Werner W. Franke, Udo Ludwig, Ausgabe vom Sept. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 418901
Aus der Amazon.de Redaktion Der Sport ist seit jeher Arena für große Dramen: gefeierte Sieger, tragische Verlierer, verbissene Wettkämpfe. Mit den Dopingfällen, an die sich das geneigte Publikum langsam gewöhnt hat, hat die Dramatik sogar noch zugenommen. Die Fallhöhe mancher Heroen ist beträchtlich, wie man am einst gefeierten Volkshelden Jan Ulrich sehen kann. Der verratene Sport erzählt die Geschichten solcher gefallener Helden. Wie zum Beispiel der tiefe Fall des goldenen Leichtathletikstars Marion Jones. Oder wie eben jenes Jan Ulrich, dem man immer sein unglaubliches Naturtalent bescheinigte und der am Ende doch nur ein weiteres Rädchen im Dopingsystem war. Diesem System halten Arzt und Doping-Aufklärer Werner Franke und Journalist Udo Ludwig schonungslos einen Spiegel vor: Es geht um Dopingnetzwerke und ihr perfides Funktionieren, um die Verantwortung der Hintermänner und die halbherzigen Gegenmaßnahmen der Sportfunktionäre. Das Fazit der beiden Autoren ist hart, aber nachvollziehbar: "Der Sport, so wie er heute betrieben wird, ist am Ende angelangt." Das System müsste von Grund auf saniert werden. Ob und vor allem wie der verratene Sport noch zu retten wäre, damit beschäftigt sich das letzte Kapitel dieses lesenswerten Buches, inklusive eines "15-Punkte-Rettungskatalogs für einen dopingfreien Sport". Der Leser ist dankbar für die klaren Worte, die er bei so mancher Sportberichterstattung im Fernsehen lange vermisst hat. Dankbar auch für die komplexen Zusammenhänge und Hintergründe, die Franke und Ludwig aufzeigen. Das einzige, was vielleicht noch stärker betont werden müsste in der ganzen Dopingdiskussion: die Mitschuld des Publikums. Weil wir doch alle nach wie vor der Faszination erliegen und nicht genug bekommen können: von Höchstleistungen, Rekorden und strahlenden Siegern. Auch hier müsste sich auf dem Weg zu einem Sport ohne Doping noch einiges ändern. -Christian Stahl
Buch:
Tatort Krankenhaus: Wie Patienten zu Opfern werden - Ein SPIEGEL-Buch
Autor:
Udo Ludwig, Ausgabe vom 8. Sept. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 120595
Aus der Amazon.de-Redaktion Fast jeder kennt zumindest eine dieser Krankenhausgeschichten, die von Vernachlässigung und Fehldiagnose, sinnloser Qual und anonymem Sterben handeln. Spiegel-Mitarbeiter Udo Ludwig hat Dutzende dieser Fälle dokumentiert und die ihnen zugrunde liegenden Systemfehler analysiert. Und spätestens nach dem zweiten Beispiel des Buches hat der Leser begriffen: Es ist der "Patient" Krankenhaus, der dringend Hilfe braucht. Ein Mann klagt nach einer Herzoperation über Bauchkrämpfe und bemerkt Blutungen, die nicht von der OP her rühren können. Als der Patient seine Beschwerden äußert, können die behandelnden Ärzte nichts feststellen und stufen sein Verhalten als "Herumjammern" ein. Dem Sohn des Patienten empfehlen sie, den Vater entsprechend zurechtzuweisen. Nach Tagen der Qual stirbt der Mann ? an einem durchgebrochenen Magengeschwür. Am Ende seines Lebens hat er nicht nur furchtbare Schmerzen, sondern auch die völlige Einsamkeit ertragen müssen, die darin liegt, als Todkranker wie ein Simulant behandelt zu werden. Auch wenn Fälle wie dieser nicht an der Tagesordnung sind: Es gibt sie. Und dass es sie gibt, hat Gründe. Diesen spürt der Autor nach, und seine Diagnose ist extrem beunruhigend. Durch Kostendruck und Personaleinsparung wird eine kunstgerechte Behandlung immer unwahrscheinlicher. Gleichzeitig fließen enorme Beträge in Hightech-Untersuchungen, deren Sinn sich einem erst bei einem Blick auf das Konto des verantwortlichen Mediziners erschließt. Die Abrechnung über Fallpauschalen statt über Tagessätze belohnt das Durchschleusen von Patienten. Die daraus resultierende Überlastung ist eine der systematischen Fehlerquellen, mangelnde Kompetenz eine andere. Gerade Kliniken in wirtschaftlich schwächeren Gegenden müssen oft mit Operateuren vorlieb nehmen, die schlicht nicht das Können besitzen, bestimmte Eingriffe durchzuführen. Der hilfreiche Austausch von Erfahrungen ist unter Medizinern oft tabu. Wer etwa als junger Arzt bei einer komplizierten Geburt drei Mal den Chef aus dem Bett klingele, "der kann seine Karriere vergessen", so ein auf Medizinschäden spezialisierter Anwalt. Und bei all dem gilt: "Versäumnisse treffen zuerst die Schwachen und die besonders Kranken, die sich nicht wehren können, und die womöglich auch keine Angehörigen haben, die sich in ihrem Sinne zu Wort melden können." Trotz einiger Stilblüten ("Und das Geheimnis dieses Skandals liegt dann unter Kränzen und Blumenbouquets.") ist Tatort Krankenhaus ein wichtiges, weil aufrüttelndes und konstruktives Buch. Denn nicht nur Politiker, Behörden, Ärzteverbände und Kassen, auch Patienten erfahren hier, was sie tun können, um Qualität und Transparenz zu verbessern. Denn eines ist sicher: Krankenhäuser sind viel zu wichtig, als dass man sie sich selbst überlassen darf. -Roland Große Holtforth, Literaturtest
Buch:
Asterix Mundart 52 - Da Subbnkessl: Asterix auf münchnerisch 2: BD 52
Autor:
Rene Goscinny, Ausgabe vom 1. Sept. 2003, Gebunden, Verkaufsrang 60358
Wolfgang Reichmann, Gerhard Rehm, Leo Peters, Hans Kaiser, Vera Meyer-Rogmann, Jochem Ulrich, Paul Schrömbges, Ludwig Hügen, Michael Rotthoff, Volker Ackermann, Udo Holzenthal, Ulrich Stevens, Ausgabe vom 15. Okt. 2003, Gebunden, Verkaufsrang 3059092
Buch:
Betrügern auf der Spur - Ein Ratgeber für vorsichtige Anleger
Autor:
Matthias Brendel, Udo Ludwig, Ausgabe vom 2002, Gebunden, Verkaufsrang 1425304
Buch:
Johanniter im Nordwesten: Zur Geschichte des Johanniterordens im nordwestlichen Niedersachsen
Autor:
Dieter Bangert, Ludwig Biewer, Günther von Kameke, Wolfgang Oehrl, Rolf Schäfer, Ausgabe vom 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 1642735
Buch:
Schattenwirtschaft in Transformationswirtschaften: Eine kritische Betrachtung am Beispiel der ungarischen Volkswirtschaft
Autor:
Urban Janisch, Ausgabe vom 24. März 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 4366885