Product Description Der Franziskanermönch William von Baskerville, ein ins Mittelalter versetzterSherlock Holmes und zugleich das Alter Ego des Autors, kommt im Jahr 1327gemeinsam mit dem Novizen Adson von Melk, dem späteren Erzähler, in einfiktives Benediktinerkloster Norditaliens. Hier hat soeben der gewaltsameTod eines Bruders den Abt in Unruhe versetzt, weil seiner Abtei brisanterBesuch ins Haus steht. Delegationen des Franziskanerordens und des Avignon-Papstessollen über Glaubensfragen verhandeln, die sich um die Armut Christi drehen.Unter ihnen ist Williams Erzfeind, der Inquisitor Bernard Gui. Wie einDetektiv macht sich William an die Aufklärung des Todesfalls, dem weitereMorde folgen. Im Mittelpunkt der verwickelten Ereignisse steht die Suchenach der einzigen Abschrift des in Wirklichkeit nicht erhaltenen zweitenBuches der Poetik von R Aristoteles, das die Komödie und damit das subversiveLachen gerechtfertigt hätte. Räumliches Zentrum ist die Bibliothek oberhalbdes Skriptoriums, deren dem Buch auch als Zeichnung beigegebener labyrinthischerBauplan der universalen Bibliothek bei Jorge Luis R Borges entspricht.Nur wer das Geheimnis dieser Bibliothek und des blinden Mönchs Jorge vonBurgos ergründet, entschlüsselt auch die Kette von Verbrechen.
Buch:
Das Foucaultsche Pendel: Roman
Autor:
Umberto Eco, Ausgabe vom 1. Okt. 1992, Sondereinband, Verkaufsrang 12271
Drei Mailänder Verlagslektoren, die beruflich ständig über okkulte Wissenschaften,Geheimbünde und kosmische Komplotte lesen müssen, stoßen auf ein äußersträtselhaftes Dokument aus dem 14. Jahrhundert. Darin ist von alle 120 Jahrewiederkehrenden Zusammenkünften der '36 Unbekannten', der Nachfahren dermysteriösen Tempelritter, die Rede. Die drei Spötter stürzen sich in dasLabyrinth der Geheimlehren. Spielerisch erdenken sie eine gigantische Verschwörung.Aber dann merken sie, daß jemand ihre Phantasien ernst nimmt. Und der schrecktoffenbar auch vor Mord nicht zurück ... "Seit die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie nicht etwa an nichts mehr, sondern an alles." Alles, was existiert, ist Text, ist Begriff. Die Geschichte, das ist das Überlieferte, und das ist nichts anderes als Text. "Die Begriffe verbinden sich per Analogie, ...denn wenn man Zusammenhänge finden will, findet man immer welche, Zusammenhänge zwischen allem und jedem, die Welt explodiert zu einem wirbelnden Netz von Verwandtschaften, in dem alles auf alles verweist und alles alles erklärt." So entsteht Ecos "Großer Plan" von einer Weltverschwörung, der, auf historischen Realitäten basierend, nichts anderes ist, als ein Fälschungssystem, das wahr ist, weil es auf Analogien basiert. Alles ist wahr, nur die Verknüpfungen nicht. Es gibt keine Wirklichkeit außer der, die zwischen Partnern per Konsens verabredet wird. Mit dieser Formel wären wir (fast!) bei bei Lyotard angelangt, jenem Vertreter der Postmoderne, ohne den Eco kaum zu verstehen ist. Was ist der "Große Plan" des Romans denn anderes als das "Erhabene", das nicht Darstellbare, aber Vorstellbare bei Lyotard? Die Idee vom unbeweglichen Punkt im Universum, an dem das Pendel aufgehängt ist? Oder jenes mystische Zentrum Agarttha? Den Verlust der "Großen Erzählungen" beklagt Eco nicht mehr. Vielmehr nutzt er die Möglichkeiten der Texte und erzählt mit den alten, großen Erzählungen neue Geschichten, Stories. Versucht Eco nicht auch, das narrative Wissen mit dem wissenschaftlichen zu verknüpfen, und ist es nicht zum Scheitern verurteilt, wie jeder Vereinheitlichungsversuch, schließlich werden sowohl Belpo als auch Casaubon verrückt? Schwindet sie nicht, die empirische Wirklichkeit? Zerstört Eco nicht den falschen Schein, der "im Glauben an höhere Ursprünge und Zwecke, an eine Teleologie des Weltablaufs besteht, und (lässt er nicht) die empirische Welt als eine prinzipiell scheinhafte vor uns erstehen?" Belpo versucht indessen den ästhetischen Umgang mit der neuen Technologie, dem Computer, der ihn gar zum Schreiben bringt. Jene Technologie, die dem narrative Wissen den Todesstoß verpasst hat. Doch seine Texte sind nur als magnetische Spuren virtuell auf Diskette vorhanden. Die Auswirkungen der neuen Technologien (Computer, synthetisierte Bilder) sind der Gestalt, dass sie die traditionellen Dualismen des abendländischen Denkens sprengen und damit deren Kultur, für die diese Dualismen konstitutiv sind, verabschieden, wie Eco z.B. bei den grotesken, multimedialen, okkulten Zeremonien vorführt. Eco parodiert die Denkweise der Hermeneutik (Okkultismus, Voodoo etc.) durch raffinierte scheinlogische Konstruktionen und wirft dabei alles durcheinander. Er gebiert sich radikal eklektizistisch. Das wäre gegen Lyotards Vorstellungen, aber der Eklektizismus, der herauskommt, erscheint so lächerlich wie Charles Moores Bau "Piazza d`Italia" in New Orleans. Das Ergebnis kann bei Ecos Denken nur als Parodie aufgefasst werden; die meisten Verrücktheiten des Romans sind schließlich hinterlistiges, intellektuelles Schelmentum! Warum aber erzählt Eco die Geschichte der Templer in Westernmanier oder als Comic-Strip beim Whiskey in der Kneipe oder mit seiner Freundin im Bett? Etwa nur, um die nicht-Akademiker bei der (Lese)Stange zu halten? In den 60er Jahren und später waren jene Autoren, die sich in Kneipen und Betten bewegten und jeden modernen, elitären Anspruch von sich wiesen, Autoren wie Ferlinghetti, Ginsberg oder Jörg Fauser (mit seinem Roman Rohstoff), diejenigen, die man zuerst als postmodern bezeichnete. Ist Eco, wenn er auf diese Generation zurückverweist, wenn er, wie jene, auf Trivialmythen abhebt, von Casablanca bis zu Zitaten von Rockgruppen, nicht schon post-post-modern? Hat er die Postmoderne, die fortwährend ihre Moderne gebiert und umgekehrt, weil sie sich jeweils beinhalten, nicht schon hinter sich gelassen? Ist er nicht hochaktuell, wenn er vorführt, wie mit seiner Art der Wissenschaftsvermittlung umgegangen wird, nämlich dem Palavern über die Templer beim Knabbern im Bett? So, und nicht anders, wird heute Wissenschaft rezipiert! Es ist problematisch, den gesamten Roman mittels postmoderner Termini zu hinterfragen, doch ist sicher: Das Foucaultsche Pendel ist ein geistsprühender Krimi, ganz gleich welcher Blödsinn in manchen Rezensionen zu lesen war. -Matthias Kehle
Buch:
Nachschrift zum >Namen der Rose<
Autor:
Umberto Eco, Burkhart Kroeber, Ausgabe vom 1. April 1986, Taschenbuch, Verkaufsrang 159893
Product Description "Begonnen habe ich im März 1978, getrieben von einer vagen Idee Ich hatte den Drang, einen Mönch zu vergiften. Ich glaube, Romane entstehen aus solchen Ideenkeimen, der Rest ist Fruchtfleisch, das man nach und nach ansetzt."
Baudolino. Eco ist mit seinem neuen Roman Baudolino ins Mittelalter zurückgekehrt: nicht ins 14. Jahrhundert der ebenso gelehrten wie durchtriebenen Mönche aus Ecos Welterfolg Der Name der Rose, sondern ins 12. Jahrhundert. Er erzählt die Geschichte des (fiktiven) Bauernsohns Baudolino aus dem Piemont, der um 1155 als Kind von Kaiser Friedrich Barbarossa aufgelesen wird und in den folgenden 50 Jahren überall dabei ist, wo Geschichte gemacht wird: Die historischen Ereignisse von Barbarossas Kämpfen gegen die aufständischen Städte der "Lega Lombarda" bis zu seinem Kreuzzug ins Heilige Land dienen Eco dazu, mit leichter Hand in die politischen und geistesgeschichtlichen Hintergründe dieser Epoche einzuführen, und ermöglichen ihm, originelle Antworten auf bisher ungelöste Fragen der Geschichtsschreibung zu geben. Dabei entpuppt sich Baudolinos Lebensgeschichte, die er im Jahre 1204 selbst einem Geschichtsschreiber erzählt, als die blanke Lüge. Baudolino ist ein Hochstapler, ein Schelm, ein schlitzohriger Aufschneider - das bestreitet er auch gar nicht. Denn mit seiner Fähigkeit, haarsträubende Geschichten zur Wahrheit zu erklären, will er selber in die Weltgeschichte eingegriffen haben: Er will die Stadt Alessandria erst erbaut und dann gerettet haben; er will aus taktischen Gründen die Heiligsprechung Karls des Großen erwirkt haben; er will eine einfache hölzerne Trinkschale zum Heiligen Gral erklärt und damit Barbarossa zum Kreuzzug veranlasst haben. Dass Baudolinos Berichte von seinen ruhmreichen Tricks, Intrigen und Lügen mit Vorsicht zu genießen sind, ist klar - ein Lügner lügt auch dann, wenn er von seinen Lügen erzählt. Wie Eco diesen Hochstapler hemmungslos in die Geschehnisse des 12. Jahrhunderts hineinflickt, ist schon ein Vergnügen - nicht nur Mediävisten werden auf jeder Seite etwas entdecken, was ihnen Entzückensschreie entlocken wird. Da stört es nur ein wenig, dass dieser groß angelegte Schelmenroman hin und wieder etwas episodenhaft und konstruiert erscheint. Für echte Eco-Fans ist Baudolino jedenfalls ein Muss. -Christoph Nettersheim
Buch:
Die Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika
Autor:
John Steinbeck, Ausgabe vom 1. Juni 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 15346
Product Description 'Wer also das Mobiltelefon als Machtsymbol vorzeigt, erklärt damit in Wirklichkeitbloß allen seine verzweifelte Lage als Subalterner, der gezwungen ist,in Habachtstellung zu gehen, auch wenn er gerade einen Beischlaf vollzieht.'Das wütende Handbuch des italienischen Großmeisters versorgt uns mit nützlichenRatschlägen. Hotelgäste, Heimwerker und Bongaforscher erfahren jetzt, wieschwierig es ist, einen Lachs in der Minibar des Hotelzimmers zu verstauenoder auf intelligente Weise die Ferien zu verbringen. Auch lernen wir,einen Pornofilm zu erkennen und uns vor Witwen zu hüten. Kurzum, diesesBuch bietet eine Fülle an verblüffenden Informationen und läßt selbst solcheFragen nicht offen, die zu stellen man nie beabsichtigt hatte.
Buch:
Die Insel des vorigen Tages.
Autor:
Umberto Eco, Burkhart Kroeber, Ausgabe vom 1. April 1997, Taschenbuch, Verkaufsrang 38072
Die Insel des vorigen Tages Aus dem Italienischen von Kroeber, Burkhart Tb Umberto Eco entführt den Leser in seinem dritten Roman in die Zeit des 17. Jahrhunderts. Roberto de La Grive, ein junger piemontesischer Adeliger, erleidet in der Südsee Schiffbruch und treibt mit seinem Schiff in Sichtweite einer Insel. Da er jedoch nicht schwimmen kann, ist sie für ihn nur schwer erreichbar. Während der Zeit an Bord erfährt der Leser in Rückblicken eine Menge über die Biographie Robertos: Briefe an seine verehrte Signora, die er stürmisch aus der Ferne verehrt, und lückenhafte Aufzeichnungen, mit denen er sich die Zeit vertreibt. Sein geheimer, wissenschaftlicher Auftrag auf dieser Reise ist die Suche nach dem Fixpunkt, mit dem sich untrüglich die Einteilung der Längengrade bestimmen läßt. Schon bald bemerkt er allerdings, daß er nicht allein auf dem Schiff ist und er macht sich auf die Suche. Das Handlungsgerüst des dicken Wälzers dient Eco vor allem dazu, sein enzyklopädisches Wissen über die Zeit des 17. Jahrhunderts ansprechend zu verpacken. Er schildert in Exkursen philosophische Überlegungen und den finsteren Aberglauben dieser Zeit, gibt in Traktaten allerlei absurde Maschinen und Erfindungen zum Besten und macht sich paradoxe Gedanken über das Denken der Steine. Die Insel des vorigen Tages ist ein ungemein gelehrtes und phantasievolles Buch, doch leider hat der Autor einen etwas mageren Plot für seine vielfältigen Exkurse ausgewählt. Der Roman ist eine sehr anspruchsvolle Lektüre, die oft nur mit einem Fremdwörterbuch zu bewältigen ist. Wer Spaß an abstrusen Spinnereien und phantasievollen Romankonstrukten hat und dabei noch eine Menge über das 17. Jahrhundert erfahren möchte, der liegt bei diesem Buch richtig. -Manuela Haselberger
Buch:
Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana: Illustrierter Roman
Autor:
Umberto Eco, Ausgabe vom 1. Sept. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 40295
Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana Illustrierter Roman Kein Vierteljahr nach der italienischen Erstausgabe liegt er schon auf Deutsch vor, Umberto Ecos fünfter Roman und nach Die Geschichte der Schönheit bereits sein zweites Werk in diesem Bücherherbst. Und zum ersten Mal verweilt der sprachmächtige Italiener in der Moderne, erzählt er von einer Zeit, die er selbst erlebt hat: die dreißiger und vierziger Jahre in Italien. Eco hat sich zum Ziel gesetzt, Persönliches aus seiner Erzählung herauszuhalten. "Da mein Held sein persönliches Gedächtnis verloren hat?, wird er in der Zeitschrift LITERATUREN zitiert, "muss er versuchen, es anhand objektiver Materialien zu rekonstruieren - und die hat er mit seiner ganzen Generation gemein.? Dieser Held, heißt Giambattista Bodoni, ist von Beruf Antiquar und muss nach einem Schlaganfall lernen, ohne einen Teil seiner Erinnerungen auszukommen. Zwar weiß er noch sehr genau, was er einst aus der Bibel und über das klassische Altertum gelernt hat, aber sein Enkelkind ist ihm völlig fremd, und er könnte auch nicht sagen, ob er mit seiner hübschen Assistentin einmal eine Affäre hatte. "Ich wusste alles über Alexander den Großen, aber nichts über meinen kleinen Alessandro?, sinniert er. Also begibt er sich im Haus seiner Großeltern, das sich in der norditalienischen Provinz befindet, auf Spurensuche. Alte Bücher, Comic-Hefte, Schallplatten, Fotografien und vieles mehr helfen ihm, sich Stück für Stück in die Vergangenheit zurückzuhangeln. Und mit jedem Fragment, das er sich unter großen Mühen zurückerobert, muss er erkennen, wie sehr der Erwachsene Bodoni von den Vorlieben des kleinen Giambattista geprägt wurde, wie sehr dem Fluss seiner Bildung ein Strom aus scheinbar Trivialem unterliegt. Nicht zufällig wurde Bodoni zur selben Zeit geboren wie sein Autor: In Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana erkundet Umberto Eco seine eigenen Wurzeln. Im Vorfeld des Romans hat er monatelang nach Erinnerungsstücken aus seiner Kindheit gefahndet, sei es in seinen eigenen Archiven oder bei Sammlern und im Internet. Somit ist sein Roman als Dokument einer bestimmten Zeit gleichermaßen subjektiv wie repräsentativ. Eco-Freunde werden den versierten Historiker ebenso wieder finden wie den verspielten Sprachwissenschaftler. Akademischer Ernst und überbordende Fabulierfreude machen aus diesem Buch ein Leseerlebnis ersten Ranges. Wie immer bei Eco geht es eher langsam los, aber alsbald packt es Autor wie Leser, und die durchwachten Nächte sind vorprogrammiert. -Hannes Riffel
Buch:
Platon im Striptease-Lokal: Parodien und Travestien
Autor:
Umberto Eco, Ausgabe vom 1. Okt. 1993, Taschenbuch, Verkaufsrang 29650
Product Description 'Ich muß sagen, als ich den Anfang dieses Manuskripts und die ersten hundertSeiten las, war ich begeistert. Alles Action, prallvoll mit allem, wasdie Deutsch von Burkhart Kroc Leser heute von einem richtigen Schmökererwarten Sex jede Menge, Ehebrüche, Sodomie, Mord und Totschlag, Inzest,Krieg, Massaker und so weiter.' Was für ein begnadeter Lektor! Das vonihm so belobigte Werk wurde millionenfach verkauft. Allerdings nicht unterdem vorgeschlagenen Titel 'Die verlorene Schar vom Roten Meer', sondernunter dem weniger spektakulären Namen 'Die Bibel' ... Seine Parodien undTravestien zum Zeitgeist gehören zum Populärsten, was Umberto Eco verfaßthat. 'Zur Zeit Mussolinis hätte man Eco nach Lipari oder Ventotene verbannt',schreibt Norbert Trunz. 'Hinter den skurrilen Einfällen seiner Storys verbirgtsich ein echter Moralist, der mit spitzer Feder aufdeckt und angreift,was morsch ist in unserer Gesellschaft.'
Buch:
Quasi dasselbe mit anderen Worten: Über das Übersetzen
Autor:
Umberto Eco, Burkhart Kroeber, Ausgabe vom 5. Aug. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 114384