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Bücher - Autoren

T.C. Boyle

 
Wassermusik - T. Coraghessan Boyle
Taschenbuch:Wassermusik
Autor:T. Coraghessan Boyle, Ausgabe vom 2. Juli 1990, Verkaufsrang 2747
 
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Grün ist die Hoffnung: Eine Pastorale Roman - T. C. Boyle
Buch:Grün ist die Hoffnung: Eine Pastorale Roman
Autor:T. C. Boyle, Ausgabe vom 1. Febr. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 8487
 
Grün ist die Hoffnung Eine - T. C. Boyle unter  

Drop City: Roman - T. C. Boyle
Taschenbuch:Drop City: Roman
Autor:T. C. Boyle, Ausgabe vom 1. September 2005, Verkaufsrang 13911
 
Drop City - T. C. Boyle unter  
Draußen, am Eingangstor der Drop City Ranch irgendwo in Kalifornien, hängt ein Sperrholzschild windschief an einem Querpfosten. " Keine Männer, keine Frauen - nur Kinder!" steht darauf zu lesen. Und tatsächlich haben sich drinnen etwa 60 Menschen versammelt, die nicht erwachsen werden wollen: Hippies der Flower-Power-Ära, die auf dem geerbten Terrain eine Insel der Glückseligen schaffen wollen. Alles, was man zum Leben braucht, ist auf der Ranch versammelt: Ziegen und Zucchini, Platten von Jimmi Hendrix bis Country Joe and the Fish - und Drogen natürlich, jede Menge Drogen.
Aber die Welt ist nicht ganz so unschuldig in Drop City, wie seine Bewohner es sich ersehnen, schließlich befinden wir uns in einem Roman von T. C. Boyle. Ein echtes Kind schluckt L S D im Fruchtsaft, ein anderes Kind wird von den Jüngern freier Liebe vergewaltigt. Und dann tritt Gott auf in Gestalt des Sheriffs und vertreibt die Hippies aus ihrem trügerischen Paradies. So müssen sie sich auf die Reise machen ins kalte Alaska, wo wiederum eine Hütte auf sie wartet. Über die Grenze kommen sie nur, weil die zugekiffte Gruppe den Zöllnern weismacht, sie seien die Greatful Dead auf Welttournee.
Auf den Einfall, die Generation der Flower-Power-Bewegung zum Thema eines Romans zu machen, kam Boyle bei den Recherchen über die Umweltbewegung für sein Buch Ein Freund der Erde. Deshalb ist im Roman viel Kritik an einer Zeit versteckt, die ihre kindischen Verklemmungen hinter der Maske totaler Freiheit zu verbergen suchte. Ansonsten aber ist Boyle ein überaus komplexer, wunderbar lesbarer und ironisch-skurriler Roman geglückt, der in seinen besten Passagen an World's End heranreicht. Große, leicht bekiffte Literatur. -Stefan Kellerer

World's End: Roman - T. C. Boyle
Taschenbuch:World's End: Roman
Autor:T. C. Boyle, Ausgabe vom 1. November 2007, Verkaufsrang 23524
 
World's End - T. C. Boyle unter  
Die märchenhafteste Geschichte in < I> World's End (1987) ist die des amerikanischen Pachtbauern Harmanus Van Brunt, der im 17. Jahrhundert eine Familie durch seine Freßsucht ruiniert. Nachdem er jahrelang mit immensen Mengen an Wildbret, Schnecken und Trüffeln gefüttert worden ist und das einstmals fruchtbare Land nahezu kahlgefressen hat, fällt seine Frau Agatha vor Erschöpfung tot "mit dem Gesicht nach vorn in eine Kasserolle mit Kartoffelauflauf". 300 Jahre später wird auch ihr Nachfahre Walter von einem alles vernichtenden Hunger befallen. Und der " Garten Enden" ist hier kein utopisches Schlaraffenland, sondern ein trostloses Shopping-Mall. Poetischer (und unaufdringlicher) kann man Kolonialismus, ökologischen Raubbau und den Ausverkauf des American Dream kaum kritisieren.
< I> World's End ist ein skurilles Geschichtspanoptikum, das - in Anspielung an James Fenimore Coopers Lederstrumpfepos < I> Der letzte Mohikaner (1826) - vorwiegend die letzten ihres Familiengeschlechts und deren Vorgeschichte vorstellt: Im Grunde nämlich spielt die Story längst im Totenreich, wo sich die Helden und die Ahnen wiedertreffen. Deshalb fährt Walter Van Brunt nach Alaska, ans "fernste, abgefrorenste Ende der Welt", auf der Suche nach dem Vater, der Vergangenheit: Nicht zuletzt eine Reise ans Ende der Zeit also, wo "die Toten aus den Gräbern steigen" und deren Hinterbliebene lebendig begraben sind. So entsteht eine " Grossaufnahme Amerikas am Ende des Jahrhunderts" ( Boyle): ein apokalyptischer Totentanz, der sich 300 Jahre historischer Entwicklung mühelos einverleibt.
T. C. Boyle ist der schwarzhumorige Prophet des menschlichen Untergangs. " Die einzige Hoffnung ist, das wir irgendwann aussterben", konstatierte er dementsprechend in einem Interview. Für das Jahr 2000 hat der Autor einen neuen Roman angekündigt. Mit < I> World's End jedoch ist das ultimative Endzeitszenario zur Jahrtausendwende schon längst geschrieben. Wer es noch nicht gelesen hat, der sollte es getrost verschlingen. < I>-Thomas Köster

América: Roman - T. C. Boyle
Taschenbuch:América: Roman
Autor:T. C. Boyle, Ausgabe vom 1. November 2006, Verkaufsrang 9579
 
América - T. C. Boyle unter  

Talk Talk - Tom Coraghessan Boyle
Buch:Talk Talk
Autor:Tom Coraghessan Boyle, Ausgabe vom Mai 2008, Broschiert, Verkaufsrang 13961
 
Talk Talk - Tom Coraghessan Boyle unter  
? Identitätsdiebstahl? lautet das Schlüsselwort in T. C. Boyles Roman. Es bezeichnet die jüngste Verbrechensvariante, die im Land der tausend Möglichkeiten bereits existenzzerstörende erste Blüten treibt. Im Zeitalter der P I Ns, Codes und Passwörter verschaffen sich übelwollende Naturen Zugang zu den Konten ihrer Opfer, um sie dann Wirtstieren gleich auszusaugen und sich deren Identität überzustülpen. Ein einträgliches Geschäft. So staunt die gehörlose Dana Halter nicht schlecht, als sie sich nach einem geringfügigen Verkehrsdelikt in den unmenschlichen Fängen einer gnadenlosen U S-Justizmaschinerie wiederfindet. Ihr Albtraum hat einen Namen: Dr. Dana Halter! Gesucht in mehreren Staaten wegen vielfachen Scheckbetrugs. Ihr Wirtstier!
Schade, dass T. C. Boyle so verdammt unterhaltsam und definitiv zu jung ist. Der Nobelpreis hätte diesem Mann längst auf einem Samtkissen überreicht werden müssen! Was T C B in seinem elften Roman aus einem vergleichsweise schlichten Gut-Jagt-Böse-Roadmovie an Funken zu schlagen vermag, zeichnet nur ganz große Erzähler aus. Aller Talk Talk (engl. für Gebärdensprache zwischen Gehörlosen), bringt Dana bei den Behörden nicht weiter. Zwar spricht man sie - nach einem drastischen Aufenthalt im Untersuchungsgefängnis - schuldfrei; ihren Job als Gehörlosenlehrerin aber ist sie los und die Identität ihres Peinigers bleibt weiterhin unbekannt. Bis Danas etwas schlafmütziger Freund Bridger per Bankauskunft eine Telefonnummer herausbekommt. Die Spur führt nach Marin County. Dort, in bevorzugter Pazifiklage, lässt es sich ein gewisser William ? Peck? Wilson zwischen Palmen, Armani und russischer Geliebter ausgesprochen gut gehen.
Die hübsche Dana hat Blut geleckt. Die Jagd beginnt! In einer haarsträubenden Ralley verfolgen Dana und Bridger den flüchtigen ? Peck? alias Dr. Dana Halter quer durch den Kontinent. Klar, dass jemand wie T C B sich die Gelegenheit nicht entgehen lässt, heftige Stimmungsbilder des heutigen Amerika beizusteuern. Einer mitleidlosen Konsumgesellschaft, in der nur der Erfolg zählt, wie Pecks unersättliche Zickenfreundin Natalia zeigt, ein Russenimport der teuren Art, die die Betätigungsfelder ? Shoppen und Ficken? zu ihrer ureigensten Religion erhoben hat. Mit dem Handicap der hochintelligenten Dana, die in einer ignoranten Umwelt nur auf krasses Unverständnis, ja auf ironischerweise ? taube Ohren? stößt, schuf T C B zusätzlichen Suspense, vor dem sich selbst ein Hitchcock verneigt hätte. Schließlich kreierte er mit der Figur des ? Peck? einen so smarten wie beängstigenden Charakter, wie sich beim überraschenden Showdown zeigt. Wenn man dann noch nicht vom Schlag getroffen ist! < I>-Ravi Unger

Dr. Sex: Roman - T. C. Boyle
Taschenbuch:Dr. Sex: Roman
Autor:T. C. Boyle, Ausgabe vom 1. April 2007, Verkaufsrang 125398
 
Dr. Sex - T. C. Boyle unter  
Nun, da Prok tot ist, wandern Milks Erinnerungen noch einmal zurück zu jenem Herbsttag 1939, an dem man im Hörsaal des Instituts für Biologie an der Universität von Indiana eine Stecknadel hätte fallen hören können. Studenten und Studentinnen bekamen heiße Ohren angesichts des Gehörten und vor allem Gezeigten. Was der Professor, von allen nur " Prok" genannt, in drastischen Bildern an die Wand warf, waren nichts weniger als nackte Tatsachen. Erigierte Penisse, feuchte Vaginen. Fruchtfliege und Blütenstaub hatten ausgedient. Der Zoologe Alfred C. Kinsey hatte sein Lebensthema gefunden: Die Erforschung des Sexuallebens von Mann und Frau. Eine Revolution fand statt. Und einer sollte bald dem inneren Zirkel um Prok angehören: Der schüchterne Studiosus John Milk.
Unter dem unglücklichen, B R A V O-haft verklemmten deutschen Titel, entwirft Boyle einen grandiosen Sittenspiegel sexueller Verklemmungen und Neurosen. Proks These, "den körperlichen Aspekt von Sex vollkommen von seinem emotionalen oder spirituellen Kontext zu trennen", führt den Jungforscher Milk dabei zusehends ins Dilemma: Während Kommilitonin Iris erste zarte Liebesgefühle in ihm weckt, muss er im Dienste der Forschung nachts in Schränke kriechen, um den Stellungskrieg einer Prostituierten mit ihrer Kundschaft zu dokumentieren, darf beim Statistikfestival " Onanieren der Tausend" selbst mitrubbeln, und soll am Ende sogar seine Iris zum Partnertausch aus der Hand geben.
Boyle-Leser wissen, dass alles Messianische und Eifernde bei T C B besonders misstrauisch beäugt wird. Langsam entdeckt Milk, dass der Mann, der der Sexualität den Weg aus dem Unaussprechlichen verhalf, am Ende selbst als besessener und emotionsloser Messtechniker und Sextechnokrat dasteht. Allzu begierige Leser seinen gebremst! Was bei einem solchen Thema nahe läge, die exzessive Schilderung sexueller Handlungen, wird von Boyle klug und eher behutsam eingesetzt. Wichtiger ist die eigentliche Botschaft des Romans, Milks Erfahrung, dass jenseits aller Messdaten über konvulsivische Zuckungen, Erektionsdauer und Gleitsekrete, ein viel größeres Reich zu entdecken ist: Das der Emotionen, der Irrationalität und Zärtlichkeit ? das der Liebe. Diese Entdeckung blieb dem harmlosen Assistenten John Milk vorbehalten. T. C. Boyle gelang ein atemberaubendes Stück Zeit- und eine noch zartere Liebesgeschichte. < I>? Ravi Unger
T. C. Boyle im Interview
" Was für den einen pervers, ist die Sahne im Leben des anderen. "
Lesen Sie unser exklusives Interview mit T. C. Boyle über seinen Roman Dr. Sex, der auch fünfzig Jahre nach dem Kinsey-Skandal wieder für Aufruhr unter den Moralaposteln sorgte.

Wenn Jan Josef Liefers diese Geschichte um den legendären Sexforscher Alfred Charles Kinsey und den Kreis seiner engsten Mitarbeiter liest, dann passt das von der ersten bis zur letzten der 325 Minuten. Er trifft genau die Stimmung dieser äußerst spannenden Zeit, die mit einer sexuellen Revolution und der Befreiung des Protagonisten endet. Es ist die beeindruckende Art, wie Liefers die Mischung aus anfänglicher absoluter Bewunderung des Icherzählers für den Pionier und Magier, der intensiv erlebten Mitarbeit an einem beispiellosen Projekt und der langsamen Befreiung von diesem "Übervater" interpretiert, die dieses Hörbuch mit dem zur Zeit aktuellen Thema zu einem echten Highlight machen.
Vor dem Hintergrund der Forschungsarbeit Professor Kinseys, der auf der Basis von Interviews mit Frauen und Männern unterschiedlichster Provenienz wissenschaftlich fundierte Untersuchungen über die sexuellen Gepflogenheiten des "menschlichen Säugetiers" veröffentlichte und damit nicht nur in Amerika eine Welle der Entrüstung auslöste, erzählt T. C. Boyle die Erlebnisse eines jungen fiktiven Mitarbeiters des Sexforschers. Dieser erlebt die Zeit mit Prok, wie Professor Kinsey genannt wird, als aufregende Periode seines Lebens. Die Mitarbeit an dem revolutionären Projekt, die ersten sexuellen Erfahrungen, seine Ehe mit Iris, bis hin zu seiner Loslösung - der Sprecher lässt den eigentlichen Protagonisten lebendig werden. Er gibt die Perspektive des langsam sich befreienden John, der sich niemals gegen Prok aufzulehnen traut, überzeugend wieder. Wenn er den fanatischen, teilweise auch skrupellosen Kinsey spricht, hört man gleichzeitig den Einfluss, den er auf seinen vertrauten Mitarbeiter hat.
Jan Josef Liefers, als Bühnen- wie auch als Filmschauspieler ( Das Wunder von Lengede von 2003) geschätzt, arbeitet in seiner Lesung die Macht und Respektlosigkeit des objektiven und sachlichen Wissenschaftlers gegenüber anderen heraus. Seine Tonlage vermittelt von Anfang an die verdeckte Opposition gegen die Allmacht der reinen Physiologie und lässt das Einverständnis John Milks mit Gefühlen ahnen. Den Zweifeln des Icherzählers mit seinen direkten Ansprachen an den Hörer schenkt er eine authentische Stimme. Weshalb dieser so lange in den Bann Kinseys gezogen war, bei Liefers klingt es völlig nachvollziehbar.
Fazit: Liefers interpretiert die Geschichte eines genialen und fanatischen Reformers und eines jungen Mannes, der sich von dessen Einfluss befreien kann, der sich - ganz romantisch - für die Liebe entscheidet. Eine großartige Lesung, die Lust auf die Brigitte-Lesetour mit ihm macht.
Autorisierte Lesung, Spieldauer: ca. 325 Minuten, 4 C Ds. Mit Infos. - culture. text

Willkommen in Wellville: Roman - T. C. Boyle
Taschenbuch:Willkommen in Wellville: Roman
Autor:T. C. Boyle, Ausgabe vom 1. Dezember 1994, Verkaufsrang 23166
 
Willkommen in Wellville - T. C. Boyle unter  

Zähne und Klauen - T. C. Boyle
Buch:Zähne und Klauen
Autor:T. C. Boyle, Ausgabe vom 9. Febr. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 9794
 
Zähne und Klauen - T. C. Boyle unter  
Eigentlich ist im Erzählband Zähne und Klauen des U S-amerikanischen Kult-Autors T. C. Boyle wieder alles so wie immer: die Männer sind Looser (und wissen das auch). Besoffen sitzen sie an langen Tresen, um sich sinnlose Footballspiele anzusehen und mit Bar-Bekanntschaften belanglose Gespräche über die Chancen ihres Teams zu führen. Und irgendwann passiert etwas, das ihr armseliges Leben völlig aus der Bahn wirft - nicht zuletzt, weil es ja noch die Frauen gibt.
In der Titelgeschichte von Zähne und Klauen ist dieses Etwas ein Raubtier im Käfig, das ein Unbekannter neben dem Ich-Erzähler auf die Theke hievt - und dann für immer verschwindet. Der Erzähler nimmt das wilde Tier mit nach Hause: auch, weil die hübsche Bedienung der Bar das irgendwie von ihm verlangt. Aber das Mädchen ist vergeben, das Raubtier verwüstet allmählich die Wohnung, selbst die letzte Rückzugsbastion des Helden ist so bald für immer zerstört. Vielleicht ist die Raubkatze längst aus seinem Zimmer ausgebrochen, als der Ich-Erzähler eines Tages von einer Sauftour wieder nach Hause kommt. Eigentlich sollte er die Wohnung meiden. Aber er tritt ein. ? Und dann - ich weiß nicht, warum - schloss ich die Tür hinter mir. ?
T. C. Boyle ist - gemeinsam mit Haruki Murakami natürlich! - unzweifelhaft der Größte. Irgendwie schafft es der 1948 geborene Schriftsteller nicht, einen Satz zu schreiben, der langweilig, uninspiriert oder dumm klingen würde (auch wenn ihm das im Roman Ein Freund der Erde oder der Erzählsammlung Schluss mit cool von 2001 mehrmals fast gelungen wäre). Auch in Zähne und Klauen macht er wieder alles richtig. Da gibt es kein falsches Wort, keine plumpe Wendung. Und selbst da, wo es plump und platt zu werden droht wie in der Erzählung über den vermeintlichen Umfalltod einer pubertierenden Tochter, der mit der Katastrophe eines Asteroideneinschlags auf Yucatán vor fünfundsechzig Millionen Jahren kombiniert wird, kratzt Boyle am Schluss doch noch die Kurve und präsentiert ein Ende, das wie eine Bombe alle Illusion zerschlägt. Besser kann man eigentlich nicht schreiben.
Wenn man nicht gerade zu Ein Freund der Erde oder Schluss mit cool greift, kann man eigentlich jedes der Boyle? schen Bücher lesen. Auch Zähne und Klauen ist wieder ein Meisterwerk, in dem das Banale, Nebensächliche ins leise Tragische, melancholisch Traurige abgleitet. Große Literatur, wie immer. - Thomas Köster, Literaturanzeiger. de

Ein Freund der Erde: Roman - T. C. Boyle
Taschenbuch:Ein Freund der Erde: Roman
Autor:T. C. Boyle, Ausgabe vom 1. März 2003, Verkaufsrang 55583
 
Ein Freund der Erde - T. C. Boyle unter  
Oh je! Städtenamen wie Los Andiegoles und San José Francisco verheißen nichts Gutes. Wo sind wir hier hineingeraten? In T. C. Boyles bitterböse Endzeitgroteske, in der der Homo sapiens seine Erde endgültig zu einer Mischung aus Wüstenplanet und Müllkippe heruntergewirtschaftet hat. Unter ewigem Dauerregen siecht in Kalifornien eine hautverkrebste Bevölkerung dahin. Nahrung (sofern dies noch den Namen verdient) und Strom sind Mangelware. Die Atmosphäre: eine Giftküche, in der es selbst im einstigen Sonnenstaat mittags um drei schon stockfinster wird. Immerwährende Superorkane haben die Menschen gezwungen, in fest verankerten Betonquadern dahinzuvegetieren. Aus anderen Weltregionen hört man ähnlich Beruhigendes: Rhein und Loire sind inzwischen bevorzugte Reisanbaugebiete!
Wir schreiben das Jahr 2025. Tyrone O' Shaughnessy Tierwater, kurz Ty genannt, hat ein bewegtes Leben hinter sich. In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gehörten er, seine zweite Frau Andrea sowie Tochter Sierra zu der Sorte radikaler Umweltschützer, die sich schon mal mit den Füßen als lebende Straßenblockade einbetonierten, um einen tausendjährigen Mammutbaum vorm finalen Axthieb zu schützen (die Schilderung dieser Aktion, inklusive Windeleinsatz, ist eine einzige Slapstick-Orgie).
Inzwischen ist Ty fünfundsiebzig und reichlich desillusioniert. Frau und Tochter hat er seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen, Umweltschutz hat sich mangels Umwelt auch erledigt. Sein Broterwerb wird durch die Marotte eines superreichen Popstars gesichert, die Pflege einer Privatmenagerie vom Aussterben bedrohter Viecher mit anheimelnden Namen wie Schabrackenhyäne, Patagonischer Fuchs und Warzenschwein. In diesem eher düsteren Lebensabschnitt taucht aus heiterem Himmel Andrea mit einem Spezialauftrag bei ihm auf. Schlagartig holt den armen Ty seine geheimnisvolle Vergangenheit wieder ein!
Mit seiner schrill-apokalyptischen Tierwater'schen Tier- und Pflanzenkunde haut uns T. C. Boyle in einer Mixtur aus giftigstem Galgenhumor, Endzeit-' Grunge' und Ökothriller unsere gesammelten Umweltsünden um die Ohren und entwirft gleichzeitig ein Schreckensszenario, welches durchaus nicht mehr unrealistisch scheint. Großartig! < I>-Ravi Unger

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