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Bücher - Autoren

Theodor W. Adorno

 
Dialektik der Aufklärung: Philosophische Fragmente - Max Horkheimer, Theodor W. Adorno
Buch:Dialektik der Aufklärung: Philosophische Fragmente
Autor:Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Ausgabe vom Mai 1988, Sondereinband, Verkaufsrang 17430
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Dialektik der Aufklärung
OA 1947 DE 1969Form Sachbuch Bereich Philosophie
Die von Max Horkheimer und Theodor W. R Adorno gemeinsam in den USA geschriebene Dialektik der Aufklärung ist der vermutlich wichtigste Text der kritischen Theorie und ein Klassiker der Philosophie des 20. Jahrhunderts.
Entstehung: Die Publikationsgeschichte hat dem Text früh eine geheimnisvolle Aura verliehen. 1944 aus Anlass des 50. Geburtstags von Friedrich Pollock (1894-1970) in hektografierter Form publiziert, kursierte lange Zeit nur eine erweiterte Fassung als Raubdruck (Amsterdam 1947). Erst 1969 entschlossen sich die Autoren, den Text weitgehend unverändert wieder zu veröffentlichen.
Inhalt: Es gibt wohl kaum eine fulminantere Entlarvung der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse und eine in ihrem wortgewaltigen Pathos düsterere Abrechnung mit dem westlichen Fortschrittsglauben als die Dialektik der Aufklärung. Der einzelne Mensch wird gegenüber den ökonomischen Mächten annulliert, vom Apparat verschlungen, zum Teilchen einer unmündigen Masse degradiert. Der verdinglichte Geist stirbt in der Flut von Information und Amüsement ab, wird zur bloßen Ware. Die Kulturindustrie trägt in subtiler Weise dazu bei, sich der eigenen Verdummung und Versklavung nicht einmal mehr bewusst zu werden. So erweist sich "Aufklärung als Massenbetrug". Diese alles beherrschende Form eines bloß instrumentellen Verstandes unterdrückt jenes Subjekt, das sich gerade mittels Verstandes von Mythos und Irrationalität befreien und so zum Herrn über sich selbst machen wollte. Am Bild des an den Mast gefesselten Odysseus verdeutlichen Horkheimer und Adorno den ursprünglichen Zusammenhang der Herrschaft des Verstands und Unterdrückung menschlicher Natur.
Die Dialektik der Aufklärung ist nicht nur eine kritische Theorie der modernen Massenkultur, sondern auch radikale Sprach- und Wissenschaftskritik sowie negative Geschichtsphilosophie. Aufklärendes Denken, das untrennbar mit gesellschaftlicher Freiheit verbunden ist, hat in einem dialektischen Prozess die völlige Unfreiheit einer verwalteten Welt hervorgebracht. Dialektik bedeutet hier das (notwendige) Umschlagen einer sich entwickelnden Sache, der Aufklärung, in ihr Gegenteil, in die Unvernunft einer irrationalen Welt. Die dramatische Konsequenz dieser Annahme liegt in der Ausweglosigkeit des erreichten Zustands.
Wirkung: Für die deutsche Soziologie war die Dialektik der Aufklärung von prägender Bedeutung, für die Studentenbewegung bildete sie das elektrisierende Manifest der eigenen Revolte. Philosophisch nüchterner ist sie in die breite Kritik an der wissenschaftlichen Rationalität und ihrer Verengung der Vernunft auf instrumentelles Denken einzuordnen. Wenn die beinahe düstere Prophetie und das pessimistische Pathos der Dialektik spätestens im Laufe der 1980er Jahre gleichsam aus der Mode gekommen sind, so wäre dies für die beiden kritischen Denker wohl nur eine Bestätigung ihrer Theorie gewesen. C. S.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 6 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Ein Klassiker (5 von 5 Punkten) meint A.G. aus Stutengarten, Baden-Württemberg Deutschland
Ein Klassiker der modernen Kulturtheorie. Ich verstehe mich selbst nur als Laie, aber allein die Tatsache, dass die einschlägige Literatur immer wieder auf dieses Werk verweist, lässt darauf schließen, dass es sich um ein wichtiges Werk handelt.
Bis jetzt kann ich noch nicht zuviel über den Inhalt sagen, aber für philosophische Maßstäbe liest sich das Buch ganz gut und die Autoren vermitteln wirklich sehr frische und zeitgemäße Gedanken.

 Weitere Lesermeinungen

Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 4: Minima Moralia -  Reflexionen aus dem beschädigten Leben: BD 4 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) - Theodor W. Adorno
Buch:Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 4: Minima Moralia - Reflexionen aus dem beschädigten Leben: BD 4 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Autor:Theodor W. Adorno, Ausgabe vom 28. April 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 29354
Preis: 10,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Buchnotiz zu : Die Zeit, 03.05.2001
Der Anlass der Neuauflage des philosophischen Klassikers ist, so Martin Seel, das fünfzigjährige Jubiläum des Buches. Beruhigend für den Leser ist der Hinweis Seels, dass man die "Minima moralia", die in den vierziger Jahren im amerikanischen Exil Adornos entstanden sind, weder als Fortsetzung der "Dialektik der Aufklärung" noch als Vorbereitung zur "Negativen Dialektik" lesen muss, im Gegenteil, diese Kontextualisierung ist geradezu verkehrt, handelt es sich für Seel doch um ein eigenständiges Werk, um ein "Feuerwerk hellsichtiger Gedanken". Geschrieben unter dem Einfluss des nationalsozialistischen Terrors, seien die "Minima moralia" eine "Diagnose einer global organisierten Unmündigkeit". Der Reiz der Aphorismen sei das Nicht-Systematische, die Aufforderung, durch die Paradoxa zum eigenen Denken animiert zu werden, denn nichts sei so, wie es sich auf den ersten Blick liest. Seel legt dann einzelne Gedankenblitze Adornos aus, vor allem den berühmten Satz "Es gibt kein richtiges Leben im falschen"; generalisierend fasst er schließlich die Maxime von Adornos Denken wie folgt zusammen: Nur vom Unmöglichen her können wir unsere Möglichkeiten verstehen. Auch wenn man diesen Grundsatz nicht teilt, so Seel, ist man doch in jedem Fall von der Genialität Adornos gefesselt.
© Perlentaucher Medien GmbH


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 10 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Dagegen und dafür sein. (5 von 5 Punkten) meint M.C.
Adorno, Adorno, Adorno.

Vielleicht hätte ich nicht mit diesem Buch in sein Universum einsteigen sollen, aber Verriss und Lob liegen für mich gefühlt ganz nah beieinander, wenn ich die beschädigten Reflexionen lese. Einerseits Bewunderung für die sprachliche, inhaltliche Tiefe, die zu spürende Verzweiflung und Kraft, die klappernde, aber würdevolle Philosophie und andererseits Verärgerung über den Intellektuellendiskurs, die Abschirmung und Isolation durch die Sprache, welche hier nicht minder taktisch eingesetzt wird als anderswo und nur ein auserwähltes Volk zum Dialog zuzulassen scheint. Wer sich also mit soviel sprachlicher und philosophischer Waffentechnik an das Publikum heranwagt und ihm selbst ein totalitär wirkendes Bedrohungsszenario vorspricht, ist nicht besser als andere Ideologen, scheint es mir, auch wenn ich dazu tendiere das Buch aus meiner Zeit zu verstehen und meine Lebenslage lieber über die des Autors stelle, auch und gerade trotzig gegenüber allen geschichtlichen Imperativen, die er mir schon allein durch den Entstehungskontext entgegenwirft.
Trotz der offensichtlichen Einzigartigkeit dieses Werks missfällt mir doch die Überschärfe, welche immer mal in absolute Idiotie umzuschlagen scheint, die keinen Freiraum mehr zulässt und sich wie überschlagender Nihilismus aufführt: (Totalität und Homosexualität gehören zusammen? soll nur die plakative und sicherlich schon viel diskutierte Formel sein, die ich kritisiere und die mir sofort auffiel, auch wenn der dahinterstehende Gedanke korrekt und nachvollziehbar ist). Trotzdem, hört man das, brennt sofort das Buch und man wird aufmerksam gegenüber der Verwendung des Wortes "Mensch" in diesem scheinbar endlos Gedanken fabrizierendem Werk. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass es nicht gut sein kann, wenn einer glaubt für alle anderen denken zu müssen und niemand, nicht mal der pragmatischste Adorno-Leser, kann mir vorgaukeln, dass er sich durch den Jargon nicht ein wenig entmündigt fühlt. Vielleicht fehlen auch einfach die gedanklichen Leerstellen, welche Adorno so oft einklagt und die sich in seinem Diktum: "Wahr sind nur die Gedanken, die sich selber nicht verstehen." metaphorisch, nach meiner Interpretation, angekündigt haben.

Die von mir empfundene Befremdlichkeit ist der für mich großartige Gewinn. Ein Buch von solch' ambivalenter Eleganz hat Gewicht. Man will es zerschmeißen, wohlwissend, dass man den durchaus brutalen Akt des Denkens nicht zerstören kann, der sich in ihm manifestiert. Damit muss man sich abfinden, dass es ein solches Buch gibt, welches vergräbt und freischaufelt zugleich. Komisch aber wahr, man muss mit diesem Werk gegen dieses Werk kämpfen, anstatt es verstehen zu wollen, denn Versöhnung kann es mit solchen Schriften nicht geben.

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Theorie der Halbbildung - Theodor W. Adorno
Buch:Theorie der Halbbildung
Autor:Theodor W. Adorno, Ausgabe vom 18. Sept. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 31579
Preis: 7,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Das Halbverstandene und Halberfahrene ist nicht die Vorstufe der Bildung, sondern ihr Todfeind." Adornos fesselnder Vortrag aus dem Jahr 1959 liest sich in heutigem Kontext brisanter denn je.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Es gibt keine Wirtschaftskrise sondern eine Bildungskrise (5 von 5 Punkten) meint B.B. aus Berlin
Die beiden Bücher, Adornos "Theorie der Halbbildung" und Liessmanns "Theorie der Unbildung" sollte man unbedingt zusammen lesen, weil sie, beide, einen analytischen, von Emotionen freien Blick, auf eine fatale, von der, ja noch einigermaßen hoffnungsfrohen "Halbbildung" in die hoffnungslose "Unbildung", statttgefundene Entwicklung, innerhalb einer Generation, werfen. Wie kann es sein, daß wir uns von "bolognesichen Besserwissern" plötzlich vormachen lassen müssen, was es heißt, einen Menschen zu bilden, anstatt ihn mit zusammengewürfelten Artefakten zu überhäufen? Adorno hat erkannt, daß aufgrund der "Entmenschlichung" des "kapitalistischen Produktionsprozesses, den Arbeitenden alle Voraussetzungen zur Bildung, vorab Muße"(!), verweigert werden. Nahtlos fügt Liessmann hinzu, daß "Kindern deren mangelnde Lesefähigkeit nach jedem Pisatest, zwar wortreich beklagt wird, nicht aber etwa das Lesen beigebracht wird, sondern "Motiviation und selbstreguliertes Lernen"". Hat Adorno noch den Kaptialismus bemühen müssen, reicht heutzutage eine, in Mode gekommene Evaluationswut aus, um der nachfolgenden Generation, Bildung zu veweigern! Nicht die leseunfähigen Kinder machen was falsch, sondern wir, die wir uns der Exekutierung der Theorie der Unbildung gnadenlos verschrieben haben: Ein mußisch studierender Student hat schließlich keine Zeit(!) oder etwa keine Lust(?), Pisa- und andere Punkte zu sammeln und fällt somit durch's Unbildungsraster, sic!

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Ästhetische Theorie - Theodor W. Adorno
Buch:Ästhetische Theorie
Autor:Theodor W. Adorno, Ausgabe vom 9. Mai 1973, Taschenbuch, Verkaufsrang 44561
Preis: 15,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Lesermeinungen:*
Quantensprung vom Unwissen im Wissen der Wissenschaft. (5 von 5 Punkten) meint b. aus München
Kann es eine Ästhetische Theorie aus wissenschaftlicher Sicht geben? Oder ist eine Theorie der Ästhetik selbst immer nur ästhetisch, also ein Kunstwerk? Ist demnach also die Wissenschaftssprache keine Sprache, die der Kunst und damit der Ästhetik beikommen kann? Gibt es also eine Fachsprache der Ästhetik überhaupt? Überhaupt der Wissenschaft, wie die Erkenntnistheorie von Carnap über Popper zu Thomas S. Kuhn durchaus bezeugt? Was ist, wenn nicht? Wird die Wissenschaftssprache damit nicht selber ästhetisch, also Kunst? Sozusagen l?art pour l?art als die einzig wirklich mögliche Form von Wissenschaft? Was sagt uns Quantentheorie und Relativitätstheorie dazu, wo uns das Kartesianische Weltbild aus den Fugen gerät und keiner mehr weiß, ob Zeit und Raum in der Form, wie wir sie kennen und Kant sie als eherne Formen der Wahrnehmung bestimmt hatte, überhaupt noch universale Gültigkeit haben? Ist dann nicht alles irgendwie nur noch l?art pour l?art? Und zu welchem Zweck? Welchem Endziel? Welchem Telos? Adornos Ästhetische Theorie ist eine Theorie der Ästhetik, die selber ästhetisch oder zu Kunst sich längst schon zerstoßen hat. Sie ist freies Fließen von Begriffen (Heraklit) und reiner Vorgriff auf das, was wir heute wissen oder wissen können: dass wir nichts sicher wissen, also alles immer wieder nur offen ist. Sie ist damit mehr, als sie scheint und weniger, als sie sein könnte. Sie ist ein unüberholbares Monumentalwerk, das sich aus dem Kenntnisreichtum und der Sprachkunst eines der großen Philosophen unserer Zeit nährt. Daher sollte niemand glauben, dass er dieses Buch wirklich lesen oder verstehen kann. Aber er kann es genießen. Zumal er es kaufen kann.

Erziehung zur Mündigkeit: Vorträge und Gespräche mit Hellmut Becker 1959 bis 1969: Vorträge und Gespräche mit Hellmut Becker 1959 - 1969 (suhrkamp taschenbuch) - Theodor W. Adorno
Buch:Erziehung zur Mündigkeit: Vorträge und Gespräche mit Hellmut Becker 1959 bis 1969: Vorträge und Gespräche mit Hellmut Becker 1959 - 1969 (suhrkamp taschenbuch)
Autor:Theodor W. Adorno, Ausgabe vom 1. Nov. 1971, Taschenbuch, Verkaufsrang 91379
Preis: 6,50 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Erziehung zur Mündigkeit sammelt Vorträge und Gespräche, die von 1959 bis 1969 im Hessischen Rundfunk gesendet wurden. Sie zeigen einen "anderen" Adorno als die meisten seiner Bücher: er wirkt unmittelbare kommunikativer, verständlicher; er leitet den Leser - wie einst den Hörer zum Mitdenken und schließlich zum Selbstdenken an.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Grandioses Buch (5 von 5 Punkten) meint L.H. aus Fürth
Das grandiose an Adorno und an diesem Buch ist seine alleinstehende Feinsinnigkeit, Tiefgründigkeit und seinem übergreifendem und zu einem Ende Denken, das eine solche Wirkung hat, mit heutigen Augen betrachtet - auch gerade die missglückte Aufarbeitung der Deutschen Nazigeschichte und des Antisemitismus - dass man heute noch erschrickt, weil er die Geschichte, Mentalität und geistige Taten bloß legt.

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Briefe und Briefwechsel: Band 7: Theodor W - Adorno/Siegfried Kracauer - Briefwechsel 1923-1966 - "Der Riß der Welt geht auch durch mich...": "Der Riß .. - durch mich..."    Briefe und Briefwechsel - Theodor W. Adorno, Siegfried Kracauer
Buch:Briefe und Briefwechsel: Band 7: Theodor W - Adorno/Siegfried Kracauer - Briefwechsel 1923-1966 - "Der Riß der Welt geht auch durch mich...": "Der Riß .. - durch mich..." Briefe und Briefwechsel
Autor:Theodor W. Adorno, Siegfried Kracauer, Ausgabe vom 17. Nov. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 376461
Preis: 32,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Unter den großen Briefwechseln Theodor W. Adornos ist der mit Siegfried Kracauer mit Sicherheit der intimste. Der Nachhall einer leidenschaftlichen Freundschaft, die beide von Beginn an miteinander verband - Adorno war 15 oder 16 Jahre alt, Kracauer 14 Jahre älter, als sie sich kennenlernten -, durchzieht diese Korrespondenz, die sich von 1923 bis zu Kracauers Tod 1966 erstreckt. Der Ältere war zeitlebens der verletzlichere, der Jüngere in seinem brieflichen Sturm und Drang der rücksichtslosere. Kracauer, der in der Feuilletonredaktion der Frankfurter Zeitung arbeitete, war bereits ein bekannter Kritiker und Essayist, als Adorno Mitte der zwanziger Jahre noch seinen Lebensweg suchte. Für Adorno blieb Kracauer in diesen Jahren der Vertraute, dem er seine Erfahrungen und Gedanken mitteilte, aber auch seine Pläne, die er in Wien, Berlin oder Italien schmiedete. In den folgenden Jahrzehnten, in den Zeiten des Aufstiegs des Nationalsozialismus, der Emigration und des Überlebens im Exil und des Wiederaufbaus nach 1945, ist die 269 Briefe umfassende Korrespondenz vor allem ein bewegendes Dokument, das von dem Versuch beider zeugt, eine intellektuelle Freundschaft über die Wirren und Brüche des 20. Jahrhunderts hinweg zu bewahren.

Zeitgeist und Eigensinn - 6 Audio-CDs: Vorträge und Gespräche - O-Ton Wissenschaft - Theodor W. Adorno, Elias Canetti, Thomas Mann
Hörbuch:Zeitgeist und Eigensinn - 6 Audio-CDs: Vorträge und Gespräche - O-Ton Wissenschaft
Autor:Theodor W. Adorno, Elias Canetti, Thomas Mann, Ausgabe vom 1. Dez. 2008, Audio CD, Verkaufsrang 358316
Preis: 36,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Thomas Mann spricht den Deutschen Mut zu, Theodor W. Adorno verteidigt europäischen Geist gegen amerikanischen Pragmatismus, Hans Magnus Enzensberger rechnet mit der konkreten Poesie ab, Elias Canetti beobachtet Mensch und Tier beim Essen, Hannah Arendt räsoniert mit Carlo Schmid über Revolution, Marcel Reich-Ranicki sieht für Peter Handke keine literarische Zukunft, Wolfgang Koeppen möchte seine Manuskripte verbrennen … Scharfe Analysen, flotte Sottisen, beseelte Gespräche - das vorliegende Paket versammelt die Höhepunkte aus 60 Jahren Nachtstudio des Bayerischen Rundfunks.

Gesellschaftstheorie und Kulturkritik (edition suhrkamp) - Theodor W. Adorno
Buch:Gesellschaftstheorie und Kulturkritik (edition suhrkamp)
Autor:Theodor W. Adorno, Ausgabe vom 6. Januar 1975, Taschenbuch, Verkaufsrang 107734
Preis: 9,50 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Die hier zusammengestellten Aufsätze und Vorträte aus den Jahren 1942 bis 1968 dokumentieren Formen und Absichten der soziologischen Reflexion, die für Adorno charakteristisch sind: die Entfaltung des Begriffs an der gesellschaftlichen Wirklichkeit und deren Verarbeitung im Erkenntnisprozeß. In ihnen ist eingelöst, was Adorno selbst als Versprechen gesellschaftlicher Kritik bestimmt hat: Differenzierung des Urteils an seinem Gegenstand.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Lesermeinungen:*
anstachelung zum MUT (5 von 5 Punkten) meint F. aus Wuppertal
von der ersten seite ("die hierarchie war von je zwangsorganisation zur aneignung fremder arbeit. das natürliche recht ist verjährtes historisches unrecht.") bis zur letzten seite ("soll soziologie, anstatt bloß agenturen und interessen willkommene informationen zu liefern, etwas von dem erfüllen, um dessentwillen sie einmal konzipiert ward, so ist es an ihr, das ihre, sei's noch so bescheidene, beizutragen, dass der bann sich löse.") - dieses büchlein hält nach fast 30 jahren immer noch, was es verspricht. ich bin zufrieden, es auf meinem schreibtisch seit je liegen zu haben. "während bach als subalterner kirchenbeamter, der junge haydn als bedienter existierte, gewannen die musiker soziale geltung erst, als ihre produkte der unmittelbaren gebrauchsfähigkeit sich entäußerten, der komponist der gesellschaft als selbstherrliches individuum sich entgegensetzte: mit beethoven..." - schreibt adorno u.a. - für den gegenwartsmenschen, der sich nunmehr vielleicht weder für bach noch für beethoven erwärmen kann, jedoch mehr für blues oder rap, ließe sich die denkstruktur dennoch nutzen: das erfreuliche der auf sich selbst besinnenden kreativität bleibt betonenswert. überhaupt ist alles, was adorno schreibt, zu verstehen als aufforderung zum mut, nicht mit der herde herumzutapsen, sondern individuelle distanz zu riskieren. "gegenwärtig gedeiht weniger der kritische intellektuelle als der, welcher die mittel des intellekts zur verdunkelung benutzt" - schlagartig treten alle aktuellen parteigänger, alle höhnischen cliquen-bevollmächtigten, alle mit beförderung bestochenen vor unser inneres auge, die, die wir täglich im fernsehen ertragen dürfen - und die kennenzulernen adorno durch die gnade des frühen todes erspart blieb. ertragen können wir das ganze aber besser: mit diesem büchlein im gepäck ...

Studien zum autoritären Charakter (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) - Theodor W. Adorno
Buch:Studien zum autoritären Charakter (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Autor:Theodor W. Adorno, Ausgabe vom 26. März 1995, Taschenbuch, Verkaufsrang 218667
Preis: 16,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Die Untersuchungen, über die hier berichtet wird, waren an der Hypothese orientiert, daß die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Überzeugungen eines Individuums häufig ein umfassendes und kohärentes, gleichsam durch eine Mentalität oder einen Geist zusammengehaltenes Denkmuster bilden, und daß dieses Denkmuster Ausdruck verborgener Züge der individuellen Charakterstruktur ist.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Theodor W. Adorno: Studien zum autoritaeren Charakter (5 von 5 Punkten) meint u.m.
23.2.2007: Erneut ertrinken Fluchtlinge vor Lampedusa. Erneut wird
dieser Missstand von der Politik und der Presse ignoriert. Auf der
einen Seite leidet Deutschland und Italien an der abnehmenden Anzahl
junger Menschen, auf der anderen Seite laesst man gut ausgebildete
Jugendliche, die viel Geld fuer die Einreise nach Europa investiert
haben, jaemmerlichst ersaufen. Adorno lehrt uns Wachsamtkeit, er
kritisiert die Tendenz, Verstoesse gegen hergebrachte Werte ahnden zu
wollen, warnt vor der Identifikation mit den Machthabern, vor der
Herabsetzung anderer Menschen, vor Schicksalsdeterminismus und
Einschuechterungen. Die Projektion des Boesen auf Afrika und Asien
laesst diese Studie nicht zu. Langfristige Sozial- und Umweltpolitik
darf so nicht mehr am Hergebrachten festhalten.
bv

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Adorno, Theodor W., Bd.6 : Negative Dialektik, Jargon der Eigentlichkeit - Theodor W. Adorno
Buch:Adorno, Theodor W., Bd.6 : Negative Dialektik, Jargon der Eigentlichkeit
Autor:Theodor W. Adorno, Ausgabe vom 28. April 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 187311
Preis: 16,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Theodor W. Adorno wurde am 11. September 1903 in Frankfurt am Main geboren und starb am 06. August 1969 während eines Ferienaufenthalts in Visp/Wallis an den Folgen eines Herzinfarkts. Von 1921 bis 1923 studierte er in Frankfurt Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musikwissenschaft und promovierte 1924 über Die Transzendenz des Dinglichen und Noematischen in Husserls Phänomenologie. Bereits während seiner Schulzeit schloss er Freundschaft mit Siegfried Kracauer und während seines Studiums mit Max Horkheimer und Walter Benjamin. Mit ihnen zählt Adorno zu den wichtigsten Vertretern der „Frankfurter Schule“, die aus dem Institut für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt hervorging. Sämtliche Werke Adornos sind im Suhrkamp Verlag erschienen.

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