Product Description Der junge Törleß, Sohn eines Hofrats, tritt in ein altehrwürdiges Konviktein, in dem die Sprösslinge der oberen Familien des Landes auf den Militär-oder Staatsdienst vorbereitet werden. Das Zusammenleben der Schüler istvon pubertären Nöten und homoerotischen Beziehungen geprägt. Törleß befindetsich in diesem Konvikt zunächst in einer komplizierten, von Depressionengeprägten Situation. Er empfindet sein Leben als sinnlos und sehnt sichnach einem anderen Dasein, von dessen Gehalt und Form er sich allerdingskeine rechte Vorstellung machen kann. Ausbruchsversuche aus der behüteterscheinenden Bürgerwelt, eine Begegnung mit einer Dirne lösen in ihm heftigeGefühle aus, bringen jedoch keine Erfüllung. Das verhängnisvolle Geschehensetzt ein, als Basini, ein weicher, in seiner Entwicklung zurückgebliebenerJunge, von Mitschülern des Kameradendiebstahls überführt wird. Statt ihnder Internatsleitung zu melden, beschließen die Zöglinge Beineberg undReiting, die Bestrafung und Läuterung des Jungen selbst vorzunehmen. Derfeinfühlige Törless, neugierig auf das Bösartige und Vulgäre, das die beidenverkörpern, beteiligt sich - angezogen und abgestoßen von dem Geschehenzugleich - eine Zeit lang an den Peinigungen und Demütigungen des SchülersBasini. In Törleß' Gegenwart wird er geprügelt, erniedrigt und zu homosexuellenDiensten missbraucht. Erst als sich die Quälereien zum Lynchexzess steigern,wendet Törleß sich ab und erreicht infolge einer vorgetäuschten Fluchtdie Entlassung aus der ungeliebten Anstalt und die Rückkehr zu seiner Familie.
Der Mann ohne Eigenschaften I. Erstes und zweites Buch. Musils Protagonist Ulrich ist gar kein Mann ohne Eigenschaften. Der Romantitel führt da ein wenig in die Irre. Tatsächlich ist es eine "Welt von Eigenschaften ohne Mann", die im Buch nichts Charakteristisches mehr zu bieten hat. Bereits die umwerfende Eingangssequenz macht diesen Leerlauf anschaulich, indem sie den Leserblick trichterförmig von metereologischen Banalitäten zu einem Verkehrsunfall in Wien an "einem schönen Augusttag des Jahres 1913" hinunterlenkt, dessen vermeintliche Tragik technische Erklärungen (Bremsversagen) bagatellisieren. Wie in Samuel Becketts Murphy darf auch hier die Sonne zunächst "auf nichts Neues" und Besonderes mehr scheinen. Diese Erkenntnis bringt Ulrich letztlich dazu, "Urlaub vom Leben" zu nehmen und sich in Reflexionen über eben dieses Leben zu ergehen. Die selbstgewählte "Eigenschaftslosigkeit" der Figur erweist sich so als ihre herausragendste Eigenschaft. Im Mann ohne Eigenschaften passiert nur wenig. Aber es wird unendlich viel gedacht im Buch, und am Ende wird sogar noch intensiv gefühlt: In der Geschwisterliebe Ulrichs zu Agathe realisiert sich die Utopie eines "anderen Zustands" jenseits der absurden Welt. Hierfür findet der Mann ohne Eigenschaften dann poetisch präzise Bilder ohne intellektuelle Schwere, so in meinem Lieblingskapitel Atemzüge eines Sommertags: "Die Sonne war unterdessen höher gestiegen, die Stühle hatten sie wie gestrandete Boote in dem flachen Schatten beim Haus zurückgelassen. Ein geräuschloser Strom glanzlosen Blütenschnees schwebte, von einer abgeblühten Baumgruppe kommend, durch den Sonnenschein; und der Atem, der ihn trug, war so sanft, daß sich kein Blatt regte. Kein Schatten fiel davon auf das Grün des Rasens, aber dieses schien sich von innen zu verdunkeln wie ein Auge". Gäbe es nur diese wunderschöne Stelle, so hätte sich die Lektüre der weit über 1000 vorangegangenen Seiten schon gelohnt. -Thomas Köster
Buch:
Lektürehilfen "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß": Sekundarstufe II - Inklusive Abitur-Fragen mit Lösungen - Ausführliche Inhaltsangaben mit Interpretation
Autor:
Robert Musil, Ausgabe vom Nov. 2009, Broschiert, Verkaufsrang 151712
Im Mittelpunkt des Erzählgeschehens steht die sog. Parallelaktion, dieIdee einer großen patriotischen Aktion zum 70-jährigen Jubiläum der ThronbesteigungKaiser Franz-Josephs im Jahr 1918. Diese Idee wird im Jahr 1913 ursprünglichnur geboren, weil man in Wien in Erfahrung gebracht hat, dass Preußen-Deutschlandfür dasselbe Jahr Feierlichkeiten zum nur 30-jährigen Jubiläum KaiserWilhelms II. plant. Um dieser - eingedenk der Niederlage von Königgrätz- neuen Schmach zuvorzukommen, beschließt man, das ganze Jahr 1918 zu einemFeierjahr zu erklären. In regelmäßigen Zusammenkünften verschiedener Repräsentantender k. u. k. Monarchie werden Vorschläge und Ideen erörtert, um ein Konzeptfür die geplante Aktion zu entwerfen. Es erweist sich bald, dass die Romanfigurennicht in der Lage sind, sich zu verständigen, es bleibt bei geistreicher,aber folgenloser Konversation. Alle Ideen und Programme führen an den realenProblemen der Zeit vorbei. Die Parallelaktion findet nicht statt, da dieVerantwortlichen keine allgemein akzeptierte geschichtsbildende Idee ausfindigmachen können. Musils Protagonist Ulrich ist gar kein Mann ohne Eigenschaften. Der Romantitel führt da ein wenig in die Irre. Tatsächlich ist es eine "Welt von Eigenschaften ohne Mann", die im Buch nichts Charakteristisches mehr zu bieten hat. Bereits die umwerfende Eingangssequenz macht diesen Leerlauf anschaulich, indem sie den Leserblick trichterförmig von metereologischen Banalitäten zu einem Verkehrsunfall in Wien an "einem schönen Augusttag des Jahres 1913" hinunterlenkt, dessen vermeintliche Tragik technische Erklärungen (Bremsversagen) bagatellisieren. Wie in Samuel Becketts Murphy darf auch hier die Sonne zunächst "auf nichts Neues" und Besonderes mehr scheinen. Diese Erkenntnis bringt Ulrich letztlich dazu, "Urlaub vom Leben" zu nehmen und sich in Reflexionen über eben dieses Leben zu ergehen. Die selbstgewählte "Eigenschaftslosigkeit" der Figur erweist sich so als ihre herausragendste Eigenschaft. Im Mann ohne Eigenschaften passiert nur wenig. Aber es wird unendlich viel gedacht im Buch, und am Ende wird sogar noch intensiv gefühlt: In der Geschwisterliebe Ulrichs zu Agathe realisiert sich die Utopie eines "anderen Zustands" jenseits der absurden Welt. Hierfür findet der Mann ohne Eigenschaften dann poetisch präzise Bilder ohne intellektuelle Schwere, so in meinem Lieblingskapitel Atemzüge eines Sommertags: "Die Sonne war unterdessen höher gestiegen, die Stühle hatten sie wie gestrandete Boote in dem flachen Schatten beim Haus zurückgelassen. Ein geräuschloser Strom glanzlosen Blütenschnees schwebte, von einer abgeblühten Baumgruppe kommend, durch den Sonnenschein; und der Atem, der ihn trug, war so sanft, daß sich kein Blatt regte. Kein Schatten fiel davon auf das Grün des Rasens, aber dieses schien sich von innen zu verdunkeln wie ein Auge". Gäbe es nur diese wunderschöne Stelle, so hätte sich die Lektüre der weit über 1000 vorangegangenen Seiten schon gelohnt. -Thomas Köster
Buch:
Der Mann ohne Eigenschaften, Bd - 2
Autor:
Robert Musil, Ausgabe vom 2. Mai 1994, Taschenbuch, Verkaufsrang 67382
Der Mann ohne Eigenschaften II. Aus dem Nachlaß. Roman Musils Protagonist Ulrich ist gar kein Mann ohne Eigenschaften. Der Romantitel führt da ein wenig in die Irre. Tatsächlich ist es eine "Welt von Eigenschaften ohne Mann", die im Buch nichts Charakteristisches mehr zu bieten hat. Bereits die umwerfende Eingangssequenz macht diesen Leerlauf anschaulich, indem sie den Leserblick trichterförmig von metereologischen Banalitäten zu einem Verkehrsunfall in Wien an "einem schönen Augusttag des Jahres 1913" hinunterlenkt, dessen vermeintliche Tragik technische Erklärungen (Bremsversagen) bagatellisieren. Wie in Samuel Becketts Murphy darf auch hier die Sonne zunächst "auf nichts Neues" und Besonderes mehr scheinen. Diese Erkenntnis bringt Ulrich letztlich dazu, "Urlaub vom Leben" zu nehmen und sich in Reflexionen über eben dieses Leben zu ergehen. Die selbstgewählte "Eigenschaftslosigkeit" der Figur erweist sich so als ihre herausragendste Eigenschaft. Im Mann ohne Eigenschaften passiert nur wenig. Aber es wird unendlich viel gedacht im Buch, und am Ende wird sogar noch intensiv gefühlt: In der Geschwisterliebe Ulrichs zu Agathe realisiert sich die Utopie eines "anderen Zustands" jenseits der absurden Welt. Hierfür findet der Mann ohne Eigenschaften dann poetisch präzise Bilder ohne intellektuelle Schwere, so in meinem Lieblingskapitel Atemzüge eines Sommertags: "Die Sonne war unterdessen höher gestiegen, die Stühle hatten sie wie gestrandete Boote in dem flachen Schatten beim Haus zurückgelassen. Ein geräuschloser Strom glanzlosen Blütenschnees schwebte, von einer abgeblühten Baumgruppe kommend, durch den Sonnenschein; und der Atem, der ihn trug, war so sanft, daß sich kein Blatt regte. Kein Schatten fiel davon auf das Grün des Rasens, aber dieses schien sich von innen zu verdunkeln wie ein Auge". Gäbe es nur diese wunderschöne Stelle, so hätte sich die Lektüre der weit über 1000 vorangegangenen Seiten schon gelohnt. -Thomas Köster
Hörbuch:
Der Mann ohne Eigenschaften
Autor:
Robert Musil, Karl Corino, Martin Weinmann, Katharina Theml, Ausgabe vom Dez. 2006, Audio CD, Verkaufsrang 471742
Aus der Amazon.de-Redaktion Musils Protagonist Ulrich ist gar kein Mann ohne Eigenschaften. Der Romantitel führt da ein wenig in die Irre. Tatsächlich ist es eine "Welt von Eigenschaften ohne Mann", die im Buch nichts Charakteristisches mehr zu bieten hat. Bereits die umwerfende Eingangssequenz macht diesen Leerlauf anschaulich, indem sie den Leserblick trichterförmig von metereologischen Banalitäten zu einem Verkehrsunfall in Wien an "einem schönen Augusttag des Jahres 1913" hinunterlenkt, dessen vermeintliche Tragik technische Erklärungen (Bremsversagen) bagatellisieren. Wie in Samuel Becketts Murphy darf auch hier die Sonne zunächst "auf nichts Neues" und Besonderes mehr scheinen. Diese Erkenntnis bringt Ulrich letztlich dazu, "Urlaub vom Leben" zu nehmen und sich in Reflexionen über eben dieses Leben zu ergehen. Die selbstgewählte "Eigenschaftslosigkeit" der Figur erweist sich so als ihre herausragendste Eigenschaft. Im Mann ohne Eigenschaften passiert nur wenig. Aber es wird unendlich viel gedacht im Buch, und am Ende wird sogar noch intensiv gefühlt: In der Geschwisterliebe Ulrichs zu Agathe realisiert sich die Utopie eines "anderen Zustands" jenseits der absurden Welt. Hierfür findet der Mann ohne Eigenschaften dann poetisch präzise Bilder ohne intellektuelle Schwere, so in meinem Lieblingskapitel Atemzüge eines Sommertags: "Die Sonne war unterdessen höher gestiegen, die Stühle hatten sie wie gestrandete Boote in dem flachen Schatten beim Haus zurückgelassen. Ein geräuschloser Strom glanzlosen Blütenschnees schwebte, von einer abgeblühten Baumgruppe kommend, durch den Sonnenschein; und der Atem, der ihn trug, war so sanft, daß sich kein Blatt regte. Kein Schatten fiel davon auf das Grün des Rasens, aber dieses schien sich von innen zu verdunkeln wie ein Auge". Gäbe es nur diese wunderschöne Stelle, so hätte sich die Lektüre der weit über 1000 vorangegangenen Seiten schon gelohnt. -Thomas Köster 1
Buch:
Über die Dummheit: Vortrag auf Einladung des österreichischen Werkbunds - Gehalten in Wien am 11 - und wiederholt am 17 - März 1937
Autor:
Robert Musil, Ausgabe vom 1. März 2011, Taschenbuch, Verkaufsrang 264009
Product Description 'Wenn die Dummheit nicht dem Fortschritt, dem Talent, der Hoffnung oderder Verbesserung zum Verwechseln ähnlich sähe, würde niemand dumm seinwollen. Das habe ich 1931 gesagt; und niemand wird zu bezweifeln wagen,daß die Welt auch seither noch Fortschritte und Verbesserungen gesehenhat!' Robert Musil, geboren 1880 in Klagenfurt, starb 1942 in Genf. Zuseinen wichtigsten Werken gehören u.a. Die Verwirklichung des ZöglingsTörless, Drei Frauen, Nachlass zu Lebzeiten und Der Mann ohne Eigenschaften.
Buch:
Die Verwirrungen des Zöglings Törleß - Interpretationshilfe Deutsch
Autor:
Robert Musil, Gisala Wand, Ausgabe vom 5. März 2010, Broschiert, Verkaufsrang 89411