeit, denn gerade Dalziel mußte vor Jahren als Sündenbock für die nicht aufgeklärten Fälle der verschwundenen Kinder herhalten. Und wieder tappen die Beamten im Dunkeln, wäre da nicht der aufgesprühte Satz auf einer Eisenbahnbrücke: "Benny ist wieder da!" Von Beginn an gelingt Reginald Hill der Aufbau einer von namenlosem Unbehagen geprägten Spannung, deren Intensität mit dem Gang der Handlung bis zum überraschenden Ende stetig wächst. Selbst in scheinbar belanglosen Dialogen und Landschaftsbeschreibungen lässt der Autor keine Entspannung zu, ist eine untergründige Bedrohung stets präsent, ohne dass deren eigentliche Ursache erkennbar wird. Mit großer Geduld legt Hill dem Leser die Psyche seiner Figuren offen. Nicht nur seine Helden Dalziel, Pascoe und Wield, sondern auch die kleinsten Nebenfiguren sind von größter Glaubwürdigkeit und unspektakulärer Originalität gekennzeichnet. Hill beherrscht nicht nur seinen Plot, sondern vermag ungewöhnlich scharfe Blicke hinter menschliche Masken und Fassaden zu werfen, wo sich nicht selten ein unbekanntes, ein erschreckendes Antlitz verbirgt. Mit diesem großartigen neuen Buch hat der vielfach ausgezeichnete Autor seinen Ruf als einer der besten Kriminalautoren der Gegenwart untermauert. Man darf hoffen, bald mehr von ihm in deutscher Sprache lesen zu können. -Ulrich Deurer
Buch:
Der Lüge schöner Schein: Roman
Autor:
Reginald Hill, Ausgabe vom 1. März 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 203526
Product Description Chief Inspector Peter Pascoe ist schockiert. Aus dem geruhsamen Wochenende auf dem Land, das er mit Freunden aus Studientagen verbringen wollte, ist ein Alptraum geworden. Als er wie immer verspätet ankommt, findet Pascoe nur noch die Leichen seiner Freunde in dem idyllischen Cottage. Offenbar sind sie mit einer Schrotflinte erschossen worden. Einer jedoch fehlt Colin Hopkins ist spurlos verschwunden ...
Buch:
Die Launen des Todes: Kriminalroman
Autor:
Reginald Hill, Ausgabe vom 1. Juli 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 136261
Die Launen des Todes Vorweihnachtszeit in Yorkshire. Chief Inspector Peter Pascoe erhält einen Brief von Franny Root, den er mit der ihm eigenen Hartnäckigkeit hinter Gitter gebracht hat. Root gibt sich versöhnlich. Jetzt, nach seiner Freilassung, sei es ihm ein Bedürfnis, Pascoe zu versichern, dass er ihm nichts nachtrage. Im Gegenteil, der angeblich Geläuterte erweist sich als äußerst anhänglich und sendet einen Brief nach dem anderen, in denen er minutiös den Werdegang seiner jüngst begonnen akademischen Karriere schildert - eine Karriere, die durch diverse Unglücks- und Todesfälle in seiner Umgebung mehr als begünstigt wird. Pascoe wittert Verdacht und fühlt sich von Root verfolgt - sehr zum Gespött seiner Kollegen. Allen voran sein Vorgesetzter Detective Superintendent Andy Dalziel hat keinerlei Verständnis für Pascoes Obsession, hinter Roots Beschäftigung mit einem obskuren viktorianischen Dichter mehr zu vermuten als blanke literaturwissenschaftliche Begeisterung. Derweil geht natürlich auch der Polizeialltag weiter. Ein Serienmörder hat in Yorkshire für Angst und Schrecken gesorgt. Bei einem weiteren Mordversuch an der Bibliothekarin Rye wird er von Pascoes jungem Kollegen Hat Bowler erschossen. Bowler verliebt sich in Rye. Bald jedoch mehren sich die Zweifel, ob es sich bei dem Erschossenen tatsächlich um den berüchtigten Killer gehandelt hat ... Seit 1970 lässt Reginald Hill die Herren Dalziel und Pascoe nun schon ermitteln. Über 21 Romane haben sich Figuren, Umfeld und Persönlichkeiten entwickeln können. Und das ist diesem tollen Krimi deutlich anzumerken: Hill gelingt es meisterhaft, die verschiedenen Handlungsstränge, Bedeutungsebenen und Schicksale zu verweben. Treue Fans der Reihe werden sich über die weiteren Entwicklungen ihrer Helden freuen, neue Leser jedoch keinerlei Mühe haben, sich in die Figuren und Begebenheiten einzufinden. Bleibt zu hoffen, dass dem sympathischen, hervorragend gezeichneten Polizeiteam noch einige Auftritte vorbehalten sind. -Josef K. Weinreb
Buch:
Welch langen Weg die Toten gehen
Autor:
Reginald Hill, Ausgabe vom 1. März 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 147421