Taschenbuch Der Tod wirft lange Schatten Proteo-Laurenti-Krimi, 361 Seiten, von Veit Heinichen Der Karst hat es Veit Heinichen angetan. Bereits im Krimi Die Toten vom Karst (2002) hatte der deutsche Verlagsgründer und Autor, der heute in Triest lebt, seinen Kriminalkommissar Proteo Laurenti in das unwirtliche, felsige Gelände rund um die italienischen Hafenstadt geschickt, um inmitten einer stickigen Atmosphäre voller Nazis, Bomben, Ritualmorde und eines eiskalten Nordwinds seine Fälle aufzuklären. Auch Der Tod wirft lange Schatten führt ins Karst. Und hier kommt Laurenti zugute, dass er sich für Die Toten vom Karst mit der teils äußerst unrühmlichen Geschichte Triests auseinandergesetzt hat. Denn die nackte Leiche, die der immer etwas müde Kriminalist in der unwegsamen Landschaft findet, ist mit der Australierin Mia befreundet, die wiederum mit einer Erbschaftsangelegenheit betraut worden ist. Und bei der spielt eine Lagerhalle eine Rolle, die bis zum Dach mit alten Waffen vollgestopft wurde ... "Ich empfinde den Krimiroman als adäquates Mittel, um unsere Gesellschaft abzubilden", hat Veit Heinichen einmal über seinen Schreibimpuls gesagt. Auch in Der Tod wirft lange Schatten beleuchtet er, wieder einmal mit viel Lokalkolorit versehen, die italienische Wirklichkeit und ihre wechselvolle Historie, vor allem aber auch "die versteckten Neurosen" Triests, die Kommissar Laurenti immer noch "lieber als die offensichtlichen von Palermo, Neapel oder Mailand" sind. So ist Laurentis vierter Fall wieder ein ebenso spannender wie erhellender Krimi geworden. Da mag man Heinichen selbst die Schleichwerbung für die Moby Dick-Übersetzung des Hanser Verlags am Ende des Buchs (die im Übrigen ja wirklich großartig ist!) gern verzeihen. -Stefan Kellerer
Buch:
Gib jedem seinen eigenen Tod: Ein Proteo-Laurenti-Krimi
Autor:
Veit Heinichen, Ausgabe vom 1. April 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 96597
Gib jedem seinen eigenen Tod. Ein unverbrauchter, hochinteressanter Schauplatz des Geschehens, ein spannender Plot mit aktuellem Bezug, Figuren, die ein Eigenleben führen und nicht glatt und perfekt daherkommen. Das sind die viel versprechenden Zutaten, aus denen Veit Heinichen seinen ersten Kriminalroman gewoben hat. Beste Voraussetzungen allein garantieren aber noch kein gutes Gelingen und mancher Debütant hat dennoch nichts Genießbares zustande gebracht. Heinichen und seinem sympathischen Commissario Proteo Laurenti allerdings ist mit einem intelligenten Krimi um organisiertes Verbrechen in Triest ein feiner und sehr beachtenswerter Start gelungen. Die Yacht des ortsansässigen Geschäftsmannes Bruno de Kopfersberg ist offenbar unbemannt und mit eingeschaltetem Autopilot gestrandet. Von de Kopfersberg fehlt jede Spur. Proteo Laurenti erinnert sich an einen seiner ersten Fälle, als er nach seiner Versetzung aus Süditalien nach Triest das Verschwinden von Elisa, der Frau des Geschäftsmannes, zu untersuchen hatte. Er war gescheitert, obwohl er de Kopfersberg in Verdacht hatte, seine Frau beseitigt zu haben. Laurenti und seine Mitarbeiter ermitteln in der Villa des Verschwundenen und stoßen auf eine äußerst freizügige und wenig mitteilsame Lebensgefährtin de Kopfersbergs. Zu trauern scheint Tatjana Drakic jedenfalls nicht, ebensowenig Spartaco, der Sohn. Das Ergebnis der schwierigen Nachforschungen ist alarmierend: in der Villa de Kopfersbergs soll offensichtlich ein strategisches Treffen einer mafiösen Organisation stattfinden. Die Themen: kriminelle Nutzung der Erdbebenhilfe für die Türkei und der organisierte Frauenhandel. Einheiten von Carabinieri, Guardia di Finanza, Guardia Costiera und Laurentis Polizia Statale sollen zugreifen. Zu allem Überfluss hängt bei Laurenti auch noch der Haussegen schief. Seine Tochter Livia möchte bei einer Miss-Wahl teilnehmen und Laurenti befürchtet, zum Gespött der ganzen Stadt zu werden. Veit Heinichen ist ein spannender, humorvoller und überaus unterhaltsamer Krimi gelungen. Ganz nebenbei erfährt der Leser einiges über Triest und eine Region am Schnittpunkt unterschiedlicher Kulturen. Der Autor hat Lust auf mehr geweckt und man darf hoffen. Schließlich konnte ein wichtiger Drahtzieher des aktuellen Falls entkommen. -Ulrich Deurer
Buch:
Tod auf der Warteliste: Ein Proteo-Laurenti-Krimi: Ein Proteo-Laurentine-Krimi
Autor:
Veit Heinichen, Ausgabe vom 1. Nov. 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 46921
Tod auf der Warteliste Ein Proteo-Laurentine-Krimi Mysteriöse Todesfälle rücken die renommierte Schönheitsklinik La Salvia wieder einmal ins Blickfeld von Commissario Laurenti aus Triest. Vieles spricht dafür, dass dort nicht nur im Dienste vorgeblicher Schönheit geliftet, vergrößert oder verkleinert wird, sondern auch der Tod auf der Warteliste steht. Zwei hasserfüllte Männer begeben sich zur gleichen Zeit auf private Rachefeldzüge. Der ehemalige rumänische Kampftaucher Dimitrescu hat seinen Zwillingsbruder bei einer illegalen Organspende verloren. Auch der Journalist Lorenzo Ramses Frei befindet sich auf der Spur des verbrecherischen Organhandels, nachdem seine Freundin Opfer einer erzwungenen Organentnahme wurde. Beider Ziel hat einen Namen: La Salvia, die berühmte Schönheitsklinik vor den Toren Triests, wo die Fäden anscheinend zusammenlaufen. Commissario Proteo Laurenti sieht sich schon bald mit merkwürdigen Vorkommnissen und einem Mord konfrontiert. Wieder einmal setzt er sich bei seinen Ermittlungen zwischen alle Stühle und gerät sogar unter Korruptionsverdacht. Als hätte er nicht schon privat genug Probleme. "Triest ist eine Hafenstadt und eine Grenzstadt und hat viel mit Finanzverkehr zu tun, das heißt, dass hier viel Ware verkauft wird und dass im Hintergrund natürlich auch alles andere ablaufen kann", sagt Veit Heinichen in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Menschliche Organe bilden in diesem Fall die schreckliche Ware, um die es in seinem dritten und bisher besten Kriminalroman geht. Heinichen beweist eindrucksvoll, dass es eben doch gelingen kann, moralisch und sozialpolitisch engagiert zu schreiben und dennoch auf hohem Niveau zu unterhalten. Immer wieder wird scharfe Kritik an der Politik des Berlusconi-Regimes deutlich, in dessen Regierungszeit das einst so tolerante Triest sich zu einer weiteren Hochburg der politischen Rechten zu entwickeln scheint. Ein pittoreskes Italien zu zeigen, ist Heinichens Sache eben nicht. Ebenso wenig allerdings, den verbissenen Moralisten zu mimen. Dem steht schon sein Sinn für Humor und seine Liebe zu der Stadt entgegen, die seit einigen Jahren zu seiner neuen Heimat geworden ist. Noch einmal Veit Heinichen: "Ich stand am Fenster und staunte und kam aus dem Staunen nicht raus ... Triest war stärker als ich." Dieses Staunen hat er sich in seinen Kriminalromanen bewahrt. Gerade deshalb folgt man ihm gerne auf den Wegen seines Laurenti durch diese faszinierende und gefährdete Stadt und fühlt sich dabei in außerordentlich guten Händen. -Ulrich Deurer
Buch:
Die Toten vom Karst: Ein Proteo-Laurenti-Krimi
Autor:
Veit Heinichen, Ausgabe vom 1. Mai 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 31032
Ein schrecklicher Ritualmord auf dem Karst der zweite Fall für KommissarProteo Laurenti. Über Triest fegt die Bora nera, ein eiskalter Nordostwind,der die Stadt unter einer dicken Schneedecke begräbt. Das Wetter paßt zurGemütslage von Kommissar Laurenti, der gerade von seiner Frau verlassenworden ist - sie behauptet, einmal in Ruhe über sich selbst nachdenkenzu wollen. Um sich abzulenken, stürzt sich Laurenti in die Arbeit, unddavon gibt es genug. Immer mehr Rechtsradikale versammeln sich in der Stadt,sogar Laurentis Sohn wird in ihrer Nähe gesehen. Dann fliegt ein Haus indie Luft, und ein grausamer Mord auf dem Karst wird gemeldet, der möglicherweisein Zusammenhang steht mit einer Schmugglerbande, die ihre Ware nachts aufdem Meer in Empfang nimmt. Werden hier alte Rechnungen aus der Nachkriegszeitblutig beglichen? Ein heikler Fall für Kommissar Laurenti, den Süditaliener,für den das explosive Gemisch aus Slowenen, Kroaten und Italienern, auseifernden Nationalisten und alten Kommunisten schwer zu durchschauen ist... Der mörderische Sprengstoffanschlag auf eine Familie, der Tod eines Fischers und Die Toten vom Karst lassen Commissario Proteo Laurenti in Veit Heinichens neuem Kriminalroman nicht zur Ruhe kommen. Doch damit nicht genug - Ärger mit Ehefrau Laura lenken Laurenti gehörig von seinen komplizierten Fällen ab. Musste sich der Commissario in seinem ersten Fall Gib jedem seinen eigenen Tod nebenher noch um das moralische Wohl seiner Tochter kümmern, kämpft er nun mit der Selbstfindung seiner Frau Laura, die er in ehebrecherischer Mission unterwegs wähnt. Daher widmet er sich dem Mordanschlag in dem Dörfchen Contovello und dem Tod des Fischers Giuliano auf hoher See nur äußerst halbherzig. Als jedoch im Laufe der Ermittlungen Zusammenhänge zwischen beiden Ereignissen deutlich werden und Laurenti Witterung aufgenommen hat, treten die familiären Probleme kurzfristig in den Hintergrund. Richtig unangenehm wird die ganze Angelegenheit, als sich ein Geflecht aus alter Schuld und Rache auftut, dessen Ursprung offenbar in den blutigen Kämpfen zwischen Faschisten und Widerstandskämpfern zur Zeit der deutschen Besatzung zu suchen ist. Heinichen, der seit Jahren in Triest lebt und arbeitet, hat sich in seiner neuen Heimat sehr genau umgesehen. Ihm gelingt nach einem viel versprechenden Debüt das beachtenswerte Kunststück, die komplizierte regionale Zeitgeschichte und besondere Atmosphäre der Region in einen spannenden Plot zu integrieren. Zudem bringt sich Proteo Laurenti, sein sizilianischer Polizist in Triest mit dem Hang zu Selbstmitleid und ständigen privaten Fehden, als originelle Alternative zu seinen berühmten Kollegen von Guarnaccia bis Montalbano hoffentlich nicht zum letzten Mal in Erinnerung. -Ulrich Deurer
Buch:
Totentanz: Roman
Autor:
Veit Heinichen, Ausgabe vom Aug. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 276191
Aus der Amazon.de?Redaktion Eine Bombe explodiert in Triest und die Polizei merkt es erst, als bereits alle davon erfahren haben. Eine Blamage, auch für Commissario Proteo Laurenti, dessen alter Feind Viktor Drakic in der Stadt fast unbemerkt wieder die kriminellen Fäden zieht. Und diesmal will Drakic nur eines: endgültige Rache an Laurenti. Veit Heinichen inszeniert einen hochspannenden Totentanz und sein Held gerät dabei in höchste Gefahr. Wohlstandsgesellschaften erzeugen Müll in rauen Mengen. Doch wohin damit? Eine auf Müllentsorgung spezialisierte Firma, die ganz zufällig in den Konsulatsräumen eines dubiosen Zwergstaats ihre Geschäfte führt, weiß Abhilfe. Keine Frage, mit Müll ist Geld zu verdienen ? vor allem, wenn die bestehenden Gesetze behutsam umgangen werden. Als eine junge Frau in den Räumen des Konsulats fast tot geprügelt wird, nimmt sich Laurenti des Falles an. Schon bald stößt er auf verbrecherische Geschäfte von gigantischen Ausmaßen. Doch zunächst bringt er weder das Konsulat noch den Gangster Drakic in Verbindung damit. Drakic seinerseits entwickelt einen Plan, um den verhassten Laurenti endgültig auszuschalten. Veit Heinichens Bücher sind Bestseller, auch in seiner Wahlheimat Italien. Heinichen schreibt keine Whodunits, auch keine Bücher um der reinen Unterhaltung oder des Nervenkitzels willen, sondern verpackt gesellschaftspolitische Kritik und die großen Fragen menschlichen Zusammenlebens in geschickt gewobene und ungemein fesselnde Kriminalromane. Heinichen weiß wie kaum ein zweiter Autor, wie er auch ein breites Lesepublikum über die Spannung für den eigentlichen Gehalt seiner Geschichten begeistern kann. Er hat sich damit schon jetzt einen Spitzenplatz unter den deutschen Krimiautoren erschrieben. Seit vielen Jahren lebt Veit Heinichen in Triest, jener Stadt, die als eine der großen kulturellen Schnittstellen zwischen Ost und West gilt. Und diese Stadt ist die eigentliche Heldin seiner Romane. In fast jeder Zeile seiner Bücher wird deutlich, wie sehr sich der Autor Triest und seinen Bewohnern verbunden fühlt. Für unsere nächste Reise dorthin kann es daher nur einen Tipp geben: Lassen wir herkömmliche Reiseführer zu Hause und begleiten einfach Commissario Laurenti auf seinen Streifzügen durch die Stadt. - Ulrich Deurer
Buch:
Triest: Stadt der Winde - Oasen für die Sinne
Autor:
Veit Heinichen, Ami Scabar, Ausgabe vom 13. Nov. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 142616
Aus der Amazon.de-Redaktion Ein unverbrauchter, hochinteressanter Schauplatz des Geschehens, ein spannender Plot mit aktuellem Bezug, Figuren, die ein Eigenleben führen und nicht glatt und perfekt daherkommen. Das sind die viel versprechenden Zutaten, aus denen Veit Heinichen seinen ersten Kriminalroman gewoben hat. Beste Voraussetzungen allein garantieren aber noch kein gutes Gelingen und mancher Debütant hat dennoch nichts Genießbares zustande gebracht. Heinichen und seinem sympathischen Commissario Proteo Laurenti allerdings ist mit einem intelligenten Krimi um organisiertes Verbrechen in Triest ein feiner und sehr beachtenswerter Start gelungen. Die Yacht des ortsansässigen Geschäftsmannes Bruno de Kopfersberg ist offenbar unbemannt und mit eingeschaltetem Autopilot gestrandet. Von de Kopfersberg fehlt jede Spur. Proteo Laurenti erinnert sich an einen seiner ersten Fälle, als er nach seiner Versetzung aus Süditalien nach Triest das Verschwinden von Elisa, der Frau des Geschäftsmannes, zu untersuchen hatte. Er war gescheitert, obwohl er de Kopfersberg in Verdacht hatte, seine Frau beseitigt zu haben. Laurenti und seine Mitarbeiter ermitteln in der Villa des Verschwundenen und stoßen auf eine äußerst freizügige und wenig mitteilsame Lebensgefährtin de Kopfersbergs. Zu trauern scheint Tatjana Drakic jedenfalls nicht, ebensowenig Spartaco, der Sohn. Das Ergebnis der schwierigen Nachforschungen ist alarmierend: in der Villa de Kopfersbergs soll offensichtlich ein strategisches Treffen einer mafiösen Organisation stattfinden. Die Themen: kriminelle Nutzung der Erdbebenhilfe für die Türkei und der organisierte Frauenhandel. Einheiten von Carabinieri, Guardia di Finanza, Guardia Costiera und Laurentis Polizia Statale sollen zugreifen. Zu allem Überfluss hängt bei Laurenti auch noch der Haussegen schief. Seine Tochter Livia möchte bei einer Miss-Wahl teilnehmen und Laurenti befürchtet, zum Gespött der ganzen Stadt zu werden. Veit Heinichen ist ein spannender, humorvoller und überaus unterhaltsamer Krimi gelungen. Ganz nebenbei erfährt der Leser einiges über Triest und eine Region am Schnittpunkt unterschiedlicher Kulturen. Der Autor hat Lust auf mehr geweckt und man darf hoffen. Schließlich konnte ein wichtiger Drahtzieher des aktuellen Falls entkommen. -Ulrich Deurer
Buch:
Gib jedem seinen eigenen Tod - SZ Krimibibliothek Band 25
Autor:
Veit Heinichen, Ausgabe vom 2006, Gebunden, Verkaufsrang 463646