Taschenbuch Dschungelkind 345 Seiten, von Sabine Kuegler Dschungelkind erzählt von einer außergewöhnlichen Kindheit im Dschungel Papua-Neuguineas. Lesen Sie Sabine Kueglers Kurzbericht über ihr Leben abseits der Zivilisation (PDF-Download)! Eine Bemerkung in eigener Sache vorab. Selten erlebte man, dass zwei TV-Auftritte einer bislang unbekannten jungen Frau im Bekanntenkreis auf derartiges Echo stießen. Wer Sabine Kuegler gesehen hatte, war fasziniert von den Erlebnissen und dem natürlichen Charme dieses "Dschungelkinds". Überdies dürfte die Botschaft, die sie aus dem fernen Papua-Neuguinea ins verhartzte kalte Deutschland trug, für Zivilisationsmüde die reinste Labsal gewesen sein. Sabines Leben inmitten des Stammes der Fayu wird zweifelsohne auch im Leser noch lange nachhallen. Es sollte eine Reise in die Steinzeit werden. Sabine war acht, als ihre Eltern, ein Sprachforscher- und Missionarsehepaar, 1980 ins Innere der indonesischen Insel West-Papua aufbrachen. Ziel der elterlichen Studien war das "Verlorene Tal", eine Terra incognita mitten im Regenwald, wo auf nahezu steinzeitlichem Niveau der Stamm der Fayu lebte. Es war beileibe keine angstfreie erste Begegnung, galten die Fayu doch als Kannibalen und angriffslustiges Völkchen. Sabines Augen jedoch sahen nur ihre neue Heimat. Und diese gefiel ihr. Ihre herzerfrischende und unprätentiose Art, die auch den Ton des Buches beherrscht, erleichterte den Anschluss an die scheuen Fayu-Kinder. An der Seite von Tuare, Ohri und den anderen, erlebten Sabine und ihre beiden Geschwister eine Sozialisation der besonderen Art. Bei aller Paradieshaftigkeit spart ihr Bericht aber auch die Widrigkeiten des Dschungellebens nicht aus. Nahrungsmittel erhielten sie nur in großen Abständen und per Flugzeug. Riesige Ratten und Spinnen, sowie regelmäßige Schlangenbesuche, machten das Schlafen im selbstgebauten Holzhaus zum gelegentlichen Horrortrip. Auch dürften die martialischen und archaischen Kriegs-, Vermählungs- und Sterberituale der Fayu westliche Gemüter einigermaßen befremden. Nicht so Sabine. Sie wuchs zur echten Fayu-Frau heran. Mit siebzehn endete der Traum abrupt. Die Schweizer Internatszeit begann. Spätestens auf dem eiskalten Hamburger Bahnsteig, ganz ohne Messer, Pfeil oder Bogen, erwarteten das Fayu-Mädchen Probleme, wie sie nur die "westliche Zivilisation" bereithält. Immer wieder sollten die hellen Bilder aus dem "Verlorenen Tal" in ihr aufsteigen. Sabine Kuegler war fortan eine traurige Wanderin zwischen zwei Kulturen. Nur zu verständlich, nach diesem anrührenden und aufrichtigen Bericht. -Ravi Unger
Ruf des Dschungels Dieses Dilemma war abzusehen. Allein die Ankündigung einer Fortsetzung von Sabine Kueglers Erfolgsbuch Dschungelkind trieb dem Rezensenten den Schweiß auf die Stirn. Hatte er nicht vor nunmehr fast zwei Jahren fasziniert den Lebensweg dieser jungen Frau bestaunt, die bei dem Stamme der Fayu in Westpapua aufgewachsen war und nun, zurück in Deutschland, ihren Bericht aus einer fremden Welt vorlegte? Gewiss, der missionierende Vater, dessen Auftrag und Bestimmung im Dunkeln lagen, befremdete einigermaßen. Doch wie bald nach Veröffentlichung des Buches in den kritischen deutschen Medien aufklärerisch wütend die Macheten über den Köpfen der Kueglers geschwungen wurden, dürfte den kriegerischen Fayu in nichts nachgestanden haben. Nun steht der leise Zweifel im Raum, ob man sich an den exotischen Impressionen und Robinsonaden einer Familie ergötzt hatte, die mit ihrer Wycliff?schen Bibelübersetzungsmission den indonesischen Machthabern das Eroberungsfeld erst recht mitbereiten half. Sabine Kuegler ist eine clevere Frau. Vielleicht ein regelrechtes Vermarktungsgenie, wie die FAZ vom März 2005 in ihrem Artikel "Buchen Sie ein Dschungelkind!" ätzend suggerierte. Ihr wird auch der Kommentar von Ulrich Delius von der "Gesellschaft für bedrohte Völker" kaum entgangen sein, der die "Kueglersche romantische Verklärung" der Ureinwohner Westpapuas geiselte, die auf "fatale Weise verdränge, wie es in Westpapua unter indonesischer Kontrolle aussehe" - Dies wissend, stellte Sabine Kuegler ihre Rückreise in den heimatlichen Dschungel deutlich unter das Motto der Aufklärung. Will heißen, das an Bodenschätzen reiche Westpapua wird seit der Rückgabe durch die holländischen Kolonialmächte von Indonesien beherrscht. Umsiedelung, Vertreibung und Ermordung stellen eine permanente Bedrohung der Ureinwohner - auch der Fayu - dar. Menschen werden ermordet oder verschwinden spurlos, die Abholzung des Regenwaldes übertrifft noch die des Amazonasgebiets. Uns indes geht es wie Sabine Kuegler selbst. Auf den ersten Blick wirkt alles vertraut. Alles, was Dschungelkind zu einem so faszinierenden Bericht gemacht hatte, ist erneut vorhanden. Die schlichte und einfühlsame Sprache, die Schilderung der Begegung mit alten Freunden, das Gefühl, in der eigentlichen Heimat angekommen zu sein. Und doch hat dieses Idyll in mehrfacher Hinsicht tiefe Risse bekommen. Sabine Kuegler schreibt dagegen an. Wären da nur nicht diese anderen Stimmen, die so gnadenlos im Kopf des Rezensenten dröhnen. ?-Ravi Unger
Buch:
Dschungelkind
Autor:
Sabine Kuegler, Ausgabe vom 18. Febr. 2005, Gebunden, Verkaufsrang 60208
Aus der Amazon.de-Redaktion Dschungelkind erzählt von einer außergewöhnlichen Kindheit im Dschungel Papua-Neuguineas. Lesen Sie Sabine Kueglers Kurzbericht über ihr Leben abseits der Zivilisation (PDF-Download)! Eine Bemerkung in eigener Sache vorab. Selten erlebte man, dass zwei TV-Auftritte einer bislang unbekannten jungen Frau im Bekanntenkreis auf derartiges Echo stießen. Wer Sabine Kuegler gesehen hatte, war fasziniert von den Erlebnissen und dem natürlichen Charme dieses "Dschungelkinds". Überdies dürfte die Botschaft, die sie aus dem fernen Papua-Neuguinea ins verhartzte kalte Deutschland trug, für Zivilisationsmüde die reinste Labsal gewesen sein. Sabines Leben inmitten des Stammes der Fayu wird zweifelsohne auch im Leser noch lange nachhallen. Es sollte eine Reise in die Steinzeit werden. Sabine war acht, als ihre Eltern, ein Sprachforscher- und Missionarsehepaar, 1980 ins Innere der indonesischen Insel West-Papua aufbrachen. Ziel der elterlichen Studien war das "Verlorene Tal", eine Terra incognita mitten im Regenwald, wo auf nahezu steinzeitlichem Niveau der Stamm der Fayu lebte. Es war beileibe keine angstfreie erste Begegnung, galten die Fayu doch als Kannibalen und angriffslustiges Völkchen. Sabines Augen jedoch sahen nur ihre neue Heimat. Und diese gefiel ihr. Ihre herzerfrischende und unprätentiose Art, die auch den Ton des Buches beherrscht, erleichterte den Anschluss an die scheuen Fayu-Kinder. An der Seite von Tuare, Ohri und den anderen, erlebten Sabine und ihre beiden Geschwister eine Sozialisation der besonderen Art. Bei aller Paradieshaftigkeit spart ihr Bericht aber auch die Widrigkeiten des Dschungellebens nicht aus. Nahrungsmittel erhielten sie nur in großen Abständen und per Flugzeug. Riesige Ratten und Spinnen, sowie regelmäßige Schlangenbesuche, machten das Schlafen im selbstgebauten Holzhaus zum gelegentlichen Horrortrip. Auch dürften die martialischen und archaischen Kriegs-, Vermählungs- und Sterberituale der Fayu westliche Gemüter einigermaßen befremden. Nicht so Sabine. Sie wuchs zur echten Fayu-Frau heran. Mit siebzehn endete der Traum abrupt. Die Schweizer Internatszeit begann. Spätestens auf dem eiskalten Hamburger Bahnsteig, ganz ohne Messer, Pfeil oder Bogen, erwarteten das Fayu-Mädchen Probleme, wie sie nur die "westliche Zivilisation" bereithält. Immer wieder sollten die hellen Bilder aus dem "Verlorenen Tal" in ihr aufsteigen. Sabine Kuegler war fortan eine traurige Wanderin zwischen zwei Kulturen. Nur zu verständlich, nach diesem anrührenden und aufrichtigen Bericht. -Ravi Unger 1
Buch:
Ruf des Dschungels
Autor:
Sabine Kuegler, Ausgabe vom 21. Sept. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 199900
Aus der Amazon.de-Redaktion Dieses Dilemma war abzusehen. Allein die Ankündigung einer Fortsetzung von Sabine Kueglers Erfolgsbuch Dschungelkind trieb dem Rezensenten den Schweiß auf die Stirn. Hatte er nicht vor nunmehr fast zwei Jahren fasziniert den Lebensweg dieser jungen Frau bestaunt, die bei dem Stamme der Fayu in Westpapua aufgewachsen war und nun, zurück in Deutschland, ihren Bericht aus einer fremden Welt vorlegte? Gewiss, der missionierende Vater, dessen Auftrag und Bestimmung im Dunkeln lagen, befremdete einigermaßen. Doch wie bald nach Veröffentlichung des Buches in den kritischen deutschen Medien aufklärerisch wütend die Macheten über den Köpfen der Kueglers geschwungen wurden, dürfte den kriegerischen Fayu in nichts nachgestanden haben. Nun steht der leise Zweifel im Raum, ob man sich an den exotischen Impressionen und Robinsonaden einer Familie ergötzt hatte, die mit ihrer Wycliff?schen Bibelübersetzungsmission den indonesischen Machthabern das Eroberungsfeld erst recht mitbereiten half. Sabine Kuegler ist eine clevere Frau. Vielleicht ein regelrechtes Vermarktungsgenie, wie die FAZ vom März 2005 in ihrem Artikel "Buchen Sie ein Dschungelkind!" ätzend suggerierte. Ihr wird auch der Kommentar von Ulrich Delius von der "Gesellschaft für bedrohte Völker" kaum entgangen sein, der die "Kueglersche romantische Verklärung" der Ureinwohner Westpapuas geiselte, die auf "fatale Weise verdränge, wie es in Westpapua unter indonesischer Kontrolle aussehe" - Dies wissend, stellte Sabine Kuegler ihre Rückreise in den heimatlichen Dschungel deutlich unter das Motto der Aufklärung. Will heißen, das an Bodenschätzen reiche Westpapua wird seit der Rückgabe durch die holländischen Kolonialmächte von Indonesien beherrscht. Umsiedelung, Vertreibung und Ermordung stellen eine permanente Bedrohung der Ureinwohner - auch der Fayu - dar. Menschen werden ermordet oder verschwinden spurlos, die Abholzung des Regenwaldes übertrifft noch die des Amazonasgebiets. Uns indes geht es wie Sabine Kuegler selbst. Auf den ersten Blick wirkt alles vertraut. Alles, was Dschungelkind zu einem so faszinierenden Bericht gemacht hatte, ist erneut vorhanden. Die schlichte und einfühlsame Sprache, die Schilderung der Begegung mit alten Freunden, das Gefühl, in der eigentlichen Heimat angekommen zu sein. Und doch hat dieses Idyll in mehrfacher Hinsicht tiefe Risse bekommen. Sabine Kuegler schreibt dagegen an. Wären da nur nicht diese anderen Stimmen, die so gnadenlos im Kopf des Rezensenten dröhnen. ?-Ravi Unger 1
Buch:
Gebt den Frauen das Geld!
Autor:
Sabine Kuegler, Ausgabe vom Sept. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 346257
Gebt den Frauen das Geld! Und sie werden die Welt verändern Zweimal dieser aus tiefem Studiodschungelgrün kommende Rehblick. Zwei immense Verkaufserfolge. Das Label Dschungelkind geriet zur regelrechten Goldader; Sabine Kuegler, "Wanderin zwischen zwei Welten", galt fortan als Vermarktungsgenie. Aber auch Missfallensäußerungen wurden laut. Der Dschungel West-Papuas als Abenteuerspielplatz einer Heranwachsenden und ihrer Missionarsfamilie -, dies war einigen Umweltorganisationen doch zuviel des neokolonialen Gutmenschentums. Bereits im zweiten Band, Ruf des Dschungels, begann die Autorin ? problemgeschärft inzwischen -, gegenzusteuern. Nun läuft Phase drei an. Dschungelkindromantik ade. Frau Kuegler lässt ihr Hilfsprogramm für die Dritte Welt anrollen! Welch glückliche Fügung, dass "ZS Debatten", die neue Reihe kritischer Sachbücher des Zabert Sandmann Verlags, hierfür das ideale Forum bot. "Männer, die durch Glück oder Arbeit zu etwas Geld gelangt sind, neigen dazu, es für unsinnige Dinge oder jedenfalls allzu leichtfertig zu vergeuden." Sehr bald steht Frau Kueglers Thesengebäude über das Versickern von Auslandshilfsgeldern in Ländern der Dritten Welt. Und zwar felsenfest. Wenn es in Einzelfällen auch stimmen mag; das Credo vom nichtsnutzigen Säufer-Macho-Herumhänger und seiner tatkräftigen Frau, das im Verlauf des Buches fast schon gebetsmühlenhaft zum Dogma erhoben wird, befremdet in seiner Holzschnittartigkeit einigermaßen. Wie auch eine etwas ärgerliche FAZ-Rezensentin bereits stirnrunzelnd vermerkte. Auf ihrem Wege der Beweisführung, dass Hilfsgelder grundsätzlich bei Frauen besser aufgehoben seien, preist die Autorin die segensreiche Wirkung der Mikrokredite des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus; sie erinnert an Stätten der eigenen Kindheit, den Stamm der Danuwa Rai und seiner starken Frauen im Süden Nepals. Wir lernen Shanta kennen, die Heilerin der ärmsten Seelen von Bangladesch. Allesamt beeindruckende Fallbeispiele zur Wiederherstellung der "Balance der Geschlechter" (Kuegler verweist hier auf die Thesen der berühmten Anthropologin Riane Eisler und ihrer "Dominator-Kultur", nach der die heutigen Männer ? anders als in antiken Gesellschaften -, über die Frauen herrschen). Auch wenn Frau Kuegler globale Frauenpower beschwört und eine "veränderte Welt" verspricht ? sie sollte nicht vergessen, die schlafmützig nutzlosen, dauerpalavernden Wesen, die ihr Buch bevölkern, und die man bislang gemeinhin als Männer kannte, mit einzubinden. Meint ein etwas verschnupfter Rezensent. ?Ravi Unger
Hörbuch:
Dschungelkind - 3CDs: Das Mädchen, das aus der Steinzeit kam
Aus der Amazon.de-Redaktion Dschungelkind erzählt von einer außergewöhnlichen Kindheit im Dschungel Papua-Neuguineas. Lesen Sie Sabine Kueglers Kurzbericht über ihr Leben abseits der Zivilisation (PDF-Download)! Eine Bemerkung in eigener Sache vorab. Selten erlebte man, dass zwei TV-Auftritte einer bislang unbekannten jungen Frau im Bekanntenkreis auf derartiges Echo stießen. Wer Sabine Kuegler gesehen hatte, war fasziniert von den Erlebnissen und dem natürlichen Charme dieses "Dschungelkinds". Überdies dürfte die Botschaft, die sie aus dem fernen Papua-Neuguinea ins verhartzte kalte Deutschland trug, für Zivilisationsmüde die reinste Labsal gewesen sein. Sabines Leben inmitten des Stammes der Fayu wird zweifelsohne auch im Leser noch lange nachhallen. Es sollte eine Reise in die Steinzeit werden. Sabine war acht, als ihre Eltern, ein Sprachforscher- und Missionarsehepaar, 1980 ins Innere der indonesischen Insel West-Papua aufbrachen. Ziel der elterlichen Studien war das "Verlorene Tal", eine Terra incognita mitten im Regenwald, wo auf nahezu steinzeitlichem Niveau der Stamm der Fayu lebte. Es war beileibe keine angstfreie erste Begegnung, galten die Fayu doch als Kannibalen und angriffslustiges Völkchen. Sabines Augen jedoch sahen nur ihre neue Heimat. Und diese gefiel ihr. Ihre herzerfrischende und unprätentiose Art, die auch den Ton des Buches beherrscht, erleichterte den Anschluss an die scheuen Fayu-Kinder. An der Seite von Tuare, Ohri und den anderen, erlebten Sabine und ihre beiden Geschwister eine Sozialisation der besonderen Art. Bei aller Paradieshaftigkeit spart ihr Bericht aber auch die Widrigkeiten des Dschungellebens nicht aus. Nahrungsmittel erhielten sie nur in großen Abständen und per Flugzeug. Riesige Ratten und Spinnen, sowie regelmäßige Schlangenbesuche, machten das Schlafen im selbstgebauten Holzhaus zum gelegentlichen Horrortrip. Auch dürften die martialischen und archaischen Kriegs-, Vermählungs- und Sterberituale der Fayu westliche Gemüter einigermaßen befremden. Nicht so Sabine. Sie wuchs zur echten Fayu-Frau heran. Mit siebzehn endete der Traum abrupt. Die Schweizer Internatszeit begann. Spätestens auf dem eiskalten Hamburger Bahnsteig, ganz ohne Messer, Pfeil oder Bogen, erwarteten das Fayu-Mädchen Probleme, wie sie nur die "westliche Zivilisation" bereithält. Immer wieder sollten die hellen Bilder aus dem "Verlorenen Tal" in ihr aufsteigen. Sabine Kuegler war fortan eine traurige Wanderin zwischen zwei Kulturen. Nur zu verständlich, nach diesem anrührenden und aufrichtigen Bericht. -Ravi Unger 1
Buch:
Dschungelkind
Autor:
Sabine Kuegler, Ausgabe vom 1. Juli 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 582111
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Buch:
Mediation an Schulen: Eine bundesdeutsche Evaluation
Autor:
Sabine Behn, Nicolle Kügler, Hans-Josef Lembeck, Stefan Wink, Ausgabe vom 15. Mai 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 811229
Aus der Amazon.de-Redaktion Dieses Dilemma war abzusehen. Allein die Ankündigung einer Fortsetzung von Sabine Kueglers Erfolgsbuch Dschungelkind trieb dem Rezensenten den Schweiß auf die Stirn. Hatte er nicht vor nunmehr fast zwei Jahren fasziniert den Lebensweg dieser jungen Frau bestaunt, die bei dem Stamme der Fayu in Westpapua aufgewachsen war und nun, zurück in Deutschland, ihren Bericht aus einer fremden Welt vorlegte? Gewiss, der missionierende Vater, dessen Auftrag und Bestimmung im Dunkeln lagen, befremdete einigermaßen. Doch wie bald nach Veröffentlichung des Buches in den kritischen deutschen Medien aufklärerisch wütend die Macheten über den Köpfen der Kueglers geschwungen wurden, dürfte den kriegerischen Fayu in nichts nachgestanden haben. Nun steht der leise Zweifel im Raum, ob man sich an den exotischen Impressionen und Robinsonaden einer Familie ergötzt hatte, die mit ihrer Wycliff?schen Bibelübersetzungsmission den indonesischen Machthabern das Eroberungsfeld erst recht mitbereiten half. Sabine Kuegler ist eine clevere Frau. Vielleicht ein regelrechtes Vermarktungsgenie, wie die FAZ vom März 2005 in ihrem Artikel "Buchen Sie ein Dschungelkind!" ätzend suggerierte. Ihr wird auch der Kommentar von Ulrich Delius von der "Gesellschaft für bedrohte Völker" kaum entgangen sein, der die "Kueglersche romantische Verklärung" der Ureinwohner Westpapuas geiselte, die auf "fatale Weise verdränge, wie es in Westpapua unter indonesischer Kontrolle aussehe" - Dies wissend, stellte Sabine Kuegler ihre Rückreise in den heimatlichen Dschungel deutlich unter das Motto der Aufklärung. Will heißen, das an Bodenschätzen reiche Westpapua wird seit der Rückgabe durch die holländischen Kolonialmächte von Indonesien beherrscht. Umsiedelung, Vertreibung und Ermordung stellen eine permanente Bedrohung der Ureinwohner - auch der Fayu - dar. Menschen werden ermordet oder verschwinden spurlos, die Abholzung des Regenwaldes übertrifft noch die des Amazonasgebiets. Uns indes geht es wie Sabine Kuegler selbst. Auf den ersten Blick wirkt alles vertraut. Alles, was Dschungelkind zu einem so faszinierenden Bericht gemacht hatte, ist erneut vorhanden. Die schlichte und einfühlsame Sprache, die Schilderung der Begegung mit alten Freunden, das Gefühl, in der eigentlichen Heimat angekommen zu sein. Und doch hat dieses Idyll in mehrfacher Hinsicht tiefe Risse bekommen. Sabine Kuegler schreibt dagegen an. Wären da nur nicht diese anderen Stimmen, die so gnadenlos im Kopf des Rezensenten dröhnen. ?-Ravi Unger 1