Das Siegel des Templers Die Verkleidung der Juliana von Ehrenberg ist perfekt. Niemand erkennt das 17-jährige Edelfräulein, das seine prächtigen Gewänder gegen eine Pilgerkluft eingetauscht hat - nicht einmal der Bettelmönch Rupert, der Juliana mit seinem stechenden Blick wie ein dunkler Schatten zu verfolgen scheint. Auch er hält die junge Dame für einen unerfahrenen - und auch überaus unvernünftigen - Burschen, der sich auf die gefährliche Reise nach Santiago de Compostela gemacht hat, um Buße zu tun. Aber die Tochter eines fränkischen Burgritters ist auf der Suche nach ihrem Vater - und auf der Suche einer ganz anderen Wahrheit. Denn der eigentlich überaus ehrenhafte Mann soll einen Templer erschlagen haben und ist danach überstürzt auf Pilgerreise gegangen. Allmählich erkennt Juliana das ganze Ausmaß der Geschichte und kommt dabei einer gewaltigen Verschwörung auf die Spur, die die mittelalterliche Welt in ihren Grundfesten bedroht. Die Idee zu ihrem historischen Roman Das Siegel des Templers ist der deutschen Bestseller-Autorin Ulrike Schweikert mehr oder weniger in den Schoß gefallen. Von Zeit zu Zeit nämlich verreist Schweikert für ein paar Tage mit ihrer Mutter, und die hatte es sich 2002 in den Kopf gesetzt, eine Bustour nach Santiago de Compostela zu unternehmen und am Pilgerweg Kirchen und Klöster zu besuchen. Schweikert war skeptisch. "Was geht es mich an?" lautete ihre wichtigste Frage auf ihrer Fahrt. Aber beim Besuch eines romanischen Bauwerks war die Autorin so fasziniert, dass sie sich selbst das Versprechen gab, ein Buch über die Pilgerreise zu schreiben. "In diesem Moment weiß ich, dass ich einen Roman schreiben muss, der eine junge Frau über die Pyrenäen bis nach Santiago führt. Und ich werde sie begleiten". Drei Jahre später hat sich Schweikert abermals auf die Reise gemacht und mit einem Führer die Pilgerreise unternommen - diesmal zu Fuß. Dass viele ihrer eigenen Erfahrungen in Das Siegel des Templers eingeflossen sind, kommt dem Roman sehr zugute. Denn der ist so lebhaft geschrieben, dass man bei der Lektüre das Gefühl hat, die Heldin tatsächlich zu begleiten. - Isa Gerck
Buch:
Die Hexe und die Heilige
Autor:
Ulrike Schweikert, Ausgabe vom 1. Dez. 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 49716
Product Description Schnittkante nachgedunkelt
Buch:
Feuer der Rache
Autor:
Ulrike Schweikert, Ausgabe vom 15. Aug. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 110604
Der Duft des Blutes Hinter dem Pseudonym Rike Speemann verbirgt sich die in Schwäbisch Hall geborene Autorin Ulrike Schweikert, die mit dem Roman Der Duft des Blutes eine vampirisch-kriminalistische Liebeserklärung an Hamburg abliefert, die in der Gegenwart spielt, dabei aber auch immer wieder Rückblicke in die bewegte Vergangenheit der Hansestadt wirft. Der jahrhundertealte Vampir Peter von Borgo lebt in Hamburg und ist sorgsam darauf bedacht, keine Aufmerksamkeit zu erregen. Deshalb tötet er die Menschen nicht, die er aussaugt, sondern nimmt ihnen nur einen Teil ihres Blutes und mittels Hypnose die Erinnerung an seine Tat. Der Zufall führt ihn mit der geschiedenen Kommissarin Sabine Berner zusammen, und er wird von einem lange nicht bekannten Begehren erfasst. Und so beginnt er ein Katz- und Mausspiel mit ihr, denn je länger er sich ihr Blut versagt, umso größer wird sein Begehren. Und auch Sabine Berner fühlt sich zu dem großen dunkelhaarigen Mann hingezogen. Allerdings meldet sich immer wieder ihr misstrauischer Verstand zu Wort: Peter von Borgo scheint mehr über den Fall eines scheinbar psychotischen Serienmörders, den sie gerade bearbeitet, zu wissen, als ein Unbeteiligter wissen sollte. Zu allem Überfluss führen Spuren in ihre Polizeidienststelle - und es bleibt die Frage, ob einer ihrer Kollegen hinter den Morden steckt oder sich ein Fremder unbemerkt Zugang zur Dienststelle verschaffen konnte. Für einen Menschen wäre das eigentlich unmöglich. Der Duft des Blutes verbindet Elemente des Krimis und des Vampirromans. Doch was P.N. Elrod mit ihrem Vampirdetektiv Jack Fleming - wenn auch auf gänzlich andere Weise - gelungen ist, funktioniert hier nicht. Die Figuren bleiben überwiegend klischeehaft, die Passagen über Hamburg erinnern eher an einen Reiseführer als an eine erlebte Stadt, und die Krimihandlung ist ausgesprochen vorhersehbar. Der Roman hat durchaus seine unterhaltsamen Szenen, doch insgesamt kann er nicht überzeugen - leider, denn ein Blutsauger in St. Pauli ist eine durchaus faszinierende Vorstellung. -Ewald Richter
Buch:
Die Hexe und die Heilige: Roman
Autor:
Ulrike Schweikert, Ausgabe vom 1. Nov. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 136150
Ulrike Schweikert, Ausgabe vom 1. Januar 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 429880
Aus der Amazon.de-Redaktion Ulrike Schweikerts historischer Roman Das Kreidekreuz erzählt die Geschichte gleich mehrerer Entscheidungen, von denen zumindest eine die deutsche Geschichte berührt. Denn sie hat ihr Buch zur Zeit der mittelalterlichen Bauernkriege im 16. Jahrhundert angesiedelt, in deren Rahmen sich die Fürsten für eine bestimmte politische (und auch religiöse) Gangart zu entscheiden hatten. In Schwäbisch-Hall trifft dann große Geschichte auf persönliches Lebensschicksal. Denn dort lebt Anne Katharina Vogelmann, die auf den andauernden Druck ihres Vaters den Salzsieder und Ratsmann Michel Seyboth geheiratet hat. Unter den Aufständischen, die nun in die Stadt drängen, befindet sich auch Rugger - jener Mann, der in Jugendjahren Annes Liebe weckte. Bei beiden entbrennt die alte Leidenschaft bei ihrem Wiedersehen aufs Neue. Aber wie wird sich Anne entscheiden? Eins ist sicher: Ulrike Schweikert, die mit Das Kreidekreuz die Fortsetzung ihres Bestsellers Die Tochter des Salzsiedlers vorgelegt hat, kann sich zwischen Geschichtspanorama und Liebesgeschichte nicht immer so recht entscheiden. Über weite Strecken jedenfalls verliert sie ihren eigentlichen Plot über den Ausführungen zu den Bauernkriegen ein wenig aus den Augen. Und dennoch hat sie wieder ein faszinierendes Buch geschrieben, das privates Geschehen zum Großteil klug und schlüssig in einen historischen Rahmen bettet. Vor allem ihre weiblichen Fans werden für die spannende, teils vielleicht etwas schwülstige Story von Das Kreidekreuz dankbar sein. Literatur zum darin Versinken. - Isa Gerck 1