Das berühmte Standardwerk von Simone de Beauvoir. Die universelle Standortbestimmung der Frau, die aus jahrtausendealter Abhängigkeit von männlicher Vorherrschaft, aus einer übermächtigen Tradition von Schwächegefühlen ausgebrochen ist , hat seit ihrem ersten Erscheinen nicht an Gültigkeit eingebüsst. Die brillante Scharfsichtigkeit dieser grundlegenden Analyse vom weiblichen Statur und Selbstverständnis in Geschichte und Gegenwart tritt in dieser Neuübersetzung noch deutlicher hervor. Ist "Frau sein" ein Verhängnis? Dieses Kultbuch war eine besondere Leseherausforderung für mich, stellte ich es doch anfangs sehr in Frage. Skeptisch begann ich mit dem Lesen dieses Werkes und wurde nach und nach gefangen genommen von den Ausführungen der Autorin. Sie verführte mich dazu, über meinen Werdegang als Kind, Mädchen, Jugendliche, Frau und über meinen Körper nachzudenken. In Zusammenhang mit meinen Eltern, meiner Erziehung, meiner Ausbildung und meiner Beziehung zu Männern und auch zu Frauen, zog ich ein Resümee. Im ersten Teil des Buches befaßt sich Simone de Beauvoir mit der Geschichte der Unterdrückung von Frauen. Diese begann mit der Bronzezeit, ihre Muskelkraft zu schwach um mit den von Männern neu erfundenen Werkzeugen umzugehen, brachte den Mann dazu, die Frau als "minderwertig" anzusehen und eine Jahrhunderte währende Herabsetzung der Frau und das Patriarchat waren die Folge. Ihr blieb die Mutterschaft und das Haus überlassen. Bis in die Gegenwart hinein hat dies Konsequenzen, elterliche Erziehung zwingt das weibliche Kind in die ihm vorgeschriebene Rolle, nämlich später Ehefrau und Mutter zu werden, passiv zu bleiben. Im zweiten Teil analysiert sie wichtige Phasen im Leben einer Frau: Die erste Menstruation, die Entjungferung, die Eheschließung, das Klimakterium... und es wird klar, welch einschneidende Momente diese Erlebnisse für eine Frau und ihre Sexualität bedeuten. Psychosen, Neurosen und Frigidität können aus negativen körperlichen Erfahrungen entstehen, Fallbeispiele in diesem Buch berührten mich zutiefst und ließen mich Frauen mit anderem Verständnis betrachten. Ein Standardwerk von höchstem sprachlichen und intellektuellem Niveau, das bei keiner Frau im Bücherschrank fehlen darf, und in dem auch Männer vieles über "Das andere Geschlecht" erfahren! "Die freie Frau wird gerade erst geboren"... -Claudia Berg
Buch:
Memoiren einer Tochter aus gutem Hause
Autor:
Simone de Beauvoir, Ausgabe vom 1. Juli 1968, Taschenbuch, Verkaufsrang 28682
Memoiren einer Tochter aus gutem Hause. Im Lexikon der Weltliteratur, zugegeben nicht eben die allerfeinste Adresse, stellt man erstaunt fest, daß Vicky Baum, "Unterhaltungsschriftstellerin mit solider Milieukenntnis", doppelt so viel Platz eingeräumt wird, wie der darauffolgenden Simone de Beauvoir. Verkehrte Welt, in der die wohl unbestritten wichtigste Literatin und Theoretikerin der Emanzipation im zwanzigsten Jahrhundert gerade mal einige dürre Zeilen wert ist. 1958 erschienen ihre Memoiren einer Tochter aus gutem Hause, die Geschichte ihrer Jugend bis zum Treffen mit Jean-Paul Sartre. Passender Titel. Als Kind kapriziös und verhätschelt, genoß sie noch die Privilegien ihres bürgerlich-steifleinenen Elternhauses am Boulevard Raspail. Doch bald schon durchschaute sie die Kälte der Konventionen und den Hochmut ihrer Klasse. Widerstand begann sich in ihr zu regen: "Von der Zufriedenheit zur Überheblichkeit ist es nicht weit. Papa mokierte sich gern, Mama neigte zur Kritik; wenige Leute fanden Gnade vor ihnen, während ich niemals hörte, daß jemand sich über sie mißbilligend äußerte." Bürgerhorror, fein beobachtet. "Das ist ungehörig." Auch so ein Elternsatz, der aber Entscheidendes auslöste in Simone. Gesellschaftliche Fesseln und Reglements, soweit das Auge reichte. Hauptsächlich Frauen betreffend. Das Denken beginnt. Und damit der Ausbruch. Mit fünfzehn ist für Simone de Beauvoir klar, daß sie Schriftstellerin werden wird. Die Abreise aus der bürgerlichen Wertewelt beginnt. Ihre Erzählungen und Essays machen sie zur berühmtesten Vertreterin der europäischen Frauenbewegung. Aber sie ist auch geplagt von Selbstzweifeln, war es oft satt, nur "reiner Geist" zu sein, hatte Angst, in lustfeindlicher "ätherischer Farblosigkeit" zu verkümmern. Kritisch vermerkt sie: "Ich bin keine virtuose Schriftstellerin gewesen." Ihr Hauptanliegen war, ihre Umwelt darauf aufmerksam zu machen, wie sie ihr Leben empfand. Eine noble Untertreibung. Ihr ist weit mehr als das gelungen. -Ravi Unger
Buch:
Alle Menschen sind sterblich
Autor:
Simone de Beauvoir, Ausgabe vom 1. Juli 1970, Taschenbuch, Verkaufsrang 35513
Product Description Simone de Beauvoirs Buch über das Alter ragt durch die einzigartige Fülle des ausgebreiteten Materials wie durch die Vielfalt neuer Einsichten und Perspektiven unter allen wissenschaftlichen und philosophischen Abhandlunggen dieses Thema hinaus.
Buch:
Die Mandarins von Paris
Autor:
Simone de Beauvoir, Ausgabe vom 1. Aug. 1965, Taschenbuch, Verkaufsrang 15249
Product Description Die Reise beginnt nicht mit dem gebuchten Flugzeug und die Landung aufeinem winzigen Flughafen am Schwarzen Meer ist unplanmäßig. Wie die Passagiereaus Paris dennoch irgendwann nach Sofia gelangen, ist abenteuerlich. DochAngelika Schrobsdorff trägt das alles mit Humor. Sie kennt die Verhältnisse,hat sie doch als Kind mit ihrer Mutter, einer deutschen Jüdin, acht Jahreals Eminrantin in Bulgarien gelebt. Sehnsüchtig wird sie von ihrer JugendfreundinLudmilla erwartet, die alsbald zu einem Gegenbesuch nach Paris aufbricht.Die Begegnungen zwischen den beiden Jugendfreundinnen werden zum Ausgangspunktamüsant geplauderter, aber mit analytischer Ironie erfasster Beobachtungenüber Konsum und Liebe, Freiheit und Glück in Ost und West. Simone de Beauvoirhat das Vorwort zu diesen interessanten Gesprächen geschrieben.
Buch:
Das andere Geschlecht - Sitte und Sexus der Frau.
Autor:
Simone de Beauvoir, Ausgabe vom Dez. 1992, Broschiert, Verkaufsrang 93871
Aus der Amazon.de-Redaktion Ist "Frau sein" ein Verhängnis? Dieses Kultbuch war eine besondere Leseherausforderung für mich, stellte ich es doch anfangs sehr in Frage. Skeptisch begann ich mit dem Lesen dieses Werkes und wurde nach und nach gefangen genommen von den Ausführungen der Autorin. Sie verführte mich dazu, über meinen Werdegang als Kind, Mädchen, Jugendliche, Frau und über meinen Körper nachzudenken. In Zusammenhang mit meinen Eltern, meiner Erziehung, meiner Ausbildung und meiner Beziehung zu Männern und auch zu Frauen, zog ich ein Resümee. Im ersten Teil des Buches befaßt sich Simone de Beauvoir mit der Geschichte der Unterdrückung von Frauen. Diese begann mit der Bronzezeit, ihre Muskelkraft zu schwach um mit den von Männern neu erfundenen Werkzeugen umzugehen, brachte den Mann dazu, die Frau als "minderwertig" anzusehen und eine Jahrhunderte währende Herabsetzung der Frau und das Patriarchat waren die Folge. Ihr blieb die Mutterschaft und das Haus überlassen. Bis in die Gegenwart hinein hat dies Konsequenzen, elterliche Erziehung zwingt das weibliche Kind in die ihm vorgeschriebene Rolle, nämlich später Ehefrau und Mutter zu werden, passiv zu bleiben. Im zweiten Teil analysiert sie wichtige Phasen im Leben einer Frau: Die erste Menstruation, die Entjungferung, die Eheschließung, das Klimakterium... und es wird klar, welch einschneidende Momente diese Erlebnisse für eine Frau und ihre Sexualität bedeuten. Psychosen, Neurosen und Frigidität können aus negativen körperlichen Erfahrungen entstehen, Fallbeispiele in diesem Buch berührten mich zutiefst und ließen mich Frauen mit anderem Verständnis betrachten. Ein Standardwerk von höchstem sprachlichen und intellektuellem Niveau, das bei keiner Frau im Bücherschrank fehlen darf, und in dem auch Männer vieles über "Das andere Geschlecht" erfahren! "Die freie Frau wird gerade erst geboren"... -Claudia Berg
Buch:
Ein sanfter Tod
Autor:
Simone de Beauvoir, Ausgabe vom 1. Febr. 1968, Taschenbuch, Verkaufsrang 95653
Product Description Hier wird das beschrieben, was die Krankenschwestern einen 'sanften Tod'nannten. Simone de Beauvoir schildert mit äußerster Genauigkeit das Sterbenihrer Mutter. Es beginnt mit einem leichten Unfall der Siebenundsiebzigjährigen.In der Klinik wird eine fortgeschrittene Krebserkrankung diagnostiziert.Die Tochter schildert mit aller Genauigkeit, aber auch mit allen komplexenGefühlsregungen das langsame Sterben ihrer Mutter. Es zeigt sich, daß dieserletzte Prozeß die Entfremdung zwischen Mutter und Tochter aufhebt, so daßdie Niederschrift, zumal sie in meisterhafter Weise das ganze frühere Lebender Mutter einbezieht, weit mehr bietet als die Darstellung des Sterbens.Sie wird zu einem Dokument menschlicher Beziehungen, aber auch zu einerPrüfung des eigenen Lebens; Simone de Beauvoir legt sich in diesem Buchselber Rechenschaft ab über ihr Verhältnis zu Leben und Tod.