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Bücher - Autoren

Helmut Schmidt

 
Außer Dienst: Eine Bilanz - Helmut Schmidt
Buch:Außer Dienst: Eine Bilanz
Autor:Helmut Schmidt, Ausgabe vom 12. Sept. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 3496
Preis: 22,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Eine kürzliche Umfrage ergab, dass, wäre der Mann nicht definitiv zu alt, sich 80 Prozent aller Deutschen Helmut Schmidt als idealen Kanzler vorstellen könnten. Wenn dies, 25 Jahre nach dem Rückzug aus allen politischen Ämtern, keine Auszeichnung ist! Der Altkanzler, dessen unglaublicher 90. Geburtstag bevorsteht, rangiert im Bewusstsein der Deutschen immer noch als Staatsmann par excellence. Und eine solch hochrangige Persönlichkeit erlaubt es sich, eine "außerdienstliche" Bilanzierung seines politischen Erfahrungsschatzes vorzulegen. "Denn", so Schmidt verschmitzt bescheiden, "vielleicht könnte doch einer von den Jüngeren daraus einen Nutzen ziehen." - Nichts wäre mehr zu wünschen, Herr Bundeskanzler! Eines vorab: Es handelt sich hier nicht um die autobiografische Rückblende auf ein politisches Lebens- und Gesamtwerk. Im Gegenteil. Schmidt, der Pragmatiker, möchte seine in aktiver Zeit gewonnenen Erfahrungen angesichts einer völlig veränderten politischen Weltlage zur Verfügung stellen. Immer im Gepäck, die großen philosophischen Fragen: Welchen Leitbildern sollten wir folgen? Was lässt sich aus Geschichte lernen? Im Spiegel gerade dieser Frage reflektiert der Altkanzler über die Unvorstellbarkeit eines Auslandseinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan noch zu seinen Zeiten. Gelegenheit für einen historischen Ausflug und die noch immer problematische Stellung Deutschlands im politisch-militärischen Weltgefüge. Natürlich holt der Wirtschaftsfachmann Schmidt zu einem satten Referat über die Finanzmärkte aus. Beklagt wird die verschlafene "Modernisierung unseres zerklüfteten Bankensystems", gewarnt wird vor Spekulantentum und Heuschreckenflügen. Betrauert die große Zeit des von der RAF ermordeten Freundes Herrhausen und seiner Deutschen Bank. Institutionen, so Schmidt, an die sich eine Bundesregierung in ökonomischen Fragen noch vertrauensvoll wenden konnte. Wie anders heute. Der Kanzler wird (in Maßen) privat. Erstaunt vernehmen wir, dass Schmidt die "Guillaume-Affäre" als Rücktrittsgrund Willy Brandts im Mai 1974 völlig inakzeptabel fand und ihm die eigene künftige Kanzlerschaft große Sorgen bereitete. Risiken und Chancen der Globalisierung. Der "Sonderfall" der Neuen Bundesländer. Die radikal veränderte Rentensituation, die ebenso radikal veränderte Maßstäbe verlangt. Ein kleiner Seitenhieb auf Lafontaine und seine "Sekundärtugenden". Eine Schulung bei den antiken Rhetorikern. Spurensuche nach eigenen Fehlern. In einem der letzten Sätze seiner klugen Reflexion appelliert der Altkanzler mit einer römischen Weisheit an die heutige Politikerkaste: Im Zweifelsfalle sei das Gemeinwohl höherzustellen als die eigene Karriere. Um schließlich witzelnd, aber nicht ohne Wehmut festzustellen: "Die meisten meiner Weggefährten haben schon endgültig ihre Adresse gewechselt." - Das können Sie sich aus dem Kopf schlagen, Herr Bundeskanzler. Die Republik braucht Sie noch! ?Ravi Unger


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 64 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Was die Welt zusammenhält (5 von 5 Punkten) meint K.H. aus Weyhe-Melchiorshausen
Zugegeben, mein politischer Freund war Helmut Schmidt in seiner aktiven Zeit als Politiker nicht. Und als Sozialminister würde ich mir auch heute keinen Helmut Schmidt wünschen. Doch als Fachmann für volkswirtschaftliche und geostrategische Fragen ist er eine Koryphäe.

Auch wer bisher möglicherweise dachte, die Zusammenhänge von Ökonomie und Demokratie durchschaut zu haben, wird eines Besseren belehrt: Der diskrete Charme der Demokratie wird in kaum einen anderen Buch so deutlich wie in diesem. Erst jüngst ist ein Horst Köhler an den ungeschriebenen Regeln der Politik im Amt als Bundespräsident verzweifelt und hernach gescheitert - für ihn gilt möglicher- und skurriler Weise die neue Gattungsbezeichnung "politikunfähig".

"Wer von der Geschichte nichts weiß, kann seine Gegenwart nicht verstehen", ist die immer wiederkehrende Hauptmaxime Schmidts Erkenntnis.

Denn das politische Geschäft besteht, wie Helmut Schmidt schreibt, aus einer "öffentlichen und einer veröffentlichen Meinung". Auch über diesen Unterschied schreibt der Kanzler a.D. Dezent plaudert er aus dem Bonner Nähkästchen: "Erich Honecker erregte mehrfach beinahe mein Mitleid."

"Demokratie", schrieb neulich der Journalist Christian Nürnberger im SZ-Magazin, "das ist ja nur ein Verfahren, den Kampf aller gegen alle gewaltfrei und nach Regeln zu organisieren." Treffender kann man das kaum schreiben - auch wenn Autor Schmidt das so nicht formulieren würde. Er sagt es auf seine Weise: "Demokratie ist Menschenwerk" - und damit fehlbar. Schmidt nimmt sich da nicht aus und reflektiert offen über eigenes Versagen.

In seinem Bild von Staat und Gesellschaft spielen vor allem "Netzwerke" (ja, Helmut Schmidt nennt die so) eine Rolle, die einen "ewgen Bund flechten". Die Freiheit von Amt und Aufgabe erlaubt es Schmidt auch, rücksichtslos abweichende Meinungen zu formulieren, wie etwa die: "Die politische Kultur der Demokratie, der Gewaltenteilung und des Rechtsstaates ist nur schwer zu verpflanzen." So weit zu den Bemühungen der USA als Weltpolizei.

Die für mich entscheidendste Erkenntnis dieses Buches ist die dezidierte Meinung Schmidts, dass unser "eigentliches außenpolitisches Feld (..) in Europa (liegt), nicht aber im Kaukasus, im Nahen und Mittleren Osten, nicht in Asien oder Afrika (...) Unser Feld sind unsere Nachbarn in Europa, mit denen wir in gutem Frieden leben wollen." Und: "Der islamische Terrorismus kann mit militärischen Mitteln kaum wirksam beendet werden."

Schon Voltaire ließ im Alter seinen Candide sagen "Il faut cultiver notre jardin." Denn: "(...) wo Menschen eng beieinander leben, ist eine gewisse Ordnung nötig."

Ein hochinteressantes Buch, vielleicht ein epochales Werk, auch wenn man nicht alle Einschätzungen teilen möchte. Doch zum Verständnis der Bundesrepublik Deutschland trägt es bei wie kein anderes. Schmidt ist denn auch wohl einer der letzten großen Politiker, denen das Amt eine vom Volk auf Zeit verliehene Aufgabe war. Ihm nimmt man ab, dass es ihm - bei aller narzisstischen Selbstdarstellung und kritischen Distanz zur christlichen Zusatzformel - mit seinem Amtseid ernst war:

"Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe."


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Außer Dienst: Eine Bilanz - Helmut Schmidt
Hörbuch:Außer Dienst: Eine Bilanz
Autor:Helmut Schmidt, Ausgabe vom 4. Sept. 2008, Audio CD, Verkaufsrang 18161
Preis: 14,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Das Hörbuch ist eine kluge und beinahe philosophische Betrachtung über die heutige Zeit von einem Staatsmann von Format." (www.westropolis.de / Onlineportal der WAZ Mediengruppe )

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 16 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Ein wunderbares Buch. Ein Muß für jeden, der sich etwas ploitisch interesiert. (5 von 5 Punkten) meint H.J.
Ich lese dieses Buch mit Genuß. Herr Schmidt hat eine schöne Art und Weise zu erzählen. Es ist informativ, spannend und über haupt nicht aufdringlich.

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Weggefährten: Erinnerungen und Reflexionen - Helmut Schmidt
Buch:Weggefährten: Erinnerungen und Reflexionen
Autor:Helmut Schmidt, Ausgabe vom 1. Okt. 1998, Taschenbuch, Verkaufsrang 25945
Preis: 13,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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-Dieses sehr persönliche Erinnerungsbuch gibt mehr von dem Menschen Schmidt preis als seine politischen Bücher. Ein spannendes und zugleich unterhaltsames Spiegelbild bedeutsamer Jahre in der Geschichte unserer Republik.- (Neue Ruhr Zeitung)

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 8 Bewertungen)

Leserkommentare:*
..Rezension - Helmut Schmidt, die ich mir nicht erdreiste! (5 von 5 Punkten) meint B.S.
In Weggefährten: Erinnerungen und Reflexionen - fand ich auch meine ganz persönlichen "Weggefährten"! Ein Aha-Erlebnis an Menschlichkeit, Übereinstimmung, wie Neues! Eigentlich sollte das jeder gelesen haben - besonders auch die Jugend!

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Die Mächte der Zukunft: Gewinner und Verlierer in der Welt von morgen - Helmut Schmidt
Buch:Die Mächte der Zukunft: Gewinner und Verlierer in der Welt von morgen
Autor:Helmut Schmidt, Ausgabe vom 20. Febr. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 45595
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
In der Mitte seines neunten Lebensjahrzehnts erweist sich Helmut Schmidt mit seinem neuen Buch Die Mächte der Zukunft einmal mehr als hellsichtiger Analytiker. Der Autor überzeugt durch seine klare Sprache und durch die von poltischer Rücksichtnahme ungetrübte Schärfe des Urteils. Ausführlich skizziert Schmidt zunächst die weltpolitische Ausgangslage, in der wir uns heute befinden. Während er die Gefahren des neuen Terrorismus in einem düsteren Szenario noch einmal deutlich vor Augen führt, hält er die möglichen Konsequenzen des erneuerten Weltordnungsanspruchs der USA für noch kaum absehbar. Bei aller Bedeutung, die er dieser Frage zubilligt (nicht zuletzt auch für die außenpolitische Selbstfindung Europas), übersieht der Altkanzler nicht, dass weitere Determinanten der Weltpolitik nicht aus dem Blick geraten dürfen. Dazu gehören die Folgen der Bevölkerungsexplosion in den armen Teilen der Welt ebenso wie die Auswirkungen der technischen und ökonomischen Globalisierung, die Anfälligkeit der internationalen Finanzmärkte oder die Problematik des internationalen Waffenhandels. Neben der Frage nach einem "Imperium Americanum", die im Zentrum der Erörterungen steht, werden ausführlich die verschiedenen möglichen Entwicklungspfade der anderen großen Mächte behandelt: China, der indische Subkontinent, der Islam, Russland sowie schließlich Europa (und hier vor allem Deutschland). Im September des Jahres 2000 hatte Schmidt im Vorwort zu seinem Buch Die Selbstbehauptung Europas zu Protokoll gegeben, dass im Laufe des neuen Jahrhunderts eine gute Nachbarschaft mit dem Islam "zu einer der Bedingungen für die Selbstbehauptung Europas werden" würde, und: "Es könnte sogar dahin kommen, daß von dieser guten Nachbarschaft der Frieden ? abhängt". - "Wurde ich" so fragt Schmidt im Jahr 2004, "durch die furchtbaren Ereignisse ein Jahr später bestätigt? Oder hatte ich mich getäuscht? War ich zu optimistisch gewesen? Mit den Anschlägen vom 11. September 2001 und der amerikanischen Reaktion bekam meine Voraussage jedenfalls eine neue Dimension." Dieser Dimension vor allem sind die Reflexionen des altersweisen Staatsmanns gewidmet. Man muss nicht all seine Einschätzungen und Urteile teilen, um aus der Lektüre größten Gewinn zu ziehen. - Andreas Vierecke


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 18 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Bemerkenswert (5 von 5 Punkten) meint F.K. aus Brüssel
Dieser Beitrag ist von einer großen Klarheit und Übersichtlichkeit. Es gelingt Herrn Schmidt in einem sehr überzeugenden Deutsch komplexe Sachverhalte der Weltpolitik sehr verständlich darzustellen. Es wird dabei soviel gesagt wie gesagt werden muß. Kein Wort scheint zuviel und keines zuwenig.
Es ist aber vor allen Dingen eine deutsche, und auch europäische Sichtweise. Ein US Bürger, ein Inder oder Chinese mag manche Dinge anders sehen. Man sollte insbesondere die Anpassungsfähigkeit der US Volkswirtschaft gemeinsam mit der chinesischen Volkswirtschaft nicht unterschätzen. Man darf sicherlich fragen inwieweit, das was sich inzwischen in seiner hellsichtigen Annahme als richtig bestätigt, hat als fatal gelten muß - oder aber als Chance für die europäischen Volkswirtschaften. Auch das Streben der USA nach Hegemonie scheint nicht so fatal zu sein wie es Herr Schmidt zum teil darstellt, wenngleich ich hohe Achtung vor seinem kulturellen Anspruch als Deutscher habe.

Auch was die Entwicklung Europas angeht, so hat die EU es doch auch immer wieder verstanden in jeder Krise eine Chance zu sehen. Europessimismus scheint derzeit fehl am Platz zu sein.

Ich fand es sehr bereichernd dieses Buch zu lesen. Es braucht mehr von solchen europäischen Denkern um unser gemeinsames Europa zu bauen.

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Nachbar China - Helmut Schmidt, Frank Sieren
Buch:Nachbar China
Autor:Helmut Schmidt, Frank Sieren, Ausgabe vom Dez. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 88990
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Im 15. Jahrhundert verließ eine gewaltige Armada das chinesische Festland, Hunderte von Schiffen, zehnmal so groß wie Kolumbus? Santa Maria, an Bord eine Streitmacht von 20.000 Soldaten. Die Flotte segelte bis zur afrikanischen Küste ? und machte kehrt. Danach wurde in China die Seefahrt verboten, die Pläne der Schiffe vernichtet. Das Land beschloss, sich um den Rest der Welt nicht zu kümmern - "die erstaunlichste Entscheidung in der chinesischen Geschichte", wie der China-Kenner und Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt sagt. China war "drauf und dran eine Welt-Seemacht zu werden" - und wählte die Isolation. Eine Entscheidung, ohne die es die koloniale Expansion nach Osten vielleicht nicht gegeben hätte. Ebenso wenig wie den Niedergang des Reichs der Mitte, das im 19. Jahrhundert am westlichen Kolonialismus zerbrach. Nun ist China wieder da, und die Welt versucht zur verstehen, was sich dort ereignet. Deshalb sind Bücher über China gefragt. Doch das Buch Nachbar China ist etwas Besonderes. Es basiert auf tagelangen Gesprächen, die Frank Sieren, China-Korrespondent der Wirtschaftswoche und einer der "führenden deutschen China-Spezialisten", so die London Times, mit dem früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt geführt hat. Sorgsam editiert füllen diese Gespräche mehr als 300 Seiten - eine wahre Fundgrube an Wissen über das Riesenreich im Osten, und zudem Zeitgeschichte aus Erster Hand. Denn Helmut Schmidt pflegt seit mehr als dreißig Jahren einen engen Meinungsaustausch mit der Führung in Peking. 1975 hat er Mao Zedong persönlich kennen gelernt, sich später mit Deng Xiaoping zu einem persönlichen Gespräch getroffen, und mit dem ehemaligen Premierminister Zhu Rongij verbindet ihn eine tiefe Freundschaft. Mit diesem Buch will Schmidt dazu beitragen, dass "der leichtfertigen moralischen und politischen Besserwisserei der Boden entzogen wird". Und er will mit dem Vorurteil aufräumen, dass China an den heutigen ökonomischen und sozialen Problemen Westeuropas schuld sei: "Der dem europäischen Publikum immer wieder erweckte Eindruck, weil China neuerdings Mitglied des globalen Weltmarkts geworden sei, gefährde es unsere Arbeitsplätze und unseren Wohlstand, ist falsch." Das Buch ist eine eindringliche Mahnung, sich mit "unserem neuen großen Nachbarn" zu beschäftigen: China verstehen, darum geht es. Schmidt und Sieren fordern "Respekt vor China" und seiner dreitausend Jahre alten Tradition. Einer Tradition, ohne die sich die heutige wirtschaftliche Expansion des Riesenreiches ebenso wenig begreifen lässt, wie sein Verzicht auf den Aufstieg zur Weltmacht im 15. Jahrhundert. - Winfried Kretschmer


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 8 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Endlich einer, der dieses Land verstanden hat! (5 von 5 Punkten) meint J.M. aus Osnabrück
Bravo!
Ich kann diese Buch nur jedem empfhelen, der einen sachlichen Blick auf China werfen möchte.
Als häufiger Chinareisender kann ich alles bestätigen was in diesem Buch über dieses Land geschrieben steht.
Ich empfehle aus weitere Lektüre den "China Knigge".

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Bilanz eines großen Staatsmannes - Helmut Schmidt
Hörbuch:Bilanz eines großen Staatsmannes
Autor:Helmut Schmidt, Ausgabe vom 14. Nov. 2008, Audio CD, Verkaufsrang 33863
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Amazon.de-Hörbuchrezension
Es ist nicht immer gut, alte Sachen aufzuwärmen. Altes wirkt oft abgestanden, und spätestens beim zweiten Rezipieren wird einem klar, warum es in Vergessenheit geriet. Bei Hörbüchern ist das nicht anders. Hier wird, um den Hype zu befriedigen, hin und wieder etwas aus der Mottenkiste der Rundfunkanastalten geholt und mit einem neuen Cover versehen, was man besser darin belassen hätte. Oder doch zumindest hätte aktualisieren müssen. So ist es auch mit der CD-Produktion Helmut Schmidt. Bilanz eines großen Staatsmanns, die anlässlich des 90. Geburtstags des Politikers wieder aus den Archiven des Norddeutschen Rundfunks (NDR) heraus gekramt worden ist. Nur, leider, ist dem Gespräch von Joachim Knuth und Volker Herres, das offenbar fürs Fernsehen produziert wurde ("Herzlich willkommen liebe Zuschauer"), das Alter deutlich anzumerken. Zwar erfährt man einiges über Helmut Schmidts bewegtes Leben. Zwar formuliert der große alte Mann der deutschen Politik teils brillant und lässt seine Vergangenheit, die Nachkriegszeits sowie seine Kanzlerschaft mitsamt ihrer Besonderheiten (Mogadischu, RAF, Schleyer-Entführung) lebhaft und teils überraschend auferstehen ("Schleyer hat seinen Tod mitverschuldet"). Nur, leider, ist immer noch Gerhard Schröder Bundeskanzler, denn die Produktion hat fünf Jahre auf dem Buckel. Und die beiden Journalisten sind beizeiten derart vor Erfurcht erstarrt, dass sie sich das ein und andere Mal von Schmidt vorführen lassen - etwa da, wo der Alt-Bundeskanzler betont, bestimmte Dinge nie gesagt oder gemacht zu haben. Das ist dann schon ein wenig peinlich. Und auch schlecht recherchiert. Wer sein Wissen über "einen großen Staatsmann" tatsächlich bereichern und dazu noch reinen Hörgenuss erleben will, der sollte lieber zu Detlef Michelers? brillantem, ebenfalls vom NDR produziertem Feature Helmut. Schmidt. Ein deutscher Politiker greifen. Da nämlich kann man sehen, dass es manchmal besser ist, alte Sachen wegzulassen und lieber etwas Neues zu machen. - Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de 1 CD, 64 Minuten
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Auf der Suche nach einer öffentlichen Moral: Deutschland vor dem neuen Jahrhundert - Helmut Schmidt
Buch:Auf der Suche nach einer öffentlichen Moral: Deutschland vor dem neuen Jahrhundert
Autor:Helmut Schmidt, Ausgabe vom 1. April 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 51026
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Lügen strafft der Altbundeskanzler mit diesem Buch seine Kritiker, die ihm immer wieder unterstellt haben, Moral würde für diesen Technokraten der Macht nur aus der Vergötterung des Pragmatismus bestehen. Die Tiefe der Gedanken zeugt von einem frühen Beginn und einer sehr intensiven Suche nach einer öffentlichen Moral; die Vehemenz des Stils und seine zuweilen sarkastischen Urteile nicht nur gegen politische Gegner sind Ausweis der Unabhängigkeit eines elder statesman, dem schon zu seiner Amtszeit als Bundeskanzler parteipolitischer Opportunismus zuwider war. Dementsprechend will Helmut Schmidt seine Streitschrift auch an die gesamte politische Klasse gerichtet wissen. Sie gehe nicht mehr voran, zeige keinen Willen zu politischer Führung, "Karrierestreben fördert Anpassung und Konformismus". Statt auf die Rückseite der Bürgerrechtsmedaille, nämlich auf die Pflichten hinzuweisen und diese einzufordern, wird sie selbst zum Beispiel dafür, daß im "öffentlichen Raum die Moral von den Rändern her zerbröselt". Die Folge ist der schleichende Zerfall der Moral insgesamt. Was abhanden komme, so Schmidt, "ist das schlechte Gewissen", die Fähigkeit, in Kategorien von Gerechtigkeit, Solidarität, Verantwortung und Gemeinwohl zu denken und zu handeln. Statt dessen ist es die Ideologie des rücksichtslosen Egoismus, die alle gesellschaftlichen Schichten ergreift. Wohl gewählt ist der Rekurs auf Max Webers Unterscheidung zwischen Gesinnungsethik und Verantwortungsethik. Schmidt greift diese Differenzierung auf und verbindet sie mit dem erleuchtenden Hinweis, daß Verantwortungsethik nicht nur die Konsequenzen des Handelns berücksichtigen muß, sondern schon viel früher ansetze: bei der Formulierung der Zielsetzung. Die schonungslose Analyse ist zugleich ein kraftvolles Plädoyer für die Reanimation eines moralischen Minimalkonsensus in unserer Gesellschaft und ein Appell zum Mut zur öffentlichen Moral am Ende des 20 Jahrhunderts. -Manfred Schwarzmeier


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 6 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Pflichtlektüre (5 von 5 Punkten) meint H.M. aus Mödling
Ich bin als Österreicher (und seiner Partei nicht Nahestehender) auf dieses Buch gestoßen.
Es müsste Pflichtlektüre in den Oberstufen der Schulen werden. Völlig erstaunt stelle ich fest, dass noch Personen leben, die man als Staatsmänner bezeichnen kann.
Was noch dazukommt: Ich lese das Buch mit fast 10 Jahren Verspätung (2008) und stelle seine visionären Fähigkeiten fest.
Also: Das Buch ist informativ, es regt zum Nachdenken an und ist an keiner Stelle langweilig (da schlägt wohl seine journalistische Vergangenheit durch). Es enthält keine Parteipolitik sondern nur die Gedanken eines großen Geistes.
Ich habe es schon Freunden in Österreich empfohlen und benutze es als Geschenk (endlich wieder ein schenkenswertes Buch).

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Hand aufs Herz - Helmut Schmidt
Buch:Hand aufs Herz
Autor:Helmut Schmidt, Ausgabe vom Okt. 2003, Broschiert, Verkaufsrang 59500
Preis: 7,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Bürger fragen, Politiker antworten - ein bekanntes, aber meist nicht sehr ergiebiges Spiel. In diesem Fall ist das anders. Vielleicht weil mit Sandra Maischberger eine professionelle "Prominenten-ein-Loch-in-den-Bauch-Fragerin" dabei war, als sich Exbundeskanzler Helmut Schmidt in seinem Hamburger Haus mit sechs jüngeren Menschen zwischen 19 und 37 Jahren traf und ihnen Rede und Antwort stand. Herausgekommen ist ein von vorne bis hinten interessantes Interview-Buch, das einem den etwas spröden, aber wohltuend geradlinigen Menschen Helmut Schmidt ebenso nahe bringt (unter anderem als lebenslangen Musik- und Kunstliebhaber) wie den Politiker, der zweifellos zu den auffallendsten politischen Köpfen in der Geschichte der Bundesrepublik gehört - und neben dem der heutige SPD-Kanzler trotz seines Medientalents eher wie ein Leichtgewicht wirkt. Schmidt äußert hier nicht nur sehr dezidiert seine Meinung zu aktuellen politischen Fragen - vom 11. September und seinen Folgen bis zur Regierungsperformance "seiner" SPD und der Bundestagswahl 2002 -, er gewährt auch Einblicke in der Kategorie "Wie-war-das-damals-eigentlich": vom Nato-Doppelbeschluss, der im Grunde seine Idee war und ihn am Ende die Regierungsmehrheit kostete, über sein vielschichtiges Verhältnis zu Willy Brandt, bis zur Zeit des RAF-Terrorismus, wo man als Bundeskanzler mit Entscheidungen auf Leben und Tod konfrontiert war. Sandra Maischberger kennen wir inzwischen ja als eine, die auch mal unangenehm nachfragt, nicht locker lässt. Das muss in diesem Fall auch Helmut Schmidt erfahren. "Wieviel rauchen Sie am Tag?" - "Eine Packung." - "Eine Packung nur?" - "Ja, wenn Sie dabeisitzen, dann zwei. Sie regen mich auf." Diese Aufregung hat dem Interview in Hand aufs Herz sehr gut getan! -Christian Stahl


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Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 6 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Absolut empfehlenswert! (5 von 5 Punkten) meint K.A.M. aus Germany
Helmut Schmidt ist Helmut Schmidt und Dank dessen können sich die Deutschen über viele Peinlichkeiten in ihrer Geschichte hinweg trösten.
Kurz und prägnant, manchmal schroff aber immer treffend. Zu Themen in denen er sich nicht 100%ig sicher informiert wähnt, äussert er sich erst gar nicht. In wohltuendem Gegensatz zur heutigen Politikergeneration und vielen anderen seiner Zeitgenossen. Sehr genial auch Sandra Maischberger, die Schmidt mit Charme und Beharrlichkeit ab und zu aus seiner hamburgischen Reserve locken kann.

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Globalisierung: Politische, ökonomische und kulturelle Herausforderungen - Helmut Schmidt
Buch:Globalisierung: Politische, ökonomische und kulturelle Herausforderungen
Autor:Helmut Schmidt, Ausgabe vom 20. Febr. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 118578
Preis: 7,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Die künftige Debatte sollte dieses Niveau nicht mehr unterschreiten." (Prof. Dr. Gert Kaiser, Rektor der Uni Düsseldorf )

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Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 11 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Ein typischer Helmut Schmidt (5 von 5 Punkten) meint k.b.
Ich habe das Buch zehn Jahre nach seiner Erstauflage gelesen und war nicht sehr überrascht wie viele seiner Prognosen wirklich eingetreten sind. Helmut Schmidt hatte auch hier wieder das richtige Gespür. Auch wenn seit dem Erscheinen der Erstauflage politisch 11 Jahre vergangen sind lohnt sich ein Kauf. Schon allein Helmut Schmidts Gedanken zur deutschen Bürokratie und Gesetztgebung sollten einige Leute mal über Sinn und Unsinn nachdenken lassen.

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Die Deutschen und ihre Nachbarn: Polen - Thomas Urban (Autor), Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker (Herausgeber)
Buch:Die Deutschen und ihre Nachbarn: Polen
Autor:Thomas Urban (Autor), Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker (Herausgeber), Ausgabe vom 22. Sept. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 223764
Preis: 18,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Polen - kaum ein europäisches Land hat ein schwierigeres Verhältnis zum Nachbarn Deutschland. Das polnische Martyrium im Zweiten Weltkrieg ist allgegenwärtig, es bildet den Dreh- und Angelpunkt in Thomas Urbans kenntnisreicher Darstellung der Geschichte Polens und der deutsch-polnischen Beziehungen. Urban zeigt jedoch nicht nur die dunklen Seiten der Vergangenheit. Sein Buch erinnert auch an das gemeinsame Kulturerbe und erzählt eindrucksvoll von der Rolle der Kirche, vom polnischen Freiheitsdrang und von den Auswirkungen des polnischen EU-Beitritts.
"Die Deutschen und ihre Nachbarn" - unter diesem Titel geben Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker gemeinsam eine auf zwölf Bände angelegte Reihe heraus, die den Deutschen Politik, Gesellschaft und Kultur unserer europäischen Nachbarländer vorstellt.
Was wir auf vielerlei Reisen in uns aufnehmen, das soll hier vertieft und dabei auch von mancherlei Vorurteilen befreit werden. Dabei steht nicht so sehr das lexikalische Grundwissen im Vordergrund, sondern die lebendige Anschauung der Lebensverhältnisse und der jeweiligen nationalen Besonderheiten - auch im Verhältnis zu Deutschland. Die beiden Herausgeber haben für "Die Deutschen und ihre Nachbarn" hervorragend ausgewiesene Kenner gewonnen, die ihr oft in Jahrzehnten erworbenes Wissen ebenso konzise wie anschaulich in den Bänden der Reihe weitergeben. Ganz bewußt ist dabei auch ein persönlicher Blickwinkel erlaubt. So hat jedes Buch ein eigenes Gesicht, doch alle haben miteinander gemeinsam, daß sie auf höchst informative Weise die Vielfalt und den Reichtum, aber auch die Gemeinsamkeiten der europäischen Länder widerspiegeln.
"Diese Buchreihe liegt uns am Herzen. Sie soll helfen, das Verständnis für unsere europäischen Nachbarn zu vertiefen und auch uns selbst besser zu verstehen."
Helmut Schmidt, Richard von Weizsäcker

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 6 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Absolut empfehlenswert! (5 von 5 Punkten) meint F.d.B. aus Berlin
Diese Arbeit Urbans ist das bisher überzeugenste, was ich in den letzten Jahren zum Thema gelesen habe.

Bemerkenswert auch deshalb, weil in der Regel auch die Pflichtlektüre in den Universitäten die polnische Sicht "als Christus der Völker" bedient. Nein, hier werden die Verwerfungen auf beiden Seiten angesprochen, dort wo es angemessen ist.

Auf dem knappen Raum kann man sicherlich nicht in die Tiefe gehen, wie Norman Davies in seinem Standardwerk. Aber dieser läßt eben die spezifisch deutsch-polnischen Irritationen kaum beachtet, die gerade die Zeit zwischen 1919 und 1939 prägten: das Versailler Diktat mit Folgen, die Rolle Frankreichs in der Oberschlesienfrage, die kaum bekannte Annäherung von 1934 der Jagdfreunde Pilsudski und Göring, wie die abrupte Änderung der polnischen Position nach dem Tod des Marschalls. Beachtenswert der kurze Abriß über den unseligen Kardinal Hlond, der von den Kanzeln gegen Deutsche und Juden hetzen ließ und leider heute noch in Polen, wie der Nationaldemokrat und Führer des Blocks Groß-Polens! und Deutschenhasser Dmowski, gerade von den Kaczynski-Kreisen gehuldigt wird.

Über die unselige Gängelei der Polen bei Kaiser Wilhelm wird genau berichtet, im Gegensatz zum laisser-faire beim Kollegen in Wien, wie auch über die Polen-Euphorie nach den Aufständen 1830 in den deutschen Landen.

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