Aus der Amazon.de-Redaktion Selbst der notorisch brummige und öffentlichkeitsscheue Meister gab seinen seltenen Segen! So genau hätte ihm noch keiner in die Seele geschaut! Stimmt! Und Torsten Körner, der schon Rühmann wie auch den leichtgewichtigeren Beckenbauer liebevoll sichtbar machte, hat das reinste Lesevergnügen daraus gemacht: Entlang der Biografie Götz Georges, der unglaubliche siebzig wird, schlendern wir noch einmal durch ein sattes halbes Jahrhundert Film- und Fernsehgeschichte; strahlende Höhenflüge und grausliche Tauchfahrten inklusive. Erhellender noch: Der Biograf nimmt sich alle Zeit der Welt, Wirk- und Daseinsprinzip dieses Hochkaräters unter den Medien- und Identifikationsfiguren zu entschlüsseln. Und hier wirds teilweise richtig spannend! Wir erleben den mühevollen Gipfelanstieg auf künstlerische Augenhöhe mit einem toten Übervater. Heinrich George, deutscher Schauspielkoloss und Nazi-Problemfall - eine fast schon tragische Messlatte für einen Sohn. Vier Jahre nach dem Tod des Vaters 1946 in einem russischen Gefangenenlager, betritt Götz die Bühne, protegiert durch Berta Drews, die berühmte Schauspielermutter und den noch berühmteren Namen. Parallel zur Theaterarbeit folgen belanglose deutsche Seelenfilmchen, aber auch kaum beachtete Perlen wie "Kirmes" unter Wolfgang Staudte. Feinschliff gibts im Göttinger Theater unter Regiegott Heinz Hilpert. Unter Körners Lupe und am Beispiel des früh verstorbenen Kollegen Günther Ungeheuer, eines Meisters feinster Nuancen, wird deutlich, dass unter Georges extrem körperbetontem Spiel die darstellerische Subtilität litt. Dem konnte abgeholfen werden. Karl May bittet zu Pferde. Ganzkörperbetont. Danach ist Götz George BRAVO-Star. Drei Filme. Zwei edle Prachtkerle wie Lex Barker und Pierre Brice. Ein wandelnder Brechreiz namens Stewart Granger. Inmitten solcher Weltläufigkeit fühlt George sich plump wie eine "pommersche Kartoffel?. Immerhin profitierte der körperkultige GG von der Tollkühnheit der jugoslawischen "Kaskadeure", den Stuntmen jener Tage. Jahre später sollte sich ein Duisburger Bulle an deren Fallkünste dankbar erinnern. Doch erstmal ging es abwärts. Der Neue Deutsche Film hatte an muskulös schwitzig-schnaubenden Männerbildern keinerlei Bedarf (möglicherweise erwog Fassbinder, ihn als Franz Biberkopf zu besetzen). Die Ehe mit Loni von Friedl liegt in Trümmern. 1981 dann die unerwartete Wiedergeburt! "Duisburg-Ruhrort". Nicht nur ein Tatort. Eine Standortbestimmung! Die bieder dahindümpelnde Krimireihe hatte dringend frisches Blut gebraucht. Ein Kerl namens "Schimmi" sollte es hineinpumpen. Kraftprotz, noch immer. Aber geschickt gebrochen. Götz George hatte den Zeitgeist begriffen. Nun ging es, trotz Medien-Bashings in den Neunzigern (siehe den berüchtigten "Wetten, dass??"-Auftritt), beängstigend raketengleich nach oben. Der üppige und ausufernd erzählte Rest des Buches besteht aus längst vertraut gewordenen Begriffsbildern: Rossini, Totmacher, Sandmann, Schtonk!, Mengele, Die Katze, die Fahrstuhl-Klaustrosinfonie "Abwärts", der schmerzlich vermisste Thanner, Hänschen, Schulz & Schulz ? eine beeindruckende Aufzählung. Der Vater ist eingeholt, wenn nicht gar überholt. "Der gibt mir ein neues Leben", urteilte George über seinen Biografen. Und uns einen gänzlich neuen George. Auch dank einer geheimgehaltenen Herzoperation. Alles Gute! ?Ravi Unger
Buch:
Franz Beckenbauer: Der freie Mann
Autor:
Torsten Körner, Ausgabe vom 18. Mai 2005, Gebunden, Verkaufsrang 391265
Aus der Amazon.de-Redaktion Sportlerbiografien eröffnen gerne mit diesem nahezu unausrottbaren Klischee: Der kleine Junge inmitten der Volksmenge auf dem Dach einer Hütte. Die staunend aufgerissenen Augen. Die Parade der vorbeifahrenden Idole - dann der magische Moment in Zeitlupe! - und schon ist der Odem zukünftiger Genialität eingehaucht. Im Falle unseres Helden war es nicht viel anders. Als am 6. Juli 1954 die fußballbegeisterte Antonie Beckenbauer ihre Söhne Walter und Franz zur Ankunft der Weltmeisterelf aus Bern am Münchener Hauptbahnhof mitnimmt, steckt Deutschlands künftige Fußballlegende noch in kurzen Hosen: Doch schon bald sollte der 9-Jährige auf dem Dach als "Kaiser" das unangefochtene Sportoberhaupt der Nation werden. Schwierige Anfänge im völlig zerbombten Stadtteil Giesing. Der nahegelegene Platz des SC München 1906 wird für Franz Beckenbauer zum eigentlichen Kinderzimmer. Schon früh zeigt der spindeldürre Spätentwickler, dass sein fußballerisches Pfund in der Technik liegt. Torsten Körner, der seine Infos direkt aus Kaisers Mund empfing, zeichnet ein überzeugendes Nachkriegsbild, in dem solche Bilderbuchkarrieren gedeihen konnten. Verschwiegen wird auch nicht das problematische Verhältnis zum cholerischen Vater, einem Fußballfeind, der die Berufswünsche des Sohnes förmlich verdammte. Vaterersatz wird in Trainern gesucht. Franz Neudecker schicktt das Naturtalent zur FC Bayern-Jugend. Mit 18 wird Beckenbauer zum ersten Mal Vater, drei Jahre später, bei der WM 1966, sollte auf Wembleys heiligem Rasen die Marke Beckenbauer entstehen! Der Rest ist (Fußball)geschichte. Spannend, die zahlreichen "Spielberichte", die Torsten Körner als echten Afficionado ausweisen. Erhellend auch der Versuch eines Psychogramms des Mannes, der nach seinem Karriereende keine Lottobude eröffnen musste, sondern zur "Lichtgestalt" des deutschen Sports mutierte. Immer wieder stößt man auf schützende und ihn formende Überväter. Neudecker, Herberger, Robert Schwan, der genialische Manager (dessen Tod im Jahr 2003 Beckenbauer kurzfristig aus der Bahn warf). Die erprobte Schutzschicht aus Verdrängung und positiver Grund-haltung wirkte erneut Wunder. Einige nachdenkliche Töne des Sohnes Thomas beschließen das Buch, der seinem Vater bei aller Jovialität und Dauercharmeoffensive die Fähigkeit zur Nähe abspricht. Wir hingegen sind dem Kaiser noch einmal ganz nah und gratulieren vorab zum Sechzigsten! ?Ravi Unger
Buch:
Ein guter Freund - Heinz Rühmann
Autor:
Torsten Körner, Ausgabe vom 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 556867
Aus der Amazon.de-Redaktion Fast 500 Seiten Rühmann, ist das nicht ein bisschen viel? Bei Torsten Körner nicht. Das Buch hat keine Hänger. Immer bleibt es dicht am Mann, am Lebensgang des Helden, aber es holt diskret so viel an Wissen von seitwärts heran, dass die Figuren plastisch werden und Tiefe gewinnen: Wir sehen keinen Bilderbogen, wir meinen vielmehr in ein 3-D-Bild des verflossenen Jahrhunderts zu blicken. Das füllt die 500 seiten leicht. Das 20. Jahrhundert, voll handgefertigter, gigantischer Katastrophen, war zugleich das erste voller Medienhelden. Wir haben uns angewöhnt, die Deutschen unter ihnen auf Schuldgehalt zu testen: Rühmann, der Medienheld und Liebling von Goebbels? Der muss doch Schuld auf sich geladen haben! Der Pflichtübung in moralischer Überheblichkeit entgeht Torsten Körner durch Genauigkeit. Mittels penibler Recherche vermag er Details (der Zeit, des Verhaltens von Nebenfiguren, Rühmanns selber, seiner Filmgestalten) nicht nur vorzuzeigen, sondern zum sprechen zu bringen. Ein Mensch wie du und ich wird sichtbar: manchmal mutig, manchmal opportunistisch, oft weder noch und nie ein Held. Die frühen Jahre in der Provinz oder Rühmanns Begabung als Regisseur: Körner hat einfach umfangreicher recherchiert, mehr Aussagen von Zeitzeugen gefunden als andere Biografen (wie z.B. Fred Sellin oder Görtz/Sarkowicz). So vermag er ein genaueres Bild von Breslau, Rühmanns erstem Engagement zu zeichnen, von Hannovers Theaterleben, von München, von Essen, von all den anderen Stationen auf dem Weg zum Ruhm. Und diese Genauigkeit hält einen bei der Stange. Fazit: Best Buy. Die längste Rühmann Geschichte ist zugleich die kurzweiligste. Kleiner Schwachpunkt: Die Fotos. Da kriegt man bei Görtz/Sarkowicz Der Schauspieler und sein Jahrhundert mehr zu sehen. -Michael Winteroll 1
Aus der Amazon.de-Redaktion Sportlerbiografien eröffnen gerne mit diesem nahezu unausrottbaren Klischee: Der kleine Junge inmitten der Volksmenge auf dem Dach einer Hütte. Die staunend aufgerissenen Augen. Die Parade der vorbeifahrenden Idole - dann der magische Moment in Zeitlupe! - und schon ist der Odem zukünftiger Genialität eingehaucht. Im Falle unseres Helden war es nicht viel anders. Als am 6. Juli 1954 die fußballbegeisterte Antonie Beckenbauer ihre Söhne Walter und Franz zur Ankunft der Weltmeisterelf aus Bern am Münchener Hauptbahnhof mitnimmt, steckt Deutschlands künftige Fußballlegende noch in kurzen Hosen: Doch schon bald sollte der 9-Jährige auf dem Dach als "Kaiser" das unangefochtene Sportoberhaupt der Nation werden. Schwierige Anfänge im völlig zerbombten Stadtteil Giesing. Der nahegelegene Platz des SC München 1906 wird für Franz Beckenbauer zum eigentlichen Kinderzimmer. Schon früh zeigt der spindeldürre Spätentwickler, dass sein fußballerisches Pfund in der Technik liegt. Torsten Körner, der seine Infos direkt aus Kaisers Mund empfing, zeichnet ein überzeugendes Nachkriegsbild, in dem solche Bilderbuchkarrieren gedeihen konnten. Verschwiegen wird auch nicht das problematische Verhältnis zum cholerischen Vater, einem Fußballfeind, der die Berufswünsche des Sohnes förmlich verdammte. Vaterersatz wird in Trainern gesucht. Franz Neudecker schicktt das Naturtalent zur FC Bayern-Jugend. Mit 18 wird Beckenbauer zum ersten Mal Vater, drei Jahre später, bei der WM 1966, sollte auf Wembleys heiligem Rasen die Marke Beckenbauer entstehen! Der Rest ist (Fußball)geschichte. Spannend, die zahlreichen "Spielberichte", die Torsten Körner als echten Afficionado ausweisen. Erhellend auch der Versuch eines Psychogramms des Mannes, der nach seinem Karriereende keine Lottobude eröffnen musste, sondern zur "Lichtgestalt" des deutschen Sports mutierte. Immer wieder stößt man auf schützende und ihn formende Überväter. Neudecker, Herberger, Robert Schwan, der genialische Manager (dessen Tod im Jahr 2003 Beckenbauer kurzfristig aus der Bahn warf). Die erprobte Schutzschicht aus Verdrängung und positiver Grund-haltung wirkte erneut Wunder. Einige nachdenkliche Töne des Sohnes Thomas beschließen das Buch, der seinem Vater bei aller Jovialität und Dauercharmeoffensive die Fähigkeit zur Nähe abspricht. Wir hingegen sind dem Kaiser noch einmal ganz nah und gratulieren vorab zum Sechzigsten! ?Ravi Unger
Buch:
Ein guter Freund - Heinz Rühmann Biographie
Autor:
Torsten Körner, Ausgabe vom 2001, Gebunden, Verkaufsrang 478644
Aus der Amazon.de-Redaktion Fast 500 Seiten Rühmann, ist das nicht ein bisschen viel? Bei Torsten Körner nicht. Das Buch hat keine Hänger. Immer bleibt es dicht am Mann, am Lebensgang des Helden, aber es holt diskret so viel an Wissen von seitwärts heran, dass die Figuren plastisch werden und Tiefe gewinnen: Wir sehen keinen Bilderbogen, wir meinen vielmehr in ein 3-D-Bild des verflossenen Jahrhunderts zu blicken. Das füllt die 500 seiten leicht. Das 20. Jahrhundert, voll handgefertigter, gigantischer Katastrophen, war zugleich das erste voller Medienhelden. Wir haben uns angewöhnt, die Deutschen unter ihnen auf Schuldgehalt zu testen: Rühmann, der Medienheld und Liebling von Goebbels? Der muss doch Schuld auf sich geladen haben! Der Pflichtübung in moralischer Überheblichkeit entgeht Torsten Körner durch Genauigkeit. Mittels penibler Recherche vermag er Details (der Zeit, des Verhaltens von Nebenfiguren, Rühmanns selber, seiner Filmgestalten) nicht nur vorzuzeigen, sondern zum sprechen zu bringen. Ein Mensch wie du und ich wird sichtbar: manchmal mutig, manchmal opportunistisch, oft weder noch und nie ein Held. Die frühen Jahre in der Provinz oder Rühmanns Begabung als Regisseur: Körner hat einfach umfangreicher recherchiert, mehr Aussagen von Zeitzeugen gefunden als andere Biografen (wie z.B. Fred Sellin oder Görtz/Sarkowicz). So vermag er ein genaueres Bild von Breslau, Rühmanns erstem Engagement zu zeichnen, von Hannovers Theaterleben, von München, von Essen, von all den anderen Stationen auf dem Weg zum Ruhm. Und diese Genauigkeit hält einen bei der Stange. Fazit: Best Buy. Die längste Rühmann Geschichte ist zugleich die kurzweiligste. Kleiner Schwachpunkt: Die Fotos. Da kriegt man bei Görtz/Sarkowicz Der Schauspieler und sein Jahrhundert mehr zu sehen. -Michael Winteroll 1
Buch:
Schiller für die Schule: Zusammenfassungen und Lektürehilfen der wichtigsten Werke
Autor:
Torsten Körner, Ausgabe vom Januar 2008, Broschiert, Verkaufsrang 808449
Buch:
Schiller für Eilige.
Autor:
Torsten Körner, Ausgabe vom 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 210473
Buch:
Die Geschichte des Dritten Reiches erzählt von Torsten Körner
Autor:
Torsten Körner, Ausgabe vom 15. Sept. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 202062
Für die einen ist Franz Beckenbauer Gott und "Kaiser", für die anderen lediglich der "Firlefranz". Wie keinem anderen gelingt es Torsten Körner, den bestehenden widersprüchlichen Images der Person Beckenbauers auf den Grund zu gehen und dabei mentalitäts- und kulturgeschichtliche Einsichten zu finden. Sportlerbiografien eröffnen gerne mit diesem nahezu unausrottbaren Klischee: Der kleine Junge inmitten der Volksmenge auf dem Dach einer Hütte. Die staunend aufgerissenen Augen. Die Parade der vorbeifahrenden Idole - dann der magische Moment in Zeitlupe! - und schon ist der Odem zukünftiger Genialität eingehaucht. Im Falle unseres Helden war es nicht viel anders. Als am 6. Juli 1954 die fußballbegeisterte Antonie Beckenbauer ihre Söhne Walter und Franz zur Ankunft der Weltmeisterelf aus Bern am Münchener Hauptbahnhof mitnimmt, steckt Deutschlands künftige Fußballlegende noch in kurzen Hosen: Doch schon bald sollte der 9-Jährige auf dem Dach als "Kaiser" das unangefochtene Sportoberhaupt der Nation werden. Schwierige Anfänge im völlig zerbombten Stadtteil Giesing. Der nahegelegene Platz des SC München 1906 wird für Franz Beckenbauer zum eigentlichen Kinderzimmer. Schon früh zeigt der spindeldürre Spätentwickler, dass sein fußballerisches Pfund in der Technik liegt. Torsten Körner, der seine Infos direkt aus Kaisers Mund empfing, zeichnet ein überzeugendes Nachkriegsbild, in dem solche Bilderbuchkarrieren gedeihen konnten. Verschwiegen wird auch nicht das problematische Verhältnis zum cholerischen Vater, einem Fußballfeind, der die Berufswünsche des Sohnes förmlich verdammte. Vaterersatz wird in Trainern gesucht. Franz Neudecker schicktt das Naturtalent zur FC Bayern-Jugend. Mit 18 wird Beckenbauer zum ersten Mal Vater, drei Jahre später, bei der WM 1966, sollte auf Wembleys heiligem Rasen die Marke Beckenbauer entstehen! Der Rest ist (Fußball)geschichte. Spannend, die zahlreichen "Spielberichte", die Torsten Körner als echten Afficionado ausweisen. Erhellend auch der Versuch eines Psychogramms des Mannes, der nach seinem Karriereende keine Lottobude eröffnen musste, sondern zur "Lichtgestalt" des deutschen Sports mutierte. Immer wieder stößt man auf schützende und ihn formende Überväter. Neudecker, Herberger, Robert Schwan, der genialische Manager (dessen Tod im Jahr 2003 Beckenbauer kurzfristig aus der Bahn warf). Die erprobte Schutzschicht aus Verdrängung und positiver Grund-haltung wirkte erneut Wunder. Einige nachdenkliche Töne des Sohnes Thomas beschließen das Buch, der seinem Vater bei aller Jovialität und Dauercharmeoffensive die Fähigkeit zur Nähe abspricht. Wir hingegen sind dem Kaiser noch einmal ganz nah und gratulieren vorab zum Sechzigsten! ?Ravi Unger
Buch:
Der kleine Mann als Star: Heinz Rühmann und seine Filme der 50er Jahre
Autor:
Torsten Körner, Ausgabe vom 14. Mai 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 900484