Aus der Amazon.de-Redaktion Die Globalisierung ist ein Wettlauf, an dem wir alle, ob wir wollen oder nicht, teilnehmen. Und wenn wir es nicht tun, fallen wir halt zurück. Das ist die schlichte Botschaft dieses trotz allem, was man an ihm zu Recht (oder zu Unrecht?) auszusetzen haben mag, lesenswerten Bandes. Wie sehr die Globalisierung heute schon unser aller Alltag durchdringt, welche von welchen - weitgehend gesichtslosen - Akteuren in Gang gehaltenen Prozesse tatsächlich längst den Lauf der Welt(wirtschaft) bestimmen, das alles kann man darin nachlesen, zum Teil zwischen den Zeilen (doch dort um so deutlicher). In einer redaktionellen Nachbemerkung zu dem auf Interviews mit aktiven (und passiven) Teilnehmern, Gewinnnern und Verlierern dieses Wettlaufs um die Welt basierenden Buches lesen wir, dass die Texte für den Druck nur leicht überarbeitet wurden, weil der Charakter des gesprochenen Wortes möglichst erhalten bleiben sollte. Vielleicht wollte man ja den Charakter des gesprochenen Wortes nicht nur um seiner selbst willen erhalten, sondern zugleich auch deutlich machen, wie brüchig die geistige Basis manches Globalisierungs-Aktiven bisweilen ist: Während nämlich die Berichte Betroffener, denen die Globalisierung den Boden unter den Füßen weggezogen hat, den Leser nicht zuletzt wegen dieses "Charakters des gesprochenen Wortes" betroffen machen, fragt man sich angesichts manches vor laufender Kamera vermutlich gescheit und vor allem lebenstüchtig anmutenden Statements manches "Machers", ob die Substanz dessen, was er zu sagen hat, tatsächlich so dünn ist, wie die Dürftigkeit der Sprache glauben macht, derer er sich bedient. Darüber, ob die redaktionelle Entscheidung, aus Interview-Statements ein Buch zu einem solch brisanten Thema zu machen, ein weiser Ratschluss gewesen ist, darf man gewiss streiten. Lesenswert ist das alles gleichwohl, zum Teil vielleicht ja gerade deswegen. Die Globalisierung ist jedenfalls eine Tatsache, mit der wir nun mal irgendwie leben müssen. Dies macht das Buch in der Gesamtschau ebenso deutlich, wie die vielfältigen Aufgaben, die sich daraus für uns alle ergeben und vor denen wegzulaufen leider keine Alternative ist. - Hasso Greb, Literaturanzeiger.de
Buch:
Der Pirat - Die Drogenkarriere des Jan C - ( Sachbuch).
Autor:
Stefan Aust, Ausgabe vom Febr. 1999, Broschiert, Verkaufsrang 185197
Buch:
Nicht-Teilnahme an beruflicher Weiterbildung - Motive, Beweggründe, Hindernisse
Autor:
Helmut Schröder, Stefan Schiel, Aust Folkert, Ausgabe vom April 2004, Broschiert, Verkaufsrang 2026306
Buch:
Die Kunst des SPIEGEL / The Art of DER SPIEGEL: Titel-Illustrationen aus fünf Jahrzehnten / Cover-Illustrations over five decaes
Autor:
Stefan Aust, Stefan Kiefer, Ausgabe vom 4. Okt. 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 545759
Stefan Aust, Cordt Schnibben, Ausgabe vom 9. Sept. 2003, Gebunden, Verkaufsrang 575254
Aus der Amazon.de-Redaktion Dass durchaus Gelungenes dabei herauskommen kann, wenn Journalisten vor Ort genau hinsehen, die richtigen Fragen stellen und die Antworten im professionellen Reportagestil verarbeiten, zeigt dieses voluminöse Buch des Spiegel-Teams. Auf über 500 Seiten reihen 20 Autoren unzählige Info-Mosaiksteine aneinander, so dass ein sehr informatives und ausgewogenes Gesamtbild des Irak-Krieges entsteht. Die chronologische Anordnung der kurzen, manchmal nur wenige Stunden verarbeitenden Textbausteine und der Newsticker zu Beginn vieler Abschnitte geben dem Leser das Gefühl, ein "Kriegstagebuch" vor sich zu haben. Die Texte spiegeln die Komplexität, das menschliche Leid, aber auch die Faszination dieses ersten einer ganz neuen Generation von Kriegen wider. An einigen Stellen zeigt sich, dass die Autoren - trotz aller Vorsicht - gegenüber der Faszination der technisierten und vernetzten US-Kriegsführung nicht immun sind. Besonders authentisch wird der Text, wo Menschen auf beiden Seiten zu Wort kommen: der fanatisierte Baath-Funktionär, der die Niederlage nicht sehen will, die selbstbewusste US-Soldatin, die sich mit der Terrorbekämpfung auseinander setzen muss, oder die wütenden GIs, die nur knapp dem Friendly Fire entronnen sind. Auch die irakischen Opfer erhalten eine Stimme. Der Krieg hat viele Gesichter. Wieder einmal erweist sich dies als nur zu wahr. Obwohl der Verlauf der Kriegshandlungen im Vordergrund steht, kommt auch die Vor- und Nachgeschichte des Krieges nicht zu kurz. Dabei wird die Rolle der USA durchaus kritisch beurteilt. Klar ist zwar, dass es die konkurrenzlose Militärmaschinerie den Vereinigten Staaten auf lange Zeit ermöglichen wird, derartige Kriege zu führen und zu gewinnen. Doch für den "Krieg nach dem Krieg" sind die USA weitaus weniger gut gerüstet. Die abschließende systematische Geschichte über den Irak-Krieg liegt mit diesem Buch noch nicht vor (so weit das überhaupt möglich ist), doch das vorliegende Mosaik aus Fakten und Erlebnissen gibt ein tiefenscharfes Bild davon ab, wie dieser Krieg abgelaufen ist. Reichlich überflüssig scheint die ausgiebige "US-Waffenschau" auf Hochglanzpapier - allerdings ist auch dies eine Fassette des Krieges. -Dr. Manfred Schwarzmeier
Buch:
Der Pirat - Die Drogenkarriere des Jan C.
Autor:
Stefan Aust, Ausgabe vom 2000, Broschiert, Verkaufsrang 128901
Buch:
Wettlauf um die Welt: Die Globalisierung und wir
Autor:
Stefan Aust, Claus Richter, Matthias Ziemann, Ausgabe vom März 2007, Gebunden, Verkaufsrang 852874
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Aus der Amazon.de-Redaktion Die Globalisierung ist ein Wettlauf, an dem wir alle, ob wir wollen oder nicht, teilnehmen. Und wenn wir es nicht tun, fallen wir halt zurück. Das ist die schlichte Botschaft dieses trotz allem, was man an ihm zu Recht (oder zu Unrecht?) auszusetzen haben mag, lesenswerten Bandes. Wie sehr die Globalisierung heute schon unser aller Alltag durchdringt, welche von welchen - weitgehend gesichtslosen - Akteuren in Gang gehaltenen Prozesse tatsächlich längst den Lauf der Welt(wirtschaft) bestimmen, das alles kann man darin nachlesen, zum Teil zwischen den Zeilen (doch dort um so deutlicher). In einer redaktionellen Nachbemerkung zu dem auf Interviews mit aktiven (und passiven) Teilnehmern, Gewinnnern und Verlierern dieses Wettlaufs um die Welt basierenden Buches lesen wir, dass die Texte für den Druck nur leicht überarbeitet wurden, weil der Charakter des gesprochenen Wortes möglichst erhalten bleiben sollte. Vielleicht wollte man ja den Charakter des gesprochenen Wortes nicht nur um seiner selbst willen erhalten, sondern zugleich auch deutlich machen, wie brüchig die geistige Basis manches Globalisierungs-Aktiven bisweilen ist: Während nämlich die Berichte Betroffener, denen die Globalisierung den Boden unter den Füßen weggezogen hat, den Leser nicht zuletzt wegen dieses "Charakters des gesprochenen Wortes" betroffen machen, fragt man sich angesichts manches vor laufender Kamera vermutlich gescheit und vor allem lebenstüchtig anmutenden Statements manches "Machers", ob die Substanz dessen, was er zu sagen hat, tatsächlich so dünn ist, wie die Dürftigkeit der Sprache glauben macht, derer er sich bedient. Darüber, ob die redaktionelle Entscheidung, aus Interview-Statements ein Buch zu einem solch brisanten Thema zu machen, ein weiser Ratschluss gewesen ist, darf man gewiss streiten. Lesenswert ist das alles gleichwohl, zum Teil vielleicht ja gerade deswegen. Die Globalisierung ist jedenfalls eine Tatsache, mit der wir nun mal irgendwie leben müssen. Dies macht das Buch in der Gesamtschau ebenso deutlich, wie die vielfältigen Aufgaben, die sich daraus für uns alle ergeben und vor denen wegzulaufen leider keine Alternative ist. - Hasso Greb, Literaturanzeiger.de
Buch:
Der Fall Deutschland: Abstieg eines Superstars
Autor:
Stefan Aust, Claus Richter, Gabor Steingart, Ausgabe vom Sept. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 91058