Molwanien Land des schadhaften Lächelns "Szlengro" heißt "Willkommen" auf Molwanîsch. Und Historiker wissen über Molwanîen, dass es in der Renaissance eine Blütezeit erlebte - etwa drei Wochen lang. Der Clou: Dieses eigenartige Land gibt es natürlich gar nicht. Über alles Wissenswerte werden Leser dieses Buches dennoch informiert. Aufgemacht ist es ganz wie ein regulärer Reiseführer. Enthalten sind Informationen über Land, Leute, Reiseziele und Karten. Viele köstliche Details begegnen uns. Piktogramme mit Fernglas stehen zum Beispiel für FKK-Gelände. Obwohl es Molwanîen nicht gibt, ist klar, dass sich der Staat irgendwo in Osteuropa befindet. Denn der Reiseführer karikiert den trockenen postsozialistischen Charme ehemaliger Warschauer-Pakt-Staaten. Ebenso aufs Korn genommen wird eine Art archaische Rückständigkeit - ganz so, wie viele Menschen aus dem alten Europa es gegenüber den neuen Nachbarn empfinden. Das ist eigentlich gemein, auch stereotyp, alles zusammen aber irrsinnig komisch! Und Hand aufs Herz: Unsere neuen Partner aus dem Osten müssen so viel Spott vertragen können. Selbst eine fiktive Sprache wird kreiert, die mit ihrer Vokal-Armut irgendwie slawisch-baltisch daherkommt. Eigentlich unverständlich, rufen molwanîsche Wörter Erinnerungen wach an Momente, in denen wir irgendwo im Osteuropa hilflos eine Speisekarte zu verstehen versuchten. Apropos Gastronomie: In der Pension Zegmar in Lutenblag, der Hauptstadt Molwanîens, gibt es Zimmer mit hinreißendem Blick auf die Altstadt. Leider sind diese dem Personal vorbehalten. Lassen auch Sie sich in molwanîsche Städte und Landschaften entführen, und lernen Sie die Einheimischen kennen. Vertrauen Sie einfach auf das Urteil von Bill Bryson, der sowohl von Humor als auch Reiseberichten und Bestsellern eine Menge versteht. Der Autor hält völlig ungelogen dieses Buch für "absout brillant.? Darauf sollte man einen Heben. Wie wäre es mit einem "zeerstum", Molwanîens köstlichen Knoblauchschnaps? -Herwig Slezak
Buch:
Kind 44
Autor:
Tom Rob Smith, Ausgabe vom Januar 2008, Gebunden, Verkaufsrang 69452
Product Description Das Attentat arabischer Fundamentalisten auf eines der wichtigsten Ölfelder Sibiriens bringt die GUS in einen fatalen Zugzwang. Um den Zusammenbruch ihrer maroden Wirtschaft zu verhindern, erzwingt Moskau sich Zugang zum Persischen Golf und schreckt auch vor einem Schlag gegen die NATO nicht zurück ...
Buch:
Persisches Feuer: Das erste Weltreich und der Kampf um den Westen
Autor:
Tom Holland, Ausgabe vom Sept. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 186303
Aus der Amazon.de-Redaktion Todlangweilig, wenig motivierend, so waren bisher die meisten Lehrbücher zum Thema Projektmanagement. Für den notwendigen frischen Wind sorgt nun Tom DeMarco mit seinem neuen Buch Der Termin. Seine dabei umgesetzte Idee: anstelle eines trockenen Sachbuchs einen Roman über Projektmanagement zu schreiben. Man nehme Mr. Tompkins, einen soeben freigesetzten Telekommunikations-Manager, kidnappt ihn durch eine geheimnisvolle Schönheit und beauftragt den Entführten anschließend, im kommunistischen Phantasieland Morovien eine konkurrenzfähige Softwareindustrie hochzuziehen. Aus diesen Zutaten entsteht ein spritziger Cocktail voller Überraschungen. Anfangs werden viele noch Mr. Tompkins um die paradiesischen Arbeitsbedingungen beneiden. Aus einer überdimensionierten Entwicklungsmannschaft bildet er 18 Teams, die sechs verschiedene Softwareprodukte entwickeln sollen und miteinander im Wettbewerb stehen. Die Besonderheit dabei: Die Teams sind unterschiedlich groß und setzen zur Zielerfüllung jeweils andere Methoden ein. Plötzlich auftretende bürokratische Hemmnisse und immer utopischere Terminvorgaben verleihen dem gesamten ehrgeizigen Entwicklungsprojekt einen atemberaubenden Bezug zur Realität. Ein weiterer Höhepunkt neben der erfrischenden Sprache, die den in dieser Branche so weitverbreiteten Sarkasmus auf treffende Art und Weise widerspiegelt, sind die Tagebucheinträge von Mr. Tompkin. Nach jedem Kapitel faßt er die jeweiligen Ereignisse in verblüffend einfachen Managementgrundsätzen zusammen. Klares Fazit: Tom DeMarcos neues Werk ist in höchstem Maße lehrreich und unterhaltsam zugleich.