Wege zu gutem Stil Erscheinungsjahr: 2001 16. Aufl. m. Illustr. v. Luis Murschetz. Gewicht: 275 gr / Abmessung: 18,5 cm Von Schneider, Wolf Wer sich aus Funk und Presse informieren will, wird großenteils mit miserablem Deutsch bedient. Das Fernsehen bekommt dies wenigstens dann und wann zu hören. Doch gegen die Zeitungen richtet sich kaum Kritik, obwohl ihr Deutsch nicht weniger erbärmlich ist - die renommierten überregionalen eingeschlossen. Erschreckend viele Redakteure bedienen ihre Leser und Hörer mit einer schwerverständlichen und dazu schlampigen Sprache. Dieses Buch führt den Beweis. Den Schreibern gibt es Rezepte an die Hand, wie sie es besser machen können. Für Lehrer, Studenten, Volontäre ist es eine Fundgrube. Ein Denkanstoß und ein Schmunzelstoff ist es für alle Leser. Wir müssen uns belehren lassen! Daß sie das meinen, dafür sind die Redakteure der Wochenzeitung Die Zeit nicht gerade bekannt. Jüngst jedoch haben sie jemanden hoch in ihren journalistischen Olymp geladen, genau dies zu tun. Das Protokoll dieses Uploads haben sie sogar jeden lesen lassen - in 47 Kolumnen. Da stand dann peinlich exakt drin, wie wenig professionell die Redakteure des Intelligenzblatts manchmal schreiben. Ihr öffentlicher Oberlehrer war Wolf Schneider. Und sein Deutsch für Profis ist ein Grund dafür, daß er es sein durfte. Mit dieser profunden Stilkritik stürmte Schneider den Sprachthron der schreibenden Zunft. Schon als er das Buch schrieb, stand der Hamburger weit oben. Er war Chefredakteur der Welt gewesen, Chef vom Dienst beim Stern, Washington-Korrespondent der Süddeutschen, er gründete die wohl beste deutsche Journalistenschule. Der 1925 Geborene hatte es nicht nötig, noch durch Nestbeschmutzen aufzufallen. Aber er tat es, und zwar heftig. In dem Buch schießt er Breitseiten gegen schlechtes Deutsch, schleudert dessen Schreibern Schmähvokabeln wie "Sprachdurchfall!" entgegen. Dabei attackiert Schneider gerade die renommierten Blätter. 18 Beispiele bietet er allein aus der FAZ. Und nachdem er beispielsweise tadelt, daß manche "auf Glatzen Löckchen" drehen, leitet er über: "Freilich ist das ein kleines Übel, verglichen mit den miesen Maschen, Moden, Meisen, Mätzchen, Marotten und Manien, mit denen der Spiegel die deutsche Journalistensprache überzogen hat." Trotz der harschen Worte: Die Profischreiber nahmen sie an, adelten das Pamphlet zum Lehrbuch. Die Süddeutsche etwa jubelte, obwohl selbst darin dutzendmal negativ erwähnt, das sei "der Königsweg". Auch die Verkaufszahlen kürten Schneider zum König der Sprachkritik. Zwischen all den Attacken steht sein plausibles Reglement des professionellen Schreibens, das sich auch auf frühere Stilisten stützt, wie W. E. Süskind, Ludwig Reiners und E. A. Rauter. Für Wolf Schneider heißt professionelles Schreiben in erster Linie, verständlich zu schreiben. Dabei scheint immer wieder seine Liebe zur Sprache durch. Sein Buch endet mit den Worten: "Sprache wird verwendet, verformt, verschlampt und aufgeblasen in Finanzämtern und Diskotheken, in soziologischen Seminaren und bei Schützenfesten. Niemand wundert sich, daß sie dort weder liebevoll behandelt wird noch zu frischer Kraft erblüht. Beides muß andernorts beginnen: in den Schulklassen und Redaktionen." 1999 nun fand er von der Zeit-Redaktion ein Wort, das direkt aus dem Soziologie-Seminar kommen kann: "Befindlichkeit". Er schrieb es noch nieder - und gab die Kritik-Kolumne auf. Wenn Schneiders Büchers wirken sollen, was sich jeder wünschen kann, dann müssen sie gut gelesen werden. Spaß macht das obendrein. -Frank Rosenbauer
Buch:
Deutsch für Kenner: Die neue Stilkunde
Autor:
Wolf Schneider, Ausgabe vom Aug. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 30014
Product Description Wolf Schneider ist ein Eiferer vom Dienst, wenn es um die deutsche Sprache geht, und ein glänzender Lehrer für jeden, der Hilfe braucht. Deutsch für Kenner ist ein überaus nützlicher Führer durch die deutsche Sprache, eine Fundgrube für Lehrer, Schüler, Studenten, Redakteure, Manager und für jeden, der die deutsche Sprache liebt und seinen Umgang mit ihr kultivieren möchte. Lernen Sie, nicht nur richtig, sondern auch logisch, verständlich und elegant zu schreiben!
Buch:
Das neue Handbuch des Journalismus
Autor:
Wolf Schneider, Paul-Josef Raue, Ausgabe vom 1. Aug. 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 71113
Product Description Die ideale Orientierung für Berufseinsteiger, Volontäre und Jungredakteure die Formen des Journalismus, die Fallstricke des journalistischen Handwerks, die Sitten und Unsitten in den Redaktionen. Mit den Adressen aller Zeitungen, die Volontäre ausbilden, der Journalistenschulen und der Diplom-Studiengänge Journalistik sowie mit einem kleinen Lexikon der journalistischen Fachausdrücke, von AdClick bis Zwischenschnitt.
Buch:
Wörter machen Leute: Magie und Macht der Sprache
Autor:
Wolf Schneider, Ausgabe vom Okt. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 36911
Wolf Schneider, Ausgabe vom 18. Januar 2008, Gebunden, Verkaufsrang 76356
Aus der Amazon.de-Redaktion Neu sind sie nicht die Kassandrarufe, die angesichts der Anglizismen-Flut das Ende des (deutschsprachigen) Abendlandes voraussagen. Wolf Schneider kann jedoch für sich in Anspruch nehmen, das eleganteste, originellste und amüsanteste Plädoyer verfasst zu haben - für ein bisschen weniger Service Point, Anti-Aging und Customer Relationship. Wolf Schneider, das journalistische Urgestein, kennt die Argumente der Verfechter einer "lebendigen" Sprache, die schon immer Begriffe aus anderen Sprachen aufgenommen und integriert habe. Doch geht es Schneider und seiner Aktion "Lebendiges Deutsch" nicht darum, eine Wagenburg-Mentalität zu etablieren. Sein Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass 60 Prozent der Deutschen überhaupt kein Englisch verstehen und nur 10 Prozent sich sicher in dieser Sprache bewegen können. Dies bedeutet, dass eine Vielzahl der "Slogans" und "Claims", die über Werbeagenturen und andere Multiplikatoren verbreitet werden, gar nicht oder nur missverständlich ankommen. Die Übersicht von zurückgezogenen Werbesprüchen großer Konzerne gehört dabei zu den komischsten Passagen des Buches. So wurde Mitsubishis Schlagwort "Drive alive" (gemeint war "Lebendiges Fahren") leider nur von 18 Prozent der Bevölkerung richtig übersetzt; häufige Interpretationen lauteten: "Lebend ankommen" bzw. "Überlebe die Fahrt." Inzwischen hat das Unternehmen umgeschwenkt auf: "Heute. Morgen. Übermorgen." Schneider fordert zu mehr Fantasie auf, zu mehr Mut, Anglizismen, die nicht nur unverständlich, sondern vielfach auch überflüssig oder einfach albern sind, aus dem eigenen Sprachgebrauch zu verbannen und neue deutsche Worte einzuführen. Dazu hat die Aktion "Lebendiges Deutsch" schon etliche Wettbewerbe durchgeführt und Empfehlungen ausgesprochen: So könnte aus Brainstorming leicht "Denkrunde" werden, aus Flatrate "Pauschale" oder aus Cursor "Blinker". Weniger elegant allerdings lesen sich Begriffe wie "Rufdienst" für Call Center oder "Hingeher" für Event. Auch scheint der Autor streckenweise ein wenig zu streng ans Werk zu gehen, wenn er Wörter wie Kreativität ("Modewort für Phantasie"), Netzwerk ("Netz") oder Technologie ("Technik") geißelt. Dafür klagt er im Zuge seiner ausführlicheren Duden-Schelte an, dass Goethes "Fraubaserei" (Schwatzfreudigkeit der Frauenzimmer) in der aktuellen Ausgabe nicht mehr aufgeführt wird. Wolf Schneider ist als Korrespondent, Chefredakteur, Journalisten-Ausbilder und Buchautor einer der gewandtesten Schreiber in der deutschen und über die deutsche Sprache. Auch wenn er hin und wieder in allzu strengen Rigorismus verfällt, legt er ein insgesamt lehrreiches Buch vor, das sich mindestens so amüsant liest wie Bastian Sicks "Zwiebelfisch-Kolumnen". Vor allem aber macht der Band Lust mitzumachen: beim Erdenken, Ausspinnen und Herbeifabulieren neuer deutscher Begriffe, die die deutsche Sprache lebendig halten. - Henrik Flor, Literaturtest
Buch:
Deutsch fürs Leben: Was die Schule zu lehren vergaß
Autor:
Wolf Schneider, Ausgabe vom 1. Juni 1994, Taschenbuch, Verkaufsrang 29660
Aus der Amazon.de-Redaktion Für Journalisten ist professionelles Schreiben so wichtig wie der Schraubenschlüssel für den Schlosser. Was ihr oberster Sprachlehrer Wolf Schneider sagt, kann jeder nutzen, der professionell schreiben will - und das funktioniert offenbar: Seine Lehrbücher sind Bestseller. Schneiders Werk Deutsch für Profis war noch flammendes Plädoyer, attackierte und argumentierte, erklärte und verteidigte die Absicht, überhaupt generelle Regeln für gutes Schreiben zu notieren. Doch das Buch wurde Pflichtlektüre in vielen Redaktionen. Und Wolf Schneider eine Institution. Seine jüngste Stilkunde konnte er aus der Sicherheit heraus schreiben, nicht mehr viel begründen zu müssen. Schneider verdichtete seine Lehre auf 50 Regeln. "Schlichte Wörter wählen", "Verben hofieren" oder "Hauptsätze ausreizen" lauten die Ratschläge, die er mit Beispielen aus Prosa und Lyrik belegt. Kampfschrift wider den Sprachschluder ist auch Deutsch fürs Leben, das abschreckende Beispiele, vornehmlich von renommierten Publikationen, vortrefflich vorführt. Ein lebendiges, nützliches und - das darf man erwarten - sprachlich brillantes Buch, um das niemand herumkommt, der professionell schreiben will. -Frank Rosenbauer 1
Buch:
Deutsch! Das Handbuch für attraktive Texte
Autor:
Wolf Schneider, Ausgabe vom 1. Febr. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 16186